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Kapitel 1




Als Claire klein war, hatte sie komische Träume. Immer träumte sie das Selbe; Sie wurde gestalkt, ihre Eltern werden vor ihren Augen ermordet. Jedes Mal wachte sie unter Tränen auf.


Nun waren fünfzehn Jahre vergangen. Claire war einundzwanzig, ähnelte ziemlich ihrer Mum.
Ihre wilden braunen Locken standen nach allen Seiten ab, als sie vorm Spiegel stand und sich schminkte. „Schatz, kommst du runter? Es gibt essen.“, wurde sie von ihrer Mum Amy gerufen. „Gleich, Ma!“ Schnell tuschte sie sich die Wimpern, flitzte sich dann in die Küche und setzte sich an den Küchentisch.
„Sag mal, was ist eigentlich aus deinen schlimmen Träumen geworden?“, fragte Mikel, ihr Vater, der zu ihrer Rechten saß.
„Fang nicht schon wieder damit an!“ Claire wurde laut.
„Träumst du was Gutes oder immer noch was Böses?“, bohrte Mikel nach.
„Mikel, lass sie doch, wenn sie nicht darüber reden will! Mensch!“ Amy mischte sich ein, dann schaufelte sie jedem Suppe in die Schüssel.
Nach dem Essen stapfte Claire zurück in ihr Zimmer, legte sich mit ihrem Laptop aufs Bett. Sie loggte sich bei Facebook ein, chattete ein Wenig mit ihren Freunden, bevor ihr auffiel, dass ihre Webcam irgendwie an war. Was war los?
Schnell schloss sie den Laptop, ohne sich auszuloggen. Ihr Handy klingelte.
„Hallo?“, meldete sie sich mit zitternder Stimme.
„Hallo meine Süße. Du bist so wunderschön.“ Eine männliche Stimme, die Claire nicht kannte, sprach zu ihr. „Wer bist du?“ Die Angst wurde größer. Auf einmal schrie ein Mädchen im Hintergrund. Zwar leise, aber man konnte es hören.
„Hilfe! Lass mich los! Mami!“ In dem Moment schossen Claire zu viele Dinge durch den Kopf. Sie wurde gestalkt, ihr Dad hakt nach den Träumen, ihr Stalker ruft sie an...
„Hälst du die Klappe, Schlampe!? Sonst tu ich dir weh!“ Der Junge wurde laut, sehr laut, legte danach einfach auf. Ihre innere Stimme forderte sie dazu auf, etwas zu unternehmen, aber was?
Sie stand auf, lief zu Amy. „Ma, ich habe gerade einen seltsamen Anruf bekommen.“
„Was?! Von wem?!“ „Nummer unbekannt. Ich hab Angst. Im Hintergrund hat ein kleines Mädchen um Hilfe gerufen...“ „Wir gehen zur Polizei gehen und die Nummer verfolgen. Jetzt gleich.“ Sie stiegen in den kleinen Smart, dann fuhren sie los.

- Bei der Polizei:

„Okay. Erzählen sie mir die ganze Geschichte.“, forderte einer der Beamten Claire auf.
Sie erzählte ihm, wie ihre Webcam auf einmal an war und von dem Anruf.
„Hm. Kennen Sie denn die Nummer?“ „Nein. Die Handynummer stand da auch nicht, sondern nur 'unbekannter Anrufer' oder so was.“
„Wir werden versuchen die Nummer zu verfolgen und den Stalker ausfindig zu machen.“
„Vielen Dank.“ Amy und Claire verabschiedeten sich von dem Beamten mit Händeschütteln, setzten sich ins Auto und fuhren los.
„Mum, ich hab Angst. Ich habe gehört, manche Stalker werden zu Mördern... Von meiner ehemaligen Freundin wurde durch ihren Stalker ihre Mum getötet.“
„Scheiße! Hör auf an so was zu denken Claire!“
„Aber...“ „Kein Aber. Da passiert nichts, wenn die Polizisten die Nummer verfolgen können.“
Sie waren daheim angekommen, sofort stürzte Claire sich in ihr Zimmer, klappte den Laptop auf um nachzusehen, ob die Webcam immer noch an war. Das war sie.
Wieder klingelte ihr Handy. „Hallo Süße. Warum warst du denn bei der Polizei?!“ Es war der Stalker.
„Wer bist du?!“, Claire zitterte, „Sag mir endlich wer du bist verdammt!“ „Pscht. Nicht so laut. Die Kleine schläft.“ „Was willst du von mir?!“ „Äh... dich? Du bist so verdammt hübsch. Deine Titten auch. Wow.“ „Lass mich in Ruhe!“ „Komm mal auf die Terrasse.“ „Nein!“ „Komm!“
„Nein!“ Leise tapste Claire doch auf durch den Flur, legte auf. Auf der Terrasse stand ein Mann mit Skimaske, der Mikel ein Messer vor die Kehle hielt. „Scheiße!“, rief Claire und blieb in der Terrassentür stehen. „Ich soll dich doch in Ruhe lassen, richtig?! Dann pass auf.“ Er nahm das Messer, stach es ihrem Dad in Bauch. Blut strömte aus der Wunde, er ließ ihn auf den Boden sacken. Claire rannte zu ihm. „Daddi. Nicht sterben. Du hältst das durch. Halte durch!“
Der Mann mit der Skimaske war verschwunden. Sie rief den Notarzt, der auch nach fünf Minuten oder so kam. Doch da war ihr Vater schon verblutet. Sie fuhren ihn mit einem Laken über ihm auf einer Liege davon.
Claire stand da, Amy nahm sie in den Arm, beide weinten.


