Cover

TEUFELSJÄGER 064

 

W. A. Hary

In der Falle des Teufels

 

Ich war verloren! Das wusste ich mit aller Klarheit, die mir noch blieb. Ich war verschüttet - metertief unter der Erde. Über mir lasteten Abertonnen von Gestein!

Selbst wenn man mich freigegraben hätte, was nur mit Spezialwerkzeug in tagelanger Arbeit möglich gewesen wäre: Es gab keine Rettung mehr für mich, denn da war kaum ein Knochen in meinem Leib, der nicht gebrochen war.

Selbst die Wirbelsäule war mindestens zweimal gebrochen!

Kein Arzt der Welt konnte mich wieder zusammenflicken. Ich war zum Tode verurteilt - unwiderruflich.

 

Impressum


Alleinige Urheberrechte an der Serie: Wilfried A. Hary

Copyright Realisierung und Folgekonzept aller Erscheinungsformen (einschließlich eBook, Print und Hörbuch) by www.hary-production.de

ISSN 1614-3329

Copyright dieser Fassung 2017 by www.HARY-PRODUCTION.de

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eMail: wah@HaryPro.de

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung jedweder Art nur mit schriftlicher Genehmigung von Hary-Production.

Coverhintergrund: Anistasius

Titelbild: Michael Mittelbach

Logo Schavall: Helmut Bone


Wichtiger Hinweis

Diese Serie erschien bei Kelter im Jahr 2002 in 20 Bänden und dreht sich rund um Teufelsjäger Mark Tate. Seit Band 21 wird sie hier nahtlos fortgesetzt! Jeder Band ab Band 1 (siehe Druckausgaben hier: http://www.hary.li) ist jederzeit nachbestellbar.


1


Aber noch war ein Funken Leben in mir. Es war ein seltsames, unverständliches Leben - für Menschen, die nichts von den Kräften verstanden, welche in mir schlummerten.

Ich war ein Gorite, lebte schon vor Jahrtausenden auf dieser Welt. Jedesmal, wenn ich starb, gab es für mich eine Wiedergeburt.

Jetzt war ich Mark Tate - der Teufelsjäger, wie sie mich nannten!

Was würde werden, wenn ich als Mark Tate starb? Gab es auch diesmal eine Wiedergeburt - in der magischen Hölle der Südseeinsel Oroia?

Ich würde als ein anderer wieder kommen, irgendwann. Ich würde als dieser andere mindestens dreißig Jahre leben, ehe mir allmählich dämmerte, wer ich einst gewesen war!

Eine zu lange Zeit, denn das Schicksal der Menschheit entschied sich hier und jetzt. Wenn ich versagte, war es besiegelt!

Mit mir starb die letzte Chance der Menschheit. Ich konnte nichts dafür. Es war so!


*


Ich schwebte zwischen Leben und Tod. Nur weil ich mich in tiefe Trance versetzt hatte, weil ich keinerlei Kontakt mehr mit der Wirklichkeit unterhielt, blieb der letzte Funke von Leben in mir. Als hätte mein Geist schon den zerschundenen Körper verlassen! Ich spürte keinen Schmerz mehr, sondern war losgelöst, denn das schmale Band, das mich noch mit dem Körper verband, wurde mehr und mehr bedeutungslos.

Ein Zustand, der nicht ewig anhalten würde. Irgendwann würde das Band zerreißen.

Dann war ich endgültig tot!

In diesem Zustand waren meine Gedanken frei. Es gab keine Gefühle, sondern nur noch den Verstand. Ich dachte nicht mehr in menschlichen Maßstäben. Die Jahrhunderte wurden für mich überschaubar.

Ich sah mich in der Gestalt des Jesuitenpaters Pablo Comera im achtzehnten Jahrhundert. Ein Italiener! Ich sah mich als Anton Steinberger während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Anton, der bärenstarke Sohn des Schmiedes, und weil er aus Steinberg stammte, nannten sie ihn »Steinberger«. Ein Deutscher!

Es gab keine Nationalität, in der ich nicht schon einmal gelebt hatte - und keine menschliche Rasse! Ich hatte sämtliche Schattierungen der Haut und des Charakters hinter mir - und war sogar schon der Sohn von einer Dämonenfamilie gewesen!

