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Geflügelte Worte

aus dem Informationsblatt des "Diakonischen Arbeitskreises für Gerechtigkeit und Solidarität (DAGS)"

 

der Brüder- und Schwesternschaft des Rauhen Hauses Hamburg

Vorbemerkungen

Auf dem Brüder- und Schwesterntag der Diakonenschaft des Rauhen Hauses in Hamburg im September 2006 wurde in einem Workshop, der sich mit dem zunehmenden neoliberalen Wirtschaftssystem und den Gefahren für unsere soziale Marktwirtschaft befasste, verabredeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer , sich künftig allmonatlich regelmäßig in einem Arbeitskreis zu treffen. Dieser Arbeitskreis gab sich später den Namen „Diakonischer Arbeitskreis für Gerechtigkeit und Solidarität (DAGS)“ und wurde ein Konvent der Brüder- und Schwesternschaft des Rauhen Hauses. Bereits kurz nach seiner Gründung wurde beschlossen, ab 2007 in unregelmäßigen Abständen ein doppelseitiges Informationsblatt im Format DIN A 4 mit jeweils einem Blatt herauszugeben und dieses per Email als PDF-Datei an alle Mitglieder der Brüder- und Schwesternschaft, die Studierenden und die Absolventen der Evangelischen Hochschule des Rauhen Hauses und viele an diesen Themen interessierte Einzelpersonen zu versenden. Ich übernahm damals die Redaktion dieses Informationsblattes und verrichte diese Aufgabe noch heute. Die übrigen Mitglieder des Redaktionsteams haben mehrmals gewechselt. – Später ging man dazu über, das Informationsblatt regelmäßig jeden Monat zu erstellen und zu versenden.

 

Inzwischen erscheint das Informationsblatt des DAGS im zehnten Jahrgang. Eine Besonderheit dieses Informationsblattes ist es seit seiner Gründung, nicht nur auf interessante Beiträge zu Themen wie neoliberales Wirtschaftssystem in Deutschland und der Welt, prekäre und ungerechte Arbeitsverhältnisse in Kirche und Diakonie, Transparenz in den Entscheidungsstrukturen von Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche, fairer Handel in der Welt und viele andere aktuelle Themen anderer Publikationen aufmerksam zu machen und zu diese Themen in Beiträgen eigene Meinungen zu artikulieren, sondern jedem Infoblatt einen bemerkenswerten Ausspruch, ein „geflügeltes Wort“ voran zu stellen. Mal ist es ein Bibelwort, mal ein Ausspruch einer mehr oder weniger bekannten Persönlichkeit.

 

Da man oft händeringend nach solchen Aussprüchen sucht, wenn es darum geht, eine Widmung zu verfassen oder anderswo einen geistreichen Spruch anbringen zu müssen, seien die „geflügelten Worte“ der DAGS-Informationsblätter der zurückliegenden zehn Jahrgänge zitiert. Vielleicht findet der oder die eine oder andere bei der Suche nach einem sinnvollen Ausspruch das Passende.

 

Klein Wesenberg, im März 2016

Klaus-Rainer Martin

1. Jahrgang (2007)

Fürsten und Herren sind arme Leute. Darum hat unser Herrgott nicht umsonst befohlen, die Obrigkeit zu ehren und für sie zu beten.

Martin Luther (1459–1530)

 

Die Welt ist zu böse und nicht wert, dass sie viel klüger und fromme Fürsten haben sollt; Frösche müssen Störche haben.

Martin Luther (1459-1530)

 

Fürsten und Herren sind arme Leute. Darum hat unser Herrgott nicht umsonst befohlen, die Obrigkeit zu ehren und für sie zu beten.