Kapitel 2




Am nächsten Tag wurde Claire wieder angerufen. „Ich liebe dich so. Warum soll ich dich in Ruhe lassen?! Ich will dich so sehr!“ „Lass mich und meine Familie in Ruhe! Und meine Freunde!“
„Bist du dir sicher, dass ich nicht wieder... jemandem... wehtun könnte?“
„Nein! Lass sie in Ruhe! Nimm mich!“ „Da bin ich schon sehr mit zufrieden. Komm morgen auf die Party, ich werde da sein. Nimm deine Mum mit, betrinkt euch auf meine Kosten. Dann macht ihr, was ich euch sage oder einer von euch beiden stirbt, was ganz sicher nicht du bist.“
Er hatte einfach aufgelegt. Warum sollte Claire sich auf seine Kosten betrinken? Wo war diese Party überhaupt?!
Sie lief in der Stadt herum, um Luft zu schnappen, da fiel ihr ein Plakat auf dem stand:
Heute riesige Party auf dem Platz vor dem Wald, mit viel Alk und harten Drogen. Nichts für jedermann. Auch Shisha ist dabei. Eintritt kostenlos und ab achtzehn Jahren. Ab 23:00Uhr.
Veranstalter unbekannt.
Da war also die Party. Sollte Claire dort hin, oder nicht? Sie entschied sich für Ja.
Schon war sie auf dem Sprung in ein Kleidergeschäft, probierte etliche Kleider an, entschied sich für ein langes, rotes, seidenes Kleid, dazu rote Pumps.
Sie bezahlte, bevor sie schnell nach Hause lief.
„Mum, wir müssen heute Abend auf eine Party! Der Stalker erwartet uns da.“, schrie sie, als sie die Tür aufriss. „Was?!“ „Ja. Er hat mich mal wieder angerufen. Ist eigentlich etwas von der Polizei da?“ „Ja. Schlechte Nachricht. Die Nummer ging zu einem Einweghandy.“
„Shit! Okay, dann gehen wir da heute auf die Party. Er hat gesagt, wir sollen uns auf seine Kosten betrinken.“ „Ehm... okay... Gehen wir hin?!“ „Also denke schon. Aber betrinken nicht so... du auf keinen Fall Ma.“ Amy begann zu Grinsen. „Okay... Wann ist die Party?!“ „23 Uhr. Ich bin in meinem Zimmer, wenn was ist, ruf einfach.“ „Jap.“ Mit diesen Worten drehte sich Claire um und ging in ihr Zimmer.

-Auf der Party:

