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Inhalt

  1. Osterweiterung
  2. Grexit
  3. Ich bin nicht Charlie
  4. Merkelanismus
  5. Pegida
  6. Kein Bier auf Hawaii
  7. Die Kosten der Flüchtlingskrise
  8. Der schmutzige Deal
  9. Die Causa Böhmermann
  10. Silvester 2016
  11. Brexit
  12. Die Genozid-Verharmloserin
  13. Das Blutbad von München 
  14. Sympathy for the AfD
  15. Die rechtliche Bewertung
  16. Der Untergang (Auszug)
  17. Sexualstrafrecht
  18. Die Rassenlehre des Herrn Schäuble
  19. Der Putsch
  20. Erste Fragen
  21. Niquab contra Minirock
  22. Maybrit Illner
  23. Trump
  24. Göring-Eckhardt
  25. Die Hassprediger
  26. Realsatire
  27. Steilvorlage
  28. Mord und Totschlag
  29. Die GEZ-Schleuder
  30. Silvester 2017

 

Osterweiterung

 

Günter Verheugen, der Architekt der Osterweiterung der EU, hatte Tränen in den Augen als er von den Hoffnungen und Möglichkeiten der Erweiterung der EU sprach. Er malte ein Bild von der Realität, das nur dem Blinden Farbe geben konnte.

Entgegen seiner Vision einer von allen Grenzen befreiten Welt, haben wohl die Mahner recht behalten, die in der EU-Osterweiterung auch gewisse Gefahren sahen.

In den heutigen Tagen sieht man einen Anstieg der Kriminalität, die in Deutschland einmalig ist.

Zu keiner Zeit waren Verbrecher derart erfolgreich, als in den Zeiten, der von Tränen gerührten Anbahnung einer Katastrophe.

Die Branchen, die davon profitieren, sind vor allem die Wohlfahrtsindustrie, die Sicherheitsunternehmen, die Verbrecher, die organisierten Banden und die Gutmenschen, die immer noch glauben, dass 1 und 1 eben 5 ergeben.

 

Der Anstieg der Kriminalität in Deutschland wird aber von den Medien nur in der Form behandelt, dass man neue Wirtschaftszweige gründet, die ursächlich mit der Kriminalität einhergehen.

Der stete Anstieg von Sicherheitstechnik und Sicherheitsunternehmen ist vor allem den Tränen des Herrn Verheugen zu verdanken, der so gerne eine Union der Freiheit und der Freizügigkeit gründen wollte, die aber in den heutigen Tagen eher den Psychotherapeuten nutzt, die sich in der Behandlung von schwer traumatisierten Menschen auskennen.

 

Während im Fünfminutentakt in Deutschland irgendwo eine Wohnung aufgebrochen wird und Geiseln genommen werden; während hunderte Menschen tagtäglich schweren traumatisierenden Verbrechen ausgeliefert werden, ist das Sicherheitsbewusstsein nicht gesunken. Laut einer nicht nachvollziehbaren Studie eines großen Konzerns, sind die Menschen in Deutschland zu 85 % sicher, dass sie von der Polizei geschützt werden.

Es mag sein, dass es sich bei diesen 85 % um genau die Menschen handelt, die noch nicht überfallen worden sind.

Wenn man aber mit den anderen 15 % reden würde, könnte man wahrscheinlich anderes erfahren.

Der Mensch, der nachts von einem schwer kriminellen Europäer aus dem Schlaf gerissen wird, um seine ersparten fünf Euro herzugeben, wird sicher nicht mehr die Meinung teilen, dass Deutschland in irgendeiner Form sicher ist.

 

Man muss da aber die Medien loben.

 

Denn die Medien kennen dieses Problem nicht.

Wenn jedes Jahr das Bundeskriminalamt zähneknirschend zugeben muss, dass es eine leichte Steigerung der Traumatisierungen innerhalb der Bevölkerung gibt, dann wird das aufgegriffen und man ist der Meinung, dass man dann eben selbst schuld ist. Wenn man nicht die neuesten Fenster und nicht die neuesten Schrauben und vielleicht auch nicht die neuesten Farbscannerfingernagelprogramme hat, dann ist man eben altmodisch.

Da sollen sich die altmodischen Spießer nicht wundern, wenn dann Europa zugreift.

Der Deutsche, so wird empfohlen, soll endlich aufrüsten.

Er soll seine Fenster verbarrikadieren und seine Terrassentüren mit Atomsprengköpfen schützen. Denn eins ist doch klar.

Seit der EU gelten eben andere Regeln. Die Freiheit des Warenverkehrs und des zwanglosen Einreiseverkehrs ist nun mal alternativlos. Das dann da auch mal Verbrechen passieren, das ist doch lediglich die normale Frequentierung von Schlechtem im gesamten Guten.

  

Symptomatisch für die Berichterstattung über die dramatisch ansteigende Kriminalität sei hier eine Sendung des SWR angeführt, die über die „Ursachen“ beim Thema Wohnungseinbruch berichtete.

Es handelt sich um die Sendung „Odysso“, die am 05.02.2015 ausgestrahlt wurde.

Am Anfang erfährt man davon, dass sich in einem verschlafenen Ort namens Tiefenbronn eine Bürgerwehr formierte, die einen eigenen Sicherheitsdienst beauftragt, um den Einbrüchen Herr zu werden. Dann sieht man zwei Polizisten, die durch ein Hochhausviertel schlendern und bei ahnungslosen Menschen anfragen, warum denn kein Licht in der Wohnung brennt.

Dann erfährt man, dass Polizeipräsenz das Problem nicht löst, sondern lediglich verlagert.

Denn die Mehrheit der Delikte wird nie aufgeklärt. Jetzt erfährt man aber Erstaunliches. Man horcht auf, als von der Gesetzeslage die Rede ist, die es den Ermittlern erschwert, die Diebeszüge aufzuklären.

Frank Kawelowski, der heute kriminologische Fachbücher verfasst, erläutert dann, woran es liegen könnte:

 

„Vor etwa zehn Jahren sind die sogenannten Gebrauchtwarenverordnungen bundesweit abgeschafft worden. Das waren Verordnungen, die geregelt haben, dass An- und Verkaufsgeschäfte von Gebrauchtwaren Buch führen müssen, wer ihnen wann, was verkauft hat und an wen es weiterverkauft wurde. Auf dieser Basis hat sich manche Tat aufklären lassen…“

 

Das wusste man bisher noch nicht. Es stellte sich aber die Frage beim Zuschauer, warum man diese Verordnung denn ersatzlos abgeschafft hat. Dies gerade dann, wenn immer mehr Diebstähle zu verzeichnen sind. Die Reporter hakten hier aber unverständlicherweise nicht nach.

Man hatte nun eine Erklärung, die eigentlich keine war, denn die Frage war doch, warum man die Verordnung abschafft, und nicht, dass hiermit eine Erklärung für die niedrige Aufklärung gefunden wurde. Glaubt irgendjemand, dass professionelle Diebesbanden bei Hehlern ihre Beute veräußern, die darüber Buch führen? Also Verordnung - hin oder her - das kann nun wirklich nicht des Pudels Kern sein.

Dann erfährt man, dass die Polizei in akribischer Kleinarbeit alle sichergestellten gestohlenen Gegenstände auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Man sah eine Familie, die Opfer eines Beutezuges geworden war und Bilder von einer absolut verwüsteten Wohnung.

 

Die Opfer haben sich aber nach dem Einbruch besser gesichert und in Sicherheitstechnik investiert.

Dann schwenkt man zurück nach Tiefenbronn, wo der Sicherheitsdienst den Bürgern zu kostspielig wurde und sie ihn deshalb einstellten. Da dieser Umstand dann auch in der örtlichen Zeitung herausposaunt wurde, geschah gleich am nächsten Tag ein erneuter Einbruch und dies nach einer Zeit, in der keine Einbrüche, aufgrund der Präsenz des Sicherheitsdienstes, zu verzeichnen waren.

Der Moderator betont nach dem Bericht dann auch süffisant, dass er hoffe, dass die Zeitungsmeldung keine „Einladung“ für die Täter war.

Dann erfährt man, dass Wohnungseinbrüche in Deutschland ein neues Rekordhoch erreicht haben. Man sieht eine Statistik, die zeigt, dass seit 2008 die Einbrüche von ca. 108 000 auf heute ca. 149 000 angestiegen sind. Ein eventueller Zusammenhang mit der genau in diesen Jahren erfolgten Osterweiterung der EU wurde nicht einmal ansatzweise erwähnt.

Der Moderator betont, dass es auffällig sei, dass die meisten Einbrüche dort geschehen, wo die Täter über eine Autobahnanbindung verfügen. Nun konnte sich der Zuschauer auf diese Aussage seinen eigenen Reim machen. Denn ich würde daraus folgern, dass es sich also um Täter handeln kann, die sich, weit weg, aus dem Staub machen. Dem wurde aber nicht weiter nachgegangen.

Dann kam aber das Credo der Sendung. Denn der Moderator sagte, dass wir einfach zu sorglos sind. Die Deutschen sind zu sorglos und deshalb werden sie ausgeraubt.

 

„Wir machen es den Einbrechern ziemlich leicht“, sagte der Moderator.

 

Dann kommt ein Bericht, in dem uns ein Testeinbrecher vorgestellt wird. Der Mann beschäftigt sich hauptberuflich damit, dass er Türen aufknackt und Fenster öffnet. Anscheinend will der Mann damit ins Guinnessbuch der Rekorde, denn er zeigt mit vollem Körpereinsatz, wie leicht und schnell man in normale Wohnungen eindringen kann.

