Cover

Vorwort des Autors

 

Die Handlung des Romans ist eine Erfindung des Schriftstellers. Die im Buch vorkommenden Charaktere sind frei erfunden. Eine Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig.

 

Copyright-Hinweis: Sämtliche Inhalte, Fotos und Texte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne schriftliche Genehmigung des Verfassers weder ganz noch auszugsweise kopiert, verändert, vervielfältigt oder veröffentlicht werden. ©Oliver M. Pabst

Das Buch

 

Die Hawaii-Inseln sind der Inbegriff für Paradies, doch der Schein trügt. Auf Oahu wurde die Leiterin einer Universität in ihrem Büro ermordet. Die Detectives Mike Donovan und Leilani Kamekona vom Honolulu Police Department sollen den Mordfall aufklären. Ihre Untersuchungen führen die beiden in ein Netz aus Lügen, bis sie dem wahren Mörder schließlich auf die Spur kommen. Dabei lernen sich die Ermittler näher kennen und finden voneinander mehr heraus, wie sie dachten...

 

 

Kapitel 1

 

Büro von Captain Benson,

Hauptquartier Police Department,

Oahu, Hawaii

 

Es war ein geradezu unverschämt schöner Sommermorgen im vom Wetter verwöhnten amerikanischen Bundesstaat Hawaii und die Sonne strahlte mit dem azurblauen, wolkenlosen Himmel um die Wette. Ein laues Lüftchen wehte über die weitreichenden Strandpromenaden von Honolulu, die das Wasser des Pazifischen Ozeans sanft über den weißen Strand ans Ufer schwappen ließ.

Kaum war Mike Donovan gegen sieben Uhr im Hauptquartier des Honolulu Police Department angekommen, da wurde er schon in das Büro von Captain Benson gerufen.

»Guten Morgen, Sir. Sie wollten mich sprechen?«

»Ja, setzen sie sich«, sagte der ältere Polizist und deutete mit der Hand auf einen der beiden Stühlen vor seinem Schreibtisch. »Ich habe mir Ihre Personalakte angesehen. In Anbetracht Ihrer vielen Ermittlungserfolge in den fünf Jahren beim HPD, habe ich Sie beim Chief of the Detectives für die Beförderung zum Lieutenant vorgeschlagen«, teilte er seinem Gegenüber mit. »Wenn er zustimmt, können Sie nächsten Monat an der schriftlichen Prüfung teilnehmen.«

»Vielen Dank, Sir«, erwiderte Donovan verblüfft.

»Aber derzeit gibt es Wichtigeres«, fuhr Benson fort. »Haben Sie heute schon zufällig die Nachrichten gehört?«

»Noch nicht, Sir«, antwortete der Detective den Kopf schüttelnd.

»Die Präsidentin der University at Manoa wurde in ihrem Büro ermordet aufgefunden«, erklärte der Captain, griff eine Akte von seinem Schreibtisch und überreichte sie dem Detective über den Tisch. »Eigentlich müsste sich die Mordkommission darum kümmern, aber die sind im Moment überlastet. Daher werden Sie diesen Fall übernehmen und hoffentlich schnell zu einem Ergebnis kommen.«

Donovan nickte verstehend.

»Natürlich, Sir.«

»Gut, dann will ich Sie nicht länger von Ihrer Arbeit abhalten«, sagte Benson, bevor er sich aus seinem Sessel erhob und den Detective mit einem Händedruck verabschiedete.

Kapitel 2

 

Abteilung Gewaltverbrechen,

Hauptquartier Police Department,

Oahu, Hawaii

 

Detective Leilani Kamekona, die inzwischen ihren Dienst im HPD antrat, setzte sich ihren Schreibtisch und begann ein paar alte Akten durchzulesen. Als ihr Partner eine halbe Stunde später im Großraumbüro erschien, grinste er etwas überheblich, wie sie aus den Augenwinkeln feststellte.

»Was gibt es zu grinsen?«, fragte sie Donovan und sah gelangweilt auf.

»Wie wäre es mit einem Mordfall in Manoa, anstelle von den alten Akten?«, entgegnete er, die Antwort bereits kennend

»Dafür sind wir nicht zuständig«, berichtigte sie ihn, immer noch mit einer harten Mine.