Vergangenheit! Jahrhunderte, Jahrtausende - fernste Vergangenheit: Mein Geist erlebte sie alle. Sie waren nicht mehr bedeutsam. Nichts hatte mehr Bedeutung, denn ich suchte.

Wonach?

Mein ruheloser Geist wühlte in der Vergangenheit, weil er einen Ausweg finden wollte. Irgendwo dort unten musste es doch den Schlüssel geben! Ich musste ihn finden, denn ich konnte mich nicht mit dem Gedanken zufrieden geben, dass alle Bemühungen keinen Zweck mehr hatten.

Hatte ich tausend Mal gelebt, um als Mark Tate in der Gegenwart doch zu unterliegen?

Nein, das Böse musste bekämpft werden! Es durfte nicht über die Welt siegen. Dafür war ich als Gorite geboren worden. Dafür hatte mein Goritendasein damals Unsterblichkeit erfahren!

In diesem Zustand war es mir möglich, die ganzen Leben zu erfassen, obwohl ich mich normalerweise kaum noch erinnern konnte. Die Erinnerung an tausend Leben hätte einen Menschen umgebracht. Das konnte ein menschliches Gehirn einfach nicht verkraften. Deshalb wurden nur dann Erinnerungen frei, wenn ich sie dringend brauchte!

So wie jetzt!

Und jetzt waren es sogar SÄMTLICHE Erinnerungen.

Auch die als Gorite.

Ich suchte den Schlüssel, und ich hoffte ihn zu finden: als der Gorite Mahsa. Der Schlüssel zur Lösung des Problems, um die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren....


2


VERGANGENHEIT

Ich hörte Stimmen. Eine seltsame Sprache! Das Dunkel erhellte sich. Die Stimmen wurden deutlicher, wurden allmählich verständlich.

Mein Blick war zu Boden gerichtet. Ich war Mahsa, und das war für mich ganz normal. Wer sollte ich denn sonst sein? Ich war Mahsa, der Gorite!

Ich hob den Blick und wandte den Kopf zur Seite. Neben mir schritt ein uralter Greis mit schlohweißen Haaren und einem genauso weißen Bart.

Sein Blick begegnete dem meinigen. Seine Augen waren jung. In diesem Körper, der nur auf den ersten Blick so greisenhaft wirkte, steckte eine ungeheure Kraft und Vitalität.

Kein Wunder, denn das war Thoma, mein Lehrer!

Für ihn hatte das Alter keine Bedeutung. Ich schätzte ihn auf mindestens zweihundert Jahre - und ich wusste, dass er den muskulösen Körper eines Jugendlichen hatte.

Nur sein Gesicht war so alt, seine Hände und seine Haare - und seine unerschöpflich erscheinende Erfahrung.

Er blieb abrupt stehen und musterte mich misstrauisch.

»Was ist mit dir, Mahsa?«

Auch ich blieb stehen.

»Was soll mit mir sein, Weiser?«

»Als hätte sich dein Geist mit einem anderen vereint«, murmelte Thoma nachdenklich. »Aber ich durchforstete dein Ich und stellte nichts fest. Du bist derselbe - und doch auf unerklärliche Weise bereichert!«

Ich zuckte die Achseln. »Tut mir leid, Weiser - ich kann nichts feststellen.«

»Du bist noch jung, Mahsa! Du hast DIE KRAFT in dir, aber du kannst sie noch nicht in richtigem Maße einsetzen. Dafür bin ich dein Lehrer!«

Ich richtete den Blick nach vorn. Wir standen auf einer sanft ansteigenden felsigen Ebene. Unter unseren Füßen war Vulkangestein. Eine junge Insel, zu einer Zeit entstanden, als Thoma bereits gelebt hatte!

Ich fand es faszinierend, auf einer so jungen Insel herumzulaufen, obwohl wir nicht zu unserem Vergnügen hier waren.

Es diente unserem Kampf gegen das Böse!

Alle Magier, weiße Hexen und Zauberer hatten sich zu einem einzigen Stamm zusammengeschlossen. Sie hatten es endlich geschafft, sich im Guten zu einigen. Die Sprachbarrieren hatten sie überwunden, indem sie eine eigene Sprache geschaffen hatten!