Man erfährt, dass der Mann Mitarbeiter des größten Testlabors für Einbruchssicherheit ist.

Man kann als Zuschauer nur mutmaßen, ob es sich dabei um eine staatliche Institution handelt, oder eine der EU, oder ob es vielleicht ein Unternehmen ist, das solche Tests deshalb durchführen lässt, weil man Sicherheitstechnik entwickeln und verkaufen kann.

 

„Einbrecher können sich ich Deutschland ziemlich sicher fühlen. 85 % der Täter werden nie gefasst“, sagt der Kommentator.

 

Man sieht eine junge Frau mit einem Kind in einem Kinderzimmer mit Plüschfiguren und im Schnitt dann immer einen unheimlichen Einbrecher, der sich dieser Idylle bedrohlich nähert. Man erfährt, dass die Täter nur Sekunden brauchen, um eine normale Wohnungstür zu überwinden.

 

Der Tester, Frank Klopotowski, erläutert eindrucksvoll, dass man gar kein großes Gerät auffahren muss, um in eine Wohnung einzudringen. Es reichen ein einfacher Schraubenzieher und eine Kreditkarte. Dann zeigt der Tester jedem, der das noch nicht wusste, wie man so etwas professionell macht.

Da haben manche ambitionierte und angehende Hobbyeinbrecher bestimmt gut aufgepasst. Auch muss für einen Nachwuchseinbrecher der Bericht ermutigend gewirkt haben. Wenn es derart einfach ist, in eine Wohnung einzubrechen, und man zudem auch keine Befürchtung haben muss, erwischt zu werden, dann ist es doch wohl eine Zukunftsbranche, der sich mancher Mensch mit krimineller Energie gerne widmen würde.

Danach gibt es noch einige Unterweisungen für fortgeschrittene Einbrecher, die auf eine abgeschlossene Tür stoßen, denen man dann aber in Wort und Tat dokumentiert, dass man mit einer „Ziehglocke“ diese Tür auch spielend leicht überwinden kann.

 

Dann wird dem Zuschauer empfohlen, dass man Zylinder für die heimische Tür verwenden sollte, die aus gehärtetem Stahl bestehen und wahrscheinlich auch dementsprechend kostspielig sein dürften.

Doch auch so ein Zylinder nutzt nichts, wenn die Tür andere Schwächen hat. Also reicht es nicht, sich nur ein neues Schloss zuzulegen, sondern der beste Weg ist wohl der, dass man gleich die ganze Tür austauscht.

Oder man bringt einen Querriegel an, der die Tür in der Angel halten kann, selbst wenn der Testeinbrecher seine ganze Kraft anwendet.

Dann erfährt man, dass die Deutschen, die gerade noch so sorglos waren, jetzt aber doch, durch die Aufrüstung ihrer Wohnungen, dafür gesorgt haben, dass die Täter ihre Einbrüche in der Hälfte aller Fälle einstellen. Dies deshalb, weil ein Einbrecher nach spätestens fünf Minuten, in denen er das Einbrechen versuchte und scheitert, meistens das Weite sucht.

Der Moderator sagt nach dem Schul- und Werbefilm für Einbrecher und Sicherheitstechnikhersteller, dass manche Bürger das Gefühl haben, dass sie nicht genug geschützt werden.

„Aber ist das wirklich berechtigt? Wir haben doch gelernt, dass mehr Polizeipräsenz das Problem nicht lösen kann. Es hilft offenbar nur eine Kombination aus Maßnahmen und die sind aufwendig und mühsam“, sagt der Mann sinngemäß.

„Bleibt noch die Frage. Wer sind die Täter? Wo kommen sie her und warum werden es immer mehr Einbrüche?“, fragt der Moderator und stellt damit Fragen, die den Zuschauer sicher am meisten interessieren.

Dann sieht man im nächsten Bericht, dass in Tiefenbronn wieder eingebrochen wurde und das direkt nach der Zeitungsmeldung über die Einstellung der Sicherheitskontrollen.

Ein Gastwirt sagt dann:

 

„Ich hab gleich gesagt, wenn wir das einstellen, wird es hier wieder losgehen. Weil das sind ja keine Einzelkriminelle, sondern es sind ja richtige Banden, die hier tätig sind und die lesen genauso die Zeitung wie jeder andere auch“, sagt Theo Jost.

 

Der Chef der Kripo in Karlsruhe erstaunt dann aber den Zuschauer mit einer völlig anderen Erklärung.

„Also ich würde es einen unglücklichen Zufall nennen“, sagt der Mann.

Es wird ein ewiges Geheimnis des Kripochefs bleiben, wie ein Kriminalist auf eine so abwegige Idee kommen kann. Der eindeutige und kausale Zusammenhang zwischen dem Ende der Sicherheitskontrollen und den erneuten Einbrüchen ist derart auf der Hand liegend, dass man als Zuschauer am klaren Erkennen des Beamten zweifeln muss.

„Ob zeitungslesende Einbrecher oder Zufall, lässt sich vermutlich nicht mehr klären“, sagt der Kommentator dann.

Dann wird gesagt, dass man über die Täter nur mutmaßen kann. Zwar gehe man davon aus, dass es sich um professionelle Banden aus Osteuropa handeln würde, aber dies müsste erst geklärt werden.

Dann spricht wieder der uns schon bekannte Buchautor:

 

„Wir sehen, was die Täterstruktur, die Zusammensetzung nach Landsmannschaften angeht, durch ein ganz schmales Fenster.“

 

Der Mann wollte damit sagen, dass bei der minimalen Aufklärungsquote von 13- 14 %, man eh nur einige wenige Täter kennt und es verschärfend dazu noch hinzukäme, dass die, die man einmal gefasst hätte, in 99 Prozent aller Fälle gar nicht verurteilt würden. Wie bitte? Da stockt der Zuschauer erst einmal. Wieso das denn?

Wenn es bisher beim ambitionierten Jungkriminellen nur noch den Hauch eines Zweifels gegeben haben sollte, dass es sich beim Einbruchsgeschäft um die ultimative Geschäftsidee handelt, dann müsste spätestens jetzt klar sein, dass Verbrechen sich lohnt.

Der Kripochef kommt auf den Schirm und sagt sinngemäß, dass man von der These Abstand nehmen sollte, dass es sich hier um kriminelle Banden aus Osteuropa handeln würde, denn, man würde so wichtige andere Tätergruppen ausblenden. Dies sagt der Chef der Kripo in unverständlich erheiterten Ton, den man nicht ganz nachvollziehen kann.

 

Der Zuschauer ist immer verwirrter. Nicht nur, dass Einbruch kinderleicht ist und fast nie zu einer Verurteilung führt, auch die Täter sind absolut unbekannt und damit nie zu fassen.

Jetzt wird die These des Kripochefs dadurch untermauert, dass es auch viele Täter aus Deutschland geben würde. Die Beschaffungskriminalität wurde erwähnt.

Etwas später erfährt man aber, dass es dem gleichen Kripochef gelungen ist, 90 Täter festzunehmen, und, dass die fast alle aus Georgien stammen.

Ein Kriminalbeamter sagt dann, dass die Menschen entweder in ihren Heimatländern angeworben werden oder sich einen Aufenthalt in Deutschland für längere Zeit „verschaffen“.

Wie man sich einen solchen Aufenthalt in Deutschland verschafft, wird dann im nächsten Bericht den staunenden Zuschauern präsentiert.

Es stellte sich heraus, dass viele der festgenommenen Personen auffällig oft als Wohnadresse ein Auffanglager für Asylanten in Karlsruhe angaben.

 

„Den Asylstatus benutzen sie nur als Tarnung. Georgier, im speziellen, werden zwar nahezu zu hundert Prozent wieder abgeschoben, doch bis das passiert, vergehen manchmal Monate“, so der Originalton des Kommentators.

 

Es wird das Ost-West-Armutsgefälle erwähnt, das immer noch bestände und dann erscheint der Buchautor auf dem Schirm und erstaunt den Zuschauer mit unbekannten Fakten. Er behauptet nämlich, dass die Deutschen in Europa nicht am schlimmsten betroffen wären, sondern, dass es in anderen Ländern noch sehr viel mehr Kriminalität geben würde. Das beruhigt sicher den Menschen, der Opfer eines Einbruchs geworden ist. Wenn das in anderen Ländern noch häufiger geschieht, dann ist es nicht ganz so schlimm.

Nachdem man alle politischen Aspekte, die mit der Kriminalitätsentwicklung in Deutschland zusammenhängen könnten, allesamt erfolgreich weggeblendet hat, erfährt der Zuschauer, dass es doch am besten wäre, wenn man Täter schon vor ihrer Tat fassen könnte. Also eine Art prophylaktischer Tatbestand.

Dazu muss Tom Cruise herhalten, der das in Hollywood schon einmal durchexerziert hat; nun geht es eher um Science-Fiction, als um die Realität.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Herr Verheugen absolut Unrecht hatte.

 

Die Osterweiterung hat genau zu dem geführt, was alle Mahner befürchtet haben. Europa ist ein El Dorado für organisierte Kriminalität geworden. Die Polizei hinkt der Entwicklung machtlos hinterher und hat keine Strategie, die es den Täterbanden erschwert, auf Raubzug zu gehen.

Die Politik, die diesen Zustand herbeigeführt hat, sieht sich nicht im Mindesten genötigt, hier Abhilfe zu schaffen. Auch gibt es kein Konzept. Wer sich einmal die Mühe macht und bei Aktenzeichen XY nachrecherchiert, welchen strukturellen Wandel die Täterbeschreibungen in den letzten zwanzig Jahren genommen haben, der muss bei objektiver Betrachtung erkennen, dass es fast ausnahmslos organisierte Banden sind, die Deutschland seit der Osterweiterung der EU heimsuchen.