Claire sah sich mit weichen Knien um, als ein junger Mann auf sie zu kam. Blassblaue Augen, blonde kurze Haare, Smoking. Hübsch war er.
„Hallo, ich bin einer der Veranstalter, Stefan.“ „Hallo. Sehr erfreut. Wo kann man hier erstmal schön einen Cocktail trinken?“, fragte Amy den Veranstalter. „Dort, an der Bar.“ Stefan führte Amy.
an die Bar, unterhielt sich ein Wenig mit ihr. Claire ging weiter auf die Tanzfläche.
Sie merkte, dass sie beobachtet wurde, drehte sich um.
„Hi. Lust zu tanzen?“, fragte ein Junge, um die zwanzig. Groß, ebenfalls blond.
Es lief das Lied „Flightless Bird“, eines von Claire's Lieblingsliedern.
„Wie heißt du eigentlich?“, fragte Claire während sie weiter tanzten.
„Logan. Und du?“ „Claire.“ „Komm, gehen wir was trinken, Claire.“
Er nahm sie bei der Hand und lief mit ihr an die Bar. Sie tranken viel Alkohol, sogar zu viel.
Claire war so betrunken, dass sie kaum noch stehen konnte.
Sie lachte ununterbrochen. Logan auch, doch er war nicht so arg betrunken wie Claire.
Logan stand auf, nahm Claire mit hinter das Partyzelt, in den Wald, tief hinein.
Dort standen sie nun allein. Logan ging ganz nah an sie ran, küsste sie. „Claire, nicht!“, rief eine weibliche Stimme aus dem Wald heraus. Claire sah sich um. Nichts. Nur Dunkelheit, Logan und Bäume. Der Ruf ertönte mehrmals. Je weiter sie in den Wald gingen, desto deutlicher wurde er.
Auf der Party konnte ihn niemand hören, dafür war die Musik dort zu laut.
„Wer ist da?!“, rief Claire zurück. Es ertönte ein Schuss.
Logan und Claire rannten dorthin, wo sie vermuteten, den Schuss gehört zu haben.
Dort kam er auch her. Eine kräftiger gebaute Frau war einen Baum gefesselt, der Kopf gesenkt.
Durch ihr Kleid, dass sie trug, konnte man eine Wunde erkennen, aus der Blut floss.
„Sie blutet. Ich binde sie los.“, sagte Logan und band die Frau los. Sie sackte auf dem Boden zusammen, lag nur noch da und hielt sich die Wunde zu.
Es war Amy, doch Claire war zu betrunken um dies zu bemerken.
„Ist das nicht deine Ma?“ „Weiß ich doch nicht.“
„Sie verblutet!“Er nahm sein Handy und wählte die Nummer vom Notarzt. Der kam auch schnell, denn er war schon auf der Party, da einige so stark betrunken waren, dass sie sich halb zu Tode prügelten. Amy war verblutet, als der Arzt ankam. Wieder schoben sie einen Elternteil tot an ihr vorbei, doch sie merkte es nicht einmal.
„Komm, Claire, du kannst mit zu mir kommen. Bei mir schlafen und so.“
„Ich komm gerne.“ Er nahm sie auf die arme, trug sie am Partyzelt vorbei zu einem kleineren Haus.
Er drückte die Tür auf, schlängelte sich durch den Flur, bog dann in ein Zimmer, auf dessen Bett er Claire ablegte. Claire war schon in kürzester Zeit eingeschlafen. Logan deckte sie zu, ging zur Tür.
Bevor er jedoch in sein Zimmer ging, drehte er sich um und hauchte: „Es tut mir leid. Schlaf gut.“


Kapitel 3


Als Claire aufwachte, sich streckte, wusste sie nicht, wo sie aufgewacht war, geschweige denn, was gestern auf der Party passiert ist. Sie schlug die Decke von sich, sprang aus dem Bett, rannte in den Flur, wo sie auch schon Logan begegnete.
„Wer bist du?! Wo bin ich?!“ „Du kannst dich an gar nichts mehr erinnern, oder?“
„Sonst würde ich nicht fragen, oder?! Scheiße, mein Schädel brummt!“
„Warte kurz.“ Er reichte ihr ein Glas mit aufgelöster Aspirintablette.
„Also, ich bin Logan, einer der Veranstalter der gestrigen Party.“ „Und warum bin ich hier bei dir und nicht bei mir?“ „Du warst gestern so betrunken, da hab ich dich mit zu mir genommen und ins Bett gelegt, dann bist du auch schon eingeschlafen...“
„Danke, Logan. Habe ich gestern irgendetwas dummes angestellt, als ich so betrunken war?“
„Nein. Wir haben uns geküsst, dann haben wir im Wald einen Schrei, dann einen Schuss gehört.
Eine kräftiger gebaute Frau wurde erschossen. Ich glaube, die Ärzte sagten irgendetwas von einer gewissen Amy.“ „Pandler?!“, fragte Claire, sie schrie beinahe. „Kann sein... bin mir aber nicht sicher.“ „Scheiße! Ich muss zu mir und sicher gehen! Kannst du bitte mitkommen?“
„Klar.“ Gemeinsam fuhren sie zu Claires Haus, wo sie auch sofort zur Tür sprintete, diese aufschlug. „Mum?“, schrie sie durch's ganze Haus, „Mum?!“
Claire's Handy klingelte. „Ha-hallo?“, meldete sie sich mit zitternder Stimme.
„Schönheit. Deine Mum ist nicht da, ich hör dich rufen. Du bist nun allein. Ganz allein, so wie ich.
Wegen deiner Eltern!“ Der Stalker legte auf.
Claire warf einen Stuhl um, sackte dann weinend auf dem Boden zusammen.
Auf den Knien saß sie da, den Kopf in die Hände gestützt, weinend.
Logan kam auf sie zu. „Oh mein Gott. Was ist passiert?“ „Die Frau, die erschossen wurde, Amy Pandler, das war meine Mum.“ Logan kniete sich neben sie, nahm sie in den Arm.
An seiner Schulter weinte sie sich aus, er streichelte ihren Rücken, küsste ihren Kopf.
Sie blieben dort sitzen, bis es Nacht war.
„Willst du hier bleiben mit mir?“, fragte Claire mit verheulter Stimme.
Sie schluchzte noch immer. „Klar, kann ich machen.“ Logan und Claire gingen in ihr Zimmer, legten sich zusammen auf ein Bett. Claire kuschelte sich an ihn, er ließ es zu. „Danke.“,hauchte sie, bevor sie einschlief.

