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Lehrzeit für Frösche

 

Lehrzeit für Frösche

 

Wolfram U. Kirsch

 

Cobright by :Wolfram U. Kirsch

bergsteiger_info@online.ms

www.wolframkirsch.com

 

 

Gefühle sind da, sie warten nur darauf, geweckt zu werden.

 

Inhalt

Prolog

Konni, sächsisch und aus Leisnig

Meine wirkliche Heimat

Erlebnisse am Wochenende mit Konni

Zweifelhafter Plan der Dorfjugend

Lisa und Jule

Zum ersten Mal fremd…..

Konni im Krankenhaus

Viele Fragen, keine Antwort

Streit mit Folgen

Trennung, endgültig?

War‘s dass?

Veränderung

Jule, vergewaltigt

Ein Abschied für immer

Epilog

 

 

Gefühle sind da, sie warten nur darauf, geweckt zu werden.

 

Die Biografie von Fröschen beschäftigte mich genauso, wie meinen Schulfreund Jogi, als wir in einer, der besonderen Biostunden, einen Vortrag über das Paarungsverhalten der Frösche, von unserer Lehrerin erhielten. Da die nur 6 oder 7 Jahre älter war, verfolgten wir diesen Vortrag umso faszinierender. Wir, speziell die Jungs, klebten an ihren Lippen wenn sie detailgetreu über das Tohuwabohu, zum Beispiel bei den Schwanzlurchen, während der Paarungszeit berichtete. Biologie war die mit Abstand coolste Unterrichtsstunde, bei solch stimulierenden Themen. Aber Theorie ist meistens anders, als die Praxis. In so mancher Hofpause klaffte die Sicht der Dinge, auseinander. Schon bei dem 'Ritual', kamen wir an die Grenzen unserer Vorstellungskraft. Wir brauchten trotz der ganzen Theorie, praktische Erfahrungen.

Indem ich mit Jogi, die Bereitschaft zur Mitarbeit einer Probandin prüften, stießen wir auf eine Reaktion, die uns überraschte. Da sie ein paar Jahre älter war, vertrauten wir auf ihre vielgerühmte Lebenserfahrung. In einem zweimalig wöchentlichen Training, sammelte ich Kenntnisse, die für mich unentbehrlich wurden.

Jogi war der eher abwartende Typ. Ich habe nicht begriffen, warum der von mir, jede Übungsstunde bis in alle Kleinigkeiten ERKLÄRT haben wollte.

Ich bot ihm an, eine Einführungsstunde mitzumachen. Carola, unsere Übungsleiterin, war mit meinem Enthusiasmus mehr als zufrieden. Als Jogi mitkam, tolerierte sie das, blockierte aber anschließend die letzten Übungstermine.

»Da ihr zwei interessierte Bubis seid, dürfte es dir Uwe, nicht schwerfallen, ihm die wichtigsten Regeln beizubringen«, begründete Carola ihre Entscheidung. Auf alle Fälle war ich perfekt geschult für das Leben, lobte mich Carola.

Schon jetzt freute ich mich auf die nächsten Sommerferien.

 

 

 

  • Konni, sächsisch und aus Leisnig

 

 

Jedes Jahr in den Sommerferien, verreise ich zu meinen Großeltern, ins Sachsenland. Der Zug nach Leipzig steht schon auf Gleis eins und wartet scheinbar nur auf mich.

Endlich hebt der Schaffner seine Kelle, dem folgte ein lauter Pfiff, dann setzte sich der Zug in Bewegung. Mystisch verteilt sich dichter Qualm über den Bahnsteig, als die Lok schnaufend anzieht. Durch die Waggonfenster beobachte ich, die scheinbar vorbeifliegenden Strommasten entlang der Bahnstrecke, während die Räder immer im selben Takt über die Schienenstöße rollen. Schon nach kurzer Zeit halten wir eine Station weiter an. Hier heftet sich mein Blick an eine bildschöne Brünette, die ihren Schrankkoffer in Richtung meines Waggons, über den Bahnsteig zieht.