Es fehlt aber an Belegen hierzu, da sowieso niemand gefasst wird und man keine Statistiken führt.

Das Sicherheitsempfinden der bundesdeutschen Bürger hat aber nicht abgenommen. Glaubt man der Statistik.

Glaubt man der Statistik nicht, lebt man unter Menschen.

Wer das tut, der weiß, dass viele Bürger extrem verunsichert sind. Das Sicherheitsempfinden ist auf ein Minimum geschrumpft und das Vertrauensverhältnis der Bürger schwer gefährdet.

Grexit

 

Die Milliarden fließen weiter. Entgegen der Ansicht einer überwiegenden Mehrheit der Bundesbürger, gibt es eine breite Zustimmung im Bundestag, über die erneuten Hilfen für Griechenland. Auch wenn diese Mittel nicht ausschließlich von den Deutschen bereitgestellt werden, stammt der Löwenanteil der Hilfen direkt aus dem bundesdeutschen Staatssäckel.

Die EU zeigte sich zwar irritiert, dass in Griechenland keine konservative Partei, sondern eine linksgerichtete Regierung im Amt ist, macht aber auf der anderen Seite keinen Hehl daraus, dass ein Grexit, also ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro, absolut unmöglich ist.

In den Medien übertrumpfen sich die Empörungsbekundungen des Herrn Schäuble, der so tut, als hätte er noch nie etwas von kontroversen Meinungen in der Finanzpolitik vernommen. Herr Schäuble glaubt, dass er es am besten weiß. Er fühlt sich beleidigt, dann empört, dann verunsichert und dann gar verunglimpft.

Die Bundesregierung ist irritiert, weil die Griechen zwar weiter am Euro teilhaben wollen, im Gegenzug aber Sparen für sinnlos halten. Das ist eine gute Zahlungsmoral, die besonders dem Normalbürger bei jedem Kleinkredit sofort den Hahn zudrehen würde.

In der großen Dimension ist es aber offensichtlich möglich, alles zu bekommen und wenig zu geben. Das Konstrukt ist deshalb so fragil, weil bei einem Ausscheiden von Otto Normal aus dem Zahlungsverkehr und möglicherweise dem Leben, das System dennoch weiter existiert. Beim Ausscheiden der Griechen aus der Eurozone scheint es um Leben und Tod von ganz Europa zu gehen.

Hätte man vor vierzig Jahren irgendeinem Bundesbürger erzählt, dass seine Steuern in nicht allzu ferner Zukunft dazu dienen werden, ganz Europa durchzufüttern, hätte der Bürger sicher schallend gelacht. Hätte man bei Einführung des Euros den Bürgerinnen und Bürgern erzählt, dass die EU eine Solidargemeinschaft ist, die Steuergelder von Nationen nach Gutdünken umverteilt, wäre die Ablehnung des Euros sicher noch massiver gewesen, als sie es ohnehin schon war.

Nun ist das Problem aber das, dass beide Seiten in dem Poker um die Steuermilliarden nicht ganz ehrlich sind.

Die Deutschen sind es deshalb nicht, weil sie seit Jahren wissen mussten, dass die bewilligten Hilfen für Griechenland nicht dem Volk zugutekamen, sondern in unsichtbaren und geheimen Kanälen der Großfinanz versickert sind.

Die Griechen sind deshalb nicht ehrlich, weil sie bei seriöser Betrachtung einen Einstieg in die Eurozone von Anfang an hätten ablehnen müssen.

Die Deutschen, oder sagen wir eher die Vertretung der Deutschen im Bundestag, sind aber auch deshalb nicht ehrlich, weil sie von Sparen reden und dies anderen Nationen zu verordnen meinen müssen, und auf der anderen Seite es gerade die bundesdeutschen Regierungen sind und waren, die ungeheure Schuldenberge auftürmen und ihr Geld mit offenen Händen zum Fenster herauswerfen.

Die Griechen haben sich an einen Zug gehangen, der für sie zunächst Wachstum und Gewinn bedeutete. Sie haben den Einstieg in den Euro erst dann bereut, als sich massenhafter Protest gegen die Sparauflagen der griechischen Regierung formierte. Es war bisher in Griechenland nicht üblich, dass der Staat zu sehr in das Leben der Gemeinschaft eingegriffen hat.

Die Griechen hatten immer ein gespaltenes Verhältnis zu einem übermächtigen Staat und ließen dies auch nach außen hin durch eine sehr moderate Zahlungsmoral in Sachen Steuern erkennen. Die Korruption in Griechenland ist ebenso bekannt, wie die laxe Haltung vieler Dienstleister zum Arbeitsleben. Dies sind im Übrigen keine böswilligen Unterstellungen, sondern bekannte Ansichten, die viele Griechen bestätigen können. Die Griechen sehen das auch anders als die Deutschen. Die griechische Geschichte ist keine preußische. Der übermächtige Staat und der autoritätshörige Gehorsam sind eher preußische als griechische „Tugenden“.

Die Wiege Europas, die sich durch besondere Leistungen auf dem Gebiet der Philosophie auszeichnet, hatte schon viele Gedanken gedacht und entwickelt, die im übrigen Europa erst viel später Beachtung fanden.

Das moderne Griechenland ist aber mit dem Globalismus überfordert. Der ungehemmte Warenaustausch ist zwar für einige Großoligarchen durchaus von Vorteil, ist aber im Gegenzug leider nicht beim Volk als Verbesserung ihrer Lebensbedingungen angekommen.

 

Es gibt einige Historiker, die der Meinung sind, dass die Griechen sich den Einstieg in den Euro mit Zahlen und Wirtschaftsdaten verschafft haben, die damals von einer amerikanischen Finanzinstitution, namens Goldman Sachs, zumindest geschönt worden sind. Die darauf folgenden Wohltaten der Einführung des Euros verhalfen wenigen Oligarchen zu Reichtum und noch mehr Reichtum.

Als man in der Eurozone bemerkte, dass die Griechen sich ungern an Zahlungspläne und Stabilitätsabkommen halten, wurde ein Mythos laut, der gebetsmühlenartig wiederholt wird. Es entstand der Mythos des Finanzkollapses bei Ausscheiden der Griechen aus dem Euro.

Finanzexperten sind deshalb Experten, weil sie eigentlich über Dinge reden, die sie niemals sicher wissen können. Die spekulativen Anteile ihrer Prognosen und Vorhersagen sind ähnlich variabel, wie die Vorhersagen der nächsten Lottozahlen. Dennoch aber sind diese Finanzexperten wichtige Protagonisten im Poker der politischen und monetären Bühnen.

Es gibt amerikanische Rankingagenturen, die gar mit einem Federstrich ganze Staaten auslöschen können. Niemand weiß, worauf sich die Analysen und Prognosen dieser hochgeheim agierenden Privatunternehmen beziehen. Dennoch, sind diese Agenturen so wichtig, dass die Börsen unter den Auf- und Abwertungen ächzen und reagieren.

 

Wenn die Anleihen ganzer Staaten zu Schrottpapieren erklärt werden, kann es sein, dass dies den Anleihen schadet. Es kann aber auch sein, dass dies den Anleihen guttut.

Das Witzige an den Finanzmärkten ist, dass sie eigentlich immer komplett irrational sind. Man muss sich deshalb als Normalbürger von der Vorstellung trennen, dass es bei den Börsen um objektive Handels- und Geschäftsparameter geht. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Börsen spiegeln nicht den wirtschaftlichen Zustand der Welt, sondern spiegeln nur einen ganz bestimmten Ausschnitt. Man sollte keine Zeit damit verschwenden, dies verstehen zu wollen. Es gibt dicke Bücher und ellenlange Abhandlungen zum Thema, die sich alle widersprechen. Es ist also angeraten, sich am besten selbst ein Bild der Börsen zu machen.

Wenn man sich an einem solchen Bild versucht, wird man schnell herausfinden, dass es eine Faustformel gibt. Je besser es dem Dow Jones und dem Dax und dem Fuchs und dem Hasen geht, desto schlechter geht es den Menschen. Das ist eigentlich das Wesentliche an den Börsen.

Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass man große Angst davor hatte, dass der Dax unter 6000 Punkte sinkt.

Das war zu den Zeiten der Finanzkrise 2008.

 

Heute steht der Dax in schwindelerregender Höhe von über 11 000 Punkten. Man fragt sich, was in dieser Zeit passiert sein mag, dass sich der Dax derart erholt hat. Eigentlich wäre es der Logik und Adam Riese folgend, nur natürlich, wenn genau das Gegenteil eingetreten wäre. In der Zwischenzeit sind Billionen an Geld verschwunden, neu gedruckt und umverteilt worden. Die Finanzmärkte haben Goldreserven ausgeworfen, die, so sagen viele Experten, gleich mehrfach auf dem Papier verkauft wurden, obwohl dieser Schwindel dann auffliegen wird, wenn die Besitzer dieser mehrfach in Umlauf gebrachten Besitzurkunden ihr Gold physisch besitzen wollen. Wenn man den Experten glaubt, dass es gar nicht so viel Gold gibt, wie verkauft wurde, dann ist der nächste Crash des Finanzsystems unausweichlich.

Es scheint sich bei den Brokern und Bankern um Personen zu handeln, die als Einzige das nicht wissen oder nicht wissen wollen. Das Merkwürdige an den hypererfolgreichen Bankern und Brokern ist nämlich, dass sie eigentlich vom Finanzsystem gar keine Ahnung haben.