Martin Luther (1459-1530)

 

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich

Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos

Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart

Wahrheit ohne Liebe macht kritisch

Erziehung ohne Liebe macht widerspenstig

Klugheit ohne Liebe macht gerissen

Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch

Ordnung ohne Liebe macht kleinlich

Sachkenntnis ohne Liebe macht hochmütig

Besitz ohne Liebe macht geizig

Glaube ohne Liebe macht fanatisch

Vom Hohen Lied der Liebe

aus der Bibel: Aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (1. Kor. 13)

 

„Handle stets so, als hinge die Zukunft des Universums von deinem Tun ab, und lache dabei über dich selbst, weil du glaubst, dass irgendetwas, was du tust, irgendeinen Unterschied machen wird.“

Buddhistischer Spruch aus Mihaly Csikszentmihalyi (geboren 1934 in Rijeka) aus: „Lebe gut“, S. 173

 

Machst du den Gegner zum Gespenst, dann ist er das, was du nicht kennst.

aus: Gerhard Branstner (1927-2008): „Der Esel als Amtmann“, Fabel 13

 

Keiner ist gleich dem andern, doch gleich sei jeder dem Höchsten! Wie das zu machen? Es sei jeder vollendet in sich.

aus: Friedrich von Schiller (1759-1805): „Xenien und Votivtafeln“, Musen-Almanach für das Jahr 1797

 

 

2. Jahrgang (2008)

Gerechtigkeit erhöhet ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben.

aus der Bibel: Sprüche des Königs Salomo (Spr. 14,34)

 

Der Fisch stinkt zuerst am Kopf

altgriechisches Sprichwort

 

Täglich eine halbe Stunde auf Gott zu horchen, ist wichtig, - außer wenn man sehr viel zu tun hat. Dann ist eine ganze Stunde nötig.

Franz von Sales (1567-1622), Theologe und Kirchenlehrer, lebte in Paris und Genf, wurde 1665 heilig gesprochen

 

Mancher Baum ist schief und trägt dennoch süße Früchte

russisches Sprichwort

 

Sucht das Wohl der Stadt und betet für sie.

aus der Bibel: Aufforderung des Propheten Jeremia (Jeremia 29,7)

 

Meint ihr, dass ihr Gott täuschen werdet, wie man einen Menschen täuscht?

aus der Bibel: Buch Hiob (Hiob 13,9)

 

Du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen

aus der Bibel: 3. Buch Mose (3. Mose 19,15)

 

Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.

aus der Bibel: 5. Buch Mose (5. Mose 25,4)

 

 

3. Jahrgang (2009)

Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn.

aus der Bibel: Psalm 73,28

 

Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert.

Martin Luther-King (1929-1968), US-amerikanischer Bürgerrechtler, trat für die Aufhebung der Rassentrennung ein, wurde am 4. April 1968 in Memphis/Tennesee ermordet

 

Der Mensch ist darauf angewiesen, von seiner Arbeit zu leben, und sein Lohn muss mindestens so hoch sein, dass er davon existieren kann. Meistens muss er sogar noch höher sein, da es dem Arbeiter sonst nicht möglich wäre, eine Familie zu gründen.

Adam Smith, (1723-1790), schottischer Philosoph, Begründer der klassischen Nationalökonomie und der freien Marktwirtschaft

 

Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner.

aus der Bibel: Psalm 24,1

 

Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Trug ist!

aus der Bibel: Psalm 32,2

 

Wer Gott liebt, verhilft den Armen zu ihrem Recht; doch der Gottlose empfindet für sie kein Mitgefühl.

aus der Bibel: Sprüche Salomo, Kapitel 29

 

Von einem sinkenden Schiff abzuspringen halte ich für sinnvoll! Von einem fahrenden Zug abzuspringen halte ich dagegen für widersinnig!

Leo Stierhof (geboren 1939 in Franken), Buchautor und Langstreckenläufer

 

Weich ist stärker als hart, Wasser stärker als Fels, Liebe stärker als Gewalt

Hermann Hesse (1877-1962), schweizerischer Schriftsteller und Maler, Literatur-Nobelpreisträger (1946)

 

Wir sind ein Teil dieser Erde, und sie ist ein Teil von uns.