 

»Mensch Mädel, du hast echt Muckis«, kicherte ich aus dem Abteilfenster, »du gehst sicherlich auf eine Weltreise, dem Koffer nach zu urteilen, der ist größer als du.«

»Quatsch nicht, hilf lieber«, schleuderte sie mir prompt, eine Antwort um die Ohren. Zwei riesig blaue Augen, darunter eine Knubbelnase, mit einem reizenden Knutschmund, standen leibhaftig vor mir. Ohne zu zögern, forderte sie meine Hilfe im dreisten sächsisch ein.

»Du bist nicht von hier«, rutschte mir raus, während ich den Container, Stück für Stück ins Abteil schob.

»Stopp mal Bubi, woher weest du überhaupt, ob ich hier bei dir sitzen möchte«, flog mir der nächste Spruch um die Ohren.

»Du kannst dir ja den Kleiderschrank unter den Arm klemmen, bis du einen richtigen Platz gefunden hast. Herzchen!«

»Okay, gewonnen.« Als sie sich mir gegenüber hinsetzte, fing sie an, mit mir normal zu reden»kannst du mir verraten, ob der Zug in Oschatz hält?« Ihr erwartungsvoller Blick auf eine Antwort, regte in mir ein Gefühl von Sehnsucht nach etwas unbekanntem Schönem. Das habe ich bisher, zum ersten Mal erlebt. In meinen Gedanken sah ich sie schon im Bahnhof, auf nimmer Wiedersehen aussteigen.

»Sag mal, meintest du Oschatz?«, fragte ich, um was zu sagen, »ich weiß, die letzten Jahre hat er gehalten, aber ob er heute, ......da bist du gut beraten, beim Schaffner nachzufragen.«

»Ok, du weest also nischt! Kennst‘e wenigstens das Ziel deiner Reise, oder hat Mami einen Zettel mitgegeben.«

Bei den Worten sah ich den Schaffner, der seine Kontrolle in unserem Waggon begann. Hastig suchte ich mit der rechten, dann mit der linken Hand in meinen Taschen die Fahrkarte. Sie beobachtet mich und fing lautstark an zu lachen, »eh Junge, wenn du weiter solche Späße auf Lager hast, wird die Fahrt nicht langweilig.«

Der Schaffner, der das lautes Lachen nicht überhörte, stand unbemerkt neben ihr an der Bank und räusperte sich. Erschrocken, mit rotem Kopf, holte sie ihr Ticket aus der Tasche.

»Tut mir leid, aber der Komiker mir gegenüber, bringt mich aus der Balance.«

»Wenn dass so ist, könnten sie etwas dagegen oder dafür unternehmen, damit die Reise ein Erlebnis bleibt«, sagt der Zugbegleiter und zwinkerte mir zu.

In Gedanken suchte ich nach einem passenden Thema, ich wollte unbedingt mit ihr sprechen.

»Für meine Freunde bin ich Uwe. Wenn du mir den Namen verrätst, auf den du gewöhnlich hörst, dann…«, »wie du willst, Korin oder Konni«, unterbrach sie.

Ohne mich anzusehen, ordnete sie ihr schulterlanges Haar, dabei setzte sie mit voller Hingabe ihren Körper in Szene und schmunzelte in sich.

»Konni, steigst du in Oschatz, aus oder um? Im Übrigen, der hält dort nur für zehn Minuten, weil der auf den Anschlusszug nach Dresden wartet, das hattest du erst vergessen den Schaffner zu fragen.«

Endlich sah sie auf, »ach ja, gut das du mich erinnerst. Bevor du mich weiter verhörst und löcherst, ich fahre nach Leisnig, wenn du weest wo das liegt. Des Weiteren gehe ich noch zur Schule, habe einen Freund, der keinen Spaß versteht, wenn mich wer, unentwegt versucht zu unterhalten. Reicht das fürs Erste.«

Das war schonmal eine deutliche Ansage. »Ok, jetzt bin ich bestens informiert«, kommentierte ich.