Das ist ein Widerspruch bei den Börsen. Dadurch, dass die Börsianer gar keine Ahnung von der Börse haben, verdienen sie sich dennoch dumm und dämlich.

Sicher ist es möglich, dass man das Ganze auch unnötig verkompliziert, und damit dem Verständnis des Normalbürgers enthebt. Aber man kann sich auf diese Verklausulierung einlassen oder einfach nachsehen, was so geschieht, wenn wieder ein Dax nach oben schnellt. Wenn man die Folgen des Aufschwungs beobachtet; wenn man in die lachenden Gesichter der Aktienberichterstatter blickt, die euphorisch einen neuen Goldregen der Börse bejubeln, dann wird man schnell erkennen, dass dieser scheinbare Aufstieg der Börse seinen Preis hat.

Wenn der Dax wieder jubelt, dann ist mit Sicherheit viel Geld verbrannt worden.

Da dieses Geld aber eigentlich ein Versprechen ist, eine Art Vertrauen bedeutet, ist das Versprechen nicht einen Pfifferling wert. Dies proportional zum wilden Neudrucken von Banknoten, das eigentlich einen Gegenwert bedeuten soll. Der Gegenwert von Geld ist Arbeit.

 

Sie können sich das damit veranschaulichen, dass Sie einem Freund versprechen, dass Sie sein Dach erneuern. Da der Freund Ihnen das glaubt, wird er dieses Versprechen in Form von Geld entlohnen. Das Geld, das Sie für das Dachdecken erhalten, ist das eingelöste Versprechen und symbolisiert den Gegenwert ihrer erbrachten oder zu erbringenden Leistung.

Stellen Sie sich vor, dass Sie diesem Freund das Versprechen zum Dachdecken geben, Sie aber gar kein Dach zu decken beabsichtigen. Oder dass Sie vielleicht gar nicht in der Lage sind, ein Dach zu decken. Nun würde das Geld, das in Umlauf gerät, keinen Gegenwert mehr symbolisieren.

Es wäre eine Art Betrug. Es bedeutet nichts mehr. Es ist nur Papier. Nichts mehr.

 

An diesem einfachen Beispiel sieht man, dass die Finanzmärkte mit dem tausendfach zelebrierten Neudrucken von Geld, für das es keinen realen Gegenwert gibt, ständig Dinge versprechen, die sie nicht halten können. Dies geht eine bestimmte Zeit gut. Irgendwann aber, wird das an seine Grenze stoßen. Je mehr falsche Versprechungen in Umlauf sind, desto wahrscheinlicher wird ein Crash.

Die deutschen Bundesregierungen sind Profis. Sie können sich gerne einmal die Steueruhr beim Bund der Steuerzahler auf deren Homepage ansehen. Sie werden schnell erkennen, dass der Pump der deutschen Regierungen jeden Bundesbürger auf Generationen überschuldet hat. Dies schon bei seiner Geburt. Jeder neue Bundesbürger hat mittlerweile fast 40 000 € Schulden abzutragen.

Die Politiker in Deutschland gebärden sich aber so, als wäre Geld eine Art Perpetuum Mobile.

Eine sich aus sich selbst heraus erschaffende Geldvermehrungsmaschine. Mit vollen Händen werfen Politiker Geld aus dem Fenster und beschließen in fast schon an DDR-Zeiten erinnernden einhelligen Entscheidungen, dass Deutschland Geld aus dem Nichts vermehren kann.

Obwohl der demografische Wandel in Deutschland, wie in vielen anderen Industrienationen auch, bald den jungen Menschen jede Lebenschance rauben wird, da sie mit ihrem kargen Gehalt gleich drei Rentner mitfinanzieren müssen, scheint sich Deutschland nur im Hier und Jetzt zu bewegen.

Da werden Milliarden in Fonds und Töpfe eingezahlt, von denen man wahrscheinlich keinen Cent mehr wiedersehen wird. Es ist doch wirklich nicht den Griechen anzulasten, dass sie Geld annehmen, das von offensichtlich freigiebigen und unbekümmerten Finanzamateuren verjubelt wird.

Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Grieche. Ich würde das Geld auch nehmen. Wenn es für einen Normalbürger auch so eine Wohlfahrtsbank geben würde, dann würde ich mich bei dieser Bank hoffnungslos verschulden. Dies umso mehr, wenn ich wüsste, dass ich das Geld wahrscheinlich nicht zurückzahlen muss. Denn ich bin systemrelevant. Das muss ein gutes Gefühl sein.

Leider ist es aber in der Realität so, dass mich niemand für systemrelevant hält.

 

Ob ich unter einer Brücke schlafe oder ob ich morgen bankrottgehe, ist für das System nicht relevant. Ganz im Gegenteil brauche ich Sicherheiten. Ich muss für jeden Cent, den ich mir borgen will, so viele Sicherheiten vorweisen, dass ich wahrscheinlich, sollte ich die wirklich besitzen, nie mehr einen Kredit benötigen würde.

Die Griechen haben aber Sicherheiten. Nehmen wir mal den Tourismus. Das ist eine Sicherheit, die besonders dadurch aufgewertet wird, dass viele Urlauber, die aus Deutschland stammen, für ihre großzügige Hilfe körperlich attackiert werden.

Oder Gyros. Das ist auch eine Sicherheit. Wobei sich da die Frage stellt, ob diese Sicherheit nicht eher in den Gyrosbuden in Deutschland Relevanz besitzt.

Dann gibt es noch Panzer. Das ist auch eine Sicherheit. Es ist bekannt, dass bei den 70 Milliarden, die zuletzt an Griechenland gespendet wurden, davon Panzer gekauft wurden. Sogar aus Deutschland. Dann hat sich das wenigstens etwas gelohnt.

 

Griechenland besitzt so gut wie keine Schwerindustrie. Die Finanzämter in Griechenland sind auch nicht so verhasst beim Volk wie die Finanzämter in Deutschland. Während die deutschen Finanzbehörden jeden Tag bei der Mafia neue CDs von vermeintlichen Steuersündern einkaufen, sparen sich die griechischen Behörden das Geld und schonen damit den Schlaf ihrer Bürger.

Eigentlich ist Griechenland eine wirkliche Alternative zu Deutschland. War es zumindest. Seit aber Frau Merkel die Griechen zum Sparen verpflichtet hat, haben die Regierenden ein geniales Mittel entwickelt, um diesen Sparwillen nach außen zu dokumentieren.

Sie haben gefolgert, dass sie Sparen am besten dadurch ermöglichen, dass sie die Mehrwertsteuer in gigantische Höhen treiben und damit den Binnenhandel fast zum Erliegen brachten. Oder sie haben Staatsangestellte vorzeitig in den Ruhestand geschickt, die ohne dieses staatliche Engagement, wahrscheinlich noch in zehn Generationen Alimente kassiert hätten. Irgendwann hat es aber dann die griechische Regierung übertrieben.

 

Als die blitzenden Staatskarossen einen eklatanten Widerspruch zu den ärmlichen Kutschen der Normalbürger bildeten, waren einige Bürger aufgebracht über die Regierung, die ein Freund der bösen Frau Merkel war.

Deshalb haben sie dann die Frau Merkel in alter Tradition mit einem Schnäuzer ausgestattet und die hosenanzugtragende Kanzlerin Deutschlands mit einem Kanzler verglichen, der auch mal regierte.

Als dann aber die Regierung in Griechenland immer noch sparen wollte, dachten sich die Griechen, dass es an der Zeit sei, dass man andere Leute wählt.

Der neue Ministerpräsident Tsipras bot sich geradezu an. Der schlipslose Mann versprach den Griechen, dass man alles gleichzeitig haben kann. Das erinnert irgendwie an eine Klassensprecherwahl. Sie müssen nämlich wissen, dass ich als junger Mensch oft Klassensprecher war. Wissen Sie warum?

Ich war deshalb der längst amtierende Klassensprecher meiner Dorfschule, weil ich den Mitschülern immer eine Party versprochen habe. Ich hatte bei jeder neuen Amtsperiode immer wieder eine neue Party anzubieten. Das wurde honoriert.

 

Genauso ist es mit der neuen Linksregierung. In unbekümmerter Freudigkeit versprechen die neuen Amtsinhaber dem Volk eine immerwährende Party.

Geld von der EU bekommen, aber nicht sparen. Alle Pensionen wieder einsetzen, aber bloß keine Auflagen erfüllen. Es wird von einem Schuldenschnitt gesprochen. So einen hätte mancher Bundesbürger bestimmt auch gerne. Einen Schuldenschnitt. Hurra - und alles ist wieder im Lot.

Dann wird gesagt, dass die Deutschen still sein sollten. Nicht nur, dass die Deutschen Griechenland gewütet haben und der Hitler ihnen schlimm zugesetzt hat, auch die Tatsache, dass Deutschland selbst einmal einen Schuldenschnitt hatte, sollte eigentlich zur besseren Einsicht der verkrusteten Spießer in Deutschland reichen.

Da kann man geteilter Meinung darüber sein, ob der Schuldenschnitt der Deutschen durch die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg, wirklich mit der jetzigen Situation vergleichbar ist. Die Deutschen haben sich damals dafür im Gegenzug damit bedankt, dass sie ein weiterer Stern auf der amerikanischen Flagge wurden. Die Griechen sind ein Stern auf der europäischen Flagge, aber der Unterschied sei erwähnt, dass der Stern sehr wacklig scheint. Und vielleicht wird der Stern bald eine Supernova.

Zusammenfassend ist die Schmonzette von Herrn Schäuble aber doch ein wenig Klamauk.