Indianisches Sprichwort

 

Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Chinesisches Sprichwort

 

Wer sich gegen fließendes Wasser stemmt, weil er einen Standpunkt hat, verursacht Wirbel.

Joachim Meisner (geboren 1933), 1989 bis 2014 Erzbischof von Köln

 

Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!

aus der Bibel: Jahreslosung 2010 aus dem Johannes-Evangelium (Johannes 14,1)

 

 

4. Jahrgang (2010)

Es gehört mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.

Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dramatiker und Lyriker

 

Der Erfinder der Notlüge liebte den Frieden mehr als die Wahrheit.

James Joyce (1882-1941), irischer Schriftsteller

 

Nicht um meinen Brüdern überlegen zu sein, suche ich Kraft, sondern um meinen größten Feind zu bekämpfen: mich selbst.

Indianische Weisheit

 

Viele kleine Menschen, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern.

Sprichwort der Xhosa (südafrikanisches Volk)

 

In der Liebe zu einem Menschen, zumal einem Kind, zu einem Wert, zu Gott, der Kunst, der Natur, einer Arbeit, einem großen Stil entsteht eine fundamentale Geneigtheit zu etwas außer mir selbst. Wer Freiheit als Verantwortung lebt, kommt letztlich bei den besten und tiefsten Potenzen an, die in uns Menschen angelegt sind. Bundespräsident

Joachim Gauck (geb. 1940) in „Von der Würde der Unterdrückten“ (Aufsatz, 1993)

 

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

Benjamin Franklin (1706-1790), US-amerikanischer Politiker (gilt als einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika)

 

Wahrlich, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die nicht bloß unsere Philosophen, sondern sogar die gewöhnlichsten Dummköpfe nicht begreifen.

Heinrich Heine (1797-1856), Deutscher Dichter

 

Ein Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite des Meeres.

Japanisches Sprichwort

 

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Lucius Anaeus Seneca (ca. 1 v.Chr.- 65 n.Chr.), römischer Philosoph

 

 

5. Jahrgang (2011)

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

biblische Jahreslosung 2011 aus dem Brief des Apostel Paulus an die Römer 12,21

 

Um klar zu sehen, genügt ein Wechsel der Blickrichtung.

Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller, kam im 2. Weltkrieg als Pilot ums Leben

 

Reise mit leichtem Gepäck durchs Leben, nimm nur mit, was du unbedingt brauchst.

Jerome Klapka Jerome (1859-1927) englischer Autor (“Drei Mann in einem Boot”)

 

Wenn den Menschen Unheil trifft, ruft er Uns an; haben Wir aber sein Unheil von ihm fortgenommen, dann geht er seines Weges, als hätte er Uns nie angerufen.

Koran, Sure 10, Vers 13


Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

Mahatma Gandhi (1869-1948), indischer Rechtsanwalt, rief zum zivilen Ungehorsam gegen die britische Kolonialherrschaft auf.

 

Das menschliche Talent, sich neuen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch jenes übertroffen, ihn zu zerstören.

Theodor Heuss (1884-1963), von 1949 bis 1959 erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

 

Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.

Franz von Assii (1181-1226), italienischer Franziskanermönch, wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt

 

Kärgliches Brot ist der Lebensunterhalt der Armen. Wer es ihnen vorenthält ist ein Blutsauger. Wer einem seine Nahrung nimmt, der tötet seinen Nächsten. Blut vergießt, wer dem Arbeiter den Lohn vorenthält.

aus den biblischen Apokryphen des alten Testaments (Sirach 34, 25-27)

 

Wir sind nicht würdig, einen Vogel singen und eine Sau grunzen zu hören.

Martin Luther (1459–1530)

 

Jesus spricht zu ihnen: „...denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert.“

aus der Bibel (Luk 10,7; vergl. auch: 1. Tim.5,18)

 

 

6. Jahrgang (2012)

Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

biblische Jahreslosung 2012 aus dem Brief des Apostel Paulus an die Korinther (2. Korinther 12,9)

 

Die Welt dreht sich deshalb, weil es Menschen gibt, die mehr tun, als sie tun müssten.