- Morgens

Als Claire aufwachte, lag Logan immer noch neben ihr. Er schlief.
„Man, er ist so nett, fürsorglich und total heiß.“ Verschlafen tapste sie in die Küche, machte sich einen Café und setzte sich auf den Küchentresen. Wenig später kam auch Logan aus ihrem Zimmer.
„Morgen.“, brummte er und gähnte lautstark. Er stand direkt vor Claire, sah sie direkt an.
„Danke, dass du hier geblieben bist.“, flüsterte sie. „Gerne.“
Claire stellte sich vor ihn, ging auf die Zehnspitzen und küsste ihn. Einfach so.
„Nein, echt. Danke.“ Er drückte sie an sich, küsste sie ebenfalls.
Etwas später saßen sie zusammen am Tisch und frühstückten, redeten, lachten.
„ich bewundere dich, Claire. Wie du mit all den Sachen umgehst, die passiert sind.“, sagte Logan.
Claire sah ihn schief an. „Du kennst doch nicht die ganze Geschichte! Ich hab' sie dir nie erzählt!“
„Dann klär' mich auf. Ich bitte darum.“ Er nahm ihre Hand, hielt sie, als Claire ihm die Geschichte erählte mit dem Stalker, ihrem Dad, ihrer Mum, einfach allem. Danach brach sie in Tränen aus.
Logan umarmte sie, tröstete sie. Jedenfalls versuchte er es.
„Wir werden diesen Stalker finden! Ich schwöre es!“, flüsterte er ihr ins Ohr, gab ihr einen Kuss.
Dann klingelte es an der Tür, Logan öffnete sie.
Eine wunderhübsche Frau stand nun vor ihm und grinste böse. „Hallo Logan.“

Kapitel 4


Die Frau war anscheinend eine Freundin von Logan, denn sie umarmte ihn.
„Ist dieses Mädchen auch hier?!“, fragte sie dann.
„Ja. Das ist ihre Wohnung...“ „Bring mich zu ihr. Bitte.“ Er führte sie zu Claire.
„Hallo, Claire. Ich bin Josefin und will dir helfen, deinen Stalker ausfindig zu machen.“
Claire schluchzte, bevor sie Josefin ansah. Sie war dürr, hatte knall pinke Haare und Plateauschuhe, welche sie sehr groß wirken ließen.
„Warum willst du das tun?“ „Weil ich auch mal gestalkt, dann vergewaltigt wurde. Es fing genau so an, wie bei dir...“ Josefin erzählte ihr die ganze Geschichte.
„Das tut mir leid...“, sagte Claire, als Josefin fertig war.
„Muss es nicht, Süße. Aber ich will nicht, dass das dir auch passiert. Du, ähm... Logan?!“
„Ja?“, Logan meldete sich aus der Küche. „Claire übernachtet heute bei mir. Ich bring sie morgen wieder her.“ „Was?!“ Claire mischte sich ein. Immerhin, sie wurde nicht gefragt.
„Da kann ich dich beschützen, besser als dieser Vollpfosten mit dem Namen Logan!“
„Aber ich will bei Logan bleiben!“ „Claire, verstehst du nicht, dass du bei ihm nicht sicher bist?!“
„Woher willst du das bitte wissen?!“ Claire stand wütend auf, ging auf Logan zu. Er nahm sie in den Arm. „Bei mir hat das Ganze genauso angefangen wie bei dir!“
„Claire, bleib doch heute mal bei Josi. Sie hat das alles durchgemacht....“, riet ihr Logan.
„Aber...“ Er legte seinen Finger auf ihre Lippen, küsste sie. „Morgen bist du dann wieder hier, ja?“
Claire stapfte mit einem Seufzer die Tür raus, gefolgt von Josefin.

