70 Kommentare
alexander.bally

Diese Füllwörter sind primär vor allem eines: Wörter.

Wie bei jeder Faselvermeidung gilt natürlich auch hier: uti non abuti.

Füllwort-scanner wie der von Papyrus oder andere (es gibt ja mehr, auch online) sind recht einfache Programme, die die Worte erkennen können, nicht aber... mehr anzeigen

Natalie Jason

"Das ist doch nicht nötig!"
Klingt härter.

"Das ist doch wirklich nicht nötig"
Klingt unterwürfig.

Finde ich :-)

Natalie Jason

Oder

"Das ist jetzt nicht nötig"
Eine Anweisung.

Für mich ist, in diesem Satz, nun=jetzt.
Kommt drauf an für welche Situation der Satz benötigt wird.

"Das ist doch nun wirklich nicht nötig."
Ist eine nette Abweisung eines Fremden.

"Das ist doch, nun wirklich, nicht unbedingt notig."
Eine empörte Aussage.

Helene Elis

Liebe Natalie Jason: Q.e.d.
Es geht nicht darum, die Bedeutungen zu manifestieren; es war mir wichtig zu zeigen, wie wichtig es ist, Bedeutungen zu erfassen.
Semantik, Grundstudium. :)

LG Helene

Natalie Jason

Verstehe :-)

Helene Elis

Lieber Herr alexander.bally,

Mir geht es nicht darum, solch ein Programm zu verteufeln; mein Anliegen ist aufzuzeigen, dass solch ein Programm vor allem eines tut: Es verleitet. Der Mensch ist von Natur aus eher Energie sparend. Was tut also ein Schreiberlehrling, ausgestattet... mehr anzeigen

alexander.bally

Liebe Helene, darf ich vorschlagen, dass wir einfach "Du" schreiben, bevorzugt ein respektvolles und liebenswürdiges "Du"? Das macht es doch einfacher.

Gütiges Einverständnis voraussetzend: Du hast natürlich recht. Worte sind wichtig, weil sie Macht haben, mitreißen, begeistern... mehr anzeigen

Simon_Zero

Hallo Helene,
ich bin ganz und gar bei dir. Hier geht es doch nicht um Informationsgehalt sondern um Stil, Duktus und Attitüde. Wer bringt die bitte einem Computerprogramm bei? Ein guter "Schreiberling" hat eine ganz unverwechselbare Sprache, die ihrem eigenen Rhythmus folgt -... mehr anzeigen

Helene Elis

Lieber Alexander,

Ich bin ja froh, wenn ein guter Schreiber ein Hilfsprogramm hat und auch benutzt. Ein weniger guter Schreiber sollte aber auf der Hut sein.

!!Nun halten sich alle, die schreiben, für gute Schreiber. Daher halte ich diese Diskussion für immens wichtig!! :)

Verzeih... mehr anzeigen

Kooky Rooster

Nun, die Programme, die Füllwörter (und anderes) erkennen, sind keine Diktatoren sondern bieten Anregungen bzw. helfen einem irgendwann für seinen eigenen Text blind seienden Autor, sich eine Stelle noch einmal bewusst anzusehen und auf die Wirkung hin zu überprüfen.

Das heißt... mehr anzeigen

Helene Elis

Ja, Kooky, so sagt das Lehrbuch, so plädiert der erfahrene Schreiber, der Experte. Heutzutage "muss es packen". Damit es sich auch "verkauft", der "Leser gefangen wird" und sich, owei, "bloß nicht langweilt". Hm, irgendwie kann ich mir gar nicht vorstellen, dass Max Frisch das... mehr anzeigen

Simon_Zero

Gut gebrüllt, Löwe. Gar kein Widerspruch! Als Programmierer ist meine Haltung zu Computerprogrammen - auch Füllwort-Scannern - eindeutig: Sie sind Werkzeuge und als solche erdacht worden. Sie können dem Kreativen helfen, schneller und mit weniger Aufwand kreativ zu sein, sie... mehr anzeigen

Kooky Rooster

Ich glaube nicht, dass diese Textverbesserungen alleine dem Verkauf geschuldet sind. Zwar Misantroph sehe ich die Sache nicht so schwarz. Möglicherweise ist das bei der Arbeit von Lektoren über einen Verlag etwas anders, da die in erster Linie eben Geld verdienen und nicht die... mehr anzeigen

Andreas BookRix-Administrator

Aus rein linguistischer Sicht sind Adverbien oft dazu da, grammatische Kategorien zu ersetzen, die es in anderen Sprache gibt, im Deutschen aber nicht. (Es kann ja nicht in jeder Sprache jede Kategorie per Flexion gewonnen werden.) Daher ist ein Adverb nicht automatisch ein Füllwort.

Helene Elis

Es bleibt, der Leser soll gepackt werden, der Arme. Aber er darf nicht verwirrt werden, obschon das manchmal sogar interessant ist, er muss sofort alles verstehen - das ist hier plakativ, klar, nicht? Warum soll ein Leser nicht auch mal rätseln, weil der Prota eben verwirrt ist?... mehr anzeigen

Pedro

Hallo @ alle.
Ich bin neu in dieser Gruppe.
Mich beschäftigt die Frage nach einem guten Textprogramm.
Leider kann ich mich zwischen dem Microsoft Word 2013 oder dem Open Office nicht entscheiden.
Das Papyrus hatte ich als Demo/Testversion auf meinem PC (hatte).
Leider konnte man mit... mehr anzeigen

alexander.bally

oO bzw Libre Office läuft bei mir seit Jahren stabil und problemlos. Es rettet sogar bei Systemabstürzen wie Stromausfall o.Ä. fast immer die bearbeiteten Texte komplett, und falls nicht, dann zumindest zum größten Teil.