Hermann Gmeiner (1919-1986), östrerreichischer Arzt, Gründer der SOS-Kinderdörfer

 

Wenn ich genau wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

Martin Luther (1459–1530)

 

Wir müssen alle den Gürtel etwas enger schnallen. Das Fatale ist nur, dass jeder an den Gürtel des anderen fasst.

Norbert Blüm (geb. 1935), CDU-Politiker, 1982-1988 Bundesarbeitsminister)

 

O Gott hilf uns, dass wir nicht verachten oder bekämpfen, was wir nicht verstehen.

William Penn (1644-1718), Gründer des Staates Pennsylvania/USA und überzeugter Quäker

 

Geld ist nicht dazu da, um Geld zu vermehren, sondern um Ideen zu verwirklichen Geld ist nicht dazu da, um Geld zu vermehren, sondern um Ideen zu verwirklichen.

GLS-Bank

 

Wir sind in dieser Welt eilige Gäste. Wir sind hier bloß wie in einem Wirtshaus, wo man ein Glas Bier trinkt und dann wieder weiter wandert, heimwärts.

Martin Luther (1459-1530)

 

Macht schneller nur, sie sterben uns sonst dahin! Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910)

Ein Christ soll wenig Worte, aber viele Taten machen.

Martin Luther (1459-1530)

 

Man kann Gott nicht nur mit Arbeit, sondern auch mit feiern und ruhen dienen. Deshalb hat er uns den Sonntag geschenkt.

Martin Luther (1459-1530)

 

 

 

7. Jahrgang (2013)

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

biblische Jahreslosung 2013 aus dem Brief an die Hebräer 13,14

 

Es werden nicht alle, die zu mir sagen „Herr, Herr!“ in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel

aus der Bibel, Matthäusevangelium (Matth. 7,21)

 

Der Worte sind genug gewechselt. Lasst mich auch endlich Taten sehen

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832): Faust, Vorspiel

 

Die Säulen unserer Tradition sind die Erinnerung an die Gnade und die Erinnerung an die Gerechtigkeit. Die Erinnerung an die Gnade allein ohne die Arbeit am Recht lässt die Menschen kindisch und klein bleiben. Die Arbeit an der Gerechtigkeit ohne die Erinnerung an die Gnade lässt uns verzweifeln. Wenn die Kirche Stimme des Rechts wird, dann werden wir die falschen Fragen verlernen und die richtigen lernen. Wir werden uns nicht mehr um falsche Konflikte kümmern und die wichtigen beachten lernen. (…) Sich um das Recht zu kümmern, heißt für die Christen auch, erwachsen zu werden; sich selbst ernst zu nehmen; zu wissen, dass uns die Würde zugemutet ist, mit Gott das Leben zu wärmen; Mitarbeiter Gottes zu sein und nicht nur nackte Spatzenjunge, die den Schnabel aufsperren und nichts anderes erwarten als die göttliche Fütterung.

Fulbert Steffensky (geb. 1933), Professor für Religionspädagogik

 

Reichtum ist wie Mist: Auf einem Haufen stinkt er – gut verteilt bringt er das Land zum Blühen.

attac-Rundbrief 01/13

 

Heißt Gott dienen, in einen Winkel kriechen und niemand raten noch helfen? Wer Gott dienen will, soll unter den Leuten bleiben und ihnen dienen womit er kann.

Martin Luther (1459-1530)

 

Denn auch das ist Gottesdienst: tun was Gott will, ein jeglicher in seinem Stand und Beruf und dem Nächsten in Liebe dienen, auch wenn es durch die geringste Hausarbeit geschieht.

Martin Luther (1459-1530)

 

Die Barmherzigkeit Gottes ist wie der Himmel, der stets über uns fest bleibt. Unter diesem Dach sind wir sicher, wo auch immer wir sind.