Als sie in Josefin's Wohnung waren, schien irgendetwas merkwürdig.
Claire hörte einen laufenden Fernseher.
„Babe! Claire ist nun hier.“, rief Josefin durch die Wohnung, die eigentlich sehr schön aussah, jedenfalls sehr ordentlich.
Ein maskierter Mann stand direkt vor Claire. Ihr Atem stockte, ihr Herz schien ihr fast aus der Brust zu springen.
„Danke, Baby. Wenn ich mit ihr fertig bin, kriegst du dein Geld!“ Josefin grinste sie an, ging dann weiter und verschwand in einem der Zimmer.
Der Mann nahm ein Messer hervor, Josefin kam mit einer Kamera. Er begann auf Claire einzuprügeln, sie auszuziehen. Alles lief mit der Kamera mit.
Claire schrie einige Male, doch es nützte nichts, er hörte nicht auf.
„Hör auf! HÖR AUF!“, schrie sie, dann wurde ihr eine Spritze in den Arm gestochen. Claire war betäubt worden.
Einige Stunden später wachte sie auf. Sie war angekettet an ein Bett, konnte sich kaum rühren.
Die Kamera stand auf der Komode, gegenüber vom Bett, sie lief.
Claire versuchte sich von den Ketten loszureißen. Vergeblich.
Schreien konnte sie nicht, denn ihr Mund war zugeklebt. Die Tür öffnete sich, der maskierte Mann trat ein.
„Hallo meine Schönheit.“ Er streichelte über ihren Kopf, ihre Wangen, grabschte an ihre Busen.
„Eine falsche Bewegung und du bist tot, ja?! Hast du das verstanden?!“
Er schloss die Ketten auf, zog ihr das Band vom Mund ab. Claire sah ihn verwundert an, stieß ihn dann weg und rannte los.
Sie war barfuß, doch das interessierte sie im Moment nicht, denn sie musste abhauen. Wieder zu Logan, oder jedenfalls irgendwo hin, wo der Stalker sie nicht finden würde.
Claire sah sich um, fing ein paar Blicke auf, rannte weiter, verschwand in einem kleinem Wäldchen, indem eine kleine Hütte stand. Sie klopfte dagegen. „Hallo, ist da jemand?!“
Ein alter Mann machte die Tür auf und bevor er „Hallo“ oder so was sagen konnte, begann Claire zu sprechen. „Kann ich bitte reinkommen? Ich werde gestalkt und bin gerade abgehauen! Ich muss irgendwo rein, bitte!“ Claire ging die Puste aus, ihre Lungen brannten wie Hölle.
„Aber natürlich. Komm rein.“ „Dankeschön.“, sagte Claire höflich und ließ sich auf das Sofa plumpsen. Sie zückte ihr Handy, wählte Logans Nummer.
„Ja?“, meldete sich Logan. „Logan, Gott sei Dank, Josefin wurde vom Stalker beauftragt, mich zu ihm zu bringen. Dort war ich an einem Bett gefesselt...“ Sie erzählte ihm die ganze Geschichte.
„Oh mein Gott. Wo bist du?!“ „In so einem kleinen Wäldchen...“
Der Mann mischte sich ein. „Nähe Parkerstreet. Wenn er es nicht findet, soll er nach Rudolf fragen.“ „Du sollst einfach nach Rudolf fragen, dann findest du mich. Aber beeil dich bitte!“
„Mach ich. Tschau.“ Logan hatte aufgelegt, Claire musterte den alten Mann genauer.
Er hatte einen etwas längeren Bart, kurze, weiße Haare und so den üblichen Kleidungsstil von älteren Leuten. „Danke, dass sie mich reingelassen haben. Echt, vielen Dank.“
„Ich helfe doch gerne. Kleines, darf ich wissen, wie du heißt?“
„Claire Pandler.“ „Oh. Heißt dein Vater Mikel?“ „Ja, kennen sie ihn?!“
„Kennen, ja. Er war mein Schüler, damals, als ich noch Lehrer war. Er war ein sehr begabter Zeichner.“ Claire kullerten nach und nach Tränen aus den Augen.
„Kleines, warum weinst du?“ „Daddi wurde ermordet, genau wie meine Mum!“
Er reichte ihr ein Taschentuch. „Das tut mir leid...“
Es klopfte an der Tür, er machte sie auf. Logan stand da.
„Danke, Mister...“, wollte sich Logan bedanken, als Claire ihm um den Hals sprang.
„Rudolf, nenn mich Rudolf.“ Der Mann zwinkerte.
„Danke Rudolf.“ „Nichts zu danken.“, sagte er, winkte, schloss dann die Tür.
„Was genau sollen wir jetzt tun?! Denkst du, er findet dich?!“
„Ich weiß nicht, aber wir müssen auf jeden Fall raus aus der Stadt!“
Sie fassten den Entschluss, weg zu fahren, ganz weit weg und rannten erst einmal zu Claire's Haus.