 

Man kann nicht auf der einen Seite zu den Superkreditnehmern der Welt zählen und ständig neue kostspielige Prestigeprojekte aus dem Boden stampfen, und dann im Gegenzug, den anderen Ländern ihr Verhalten zum Vorwurf machen.

Auch wirkt die deutsche Bundesregierung bei diesem Ansinnen allein schon deshalb wenig glaubhaft, weil sie diese Milliarden gegen den mehrheitlichen Willen ihrer Bevölkerung bewilligt. Der deutsche Michel denkt sich manchmal, dass irgendetwas mit den Finanzmärkten nicht stimmen kann. Besonders dann, wenn er in seine eigene Geldbörse blickt.

Manchem Bundesbürger ist ein Grexit eigentlich egal. Manchem Griechen auch. Nicht egal scheint es aber denen, die dann befürchten, dass die Steuermilliarden nicht in ihrem Säckel verschwinden. Leider sind diese wenigen Profiteure aber wenig geeignet, um eine derartige Umverteilung auch nur im Mindesten zu rechtfertigen.            

Ich bin nicht Charlie

In den heutigen Tagen ist jeder Charlie. Jeder will bekunden, dass er die Terroranschläge auf die Redaktion einer relativ in der Welt unbekannten Zeitung, namens Charlie Hebdo, ablehnt und aufs Schärfste verurteilt.

Seit Wochen sind die Qualitätsmedien nur noch damit beschäftigt, dieser gebeutelten Redaktion den Rücken zu stärken, und damit ihre Auflage von geschätzten 40- 60 000 Exemplaren auf Millionenniveau zu erhöhen.

Ich hatte mich etwas gewundert, dass diese Meldung, nämlich das die Redaktion eine derartige Steigerung der Auflage erwog, sehr schnell nach dem tragischen Ableben der Redakteure erfolgte. Der Terroranschlag der Islamisten, die nach vorherrschender Politikermeinung keine sind, war nämlich noch in vollem Gange, als die Redaktion diese trotzige Reaktion verkünden ließ.

 

Ich habe diese Zeitung noch nie gelesen, da sie wahrscheinlich auch in Französisch erscheint, und kenne auch deshalb nicht den ganzen Inhalt. Ich habe mir aber einige vergangene Cover angesehen und fand die Kunst, die diese Zeichner beherrschen, sehr gewöhnungsbedürftig. Ich bin kein Muslim, aber ich fand einige Darstellungen doch mehr als grenzwertig. Nun bin ich ein westlicher Mensch und daher nicht sehr sensibel, was die Herunterwürdigung von Kirchen und Religion angeht. Wir sind es im Westen lang gewohnt, dass die Kirchen eigentlich eine Art Punchingball sind, an denen sich jeder vergreifen darf. Da die Zahlen der Kircheneintritte proportional zu den Austritten abnehmen, ist dies aber auch nicht weiter verwunderlich.

 

Bei den Karikaturen der Zeitung Charlie fand ich aber auffällig, dass die Autoren wohl gerne den Islam und die katholische Kirche aufs Korn nehmen. Da sieht man einen Papst bei einer angedeuteten Masturbation mit einem Maulwurf und ganz viele Mohamed-Bilder.

Es war nach den Anschlägen in Paris sehr auffällig, dass viele Politiker zu ausgewiesenen Kunstexperten mutierten. Wenn man nämlich den Reden der Politiker vieler Länder lauschte, wurde einem sehr schnell bewusst, dass es ein Aufbäumen der freien Welt gegen jede Form von Beschneidung der Meinungsfreiheit und Demokratie war, die löwenartig verteidigt werden muss.

Wir haben alle die schlimmen Ereignisse in Paris verfolgt. In endlosen Schleifensendungen wurde die Bevölkerung von den Qualitätsmedien in einen ungeheuren Taumel gezogen. Da waren zwei Menschen, die offensichtlich so gefährlich waren, dass sie ganz Frankreich in einen Ausnahmezustand versetzten. 88 000 Polizisten jagten zwei Männer. Das war unglaublich. Ich dachte manchmal bei mir, dass es wohl zwei sehr mit James Bond im Bunde stehende Menschen und Krieger sein müssen, die eine ganze Nation so schockieren konnten. Und nicht nur eine Nation, sondern die ganze Welt.

 

Ich fragte mich auch manchmal, ob es zu dieser Zeit eigentlich ein El Dorado für andere Kriminelle gewesen sein muss. Ich weiß jetzt nicht, wie viele Polizisten Frankreich insgesamt hat, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass bei diesem Aufgebot von fast hunderttausend Polizeikräften, jeder Verkehrsunfall noch aufgenommen werden konnte. Oder wie war es mit Bankräubern? Ging man dem noch nach und wenn ja, welche Kräfte waren das?

Ich hatte bei der Berichterstattung vielleicht keine Panik, wie das viele Menschen in den Qualitätsmedien bekundeten, denn ich lebe nicht in Paris und weiß auch nicht, ob ich da Angst gehabt hätte. Ich sah die ganze Zeit nur Polizisten, die überall waren. Das ist doch gut. Dann ist man sicher. Aber gegenteilig zu meinem Empfinden, betonte man immer wieder, dass diese rudimentären kleinen Einheiten nicht ausreichen können, um die Gefahr wirklich zu beherrschen.

Niemand der Qualitätsjournalisten stellte die Frage, warum man so viele Polizeieinheiten benötigt, um zwei Männer zu fassen.

 

Tatsächlich erfuhr man dann auch, dass die Einheiten ganze Landstriche durchsuchten, die aber eigentlich gar nicht so wichtig waren. Eine Reporterin berichtete, dass sie weder Straßensperren noch eine systematische Methodik erkennen konnte. Sie merkte an, dass sie, während sie bei dem Einsatz dabei sein durfte, gesehen hatte, dass man immer nur eine Seite der Ortschaften absuchte, um danach die andere Seite abzusuchen.

Sie merkte also an, dass es ihr merkwürdig vorkam, dass man so eigentlich alle potenziellen Verbrecher auf sich aufmerksam gemacht hätte und die Terroristen gewarnt hätte. Dieser Bericht der Qualitätsjournalistin fand aber keine weitere Beachtung, da die Medien betonten, dass es eben alles spontane Aktionen seien, mit denen niemand gerechnet hatte und deshalb eine gewisse Chaotik nicht vermeidbar wäre.

Wir haben Qualitätsjournalisten erlebt, die ständig an irgendwelchen Straßenkreuzungen, auf Äckern, in U-Bahnstationen und in leeren Straßen standen. Die Journalisten verstanden ihr Handwerk aber so perfekt, dass sie stundenlang über Dinge episch redeten, die eigentlich den Aussagewert einer Landschaftsbeschreibung eines Abwasserkanals hatten. Die Qualitätsjournalisten lobten, dass man in Frankreich über alles hautnah und ortsnah berichten konnte. Tatsächlich waren diese Journalisten nicht vor Ort, sondern meist kilometerweit entfernt. Die hochsensiblen Informationen, die uns die Journalisten verkündeten, hatten alle immer etwas Fragwürdiges. Vielleicht, möglicherweise, nach unbestätigten Meldungen, nach unkommentierten Zeugenaussagen, laut einem unbestätigten Pressebericht. Alles war absolut live und deshalb kann man sicher verstehen, dass man nicht alles sofort wissen kann. Da die Qualitätsjournalisten aber nicht fürs Schweigen, sondern für das endlose Lamentieren bezahlt werden, bemühte sich natürlich jeder Reporter und jede Reporterin, den Ereignissen besondere Schwere zu verleihen.

 

Man erfuhr erstaunliche Dinge. Einer, der mit James Bond im Bunde stehenden Superkriminellen, hatte seinen Pass in einem Fluchtauto vergessen. Das erinnerte frappant an den Ausweis von Mohamed Atta, der beim Anschlag auf das World Trade Center zwar nichts von den Türmen übrig ließ, im Gegenzug aber seinen Ausweis im pulverisierten Trümmermüll unbeschädigt hinterlassen hatte.

Man erfuhr, dass die beiden islamischen Terrorkämpfer, sich bei dem Terroranschlag auf die Satirezeitung in der Tür irrten, aber ansonsten auf den Anschlag professionell vorbereitet waren.

Frankreich befand sich im Schockzustand.

In endlosen Expertengesprächen wurde immer wieder die etwas naive Frage der Qualitätsmedien aufgegriffen, wie man sich vor so einem Anschlag in Zukunft schützen könne.

Niemand, der hier mehrfach wahrscheinlich kasernierten Experten, kam auf die Idee, einfach zu sagen, dass man sich davor natürlich nicht schützen kann. Zwar sagten einige Experten, dass es vielleicht immer ein Restrisiko geben würde, aber man alles tun müsse, um schon den Keim zu erfassen und zu neutralisieren.

Sehr schnell wusste die Polizei in Frankreich, wer diese furchtbaren Attentate verübt hatte. Obwohl auf den spärlichen Bildaufnahmen nur absolut vermummte Menschen zu identifizieren waren, die über irgendeine Straße liefen, war man sich sicher, dass man die Identität der beiden Superkriminellen verlässlich ausgemacht hatte.

 

Man sah diese Bilder überall. Der eine Mann hatte eine Glatze und der andere Mann einen Bart. Man erfuhr aber auch, dass es noch einen dritten Mann gab, der offensichtlich farbig war, und irgendwie mit den Attentätern familiär und ideologisch verbunden war.