Ab sofort hielt ich meinen Schnabel, las in einer Zeitung, besser gesagt ich tat so. Nach kurzer Zeit legte ich sie weg, um im Raucherabteil nebenan, die Situation in Ruhe zu überdenken. Ihre abweisende Art machte mich allerdings gleichgültig. Ich versuchte, mich abzulenken und dachte ich einige Tage zurück, wie meine Ferien begannen. Dabei freute ich mich auf die Zeit, die jetzt vor mir stand.

 

Ferien, endlich Ruhe vor den Paukern, ausschlafen bis Mittag, ohne nervige Verpflichtungen, die mit Blick auf die Uhr den Tagesablauf auf der Überholspur definieren. Ferien bedeutet, jeden Tag zum Wochenende machen, sowie Party ohne Ende.

Am ersten Ferienmorgen atmete ich tief durch, als ich registrierte: Es ist Urlaub. Hoch motiviert sprang ich aus dem Bett, und finde mich in der Küche auf Nahrungssuche wieder, als der fiese Klingelton von dem Telefon im Flur mich zusammenzucken lies.

Ein Blick auf die Nummer brachte Ernüchterung, »oh man, genau so habe ich mir das gedacht.« Jogi hat mal wieder eines seiner genialen Einfälle. Ich war mir nicht sicher, ob ich den Telefonhörer abnehmen oder liegen lassen sollte. Egal wie, der nervte solange ...

Jogi stresste mich, mit Fragen, die ich so zeitig am Tag nicht sofort beantworten wollte. Ob ich schon eine Idee hätte, was wir gemeinsam erleben können, und...... Die Krönung war, »sag mal, wolltest du nicht in den nächsten Tagen verreisen, zu Oma und Opa, denk bloß nicht, hier stillschweigend den Fisch zu machen.«

»Hast du am frühen Morgen keine anderen Sorgen, als mich mit solchem Schwachsinn vom Frühstück abzuhalten.«

Jetzt fingen bei Jogi die grauen Gehirnzellen an, zu arbeiteten. »Uwe, alter Schwede, da sollten wir heute nochmal, so richtig die Sau rauslassen.«

 

»Jogi, das gibt ein echtes Problem. Mit meinen Moneten sieht es im Augenblick nicht gerade positiv aus. Es sei denn, du übernimmst die Rechnung.

»Alter spinnst du, so funktioniert das nicht«, nach kurzer Pause, »aber ich habe einen Plan. Erinnerst du dich an Claudi und Bea, die traf ich gestern Abend. Beide haben uns eingeladen! Was hast du bloß mit der Bea gemacht, dass die uns partout sehen wollen.«

»Jogi, bist du noch sauber, scheinbar hast du vergessen, dass die für uns ‚verbotenes Terrain‘ sind. Lass die Finger von den Mädels, die Kerle verstehen keinen Spaß. Ich war froh, dass die nix gecheckt hatten, als ich mit der verschwunden war. Außerdem, da war nichts passiert.«

»Uwe, du wirst mir nicht erzählen, dass du die nicht flachgelegt hast? Hoffentlich ist dir klar, dass die das, nicht ungestraft hinnehmen werden.«

»Mach was du willst Jogi, ich für meinen Teil verzichte auf diese Einladung. So, jetzt würde ich gern in Ruhe frühstücken, ich bin hungrig und gerade aufgestanden.«

Beim Essen überlegte ich, das wäre ja, bis auf ihre Kerle, vielleicht kein schlechter Urlaubsbeginn.