Martin Luther (1459-1530)

 

Ein Kompromiss – das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, dass jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.

Ludwig Erhard (1897-1977), Bundeswirtschaftsminister1949-1963

 

Es ist schon alles gesagt worden, nur nicht von jedem.

Karl Valentin (1882-1948), deutscher Komiker

 

Wir sollten jeden Tag wie ein neues Leben beginnen.

Edith Stein (1891-1942), katholische Ordensschwester, Märtyrerin: Opfer des Holocaust

 

Denn Augen haben und Betrachten ist nicht dasselbe.

Augustinus (354-430 n.Chr.), Philosph, Bischof von Hippo Regius (heutiges Algerien)

 

8. Jahrgang (2014)

Gott nahe zu sein ist mein Glück.

biblische Jahreslosung 2014 aus Psalm 73.28

 

Alle Menschen streben gleichermaßen nach Glück. Sie haben lediglich unterschiedliche Vorstellungen davon.
Bernhard von Clairvaux (1090-1153), Zisterzienser-Mönch, Kreuzzugprediger, Mystiker

 

Gehorsam ist etwas Aktives, ein Hören auf die Zeichen der Zeit, aus dem dann die Bereitschaft erwächst, sich für diese Welt zu engagieren.

Anselm Grün (geb. 1945), Benediktinerpater

 

Behalte das Gut, das dir geschenkt worden ist, nicht für dich allein.

Adam von Perseigne (1145-1225), französischer Zisterzienser-Abt

 

Gehe niemals von dir irgendwohin weg, ohne dich mitzunehmen. Gehe niemals von dir irgendwohin weg, ohne dich mitzunehmen.

Bernhard von Clairvaux (1090-1153), Zisterzienser-Mönch, Kreuzzugprediger, Mystiker

 

Es muss eine Stunde am Tag geben, wo der planende Mensch alle seine Pläne vergisst und handelt, als hätte er überhaupt keine.

Thomas Merton (1915-1968), amerikanischer Buchautor, Mönch, Priester

 

Urteilen über die anderen macht blind für die eigenen Fehler.

Anselm Grün (geb. 1945), Benediktinerpater

 

Die Barmherzigkeit Gottes ist wie der Himmel, der stets über uns fest bleibt. Unter diesem Dach sind wir sicher, wo auch immer wir sind. Die Barmherzigkeit Gottes ist wie der Himmel, der stets über uns fest bleibt. Unter diesem Dach sind wir sicher, wo auch immer wir sind.

Martin Luther (1459-1530)

 

Gott hat dir ein Gesicht gegeben, lächeln musst du selber. Kontrolliere es ab und zu.

Altes Sprichwort.Verfasser unbekannt

 

Ein Sonnenstrahl reicht, um viel Dunkel zu erhellen.

Franz von Assisi (1181-1226), italienischer Franziskanermönch, wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt


Macht brauchst du nur, wenn du etwas Böses vorhast. Für alles andere reicht Liebe, um es zu erledigen.

Charlie Chaplin (1889-1977), britscher Komiker, Schauspieler

 

Wir verstehen uns als eine Dienstgemeinschaft, die ihr Selbstverständnis und ihren Auftrag in den christlichen Wurzeln hat. Das Rauhe Haus versteht sich vor diesem Hintergrund als Arbeitgeber, der für verlässliche, sinnstiftende und motivierende Arbeitsbedingungen eintritt.

Diakonisches Selbstverständnis im Rauhen Haus, April 2012

 

9. Jahrgang (2015)

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob

biblische Jahreslosung 2015 aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer (Römer 15,7)

 

Wünsche nicht, etwas anderes zu sein, als was du bist, aber versuche, dies so gut wie möglich zu sein.

Franz von Sales (1567-1622), Fürstbischof von Genf, Mystiker und Schriftsteller

 

Entscheidend ist nicht, welche Methode ich wähle, sondern wie intensiv ich bei einer bleibe.