Dieser Mann hatte eine Polizistin getötet und verschwand dann einen langen Tag lang aus dem Fokus der Ermittler. Obwohl niemand wusste, wo der Mann denn war, wie er bei einem solchen Polizeiaufgebot mit schweren Waffen entkommen konnte, und man auch nicht wusste, wo er schlief oder wie er sich tarnte, tauchte er erst wieder auf, als er in einem jüdischen Supermarkt Geiseln nahm.

Der ehemalige Leiter der GSG 9, der einmal die Geiselnahme in Mogadischu beendet hatte, sagte auch mehrmals zu den Qualitätsmedien, dass es ihm absolut unverständlich sei, wie dieser farbige Mann den Behörden die ganze Zeit nach seinem Mord an der Polizistin nicht in die Hände fallen konnte. Obwohl jeder normale Mensch am Bildschirm dachte, dass die Qualitätsjournalistin da einmal nachhakte, war es im Gegenteil so, dass man den Eindruck bekam, dass der alte Mann der GSG 9 doch nicht so einen Mist erzählen solle.

Anscheinend schien der betagte Mann das aber nicht zu merken, denn er insistierte immer wieder auf den Punkt, wie es sein kann, dass jemand bei einer Mordaktion eine Polizistin tötet und dann frank und frei durch eine Stadt irrt, die mehr Polizei beherbergt als bei einem Krieg.

Dieser Aspekt wurde nicht weiter gewürdigt, denn in der aktuellen Situation schossen Vermutungen ins Kraut, die der Dramatik der Ereignisse neues Futter gaben. Die Journalisten standen vor einer Halle, die angeblich als der letzte Zufluchtsort der Terroristen ausgemacht worden war.

Es handelte sich um ein Verlagshaus, oder andere sagten, um eine Cateringfirma für Flugzeugverpflegung, andere sagten, dass man eben nicht weiß, was es ist. Das war wieder sehr merkwürdig. Es bedarf doch sicher auch für die Qualitätsjournalisten keines großen Aufwandes, wenn man da einmal Google bemüht, bevor man stundenlang darüber mutmaßt, was für eine Firma das eigentlich ist.

 

Jedenfalls war diese Fabrikhalle der Ort, an dem Weltgeschichte geschrieben wurde.  

Der Zuschauer der Ereignisse sah nichts. Einmal sah er den Acker und einen Hubschrauber und dann sah er eine Kreuzung, an der Verkehrskontrollen erfolgten. Auffällig war, dass man den Eindruck erwecken wollte, dass die Fabrikhalle in der Nähe eines Flughafens wäre, den man nun hermetisch abgeschirmt hätte. Irgendwie war diese Information nicht ganz verständlich, denn es kann selbst einem James Bond doch nicht gelingen, aus einer, von tausenden Polizeikräften umzingelten Halle, noch zum Flughafen zu gelangen.

Vielleicht wollte man aber auch verhindern, dass Terroristen mit Flugzeugen landeten, um die eingeschlossenen Dschihadisten zu befreien.

Wie auch immer.

Man sah ständig Reporter, die alles über die Vorgänge in der Halle wussten. Man musste aber, selbst bei wohlwollender Begutachtung konstatieren, dass alle Informationen, die die Qualitätsjournalisten kundtaten, direkt aus Quellen der Staatsanwaltschaft und der Polizei stammten. Eigentlich berichteten die Journalisten also nicht. Sie gaben einfach stoisch alles weiter, was gerade offiziell in Pressemitteilungen an sie herausgegeben wurde. Die Qualitätsjournalisten waren so dankbar dafür, dass man sie im Fernsehen reden ließ, dass sie nicht einmal auf die Idee kamen, sich vielleicht selbst ein Bild der Lage zu verschaffen.

Unhinterfragt wurden die Informationen für bare Münze genommen, die man weder nachgeprüft hatte, noch die man hätte nachprüfen können. Da die Qualitätsmedien aber darin geschult zu sein scheinen, dass man als Journalist nicht übermäßig selbstständig recherchiert, sondern einfach vertrauensvoll nachbetet, was einem angetragen wird, erfüllten die Journalisten ihren Auftrag ohne Reue.

 

Die Ereignisse schienen sich zuzuspitzen. Ständig kamen neue Eilmeldungen, die alle wieder den bekannten „Vielleicht-Möglicherweise-Aspekt“ innehatten.

 

Als der farbige Mann einen Supermarkt überfiel, war das Drama an Spannung aufgeladen. Tausende von Polizisten wurden sogleich an den Ort des Geschehens verbracht, die sich eigentlich mehr gegenseitig behinderten, als der Sache dienlich zu sein. Man sah nun eine Qualitätsjournalistin, die ständig von einer abgesperrten U-Bahnstation berichtete und neben sich absolut gelangweilte Polizisten hatte, die wohl keine Aufgabe erfüllten, als sich die Häuserkulisse einzuprägen. Ambulanzen wurden geordert und man wusste nicht, ob der islamische Täter 2 oder 10 oder 100 oder vielleicht auch gar keine Geiseln hatte.

Bei den Terroristen in der Halle vernahm man merkwürdige Angaben über die Geiseln, die sich in deren Gewalt befanden. Mal war es ein 28-jähriger Mann, dann der Geschäftsführer, dann ganz andere Personen.

 

Man stellte sich zwangsläufig die Frage, ob so eine große Halle an diesem Tag derart verwaist war, dass man nur eine Geisel hätte finden können. Schnell erfuhr man aber auch, dass die Dschihadisten eh nicht mehr leben wollten und als Märtyrer sterben wollten. Ein Zeuge soll angeblich, wie man später erfuhr, ständig in der Halle unbemerkt das Geschehen verfolgt haben und über Handy der Polizei Lageberichte gegeben haben. Woher hatte denn der Zeuge die Telefonnummer der Einsatzzentrale? Oder hat er 110 angerufen, oder was immer in Frankreich der Notruf ist. Hat man ihn dann auch erst gefragt, wo er wohnt, was er beruflich macht und wie er heißt? Hatte er Angst, als er diese heldenhafte Mission im Angesicht des Todes ausführte? Warum sieht man ihn nicht jeden Tag im Fernsehen, denn dieser Zeuge ist doch Gold wert?

Ein Telefon spielte auch bei dem farbigen Mann eine Rolle. Er soll nämlich sein Handy die ganze Zeit auf Empfang gehabt haben. Ja, das ist natürlich schlecht. Während der professionelle Killer, der ganz Paris in Atem hält, seine Untaten minutiös und kaltblütig umsetzt, vergisst er, sein Handy auszuschalten.

Was einen aber auch wundert, denn wenn ich in einer Situation bin, in der die ganze Welt mich jagt, telefoniere ich dann wirklich in der Gegend herum? Dann soll der farbige Dschihadist gefordert haben, dass man die zwei Männer in der Fabrikhalle freilässt. Er soll damit gedroht haben, dass er alle Geiseln tötet, wenn den beiden Brüdern in der Halle etwas geschieht.

 

Man sagte den Zuschauern dieses Dramas manchmal, dass es noch lange dauern könnte, bis die Terroristen einen Zugriff erleben würden. Dennoch erfolgte dann ein Zugriff zur besten Sendezeit, zumindest internationaler Zeitrechnung, der eigentlich als ein komplettes Desaster beschrieben werden kann.

Vier Geiseln tot. Alle Dschihadisten tot. Die Bilder vom Einsatz der Ordnungshüter wirkten auch verwirrend, wenn man die Theorie in Rechnung stellt, die dann behauptet wurde. Man sah Rauchblitze und Leuchtmunition über der Halle, behauptete aber, dass die Dschihadisten von allein aus der Halle gestürmt wären und dann erschossen worden wären. Warum es dann allerdings Rauchblitze gab, die angeblich die um sich schießenden Mörder blenden sollten, hielt auch der ehemalige Leiter der GSG 9 für eher unwahrscheinlich. Zumindest wurde angedeutet, dass es vielleicht auch nicht so war und die Kräfte das Gebäude gestürmt haben. Ganz genau wollte das aber auch kein Qualitätsjournalist wissen.

 

Mit einem Gesicht der offensichtlichen Erleichterung schienen die Journalisten das Vorgehen der Polizei zu bewundern. Alle Dschihadisten tot. Das war eben gute Arbeit. Niemand sagte, dass man niemals den Tod eines Menschen, egal wie schuldbeladen er sein mag, dass man niemals so etwas beklatschen sollte. Es ist zwar verständlich, dass man die Opfer zunächst für wichtiger und erwähnenswerter befindet, aber dann auch nicht gelungen, wenn viele unschuldige Menschen gestorben waren. Im Gegensatz zu dem Einsatz der GSG 9 in Mogadischu, bei dem keine Geisel starb, hätte man das Vorgehen der Einsatzkräfte eigentlich als dilettantisch bezeichnen müssen.

In dem Supermarkt sah man ein Vorgehen der Polizei, das irgendwie an einen Kamikazeeinsatz erinnerte. Angeblich griffen die Beamten dann zu, als der farbige Terrorist betete. Da sein Handy die ganze Zeit wie ein offenes Buch live aus dem Supermarkt berichtete, hatten die Einsatzkräfte diesen zeitnahen Zugriff zu der Fabrikstürmung gewählt.

 

Entgegen der Annahme, dass nun hier Spezialkräfte einen chirurgischen Angriff versuchten, sah man Hunderte von Polizisten, die von zwei Seiten in den Supermarkt stürmten. Das sah etwas befremdlich aus.

Das Ergebnis entsprach dem optischen Eindruck.

Sofort nach Beendigung der beiden Geiselnahmen und den terroristischen Attacken in Paris, begannen alle wesentlichen Politiker damit, den Verlust der Menschen zu beklagen, die bei den schlimmen Anschlägen ums Leben gekommen waren.