»Jogi, sei in einer Stunde bei mir, die Einladung nehmen wir doch dankend an«, rief ich ihn zurück. Auf dem Weg zum See überlegten wir, wie wir es anstellen, den Mädels beizubringen, dass wir für jeden Spaß zu haben sind, aber nicht mit ihren Rockern im Genick.

 

Am See hielten wir Ausschau, ob jemand bekanntes zu sehen ist. Wahrhaftig fiel mir ein knapper Bikini auf, der uns zurief, »Hallo Jungs, wir sind hier.«

»Hi Bea, gehst du, oder kommst du ins Wasser«, ihre Augen scannten mich, »kommst du mit, zu zweit machts mehr Spaß.«

Wie immer, quatschte Jogi unüberlegt dazwischen, »wo habt ihr euer Hauszelt stehen.« Bea zeigte auf ein riesiges Zelt am Hang, »dort oben, geh einfach hin. Vorsicht, Claudia schminkt sich sicher noch.«

Mir war egal, ob ich jetzt ins Fettnäpfchen tappe, aber ich musste die Frage loswerden, »Bea, Jogi hat mir erzählt, dass ihr uns eingeladen hättet.«

»Deutest du das so«, entgegnete Bea, als sie meine Verlegenheit mitbekam, »du verreist morgen oder so, habe ich gehört. Ihr zwei habt da scheinbar ein Ritual, ...egal, wie auch immer, hast du Bock auf Wasser, oder willst du hier Wurzeln schlagen.«

»Nee, ich hab…«, »red nicht Uwe, Klamotten runter«, schon lag ihr Slip im Sand. Bei derartiger Geschwindigkeit bekam ich Lust auf dass, was mich bestimmt erwarten würde. Voll Testosteron, sprang ich hinterher, tauchte in ihre Richtung, bis meine Fingerspitzen ihre Beine fühlten. Mit geöffneten Augen verfolgte ich all ihre Bewegungen unter Wasser. Was sich da vor mir räkelte, reizte mich, dichter an ihren Körper zu tauchen. Bea versuchte mich ständig, festzuhalten. Bei diesem Hin und Her der Berührungen, ebenso den einladenden Gesten, war das Resultat eindeutig. Bea provozierte nicht, sie quälte mich. Mir schien, dieser Tag wird ein Guter. Wir schwammen in Richtung zur Insel, bis auf eine Sandbank.

 

 

»Sind wir uns nicht schon vor ein paar Tagen begegnet, ich glaube sogar am letzten Samstag«, fragte Bea prüfend.

»Kann sein, da war ich aber nicht allen Ernstes dabei«, ich musste ihr irgendetwas erzählen.

Sie kam näher, so nah, dass sich unsere Zehenspitzen berührten. Das stechende Blau ihrer Augen, ihr Atem der mich streifte, dazu das Bild im Kopf, wie nur Zentimeter fehlten, bis wir uns Haut an Haut berührten, das war hart. Ich spürte eine stärker werdende Erektion, die sich nicht mehr aufzuhalten schien.

Erwartungsgemäß bekam sie meine Situation mit, »ja und wieso warst du nun nicht dabei.« Ich rückte näher, bis mein Piepel ihr Schambein streifte.

»Oha, wen haben wir denn da«, dabei tasteten unter Wasser ihre Hände, bis sich unsere Körper da berührten, wo es sündhaft kribbelte, bis sie mich bremste, »Uwe, wir sind hier im Wasser, da gibts gewiss andere Möglichkeiten.«

 

Jogi war inzwischen am Pavillon angekommen, und versuchte auf allen vieren, in das Zelt der Mädels zu gelangen. Claudia, sah nur einen Schatten vorbeihuschen. Sie nahm einen Stock, den sie wegen der Sicherheit, immer in der Zelttasche liegen hat und schlug zu. »Verpiss dich, du Vogel«.