Sie nannten sich »Stamm der Goriten« - und ihre Sprache hieß folglich »Sprache der Goriten«.

Thoma war einer der maßgeblichen weißen Magier gewesen, die den Stamm zusammengebracht hatten. Es war nicht leicht gewesen, denn viele Magier hatten nicht nur das Gute in sich, sondern auch das Böse - und es war schwer für einen solchen, sich endgültig zu entscheiden. Außerdem brachte die Entscheidung für das Gute für den Betreffenden auch Nachteile: Er spielte mit dem Leben. Ihm drohte der Tod, wenn nicht Schlimmeres, denn die Welt wurde vom Bösen regiert. Es lauerte überall! Es beherrschte die Menschen, machte sie zu Sklaven. Es gab grauenvolle Riten. Es gab Menschenopfer, wie man sie sich schlimmer nicht vorstellen konnte. Es gab das Böse in einer Grausamkeit und Überlegenheit, wie es sich menschliche Fantasie überhaupt nicht ausmalen konnte.

Dem galt unser ganzer Kampf!

Auch ich hatte mich dem Stamm der Goriten angeschlossen. Thoma war der einzige gewesen, dem es gelang, meinen verschlossenen Geist aufzuschließen. Aber noch immer wusste ich nichts von meiner Herkunft. Ich wusste auch nicht, was vorher gewesen war - vor meiner Zeit als Gorite.

Seit Jahren war ich beim Stamm. Dank Thoma lernte ich das Denken, Reden, das Handeln. Als wäre ich bei meiner ersten Begegnung mit Thoma geboren worden! Thoma sagte, noch immer nachdenklich, aber nicht mehr misstrauisch:

»Du bist ein seltsames Wesen, Mahsa! Irgendwie kaum zu begreifen. Irgendwie ist deine und unsere Bestimmung gleich. Das ist das einzige, was ich mit Sicherheit weiß!«

»Wie hast du mich gefunden?« fragte ich, ohne ihn anzusehen.

Ich legte meinen Kopf in den Nacken und blickte zum Himmel empor.

Dies hier war eine warme Gegend auf der Erde. Ich genoss die Wärme der Sonnenstrahlen und nahm sie mit meinem Körper in mich auf. Es war ein besonderes Vergnügen. Ich wusste, dass diese besondere Art von Vergnügen von keinem Menschen geteilt werden konnte.

Denn ich war kein Mensch!

Ich war ein Gorite, hatte als solcher meine Heimat gefunden. Diese waren alle keine Menschen, auch wenn die meisten so aussahen.

Thoma antwortete: »Du hast mir diese Frage schon oft gestellt, weil du dich nicht erinnern kannst - genauso wenig wie ein Mensch sich an seine Geburt erinnern kann. Als ich dich zum ersten Mal sah, wusste ich nicht, wer oder was du bist. Ich ahnte es nicht einmal. Es kann sein, dass du schon seit undenkbaren Zeiten auf der Erde geweilt hast. Es kann sein, dass du aus den Tiefen des Weltalls, von irgendwoher, von den Sternen vielleicht zu uns gekommen bist. Es kann sein, dass du als Mensch geboren wurdest, um dich später zu dem zu verwandeln, was du bei unserer ersten Begegnung warst. Es war alles offen und bleibt es bis heute. Weil dir jegliche Erinnerung fehlt!

Ich spürte DIE KRAFT, die in dir schlummerte. Es war eine positive Kraft, wie die Menschen sie den Göttern nachsagen, obwohl mir noch nie ein echter Gott begegnet ist. Das genügte. Ich öffnete meinen Geist für dich, um dir zu zeigen, dass auch ich auf der Seite des Guten stehe. Das schaffte Vertrauen - ein Vertrauen, das bis heute ungetrübt blieb.

Du wurdest durch mich und mit der Hilfe des Stammes Mahsa, der Gorite.«

Es war immer die gleiche Antwort. Doch niemals erzählte er mir, WIE ICH AUSGESEHEN HATTE!

Er verweigerte mir die Antwort.