Anselm Grün, (geb. 1945), Benediktinerpater und Schriftsteller

 

Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird, zerstört die Menschlichkeit in uns.

Immanuel Kant (1724-1804), Philosoph, Rektor der Universität Königsberg

 

Wer mit offenen Augen durch die Welt wandert, kann Gott in jeder noch so kleinen Blume entdecken.

Thomas von Aquin (1225-1274); Dominikanermönch und bedeutender Kirchenlehrer

 

Du darfst auf keinen Fall deinen inneren Frieden verlieren, auch dann nicht, wenn die ganze Welt aus den Fugen zu geraten scheint.

Franz von Sales (1567-1622), Fürstbischof von Genf, Mystiker und Schriftsteller

 

Wer nicht wahrnehmen will, kann auch nicht wahrhaben, was ist.

Anselm Grün, (geb. 1945), Benediktinerpater und Schriftsteller

 

Die zehn Gebote haben 279 Wörter. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung hat 300 Wörter. Die EU-Verordnung zur Einfuhr von Karamellbonbons hat 25.911 Wörter.

Wirtschaftsblatt@ohneworte (vom 25. Juli 2015)

 

Der Herr sieht nicht so sehr auf die Größe der Werke, als auf die Liebe, mit der sie getan werden.

Theresa von Avila (1515-1582), katholische Nonne (Karmelitin) heilig gesprochen

 

Wenn man jemandem alles verziehen hat, ist man mit ihm fertig.

Sigmund Freud (1856-1939); österreichischer Psychoanalytiker

 

Bittet, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe.

aus der Bibel, Matthäusevangelium (Matth. 24,20)

 

Zwar glauben nicht alle Deutschen an Gott, aber alle an die Deutsche Bundesbank.

Jacques Delors (geb 1925) französischer Politiker, 1985-1995 Präsident der EU-Kommission)

 

 

 

 

 

 

10. Jahrgang (2016)

 Wenn du heute denkst wie gestern, hast du einen Tag verloren.

Elzar Benyoëtz (geb. 1937), israelischer Lyriker

 

Wie der Löwe das Wild in der Steppe frisst, so fressen die Reichen die Armen.

aus den biblischen Apokryphen (Sirach 13,23)

 

Angst frisst die Seele auf.

Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) Film-Regisseur

 

Herzlosigkeit ist der größte Herzfehler.

altes deutsches Sprichwort

 

Wer nirgends dazugehört, findet auch nirgendwo eine Heimat.

aus Publik-forum 24/2015

 

Regen vorhersagen kann jeder. Archen bauen, das zählt!

Indisches Sprichwort

 

Höre nie auf anzufangen, fange nie an aufzuhören.

Marcus Tullis Cicero, 106-43 v.Chr., römischer Philosoph

 

Die meisten Menschen auf dieser Welt sind keine Deutschen.

Jan Techau, Direktor der europäischen „Denkfabrik Carnegie Europe“ in Brüssel

 

Früher war auch die Zukunft besser.

Karl Valentin, 1882-1948 (Komiker)

 

Es hat ein Christentum im Abendland nie gegeben, sonst wären von dort nicht immer wieder die schlimmsten Kriege ausgegangen.

Mahatma Gandhi

 

Man kann den Regenwald auch solarbetrieben mit Kettensägen abholzen.

Hans-Peter Dürr, Physiker, Umwelt- und Friedensaktivist

 

Wenn das Herz blind ist, hilft auch das schärfste Aug nicht.

Abbas Khider, irakischer Schriftsteller

 

 

 

11. Jahrgang (2017)

Jedes Ding hat drei Seiten: eine positive, eine negative und eine komische. 

Karl Valentin (1882-1948), Münchener Komiker

 

Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern die am besten auf Veränderungen reagiert.