»Aua, ich will dich in friedlicher Absicht besuchen, aus Dankbarkeit haust du mir den Knüppel über‘n Nischel. Du könntest ja wenigstens warnen, bevor du zuschlägst.«

»Gehört es sich nicht, wenn man eintreten will, dass man vorher anklopft, oder sich wenigstens bemerkbar macht.« Als sie den roten Striemen auf Jogi’s Stirn sah, fing sie laut an zu Lachen.

»Eh Claudia, das wird ne fette blaue Beule, du bist total verrückt. Verfolgt euch jemand,, oder warum seid ihr aus der Stadt geflüchtet.« Claudia überlegte, »egal, das willst du nicht wirklich wissen, warum wir abgehauen sind. «

Jogi hatte ein mulmiges Gefühl. »Wo sind überhaupt eure Männer abgeblieben«, »die sind weg und hoffentlich recht weit.« Er erzählte ihr die Geschichte von dem Waisen Uwe, den die Eltern zurückgelassen haben, um sich am Plattensee zu vergnügen. »Der hat keinen Pfennig mehr, möchte aber auch nichts verpassen, wenn du weist, was ich meine.«

Claudia interessierte ob Uwe mitkommen ist, »ja, aber Bea hat den gleich mit zum See genommen, warum fragst du.«

»Also, jetzt mal zu unserer Party«, lenkte sie ab, während sie aus ihrer Geldbörse einen blauen Zwanziger kramte, der demonstrativ auf die Decke fiel, »mein Anteil. Du gibst doch auch was dazu, oder.«

»Ich kann aber nur fünf ‚Märker‘ lockern, ansonsten muss ich als Strichjunge anschaffen gehen«, abwartend schaute er Claudia an.

»He du Angeber, los komm, mach dich nackig, gleich und sofort«, Claudi‘s lustvoller Blick mit der kreisenden Zunge über ihre Lippen, machte Jogi wuschig. Na bitte, klappt doch schon mal problemlos.

Die Einladung, verstand er falsch. Erregt, mit roten Wangen, unbeholfen auf einem Bein, zog er Shirt mit Hose aus. Bei diesem tölpelhaften Anblick konnte Claudia nicht mehr, »Komm Baby, hol ... ihn ... raus .... den Fünfer aus der Tasche.«, dabei entging ihr nicht, die immer größer werdende Beule in seiner Unterhose.

»Sorry, so war das nicht gemeint, du hast mich falsch verstanden«, ihr Blick haftete weiter auf der Badehose, »jetzt haben wir schon fünfundzwanzig Märker.« Dann hörte sie Bea’s Stimme und warf Jogi ein Handtuch hin.

»Claudi, mach mich bitte mal schlau«, wunderte sich Bea, als wir im Zelt standen, ihr Blick fiel auf Jogi, der verzweifelnd versuchte, seine Erektion unter dem Handtuch zu verbergen.

»Uwe, wie du siehst, dein Kumpel Jogi ist auch einer von der wieselflinken Sorte. Kann mir vielleicht mal einer was dazu sagen. Sind wir zu zeitig, oder zu spät gekommen. Schaffst du an, oder bist du Kunde, Claudia«, meckerte Bea.

»Keine Blume kann ohne Wasser leben. Oder du«, witzelte die, dabei rutschte sie noch enger an Jogi. Jogi versuchte die Situation, aufzuklären. Beide Mädels schmunzelten, als er anfing, warum er sich den Gefahren hier unterzieht. Bea fiel natürlich ihr Handtuch, in Jogis Schoß auf. »Sag mal, was stellst du mit meinem Handtuch zwischen deinen Beinen, an?« Dann verschwand sie in ihrem Zeltabteil, holte Geld und legte es auf die Decke. Provokativ zog sie sich den nassen Bikini aus und verschwand nackt wieder in ihrem Abteil. Kurze Zeit später rief sie mich, um in ihr Zeltabteil zu kommen. Was geht hier ab, wunderte ich mich. Über meinen entgeisterten Blick lachte sie, »ich fress dich nicht, du bist doch sonst nicht schüchtern, eben hatte ich einen anderen Eindruck«, dabei hielt sie mir einen Spiegel hin, »halt den mal bitte, aber nicht wackeln.«