Ich schaute an mir hinab. Ich war nackt. Wie immer. Es gab keinerlei Geschlechtsmerkmale. Thoma behauptete, ich sei noch zu jung dafür. Es würde wahrscheinlich noch sehr lange dauern, denn bei mir wäre das sicherlich anders als bei einem Menschen.

Mir war es zu vage.

Ich hatte mir Goritendenken angewöhnt, weil ich sonst keine Vorbilder gehabt hatte - und Goritendenken war im Wesentlichen menschliches Denken. Die Goriten hatten sehr viel mit den Menschen gemein, außer den Fähigkeiten. Darin waren sie allen Menschen haushoch überlegen.

Daher lag es auch an ihnen, den Kampf gegen das Böse zu führen, und sie hatten sich viel vorgenommen: nämlich, das Böse ein für alle Mal zu besiegen, von dieser Welt zu verjagen.

Ich half ihnen nach Kräften, sofern es meine »Jugend« überhaupt ermöglichte.

Meine Haut war blattgrün. Ich hatte sie so gefärbt, damit sie die Sonnenstrahlen in Energie umwandeln konnte. Thoma hatte mir erklärt, dass dasselbe in den Pflanzen stattfinden würde. Man nannte es »Fotosynthese«.

Die Goriten wussten um diese Dinge. Sie hatten alle Weisheit. Nur besaßen sie keine Technik.

Technik? Mir wurde auf einmal siedend heiß. Was war das für ein Wort?

Für den Bruchteil einer Sekunde sah ich vor meinem geistigen Auge ein Flugzeug, dann ein Auto, eine Rakete: Atomrakete! Ich schrie unwillkürlich auf. Ich sah den Atompilz, die grauenvolle Detonation. Die Erde zerfetzte, die Menschen starben . . . Krieg! Abermals schrie ich.

»Mahsa!« brüllte Thoma, mein Lehrer.

Ich spürte seine Hände an meinen Schultern. Er wollte mich festhalten, aber das gelang ihm nicht. Ich rannte los, den Abhang hinauf. Irgendwie glaubte ich, dass dort oben die Lösung zu finden war. Für alles. Für meine Situation in fernster Zukunft?

In der Zukunft?

In Jahrtausenden, vielen Jahrtausenden erst?

Was hatte ich j e t z t damit zu tun? Ich, Mahsa, der Gorite?

Ich erreichte den höchsten Punkt und blickte in den Vulkankrater hinein. Ein schauriger Anblick! Der Krater hatte einen Durchmesser von etwa hundert Metern. Der fast kreisrunde, hohe Rand war von außen gut zu besteigen, denn er fiel ganz allmählich ab. Aber innen ging es senkrecht hinunter.

»Mahsa!« brüllte Thoma, mein Lehrer.

Ich hörte nicht auf ihn, sondern sprang einfach vom Rand des Kraters in die Tiefe...


*


GEGENWART

May Harris, die Lebensgefährtin von Mark Tate, kam nach Oroia-Stadt. Sie war zu Fuß, aber der Weißen Hexe sah man keine Müdigkeit an. Nur Sorge! Sie sorgte sich um Mark Tate, denn sie wusste, dass er mindestens zehn Meter unter der Erde begraben lag - unrettbar verloren.

Sie war dort gewesen, aber es hatte nicht einmal ein Lebenszeichen von ihm gegeben. Auch als sie ihre maglsehen Kräfte angestrengt hatte.

In Orioa, der Hauptstadt der gleichnamigen Südseeinsel, traf sie wieder auf Lord Frank Burgess, Don Cooper, Ellen Carson und den bulligen Peter O'Conners.

Gemeinsam hielten sie »Kriegsrat«.