Charles Darwin (1809-1882), britischer Naturforscher

 

Die sieben Todsünden unserer Zeit sind:

Reichtum ohne Arbeit

Genuss ohne Gewissen

Wissen ohne Charakter

Geschäft ohne Moral

Wissenschaft ohne Menschlichkeit

Religion ohne Opfer

Politik ohne Prinzipien

Dalai Lama

 

Als die Weißen nach Afrika kamen, hatten wir das Land und sie die Bibel. Dann lehrten sie uns, mit geschlossenen Augen zu beten – und als wir die Augen wieder öffneten, hatten sie das Land und wir die Bibel.

Jomo Kenyatta (1893-1978), kenianischer Staatsmann

 

Gewiss ist es unsere Verpflichtung, die Rolle des „Barmherzigen Samariters“ für alle diejenigen zu übernehmen, die am Wege liegengeblieben sind, aber das ist nur der Anfang. Eines Tages müssen wir begreifen, dass die ganze Straße nach Jericho geändert werden muss….Wahre Solidarität ist mehr als die Münze, die man dem Bettler hinwirft. Sie ist nicht so zufällig und gedankenlos. Sie kommt zur Einsicht, dass ein Haus, das Bettler hervorbringt, umgebaut werden muss.

Martin Luther King, amerikanischer Baptistenpastor (1929-1968)

 

Sie werden es nicht glauben, aber es gibt Staaten, die von den Klügsten regiert werden; das ist bei den Pavianen der Fall.

 Konrad Lorenz (1903-1989), österreichischer Zoologe

 

Die Politik ist angeblich das zweitälteste Gewerbe. Es ist mir klar geworden, dass es eine sehr große Ähnlichkeit mit dem ältesten Gewerbe besitzt.

Ronald Reagan (1911-2004), ehemaliger Präsident der USA

 

Mit den Europa-Verhandlungen ist es wie mit dem Liebesspiel der Elefanten: Alles spielt sich auf hoher Ebene ab, wirbelt viel Staub auf – und es dauert sehr lange, bis etwas dabei herauskommt.

Willy Brandt

 

Einwanderer erhalten von der Einreise an Integrationsangebote, zumal Deutschland recht kompliziert ist mit gesetzlichen Ladenöffnungszeiten, drei verschiedenen Mülltonnen und dem Preissystem der Deutschen Bahn.

Otto Schily, Bundespolitiker (SPD), geb. 1932

 

Die Menschheit ist grob in drei Kategorien zu unterteilen: Die wenigen, die dafür sorgen, dass etwas geschieht: die vielen, die zuschauen, wie etwas geschieht; und die überwältigende Mehrheit, die keine Ahnung hat, was überhaupt geschieht.

Karl Weinhofer, Bundespolitiker der SPD, geb. 1942

 

Die dümmsten Ratten sind die, die das Schiff verlassen, das gar nicht sinkt.

Wolfgang Schäuble, als er noch Finanzminister war

 

Willst was gelten,

mach' dich selten.

Österreichisches Sprichwort

12. Jahrgang (2018)

Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen.

Chinesisches Sprichwort

 

An der Börse sind zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins.

Andre‘ Kostolany (1906-1999) - ungarisch-amerikanischer Börsenexperte

 

Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind.

Mahatma Gandhi

 

Die Erde hat genug für alle, nur nicht für die Gier des Menschen.

Mahatma Gandhi

 

Finsternis kann keine Finsternis vertreiben, das gelingt nur dem Licht. Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.

Martin Luther King

 

Nie wird soviel gelogen wie vor Wahlen, im Kriege und nach der Jagd.

Otto von Bismarck (1815-1898)

 

Meines Erachtens hat die Kirche weder Ja noch Nein zu sagen, sondern ausschließlich Amen.

Konrad Adenauer, deutscher Bundeskanzler von 1949-1963, (1876-1967)

 

Irren ist menschlich. Jemand anderen zu beschuldigen, ist Politik.

Hubert H. Hamphrey (1911-1978; amerikanischer Politiker)

 

Wenn der Sozialismus ein Experiment ist, warum hat man ihn dann nicht zuerst an Mäusen ausprobiert?