Kapitel 5


„Fährst du mich irgendwo hin?!“ Claire war ziemlich aufgewühlt, packte irgendwelche Klamotten in ihre Tasche.
„Klar doch.“ Schon saßen sie im Auto, fuhren vier Stunden am Stück, bis sie in irgendeiner kleinen Stadt landeten.
„Suchen wir uns ein Hotel in dem wir übernachten. Ich bin müde.“ So sah Logan auch aus.
„Klar. Da ist eins!“ Sie checkten ein, nahmen ein Zimmer mit Doppelbett.
Claire schlief sofort ein, nachdem sie sich auf's Bett gelegt hatte, Logan sah noch ein wenig fern.
Es klopfte an der Tür. „Zimmerservice!“, rief eine rauchige Stimme.
Logan machte die Tür auf. Vor ihm stand ein maskierter Mann, der ihn ins Zimmer stieß und auf die schlafende Claire zuging. Bevor der Mann jedoch Claire anfassen konnte, zückte Logan sein Pfefferspray und sprühte es dem Mann in die Augen.
Logan nahm Claire auf die Arme, rannte mit ihr den Flur entlang zum Auto.
Dort legte er sie auf die Rückbank und raste los.
Nun wachte Claire auf. „Was ist passiert?!“ „Der Mann... er kam ins Zimmer, gab sich als Zimmerservice auf. Er wollte dich anscheinend... wieder mitnehmen, ich hab ihm Pfefferspray in die Augen gesprüht!“ „Ach du Scheiße!“ „Jetzt müssen wir hier weg, schnell!“
Nach sechs Stunden fahrt blieben sie an einer Tankstelle stehen. Logan kaufte etwas kleines zu Essen und etwas zu Trinken, dann fuhren sie weitere drei Stunden.
„Wo sind wir?“ „Ich hab keine Ahnung...“
Sie waren in irgendeiner kleinen Ortschaft gelandet, die nicht sehr einladend aussah.
Doch immerhin war hier ein Campingplatz, auf dem sie parken konnten.
„Ich hab Angst!“ Claire's Hand zitterte, als sie Logan's Hand nahm.
Ihre Angst war ihr deutlich anzusehen, denn sie sah sich ständig um.
„Kann ich verstehen....“ Logan atmete tief durch, bevor vor einem alten Haus stehen blieb und an die Tür klopfte. Ein kleines Mädchen öffnete ihnen die Tür, rannte dann davon, rief ihre Mum, ehe sie wiederkam. „Wollt ihr reinkommen?“ Die beiden sahen sich an, ehe sie dann ins Haus eintraten.
„Mama. Wir haben Besuch!“ Die Kleine schien fröhlich, denn sie sprang umher.
„Ah. Claire, richtig?“ „Eh... woher wissen sie meinen Namen?“ „Ich bin die Stiefschwester deiner Mum, Harriet.“ „Oh... okay...“ „Setzt euch doch. Wollt ihr etwas trinken? Wir haben Cola, Wasser, 7Up...“
Claire ließ sich auf's Sofa plumpsen, genau wie Logan.
„Ehm... 7up. Und du Logan?“ „Ich auch.“ Herriet brachte ihnen ihr Getränk, dann erzählten Claire und Logan ihr die ganze Geschichte. „Oh. Ihr könnt gerne hier schlafen, ich schlafe auf dem Sofa, ihr könnt in mein Bett.“ „Danke, Herriet.“ „Kein Problem, aber wenn diese eine Frau deine Nummer hat, kann sie euch nicht verfolgen?“ „Oh. Daran haben wir gar nicht gedacht.“
„Ich geb euch mein anderes Handy. Ich hab immerhin zwei.“ „Danke, dann werfe ich das hier weg, sodass wir sie in die Irre führen, aber hat er nicht auch deine Nummer, Claire?“
„Nur Haustelefon, glaub ich, aber vorsichtshalber werfe ich es auch weg.“
Sie taten, was sie gesagt hatten und warfen die Handys in einen Mülleimer, der drei Straßen weiter Stand.
Dann redeten sie noch mit der Stiefschwester von Amy, bis es Nacht wurde und alle schlafen gingen.

Kapitel 6


Claire plagte ein ungutes Gefühl beim Aufstehen, denn als sie ins Wohnzimmer trat, lag Herriet nicht auf der Couch, sie war weg. Hatte das mit dem Stalker zu tun?! Sie hatten doch ihre Handys weggeworfen! Sie lief zurück ins Zimmer, um Logan zu wecken.
„Was?!“, Logan gähnte lautstark. „Herriet ist weg!“ Sofort war er auf den Beinen und folgte Claire ins Wohnzimmer, doch zu Claire's Verwunderung saß Herriet seelenruhig dem Sessel.
„Da sitzt sie doch!“ Er begann zu lachen. „Wie... Moment... du warst doch weg...?“
„Ich habe bei Lisa im Zimmer geschlafen, sie auf dem Sessel... ich war die ganze Zeit hier.“
„Oh verdammt. Ich hab die Kleine gar nicht gesehen...“ Kein Wunder, denn sie lag auf der Couch, die mit dem Rücken zu der Tür stand, aus der Claire vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer gelangt.
„Claire, dich plagt wahrscheinlich der Gedanke, dass der Stalker euch wieder auffindet, hab ich recht?“ „Ja...“ „Wird er schon nicht. Geht mal wieder schlafen, es ist sechs Uhr in der Früh.“
„ich kann nicht mehr schlafen, deswegen bin ich ja aufgestanden.“ „Na ja, dann Logan, geh du wieder schlafen.“ „Werde ich auch tun. Bis dann.“ Da drehte er sich um und ging.
Als er sich auf's Bett legte knarrte es etwas. Claire nahm ihren Mut zusammen, doch die Tränen kamen, sie konnte es nicht verhindern. „Schätzchen, was ist denn?“ „Na... meine Träume von früher... die sind alle wahr geworden!“ Sie setzte sich, weinte lautstark.
„Ach Schätzchen... da kannst du nichts dafür! Das war dieser komische Stalker!“
„Nein! Ich bin schuld! Ich habe sie nicht beschützt vor ihm!“ Herriet nahm sie in den Arm.
„Hör auf dir zu sagen, dass du schuld daran bist! Das warst du nicht!“ „Doch!“
„das war der Stalker! Er hat meine kleine Schwester ermordet! Er nicht du!“
Nun weinte auch Herriet. „Verdammt! Ich habe sie ihm ausgeliefert, als ich gesagt habe, dass er mich in Ruhe lassen soll!“ Claire wurde laut, ja, sie schrie beinahe. „So hat er deinen Dad ermordet, aber deine Mum hat er getötet, als du Logan geküsst hast!“ „Logan hat mir der ganzen Sache nichts zu tun!“ „War nicht seine Freundin die, die dich dem Stalker ausgeliefert hat...?“
Das brachte Claire zum grübeln. Steckte Logan mit dem Stalker und Josefin unter einer Decke?!
„Das kann nicht sein! Das darf nicht so sein! Logan liebt mich!“
Logan stand in der Tür. „Steckst du mit Josefin und dem Stalker unter einer Decke?!“, überrumpelte Claire ihn. „Eh... wie kommst du darauf?!“ „Antworte auf meine Frage verdammt!“
„Natürlich nicht!“ Im nächsten Moment wurde die Tür aufgetreten, Josefin trat ein. „Hallo Harry, danke, dass du sie aufgeklärt hast.“, bedankte sich Josefin.
„Was aufgeklärt...?“ Herriet's Stimme zitterte. „Gute Arbeit Marc.“ Josefin ging auf Logan zu, küsste ihn. „Marc...?“ „Logan's Zwillingsbruder.“ Marc grinste, genau wie Josefin.
Claire wurde nun endgültig der Boden unter den Füßen weggezogen.
Sie sank zu Boden, brach erneut in Tränen aus.
Wie konnte man ihr so etwas antun?! Sie hatte nun niemanden mehr! Sie wusste weder wo Logan war, noch ob er lebte oder tot war.
Ihr wurde wieder eine Spritze in den Arm gerammt, wieder wurde sie betäubt.

