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Gelöschter User

Die ganz große Tragik des Jungen liegt in dem ihm auferlegten Verbot, Bilder malen zu dürfen und damit auch seine Träume zu verwirklichen.
Es sollte sich in seinem Leben nur um das rein Praktische drehen. Er sollte mit seiner Hände Arbeit lernen, Geld zu verdienen und dann würden sich auch seine Flausen verlieren...
Nein, verboten hat man es mir damals nicht, wohl aber abspenstig gemacht.
Malen, ist eine brotlose Kunst! Wie... mehr anzeigen

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Gelöschter User

Das ist bislang das aufschlußreichste Kapitel in Deiner Suche nach dem So-Geworden-Sein Deines Vaters, der ja auch Eltern hatte. Und es ist m. E. auch der Weg, Verständnis für die größeren und kleineren Schwächen eines Elternteils zu erlangen, wenn man wiederum ihre Wurzeln ergründet, denn dort deckt man nicht selten einiges auf, das mehr im Innern des Kindes zerschlagen hat, als es zu fördern - in seinen Gaben, Stärken und... mehr anzeigen

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salzburg

drückt tiefe Sehnsüchte aus. Auf und davon,
war Joachims Wunsch. Kinder wollen Ihre Mutter
nicht allein lassen, eher beschützen. Es war
eine Bestimmung dort hinein geboren zu werden,
wo es schwierig ist. Warum brauchen wir soviel
Kränkungen, soviel unnötiges Leid. Mir ist Deine Familie sehr sympatisch. Dein Vater und
Deine Tante waren in dieser Spirale verankert.
Das Trauma bleibt. Wie auch mein Kindheitstrauma geblieben ist.... mehr anzeigen

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Gelöschter User

möchte ich bemerken, daß es den wenigsten Menschen gelingt, zu erkennen, daß sie falsch, oder doch zumindest gegen ihr Empfinden erzogen wurden und später, entweder zu bequem sind, das selbst zu korrigieren, oder aber sie leben in dem Trott weiter, wie er ihnen vorgelebt wurde.

Der Mittelteil beschreibt sehr anschaulich, wie Kinder gegen ihre eigene Vorstellung erzogen werden und vor allem, religiös eingenordet werden. Sie... mehr anzeigen

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helgas.

und doch scheint diese schreckliche Behandlung der ganzen Familie durch den Vater früher Gang und Gäbe gewesen zu sein. War das normal?
Unter einer grausamen Gottesfürchtigkeit leiden die Menschen.
Ich verstehe, was Joachim aufgeschrieben hat, es sind die natürlichsten und normalsten Fragen und Gedanken der Welt, die eine gepeinigte Seele entwickelt.
Man kann dem Ganzen eigentlich nur entfliehen wollen.
Liebe Enya, Du hast das... mehr anzeigen

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regenwolke

...wenn man von klein auf an immer von dem Wunsch getrieben ist: "es wäre doch schön, wenn es nur ein ganz kleines bisschen ginge"...ja dann muss man doch irgendwann davonsegeln...
..ich höre dir gespannt zu, liebe Enya...
LG Corinna

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gittarina

"Ich will nur das leben, was in mir ist, warum ist das so schwer?" - Tief trifft das bis ins innere Mark - dieser Satz erklärt soviel, wenn nicht alles. Davon segeln, wenn es hakt, wenn es nicht stimmig ist. Als Kind war es ihm nicht vergönnt, sie Flucht zu ergreifen - dass hat er sich erst später getraut und im Nachhinein, denke ich, kannst Du ihn nur zu gut verstehen.

Sind wir nicht alle schon auf und davon, trotz... mehr anzeigen

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sissi136

so sehr drückt, dann möchte man wirklich gerne davonsegeln..
Eine Kindheit, geprägt durch die verlogene Bibeltreue des Vater, den Patriarchen der Familie. Man möchte schreien ob der Ungerechtigkeit, die dem Jungen wiederfahren ist. Da wurde der Kinderseele so viel Schaden zugefügt.
Die Mutter krank und der Vater übt auch hier Gewalt... wegen einer Tasse guten Porzellan... doch wie sich wehren in jenen Zeiten, da der Vater als... mehr anzeigen

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laemmchen

im Memelland, für den Jesus nicht hätte sterben müssen.
Dies hört sich sicher nachlässig an, aber es ist eine der Essenzen, die ich hier zog.
So unähnlich seid ihr euch in der Tat nicht, liebe Enya - und wie sollte es auch angehen, seid ihr ja blutsverwandt.
Der Titel bekommt immer mehr Gewicht, gerade in diesem 3. Teil, in dem du Gedanken und Notizen zu deinem Vater in einer, dir eigenen, wunderbaren Handschrift verarbeitet hast.

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goldie.geshaar

Dein Vater und Deine Tante hatten, mir hat es beim Lesen regelrecht Tränen in die Augen getrieben, auch das bedauernswerte Schicksal ihrer Mutter. Bibelfeste, harte Erziehung, kein Platz für Kindsein, Träume und Ausleben von Wünschen und Hoffnungen... Der Einblick in diese Kindheit der Unterdrückung (die wohl in vielen Familien so üblich war) erklärt bereits ein wenig, was aus dem "kleinen, begabten Rebell" für ein Mann... mehr anzeigen

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