Richard Schröder (Bundespolitiker und Philosoph) geb. 1943

 

Intrigen sind das Nebengeräusch der Politik.

Kurt Biedenkopf, (CDU), ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen, geb. 1930

 

Ein Finanzminister kommt mit einem ganz beschränkten Wortschatz aus: Er muss vorzugsweise Nein sagen können.

Hans Eichel, geb. 1941, ehemaliger Bundesfinanzminister (SPD)

 

Ich liebe Politiker auf Wahlplakaten. Sie sind tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.

Loriot, Karikaturist und Regisseur (1923-2011)

 

13. Jahrgang (2019)

Gute Politiker und gute Schauspieler haben eines gemeinsam: sie müssen gehen, solange das Publikum noch klatscht.

Philipp Rösler, ehemaliger FDP-Vorsitzender (geb. 1973)

 

Irren ist menschlich. Jemand anderen zu beschuldigen ist Politik.

Hubert H. Humphrey (1911-1978), amerikanischer Politiker

 

Wenn es Politikern die Sprache verschlägt, halten sie eine Rede.

Friedrich Novottny, geb. 1929, Journalist und Fernsehindendant

 

Eine große Koalition ist so beweglich wie ein Stachelschwein beim Liebesakt – nur eben nicht so produktiv.

Gunda Röstel, geb. 1942, Bundespolitikerin von Bündnis 90/Die Grünen

 

Es stört mich nicht, was meine Minister sagen, solange sie tun, was ich sage.

Margaret Thatcher, (1925-2013) britische Premierministerin

 

Ich kann mich nun wirklich nicht selbst bevölkerungspolitisch betätigen.

Reinhard Marx, Kardinal und Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz, geb. 1953

 

Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst genommen.

Konrad Adenauer (1876-1967), erster deutscher Bundeskanzler von 1949 bis 1963

 

Als Ministerialrat braucht der Mensch eine Ausbildung und ein möglichst gutes Examen. Minister hingegen kann jeder werden.

Helmut Markwort, 1993-2010 Chefredakteur des "Focus"

 

Hätte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt, dann wäre sie heute noch nicht fertig.

George Bernard Shaw (1856-1950), Irischer Dramatiker

 

Die größte Drogenszene ist das Oktoberfest in München.

Jürgen Trittin, Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), geb. 1954

 

Die Politiker in Deutschland stehen zurzeit in einem großen Verdrängungswettbewerb. Allerdings nicht untereinander – sie verdrängen gemeinsam die Realität.

Lothar Späth, 1937-2016, Ministerpräsident a.D. und Manager

14. Jahrgang (2020)

Staatskunst ist die kluge Anwendung persönlicher Niedertracht für das Allgemeinwohl.

Abraham Lincoln, amerikanischer Staatsmann, 1809-1865

 

Wir haben zwei Probleme: erstens uns selbst und zweitens die Realität.

Joschka Fischer, Politiker von Bündnis 90/Die Grünen, geb. 1948

Nachwort

 Haben Sie den passenden Ausspruch gefunden, den sie für die Widmung in ein Buch oder eine Glückwunschkarte gesucht haben? Das würde mich freuen. Und wenn Sie einen Ausspruch „auf Lager“ haben, der in dieser Auflistung nicht vorkommt und der Ihnen für das DAGS-Informationsblatt als passend erscheint, dann würde ich mich freuen, wenn Sie mir diesen mitteilen würden.

 

Sie finden mich bei BookRix unter „KlaRaMar“ oder per Email unter klaus-rainer.martin@gmx.net

 

Und wer mehr über DAGS und seine Aktivitäten erfahren oder die Informationsblätter der letzten zehn Jahrgänge kennenlernen möchte, kann dies tun über

 

www.dags-konvent.de

 

Impressum

Tag der Veröffentlichung: 20.03.2016

Alle Rechte vorbehalten

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