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Entfremdung und Wahnsinn

Entfremdung und Wahnsinn

Kulturgeschichtliche Studien zur Entwicklung des Bayern in der Moderne

 

 

Schon seit geraumer Zeit wird das Erstarken der Regionen in Zeiten der Globalisierung von sozialwissenschaftlicher Seite beleuchtet. Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, aber auch im restlichen Europa, wird hierbei oft auf den Freistaat Bayern verwiesen: Katalanen und Schotten berufen sich in gleichem Maße bei ihren Bestrebungen nach Unabhängigkeit auf den Freistaat, wie in ehemals preußischen Gebieten ein kultureller Mimikry-Effekt eingesetzt hat, der sich u.a. in Form von Oktoberfesten, Weihnachtsmärkten mit bayerisch anmutenden Fassaden und der Verleugnung der heimatlichen Braukunst zugunsten bayerischer Exportbiere äußert.

Oftmals können Mitglieder und Vertreter der o.g. Kulturen keine genauen Auskünfte darüber geben, weshalb diese Mimikry stattfindet, wobei sich jedem Außenstehenden zeigt, dass es sich um einen Versuch handelt der Entfremdung durch die Nachahmung einer doch offensichtlich davon verschont gebliebenen Kultur entgegenzutreten. Damit betritt die Neugierde aber schon das problematische Feld der Forschung. Es zeigt sich mittlerweile, dass die Nachahmung von Verhaltensweisen, beispielsweise im Bereich der Verhaltenstherapie, auf individueller Ebene beachtliche Erfolge erzielen kann. Einzelne Gruppierungen oder ganze Kulturen hingegen, geben sich der Lächerlichkeit preis, wenn sie das Verhalten anderer Kulturkreise oberflächlich kopieren. Zwei Beispiele: Eine sambatanzende Bourgeoisie oder Gangsterraper in bundesdeutschen Provinzstädten.

Worin liegt also das Geheimnis des Erfolgs Bayerns, worin liegt

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: Georg Schaar
Lektorat/Korrektorat: Königl. Bay. Lektoratsanstalt
Tag der Veröffentlichung: 19.10.2015
ISBN: 978-3-7396-1891-3

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