- Stunden später

Claire wachte in einem Keller auf, mit dem Armen angekettet an die Wand, und sah sich um.
Es lagen Totenschädel und ein paar Knochen rum, hier und da ein Fleckchen Öl, doch dann sah sie, wie Herriet auf einem Stuhl stand, um ihren Hals war ein Seil gebunden, dass von der Decke herab hing. „Oh mein Gott, Herriet!“, schrie sie. Herriet bangte weinend um ihr Leben.
Ein Schlüssel klimperte, dann wurde die Tür aufgeschlossen, es war Marc.
„Haben meine Damen wohl geruht?!“, fragte er ironisch, grinste hämisch, dann kletterte er auf einen Stuhl und schaltete eine Kamera ein, die in einer Ecke, nahe der Decke positioniert war.
Dann wandte er sich Herriet zu, streichelte ihre Wangen. „War schön mit dir....“
„Nein!“, schrie Claire aus vollem Halse, als Marc den Stuhl unter Herriet's Füßen wegtreten wollte.
Er sah sie an, lächelte fies. „Warum nein?! Sie war diejenige, die dich darauf gebracht hat, mich zu fragen, ob ich mit Josi unter einer Decke stecken würde! Sie hat es verdient!“
Schon trat er Stuhl weg. Herriet hing nun da, ihre Hände versuchten vergeblich das Seil vom Hals loszubekommen, ihr rann die letzte Träne über die Wange, dann hing sie nur noch leblos da.
Erneut brach für Claire eine kleine Welt zusammen, sie begann erneut lautstark zu weinen.
„Nein!“, schrie sie immer wieder, dann hörte sie auch zwei kindliche Stimmen weinen.
Sie sah sich um, bemerkte zwei weinende Mädchen. Eines war Lisa, doch wer war das andere Mädchen?