Sie war natürlich kein bisschen einer richtigen Ermittlung abgeneigt, da sie lieber draußen an der frischen Luft war, anstatt die ganze Zeit über im Büro zu sitzen.

»Jetzt schon«, widersprach Detective Mike Donovan. »Benson hat uns um Hilfe gebeten, da die Mordkommission den Fall nicht übernehmen kann«, erklärte er.

Kamekonas eiserne Mine lockerte sich ein wenig, genauso verschwand sein Grinsen langsam aus dem Gesicht, da es ihm zu anstrengend wurde.

»Worum geht es denn überhaupt?«

Sie gab immer noch vor, nicht interessiert zu sein, doch er erkannte sofort, dass sie dies nur vorgab, aber entschied sich mitzuspielen.

»Die Präsidentin der dortigen Universität wurde ermordet aufgefunden. Aber wenn es Sie nicht interessiert, werde ich diesen Fall eben alleine untersuchen«, berichtete er und fügte den letzten Satz beinahe beiläufig an, während zu seinem Schreibtisch ging und sein Jackett von der Stuhllehne nahm.

Die junge Hawaiianerin lockerte ihre eiserne Mine ein wenig. Sie wollte ihm darauf eine Antwort geben, ließ es aber. Stattdessen sprang sie auf und holte ihre Waffe sowie die Dienstmarke aus dem Schubfach. Donovan fing wieder an zu grinsen und beobachtete sie dabei.

»Nun kommen Sie schon, Grinsbacke, oder soll ich alleine ermitteln?«, neckte sie ihn.

Er hob überrascht die Augenbrauen. Kamekona wurde langsam richtig schlagfertig, fuhr es ihm in den Kopf. Dann setzte er sich in Bewegung und ging voraus, bis in die Parkgarage. Dort organisierte der Detective einen Dienstwagen, mit dem sie nach Manoa, einem Stadtteil von Honolulu fuhren.

Kapitel 3

 

Arbeitszimmer von Dr. Prescott,

University at Manoa,

Oahu, Hawaii

 

Nach einer dreiviertel Stunde durch die morgendliche Rushhour von Honolulu, kamen die beiden Detectives mit ihrem Dienstwagen am Campus an.

Die Universitiy at Manoa war eine staatliche Universität im Stadtteil Manoa von Honolulu. Ihr Sitz befand sich unweit dem Diamond Head Monument. Die Hochschule wurde 1907 gegründet und war mit seinen 18.056 Studenten der wichtigste Standort des University of Hawaii Netzwerks.

Sie hefteten ihre Dienstmarken an die Revers ihrer Jacketts und gingen in den dritten Stock des Verwaltungstraktes, wo sie von zwei uniformierten Polizeibeamten durchgelassen wurden. In dem großen Arbeitszimmer des Opfers waren bereits mehrere Mitarbeiter der Spurensicherung damit beschäftigt nach Fingerabdrücken, Blutspuren und anderen Hinweisen zu suchen, die ihnen Aufschluss auf den Täter geben könnten.

»Sie müssen die Detectives von der Abteilung für Gewaltverbrechen sein. Ich bin Detective Reed von der Mordkommission und habe den Befehl Ihnen den Tatort zu übergeben«, sagte dieser, als er die zwei anderen Ermittler durch die Tür kommen sah.

Donovan tat dies mit einem Nicken ab und zeigte auf die Marke an seinem Gürtel.

»Was können Sie uns über die Tat sagen?«, wandte sie Kamekona an den Mann, während ihr Partner zu der Leiche ging, die vor dem Schreibtisch lag.

Reed holte seinen Notizblock heraus und begann daraus vorzulesen.

»Die Tote heißt Dr. Victoria Prescott, Präsidentin der Universität. Sie ist letzte Nacht in ihrem Büro getötet worden. Es gibt keinerlei Zeugen und bisher auch keine Hinweise auf den Täter.«

»Wann wurde die Leiche gefunden?«

»Heute Morgen um sieben Uhr dreißig von der Sekretärin. Sie hat sofort bei uns angerufen, nachdem sie die Leiche entdeckt hat. Sie steht da drüben.«

Er deutete mit einer Kopfbewegung auf eine junge, brünette Frau, die von einer Sanitäterin seelisch betreut wurde.