»Fassen wir zusammen«, sagte der Lord: »Eine Schwarze Macht terrorisierte in dieser Nacht die Insel. Diese Schwarze Macht nennen wir den UNBEGREIFLICHEN. Er wollte sich mit Mark Tate verbünden - gegen den Rivalen VULCANOS, den Gott des Feuers. Mark Tate lehnte den Pakt mit dem Bösen ab. Daraufhin lockte ihn der UNBEGREIFLICHE in eine Falle: Mark Tate wurde lebendig begraben, unter Abertonnen von Felsgestein! Aber zuvor gelang es ihm noch, den Gott des Feuers zu bannen. Wir wissen allerdings nicht, wie lange das anhalten wird. VULCANOS wurde einst schon von den Goriten besiegt und ist in unseren Tagen wiedererwacht. Er hat im Pazifik eine neue Insel entstehen lassen, die Feuerinsel. Diese Insel wuchs allmählich zu einem regelrechten Kontinent heran, als wollte sie die ganze Erde verschlingen. Der Prozess wurde dank der Bannung von VULCANOS vorläufig gestoppt.«

Er erhob seine Stimme: »Wir haben die einmalige Situation, dass zwei rivalisierende Mächte des Bösen gegeneinander antreten wollen - und wir werden dabei zwischen den Fronten zerrieben. Auch wenn wir feststellen konnten, dass die Schwarze Macht, verkörpert durch den UNBEGREIFLICHEN, genauso auf der Insel gefangen ist wie wir: Es nutzt uns nichts! Uns genauso wenig wie Mark Tate.«

May sagte: »Der Steingarten im Zentrum von Oroia hat mystische Bedeutung. Er ist magisch wirksam. Von ihm gehen auch die Kräfte aus, die den UNBEGREIFLICHEN hier gefangen halten. Ich war dort und habe versucht, diese Kräfte zur Rettung von Mark einzusetzen: Es gelang mir nicht!«

»Und was schlagt ihr jetzt vor?« fragte Don Cooper.

Der Mann mit der Figur eines »Mr. Universum« saß neben Ellen Carson und hatte den Arm um sie gelegt. Sie hatten sich angefreundet.

Ja, es war mehr als nur eine Freundschaft: May hatte es auf den ersten Blick erkannt: Die beiden liebten sich!

War es von Dauer?

May wusste, wie wechselhaft Don Coopers Bekanntschaften waren. Er hatte sich nicht zum ersten Mal verliebt.

Ellen, die blonde Schönheit aus Amerika, drängte sich an ihn, wie um Schutz zu suchen.

Für sie war es ein unmögliches Gespräch, genauso wie für den Iren Peter O'Conners. Erst hier auf Oroia waren sie mit Magie konfrontiert worden. Bis dahin hatten diese Dinge für sie einfach nicht existiert.

Frank, der Lord von Schloss Pannymoore in England, machte ein düsteres Gesicht. »Wir haben nur diesen einen Tag! In der Nacht war der UNBEGREIFLICHE so stark gewesen, dass er die ganze Insel terrorisieren konnte. Sogar Mark mit seinem geheimnisvollen Amulett hatte letztlich keine Chance gegen ihn, wie wir ja jetzt sehen. In der nächsten Nacht wird der UNBEGREIFLICHE wieder zurückkehren. Er wird seine Bastion, das hiesige Hotel, verlassen und wieder Angst und Terror verbreiten. Er hat schon angedroht, dass er alle Menschen umbringen wird, um ihre Seelen zu verschlingen.«

»Was tun?« fragte Don Cooper im gleichen Tonfall wie vorhin.

May meldete sich wieder zu Wort. Peter O'Conners und Ellen Carson hielten sich zurück. Sie ließen die drei Teufelsjäger aus dem Team um Mark Tate allein über das Problem diskutieren. Die hatten einfach mehr Erfahrungen mit all diesen unvorstellbaren, weil unglaublichen Dingen,

»Wir brauchen Mark!« sagte May tonlos. »Wir müssen ihm helfen - irgendwie! Du, Frank, und ich - wir müssen es mit unserer Magie versuchen. Nur diese paar Stunden Tageslicht stehen uns zur Verfügung. Mehr nicht!«

Der Lord stand seufzend auf. »Ich frage mich, warum wir uns hier überhaupt versammelt haben? Oder nennt ihr das ein befriedigendes Ergebnis?«

Niemand sagte

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Tag der Veröffentlichung: 08.03.2017
ISBN: 978-3-7438-0137-0

Alle Rechte vorbehalten

Widmung:
Nähere Angaben zum Herausgeber und Autor siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Wilfried_A._Hary

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