Kapitel 7


Marc betrat wieder den Raum, aber nicht allein, sondern in Begleitung von Josefin.
Zusammen ketteten sie Claire von der Wand ab, hielten sie aber so fest, dass sie nicht fliehen konnte, dann führten sie sie in ein weiteres Zimmer, in dem Logan, mit dem Kopf in die Hände gestützt, saß. „Logan!“ „Claire.“ Logan wollte aufstehen, doch er war mit der einen Hand am Stuhl fest gekettet. Beiden rannen Tränen über die Wangen, als sie sich nur ansahen.
„Ich... ich wollte das nicht! Ich habe nicht gemerkt, dass du es nicht warst! Es tut mir so leid!“, schrie Claire. „Muss es nicht! Ich konnte nichts dafür!“ „ich bin eben verführerisch, hab ich recht?“, fragte Marc sarkastisch, grinste schief. „Klar.“, schmeichelte ihn Josefin und schmiegte sich an ihn.
„Lasst ihn bitte frei! Bitte!“, schrie Claire. „Das wäre zu einfach.“, sagte Josefin mit hämischen Grinsen im Gesicht. Der Typ mit der Maske trat in die Tür, er ging auf Claire zu.
Sie sah seine blass blauen Augen, seine schmalen Lippen, sonst nichts, nur eine schwarze Skimaske.
„Claire Pandler. Nun stehst du vor mir.“ „Was... willst du.. von... mir!?“ Claire zitterte am ganzen Körper, ihre Stimme bebte, ihr Herz schien ihr fast aus der Brust zu schlagen.
„Was ich von dir will?!“, er lachte, „deinen Tod!“
Jetzt stockte Claire der Atem. Warum wollte dieser Mann sie töten, was hatte sie ihm getan?!
Sie wurde wieder zurück in das andere Zimmer geführt, diesmal jedoch wurde sie nicht angekettet.
„Ich bleibe noch hier.“, bot Marc an. „Okay, aber nicht so lange Baby!“
Josefin sah mich arrogant von oben nach unten an, ging dann und schloss die Tür hinter sich.
„Warum will der meinen Tod!? Was habe ich getan?!“, fragte Claire, sackte auf die Knie.
„Setrick, so heißt er, war wegen deinen lieben Eltern im Knast, jetzt rächt er sich!“
„Aber damit hab ich doch nichts zu tun!“ „Deiner Meinung nach... aber eigentlich ist er wegen einem Vorfall mit dir... im Knast gewesen!“ „Was für ein Vorfall?! Sag's mir!“ „Erinnerst du dich nicht mehr an damals? In dem Waldstück?!“
Marc blickte Claire nun direkt in die Augen.
Nun kamen alle schlechten Erinnerungen hoch.
Damals hatte sich dieser Setrick oder wie auch immer er nun heißen mag, als alter Freund ihres Vaters Mikel ausgegeben, hatte sie in ein kleines Waldstückchen geführt.
Dort hatte er Claire verprügelt und halbtot liegenlassen.
„Oh mein Gott...“, hauchte sie, „er ist... frei...“ Ihr Herz pochte wie verrückt aus Angst.
Marc schloss die Tür hinter sich wieder zu. Draußen, hörte man seine Schritte die Kellertreppe hinauf huschen. Sie ließ sich an der Wand auf den Boden gleiten, legte den Kopf in die Hände.
Gefühlte Stunden vergingen, in denen sie nur da saß und nachdachte.
Was würde dieser Mann nun tun? Würde er sie wirklich umbringen?
Bei diesem Gedanken wurde es Claire ganz flau im Magen.
Die Tür wurde aufgestoßen, ein Junge in den Raum geschubst, es war Logan.
Er sah sich um, beim Anblick von Claire sah er geschockt aus.
„Claire...“, flüsterte er. „Logan!“, schrie sie, ging zu ihm, um ihn zu umarmen.
„du lebst.“ Anscheinend wurde Logan verprügelt, denn seine Lippe war dick und blutete, Blut lief ihm die Schläfe hinunter, lauter rote und blutunterlaufene Stellen bedeckten sein Gesicht.
„ich lebe, ja..“ Sie legte Logans Kopf auf ihren Schoß, streichelte diesen.
„gut. Dann hat Setrick noch nichts getan...“ „Moment... noch... nichts?!“, flüsterte Claire nun.
„na ja... er will doch deinen Tod, aber das werde ich nicht zulassen...“
„Ruh du dich aus, wir werden sehen, was dann passiert...“
Claire wunderte sich über sich selbst. Warum war sie auf einmal wieder so ruhig?
Inzwischen schlief Logan auf ihrem Schoß, verzog beim Schlafen vor Schmerzen das Gesicht.
Die beiden kleinen Mädchen waren verschwunden, doch dies war Claire erst spät aufgefallen.
Wo waren sie hin? Im nächsten Moment hörte man sie, sie waren draußen, bei Vollmond, womöglich zusammen mit Setrick. Dieser würde bald schlimmes tun.
Schon bald würden diese beiden Mädchen nicht mehr leben, obwohl sie ihr ganzes Leben noch vor sich hatten. Warum tat er das ihnen an? Hatte er Spaß daran, Menschen zu töten, oder kleine Kinder? Warum nur?!
Im nächsten Moment hörte man sie schreien, weinen in der finsteren Nacht.
Niemand würde sie hören, sie würden dort eine halbe Ewigkeit liegen, tot, nie gefunden.
Claire weinte leise vor sich hin. Warum?
Die Mädchen hatten ihr doch eigentlich gar nichts bedeutet...
Trotzdem weinte sie.
Logan reckte sich, war aufgewacht. „Was ist passiert?“, fragte er, schnell wischte Claire sich die Tränen weg. „Ach, nichts, schlaf weiter.“ „Sicher...?“, hakte er nach. „Ja...“
Der Vollmond leuchtete in das kleine, dunkle Kellerzimmer.
Claire's Augen schlossen sich langsam vor Müdigkeit und schon bald schlief sie ein.

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Tag der Veröffentlichung: 16.09.2012

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