Reflexartig kam aus Deutschland der Vorschlag, die Datenspeicherung auf Vorrat endlich umzusetzen. Dies war ein naiver Vorschlag, da es sich bei den Terroristen in Paris durchaus um polizeibekannte Täter handelte, die aber dennoch nicht am Anschlag gehindert werden konnten.

 

Über die Täter erfuhr man so gut wie nichts. Man sagte dann aber etwas, was einen schon fast am guten Glauben einiger Qualitätsjournalisten zweifeln ließ. Einige Journalisten brachten tatsächlich die vollkommen absurde These ins Gespräch, dass die Freundin des farbigen Mannes, der den Supermarkt überfallen hatte, dass diese Freundin tatsächlich beim Stürmen des Supermarktes, als Geisel getarnt, entkommen wäre. Dies war die Krönung der Absurdität. Während 88 000 Polizisten durch Paris streifen, entkommt eine bis dato unbekannte Freundin der berühmtesten Attentäter Frankreichs im Tumult der Ereignisse.

Man sah dann auch ein Bild der Frau, die auf dem Foto wirkte, als hätte sie Drogen genommen. Zur Unterfütterung der These, dass diese junge Frau mindestens genauso gefährlich, wie die Haupttäter der Anschläge sei, wurden dann Bilder präsentiert, die jede Frau zeigen konnten. Man sah nämlich eine völlig verschleierte Frau mit einer Pistole in der Hand. Es konnte sich bei diesen Bildern um jede Frau des Erdballs handeln. Zudem verwunderte auf den Bildern, dass die Hand der vermeintlichen Frau sehr männliche Züge trug. Die Qualitätsmedien fanden diesen Beweis ausreichend, um nun zu behaupten, dass sich diese anonyme Frau in Syrien aufhalten würde. Das kann man natürlich glauben. Oder auch nicht. Bis heute hat niemand diese Frau gefunden.

 

In der Konsequenz wurden Maßnahmen angekündigt, die die Bevölkerung in Zukunft vor solchen Anschlägen schützen sollen. Als Herr Hollande und Frau Merkel und die gesamte Politprominenz der Welt durch Paris einen Trauermarsch antraten, sah man von einer Terrorgefahr eigentlich nichts. Es nimmt Wunder, dass die logistisch derart begabten Superkriminellen, die angeblich diese Attentäter unterstützten, auf diesen Anlass nicht geradezu gewartet hätten. Nun hätten sie einen Anschlag verüben können, der sicher effektiver gewesen wäre, als der, bei dem unschuldige und nicht mit politischen Ämtern befasste Personen umkamen. Aber nichts geschah, denn die sich nun posthum bekennende Al- Kaida, hatte wohl kein Interesse, ein solches Ereignis durch weiteren Terror aufzuheizen.

Der Finanzminister Herr Schäuble aus Deutschland hat einen Appell an die Deutschen gerichtet. Er verwies darauf, dass alles, was man Schlechtes den Geheimdiensten in der Welt andichtet, wie das ein Snowden oder andere tun, dass all dies eben zur Konsequenz hat, dass man so etwas wie in Paris nicht verhindern kann. Einige Polizeivertreter stießen in ein ähnliches Horn und sagten, dass man hier sehe, dass man mehr Polizei, mehr Geheimdienst und mehr Kontrolle und mehr Einschnitte in die Datensicherheit bräuchte.

Andere betonten, dass man den Terror weiter offensiv in der Welt an allen Schauplätzen bekämpfen muss und es daher eher zu einer Ausweitung einiger Länder im Engagement für Freiheit und Demokratie kommen müsse.

 

Für die Satirezeitschrift Charlie Hebdo waren die Terrorereignisse sicher traumatisch.

Die Auflage von 5 Millionen Exemplaren der Mittwochsausgabe werden dem Verlag aber dennoch 15 Millionen Euro bescheren.

In diesen Tagen wird viel von der Freiheit der Presse und der Verteidigung dieses Wertes gesprochen. Dem schließe ich mich an.

Für mich ist aber die Freiheit der Presse dann gegeben, wenn man von Journalisten erwarten kann, dass sie Dinge gewissenhaft recherchieren, Widersprüchen nachgehen, offizielle Verlautbarungen kritisch hinterfragen und als Kontrollfunktion der Mächtigen fungieren. Erfüllt die Presse diese Aufgabe nicht, handelt es sich um Hofberichterstattung.

Die Freiheit der Presse besteht für mich, mit Verlaub, auch nicht darin, dass man Religionen veralbert und auf die religiösen Gefühle anderer Menschen keine Rücksicht nimmt.

Deshalb tut es mir leid. Aber ich bin nicht Charlie.     

 

Merkelanismus

Politik ist die Kunst des Pragmatischen. Das haben viele berühmte Menschen gesagt und es ist sicher wahr, dass man in der Tagespolitik nicht immer alles im Voraus wissen kann.

Manchmal ändern sich Paradigmen, die man nicht in voller Gänze vorhersehen kann und der politisch Handelnde muss sein Konzept neu gestalten.

Dennoch ist Politik auch das Geschäft der Visionen. Wenn man in der Politik tätig ist und keine Vision besitzt, dann ist man eben Realpolitiker. Der Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt hat einmal gesagt:

 

 „Wer Visionen hat, sollte einen Arzt konsultieren.“

 

Nun konnte der werte Herr Schmidt aber nicht wissen, dass es mal eine Bundesregierung geben wird, die dieses Sinneswort ernst nimmt.

In Deutschland regiert seit gefühlten Jahrhunderten eine Dame, die visionsfrei ist. Zudem ist sie alternativlos. Das nie gewählte Unwort der letzten Legislaturperioden, ist zum zentralen Motiv einer Realpolitik geworden, die manchem Politikinteressierten die Freude am realen Tagesgeschäft der politischen Eliten entfremdet hat.

Seit die werte Dame ihr Gesicht zum Markenzeichen einer Dekade politischen Stillstands, bei gleichzeitiger erhöhter Flexibilität, erhoben hat, ist die Politik austauschbar geworden. Es gibt keine Grundlage, kein Axiom, keine Grundsatzentscheidung und keine Ansicht, die nicht morgen auch genau das Gegenteil bedeuten kann.

Die Kanzlerin ist extrem flexibel, was die Ausgestaltung von Realpolitik angeht. Die Ziehtochter eines Mannes namens Kohl, der auch gefühlte Jahrhunderte regierte, kennt sich in Alternativlosigkeiten aus. Es ist eine hohe Kunst des Pragmatischen, wenn man heute A proklamiert und morgen B verkündet. Das können nicht alle.

Die Kunstform des Alternativlosen ist dennoch relativ einzigartig in der Historie der Demokratie. Die Alternativlosigkeit ist nicht nur Ausdruck einer flexiblen Geisteshaltung, sondern auch Ausdruck des Gegenteils von Flexibilität. Man ist im Leben meist dann ohne Alternative, wenn man sich in eine biblische Bredouille manövriert hat.

 

Zum Beispiel beim Schachspiel hat man dann keinen Zug mehr zur Auswahl, wenn man derart schlecht gespielt hat, dass man kurz vor dem Schachmatt steht. Dann hat man keine Alternative und muss den König fallen lassen. Es bleibt einem dann möglicherweise nur ein Zug.

Wenn man aber ein Spiel beginnt, um beim Beispiel Schach zu bleiben, hat man Millionen Möglichkeiten, die alle den Verlauf des Spiels bestimmen.

Wir haben uns daran gewöhnt, dass die Alternativlosigkeit fester Bestandteil der Realpolitik in Deutschland ist. Wir sind alternativlos, wenn wir Atomkraftwerke befürworten, und alternativlos, wenn wir sie dann ein paar Jahre später nicht mehr wollen.

 Wir sind alternativlos, wenn wir den Griechen Milliarden aus der EU zuführen, und genauso alternativlos, wenn wir das morgen nicht mehr tun. Alles ist im Fluss und alles ist immer ganz anders als gestern.

Man könnte hinter diesem flexiblen Handeln auch ein Prinzip vermuten. Wer nicht starr und verbohrt an Prinzipien klebt, der kann auch viel besser reagieren. Oder man könnte meinen, dass nur der Realpolitiker versteht, dass es eigentlich gar nichts gibt, das wert ist, erhalten zu bleiben. Das hat dann schon fast faustische Ausmaße.

 

Die Kanzlerin hat aber wenig mit Herrn Goethe gemein. Eher scheint es, als ob die Kanzlerin ideologischen Scheuklappen derart enthoben ist, dass sie die Welt wie eine Fliege sehen kann. Im Facettenblick. Sie scheint Dinge zu sehen, die andere nicht sehen können. Nur das könnte erklären, dass die Kanzlerin ein rotes Auto morgen als blau empfindet. Oder einen Baum morgen für ein Wiesel hält.

Es gehört schon viel Mut zur Prinzipienlosigkeit dazu, jede politische Tat gänzlich neu zu bewerten. Man kann also der Kanzlerin nicht unterstellen, dass sie nicht das Potenzial für Revolution besitzt. Die werte Dame war auch schon einmal in der ehemaligen DDR aktiv in Propaganda. Heute ist sie das im kapitalistischen Gegenstück.

Die politische Flexibilität der Realpolitikerin Merkel ist schon bei einigen humorlosen Zeitgenossen zu dem Kunstbegriff „Merkelanismus“ geworden. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob dieser Begriff auch schon an politischen Universitäten als neue Staatsform gelehrt wird, bin mir aber sicher, dass, wenn dem so wäre, der Merkelanismus es verdient hat, neben dem Kommunismus, dem Dadaismus und dem Maoismus, eingehend betrachtet zu werden.