Die zwei Mädels hatten Urlaub, das hieß Lust auf mehr. In Bezug auf Kerle verstanden sich die Freundinnen ohne Worte. Die vier liefen zur Strandklause, wo sich allabendlich die Jugend zum Abhängen trifft. Mit kleineren Lagerfeuern am Strand wurde Party gemacht. Während Bea mit mir Getränke holte, suchte Claudia mit Jogi nach einem geeigneten Platz zwischen den Dünen. Die Mädels haben mit uns zwei Gigolos gefunden, dachte ich. Weil sie die Partykosten trugen, war mir das am Ende auch egal. Gehorsam nahm ich mir vor, ihre Erwartungen nicht zu enttäuschen. Widerspruchslos ordneten wir uns wortwörtlich unter. Es war schon früh am Abend, die Sonne schob sich langsam, zwischen die spärlicher werdenden Nachtwolken, da zog mich Bea nochmal ins Wasser. Spätestens hier wurde mir klar, dass man mit seinem Körper mehr erreicht, wenn man den gezielt einsetzt. Jetzt erteilte mir Bea, eine Lektion ausgereifter Liebeskunst, die der von Carola in nichts nachstand. Langsam gefiel mir der Abend, besonders aber, dass meine Kondition erstaunlich gut war. Wie Jogi das mit Claudie gemeistert hat, kann ich nicht nachvollziehen, auf alle Fälle muss er alles gegeben haben, was in ihm steckte. Zumindest glaubte er, herausgefunden zu haben, wo der Frosch die Locken hat. Mit dieser Erkenntnis fuhren wir am frühen Morgen wieder nach Hause. Schlaftrunken radelten wir den holprigen Waldweg zurück zur Stadt, da riss mich Jogi aus meinen Gedanken.

»Uwe, ich frag dich mal was, aber du darfst bestimmt nicht lachen«, »ok, aber fass dich bitte kurz.«

»Ich glaube, Claudia ist eine Nymphomanin. Als ich mir, nach dem hächeln dachte, wir sind fertig, hat die keine Ruhe gegeben und knetete mir am Schwengel so lange herum, bis der wieder einsatzbereit war. Zuletzt, machte ich nur noch mechanisch mit und war froh, als sie meinte, dass es gut sei. Ist das normal, oder hab ich da was verpasst.«

»Man Jogi, wahrscheinlich kommst du zu schnell. Das solltest du dir antrainieren, lass dir mehr Zeit. Du verwöhnst sie langsam, aber nicht hektisch, entweder sie kommt zuerst oder ihr beide zusammen.«

 

In meinen Gedanken sah ich alles genau vor mir, wie verblüfft Jogi diesen Ratschlag aufsog. Ich wäre bestimmt ein fähiger Sexualberater für Anfänger, obwohl meine Ausbildung bei Carola, gewiss noch viele weitere Übungsstunden brauchte, hatte ich den Kunstgriff raus, wie sich Mann richtig verhält, wenn er ....

Plötzlich erschrak ich bei einer durchdringenden Stimme, die mich mit sächsischer Mundart aus meinen Gedanken riss, »he

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: Wolfram U. Kirsch
Cover: Wolfram U. Kirsch
Tag der Veröffentlichung: 01.09.2018
ISBN: 978-3-7438-7976-8

Alle Rechte vorbehalten

Widmung:
Das Schönste an der Jugend ist das Erwachsen werden. Wohl denen, die das in vollen Zügen genossen haben. Diese Zeit schien nie endend. Auf der Suche nach dem Liebesleben lernt der pubertierende Teen Uwe, in so manchen Begegnungen mit dem anderen Geschlecht, wo der Frosch die Locken hat.

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