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einziges Kapitel

Rom

 

Die nubischen Tänzerinnen schwangen ihre Hüften im Takt der Trommeln. Der Tanz wurde wilder und ihre hauchzarten Gewänder flatterten wie bunte Schmetterlinge. Das Essen war wie immer reichlich und erlesen gewesen, denn das Haus Marcellus hatte keine Not zu leiden. Trotzdem fühlte sich niemand unbehaglich oder hatte gar von der Feder Gebrauch gemacht. Der Hausherr liebte das nicht, wie jeder wusste. Trotz seines Wohlstandes hielt Marcellus stets Maß und war bekannt für seinen guten Geschmack. Alle Gäste lagen behaglich auf ihren Liegen, genossen den ausgezeichneten Wein und gaben sich der Zerstreuung hin.

 

Die Tänzerinnen waren wirklich erstklassig. Ihre dunklen, wohlgeformten Körper glänzten vor Schweiß, denn der Abend war schwül und die geöffnet Fenster brachten kaum Abkühlung in den Saal. Ihre Bewegungen waren kraftvoll und die Posen des Tanzes aufreizend, ohne dabei jedoch ins Obszöne abzugleiten. Gelegentlich wehte ein Hauch ihres exotischen Duftes herüber, der den Eindruck noch verstärkte. Die Gespräche waren eins nach dem anderen verstummt und nur gelegentlich war ein gemurmeltes Lob für die gelungene Darbietung zu hören. Wo Marcellus nur immer diese Sklaven auftrieb!

 

Die Trommeln wummerten laut und die Tänzerinnen wirbelten immer heftiger herum. Ihre vollen Brüste schwangen im Takt und wurden durch die schweren Holzperlenketten praktisch nicht mehr verdeckt. Gelegentlich blitzte zwischen den dunklen Beinen der erhitzten Frauen sogar das rosa Fleisch ihrer Scham auf. Das flackernde Licht zeichnete dazu gespenstische Schatten an die Wand. Einige Männer veränderten unauffällig ihre Lage

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Tag der Veröffentlichung: 07.10.2014
ISBN: 978-3-7368-4563-3

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