Ich würde daher anregen, dass sich ambitionierte Soziologen dem Thema widmen und endlich den Merkelanismus untersuchen und analysieren. Was am Ende dabei herauskommen wird, kann man schlecht sagen.

 

Es wird da verschiedene Ansätze der Analyse geben. Vielleicht werden die Soziologen, die von der CDU finanziert werden, die realpolitische Flexibilität in den Vordergrund rücken und die Soziologen, die eher der SPD nahestehen, den Ansatz einer Starrheit untersuchen, die sich aus dem flexiblen Merkelanismus ergibt.

Allen Untersuchungen gemeinsam müsste aber sein, dass es sich bei dem Merkelanismus um eine eigenwillige Form des Staatswesens handelt.

Während die meisten politischen Ideologien darauf beruhen, dass man aus einer Analyse heraus die Welt beeinflusst, ist es beim Merkelanismus so, dass die Welt die Analyse der Politik bestimmt.

Kennen Sie noch Fukushima? Es gab mal eine Zeit, da sagte man, dass der atomare Super-Gau so wahrscheinlich ist, als ob man fünfmal hintereinander von einem Blitz getroffen würde. Da die Welt dann fünfmal hintereinander von einem Blitz getroffen wurde und sich somit eine Tragödie entwickelte, die das Unaussprechliche in Worte fasste, hört man von diesem Ereignis nicht mehr.

 

Es ist auch nicht gerade prickelnd und anregend, wenn man über Dinge berichten würde, die eben schlicht unaussprechlich sind. Deshalb kennt auch kaum noch jemand Fukushima. Niemand berichtet noch über das japanische Unglück, das den Super-Gau hat Wirklichkeit werden lassen. Kaum jemand weiß, wie viel verseuchtes Wasser jeden Tag in die Weltmeere gelangt und niemand will das wissen. Man ahnt, dass es eben Dinge gibt, die man nicht ändern kann. In Fukushima scheint es keine Lösung für den Supergau zu geben, und da es keine Lösung gibt, übergeht man das Ereignis süffisant. Das lässt sich vergleichen, mit einem Menschen, der die Depression damit bekämpft, dass er sie ignoriert.

 

Der Merkelanismus hat aber daraus Konsequenzen gezogen. Seit dem Super-Gau von Fukushima ist ein neues Wort entstanden.

Die alternativlose Energiewende.

Während Frau Merkel in ihrer politischen Laufbahn eine glühende Vertreterin der Atomkraft war, und die Atomkraftwerke für alternativlos hielt, ist sie seit Fukushima genau das Gegenteil geworden. Sie hat die Energiewende erfunden.

 

Es bleibt sicher begabten Historikern überlassen, zu analysieren, warum Frau Merkel das getan hat. Die Ereignisse von Fukushima stehen in kausalem Zusammenhang zu der alternativlosen Wende. Der Normalbürger merkt das an seiner Stromrechnung. Während einige wenige Monopolisten die Preise immer mehr in die Höhe treiben, und damit das Bezahlen der Stromrechnung viele Menschen in die Hände von Kredithaien treibt, ist das nur der eine Aspekt der Wende. Im Merkelanismus ist die Realpolitik derart ausgeprägt, dass man Alleingänge versucht, die zwar sinnlos sind, weil keiner da mitmacht, die aber dennoch sehr gut klingen und jedem einleuchten. Während ganz Europa aufrüstet, was Atomkraftwerke angeht, steht Deutschland in dem Ruf, sich einen feuchten Kehricht um andere Länder zu sorgen.

Es ist ein kaum verständlicher Vorgang, der ideologischen Parameter des Merkelanismus, dass es nicht zählt, ob eine Strategie sinnvoll ist, sondern das es vielmehr darauf ankommt, dass sie gut in die politische Landschaft passt.

Die Energiewende passt in Deutschland sehr gut in die Landschaft. Die Grünen haben das schon immer gefordert. Dass man eben aussteigt, aus dem atomaren Quatsch. Und die SPD wollte das auch. Die FDP vielleicht. Und die Linken - vielleicht.

 

Jedenfalls gab es sehr schnell Konsens unter den Parteien, dass man im Alleingang alle Atomkraftwerke abschafft. Da es aber dennoch nicht sehr sinnvoll ist, dass man so etwas im Alleingang macht, da eben ein in Frankreich explodierendes Kraftwerk für Deutschland genauso fatal wäre, wie ein Kraftwerk, das in Duisburg in die Luft geht, wurde dabei etwas ausgeblendet. Man will mit der Energiewende ein jesuitisches Zeichen setzen. Man möchte der Welt zeigen, dass Deutschland die potentesten Strombezahler hat. Also die Bürger, die auch bei 6000 € im Monat, für eine schlecht geheizte Wohnung, nicht klagen.

Das konnte nur der Merkelanismus schaffen. Der Merkelanismus hat viel Vorarbeit geleistet. Man war sich aufgrund der Vorarbeit sicher, dass der Deutsche so viel Geld hat, dass er alle alternativen Energieformen der Welt vorfinanziert. Der Merkelanismus geht davon aus, dass der Deutsche im Geld schwimmt. Warum das der Merkelanismus denkt, wird ein ewiges Geheimnis der Statistischen Bundesämter bleiben.

 

Es wurde Doktrin, dass man wegen Fukushima komplett umdenken muss. Da haben sich am Anfang viele Betreiber der Atomkraftwerke geärgert. Sie haben sich gedacht, dass man doch nicht alle Investitionen, die man als Energieerzeuger getätigt hat, dass man die doch nicht einfach in den Wind blasen kann.

Frau Merkel hatte den Einfall, dass man die Atomindustrie entschädigt. Deutschland hat nicht nur die potentesten Steuer- und Stromzahler, sondern Deutschland hat auch genug Geld, um die Atomkraftbetreiber aus dem Staatssäckel auf ein neues Pferd zu setzen.

Als die Atomindustrie dann erfuhr, dass die Energiewende derart alternativlos ist, dass man die Umsattelung finanziert und alle Folgeschäden großzügig subventioniert, waren die Betreiber auch gar nicht sauer. Sie dachten sich, dass wenn der Merkelanismus das unbedingt will, dann kann man da mitmachen. Seit dem forschen alle Atomkraftwerkebetreiber an anderen Formen der Energiegewinnung.

Es wäre nicht unbedingt verkehrt gewesen, wenn man die Energiewende angestrebt hätte, wenn es schon solche alternativen Modelle geben würde. Der Merkelanismus meinte aber, dass man das auch im Nachhinein erforschen kann. Es ist nicht schlimm, dachten sich viele, dass wir keine alternativen Energieformen haben, die eine flächendeckende Energieversorgung Deutschlands sicherstellen können, denn man kann doch auch darauf hoffen, dass man diese genialen imaginären Energiegewinnungskonzepte vielleicht durch Zufall entdeckt.

 

Das war ein sehr mutiger Vorstoß, wenn auch nicht gerade sehr vorausblickend.

Seit dem forschen sich viele begabte Geister dumm und dämlich. Sie forschen und sie forschen, aber irgendwie haben sie noch nicht den Durchbruch geschafft. Entgegen der Annahme der Merkelanisten, dass man schon irgendwann eine geniale Idee hat, wie man aus Insekten Energie gewinnt, oder so etwas in der Richtung, fand niemand etwas heraus, das eine Stromerzeugung alternativ befriedigend lösen kann.

Aber es bleibt dabei. Die Energiewende wird im Alleingang umgesetzt. und bald werden die deutschen Bürger lernen müssen, dass auch Kerzen Licht geben. Oder dass man auch nur einmal in der Woche badet. Das geht doch auch. Oder man muss endlich realisieren, dass Energie aus dem Ausland importiert werden muss. Das gute am Alleingang der Merkelanisten ist, dass andere Länder da nicht mitziehen. Das hat den Vorteil, dass man Strom immer noch bei den Atomkraftwerken bestellen kann, die von anderen Ländern betrieben werden. Das geht doch auch.

 

Man merkt jetzt schon, dass eine beheizte Wohnung, mit Licht und Backofen, sehr teuer ist. Kaum jemand, kann sich das leisten. Aber ich bin mir gewiss, dass der Deutsche, wenn er abends ein Feuer in seiner Wohnung entzündet, damit er nicht erfrieren muss, dass dieser Deutsche dennoch versteht, dass es eben Alternativlosigkeiten gibt, die man unterstützen muss.

Dann gab es die Sache mit den Griechen. Der Merkelanismus wird in die Geschichtsbücher mit der Subventionierung anderer EU-Länder als beispielhaft eingehen. Seit es die EU gibt, gab es kein Land, außer dass der Merkelanisten, das derart großzügig geholfen hat und andere Länder finanzierte.

Das war absolut alternativlos. Die EU ist groß und viele Länder haben nicht so viel Geld, wie die Deutschen.

Frau Merkel ist der Meinung, dass Deutschland den Euro nicht deshalb hat, damit man dafür etwas kauft, sondern sie hält es für angebrachter, dass man den Euro dazu nutzt, anderen Ländern in der EU Geld zu spenden. Die Merkelanisten sind radikal. Sie sind der Meinung, dass die EU für alle da ist. Nein, das klingt

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Tag der Veröffentlichung: 10.01.2017
ISBN: 978-3-7396-9257-9

Alle Rechte vorbehalten

Widmung:
Die Mitte der Gesellschaft verändert sich. Warum das so ist, erfahren Sie in diesem Buch.

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