»Hat Sie irgend etwas gesehen?«, hakte Kamekona nach.

»Nein, aber das ist von nun an ja Ihre Sache«, sagte Reed, schlug seinen Block zu und schaute noch einmal zu Donovan, der ihn aber gekonnt ignorierte. Dann verabschiedete sich der Ermittler von ihr, bevor er verschwand.

»Haben Sie ihm überhaupt zu gehört?«, fragte sie ihren Partner, nachdem der andere Mann verschwunden war.

»Ja habe ich, aber alles, was er uns gesagt hat, wusste ich bereits zuvor und das sollten Sie eigentlich auch wissen, weil ich es Ihnen auf dem Weg hierher ebenfalls gesagt habe«, meinte er und stellte sich neben die Pathologin, welche über dem Leichnam gebeugt war.

»Hallo Doktor, schön Sie wiederzusehen. Kommt es mir nur so vor, oder sind Sie in jeden unserer Fälle verwickelt?«, begrüßte er sie, der die Situation mit einem Scherz auflockern wollte.

Diese blickte von der Leiche auf und warf dem Ermittler einen genervten Blick zu.

»Ich könnte Sie auch fragen, warum Sie immer wieder an meinen Tatorten auftauchen«, konterte sie sarkastisch.

»Was war die Todesursache?«, erkundigte er sich.

»Stumpfe Gewalteinwirkung am Kopf, vermutlich durch den Briefbeschwerer dort«, berichtete sie und zeigte auf den blutverschmierten Briefbeschwerer neben der Leiche. »Der Täter hat wahrscheinlich mehr als einmal zu geschlagen, ansonsten kann ich mir nicht erklären, wie er es geschafft hat, die Kopfdecke zu spalten und Gehirnmasse durch die Gegend spritzen zu lassen.«

Donovan kniete sich nun neben Dr. Golding. Er holte zwei Einweghandschuhe aus seiner Hosentasche, zog sie sich über und griff nach dem Briefbeschwerer. Nachdem er ihn ein paar mal in seiner Hand umgedreht hatte, deutete er einen der Männer der Spurensicherung, diesen einzutüten. Anschließend richtete er sich wieder auf, um den leblosen Körper im Ganzen betrachten zu können. Dr. Prescott war eine sehr hübsche Frau gewesen, mit dunkelblonden Haaren und braunen Augen. Obwohl sie tot war, sah sie irgendwie friedlich aus, als wenn sie schlief.

»Und der Todeszeitpunkt?«

»Schwer zu sagen, aber die Leichenflecken lassen vermuten, dass es gestern Abend irgendwann zwischen zweiundzwanzig Uhr und Mitternacht war. Ich kann es aber noch eingrenzen, wenn ich die Tote auf dem Tisch hatte.«

Donovan murmelte ein »Danke«, dann blickte sich im ganzen Raum um, was Kamekona in der Zwischenzeit getan hatte.

»Wenn Sie mich jetzt nicht mehr brauchen, würde ich die Leiche gerne in die Gerichtsmedizin bringen«, sagte Golding auf einmal.

Beinahe geistesabwesend gab er ihr nickend die Erlaubnis, während er zum Schreibtisch hinüberging. Darauf entdeckte er die Akten, an denen Prescott am Abend offenbar noch gearbeitet hatte. Er umrundete ihn, setzte sich auf den Sessel dahinter und beugte sich über den Tisch, um die Unterlagen ansehen. Als der Detective nach ein paar Minuten aufblickte, sah er, wie seine Partnerin sich mit der Sekretärin unterhielt, sich bereits wieder von der anderen Frau verabschiedete und zu ihm herüberkam.

»Miss Heriwell sagte, dass sie ihre Chefin so vorgefunden hat. Normalerweise kommt diese immer gegen acht Uhr in das Büro«, berichtete Kamekona.

»Wusste sie, was ihre Chefin so

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: Oliver M. Pabst
Bildmaterialien: Oliver M. Pabst
Cover: Oliver M. Pabst
Lektorat: Korrekturen.de Julian von Heyl
Tag der Veröffentlichung: 03.08.2020
ISBN: 978-3-7487-5240-0

Alle Rechte vorbehalten

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