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Kapitel 1

Als Rose aufwachte sah sie nichts....nur tiefe schwärze und leise stimmen oder so was ähnliches kamen an ihr Ohr. Sie versuchte die Augen zu öffnen, aber es tat sich nichts.
Dieses Geflüster wurde immer deutlicher und langsam konnte sie auch unterschiede in den einzelnen Wortfetzen erkennen. ,,Sprach da eine Frau oder ein Mann? Was sagen sie?" ging ihr durch den Kopf . Alles wurde durch ein ständiges Piepen und dumpfes dröhnen durchbrochen so das man nur einzelne Wortfragmente verstehen konnte. Als sich der Schleier der Taubheit langsam wieder legte , konnte sie es plötzlich verstehen wie die melodische Stimme einer jungen Frau an ihr Ohr klang ,,Hallo, Hallo Miss? Geht es Ihnen gut? Sind Sie verletzt?".
Sie musste sich erst nach der Stimme orientieren um zu begreifen das diese echt wahr.
Nach etwas zögern antwortete Rose ,,Ja? Warum ist es hier so dunkel?", und plötzlich wurde sie von gleisendem Sonnenlicht geblendet.
Rose musste mehrmals blinzeln bis sie durch das Licht Konturen, Farben, Gestalten & Gesichter erkennen konnte.
Und da sah sie die Junge Frau welche Sie mit Großen Grünen Augen und wuscheligen Blonden Haaren ansah und hektisch auf Sie einredete. ,,Hey , bist du nun verletzt oder nicht? Kannst du mich hören? Hallo??"
Rose musste diese Worte zuerst einige Minuten auf sich wirken lassen und diese begreifen bis sie antworten konnte, ihr Kopf fühlte sich an als wäre soeben ein Tornado hin durchgefegt .
"Ja mir geht's gut, was ist passiert? " frage Rose noch benommen und desorientiert.
Die Junge Frau sah sie irritiert an und fing an zu erzählen: ,, Ich hab keine Ahnung woher du gekommen bist, als ich aus meiner Haustüre raus ging lagst du bereits vor meiner Tür auf dem Boden und hast dich nicht bewegt. Ich hoffe für dich das das kein Blöder Scherz ist , bei sowas verstehe ich keinen Spaß, mich hätte beinahe der Schlag getroffen vor lauter Angst."
Für Roses Geschmack war die Blonde Dame viel zu hysterisch und laut als das sie die Situation gleich richtig diagnostizieren konnte, wie den auch bei dem lauten Geschnatter.
Rose antwortete verwirrt,, Was für ein Scherz? Nein ich scherze Nicht, das letzte an das ich mich erinnern kann ist das ich geflogen bin...und dann, ist alles weg"
Die Blondine sah Rose an als wäre sie verrückt , stand hastig auf und sagte: ,,Nun den, wenn du nicht verletzt bist und auch sonst keine Hilfe brauchst geh ich dann. Ich muss zur Arbeit, und hab keine Zeit hier den Samariter zu spielen"!
Rose sah sich kurz um und bedankte sich bei der jungen Dame welche nun merklich gereizt wirkte und sich daraufhin umdrehte und auffällig schnell wegging.
,,Egal, ich werd mich schon alleine durchschlagen" dachte sich Rose und rappelte sich auf. Anfangs schwankte sie ein wenig weil sich ihre Knie wie Wackelpudding anfühlten aber nach einigen schritten ging es wieder.
Sie schlenderte die Allee entlang Richtung Park (zu mindestens Dachte sie das dort der Park sein müsste) und ließ Ihre Umgebung auf Sie wirken.
Es war angenehm mild für Mitte Juni (falls es auch wirklich Juni war) und es dürfte noch sehr früh sein da die sonne im osten noch nicht sehr hoch stand . Sie hatte keine Angst obwohl sie nicht sicher wusste wo sie genau war und wie sie hergekommen ist. Im Gegenteil , Ihre Umgebung welche Ihr Irgendwie bekannt aber doch nicht ganz vertraut war faszinierte sie enorm. Es sah zwar aus wie in New York aber war sie da auch wirklich? Alles wirkte so surreal, als würde sie noch träumen.
Erst als sie von weiten die Spitze des Empire State Building sowie die Baumkronen des nahe gelegenen Central Parks sah wusste sie das sie inNew York war.
Sie war also auf der Madison Avenue und bog in die 60th Street Richtung Central Park ein.
Als Rose so durch den Central Park spazierte blitzten plötzlich zahlreiche Bilder durch ihren Kopf, aber nur kurze verschwommene Bilder welche so schnell wieder weg wahren das Sie sich kaum einen Reim drauf machen konnte, das einzige was sie daraus erkennen konnte wahren Blaue Augen.
,,Blaue Augen.....wem gehören nur diese Eis Blauen Augen....??" sagte Rose
Rose dachte ,,Um zu erfahren was passiert ist muss ich zuerst meine Gedanken sortieren ,am besten an einem ruhigen Platz", und wie gerufen lag gleich nach der nächsten Kurve eine große Blumenwiese auf deren Mitte sie sich hinlegte und vor sich hin grübelte.
,,Komisch, wie bin ich nur auf die Madison Avenue gekommen, das letzte an das ich mich erinnern kann ist das ich zuhause in meinem Bett eingeschlafen bin. Aber was ist dazwischen passiert, habe ich etwa Schlafgewandelt oder wurde ich vielleicht sogar entführt? Und was sollte das mit dem Fliegen??"
Rose konnte keine Zusammenhänge zwischen der gestrigen Nacht und Heute morgen finden und als Sie so Gedanken verloren an ihrem Spitzensaum Ihres Kleides zupfte bemerkte sie plötzlich das Sie vollständig bekleidet war. Irgendjemand musste Sie also umgezogen haben , denn gestern Nacht ging Sie in Ihrem Seidenpyjama zu Bett und nicht in dem Weißen Sommerkleid und den dazu passenden Ballerinas.
,,Merkwürdig!" nuschelte Rose vor sich hin und rappelte sich wieder auf um sich auf den Heimweg zu machen, vielleicht konnte Sie ja dort zu einer Lösung kommen und Licht in die ganze Geschichte bringen.
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Kapitel 2

Als Rose die Haustüre aufsperrte hörte Sie ein leises rascheln hinter der Tür, es klang als würde ein kleiner Vogel, zum Beispiel ein Spatz mit den Flügel schlagen.
Vorsichtig öffnete Sie die Tür in der Erwartung es würde jemand oder etwas dahinter auf Sie lauern.
Aber als Sie in Ihre Wohnung eintrat war nichts zu sehen oder zu hören.
,,Wie albern ist das den, jetzt bekomm ich wohl Paranoia" sagte Rose und kicherte , belustig über ihr verhalten.
Als sie sich umsah viel ihr nichts ungewöhnliches auf, ihr seidener Schlafanzug lag sorgsam gefaltet auf Ihrem Bett welches auch gemacht war.
Alle Fenster waren verschlossen und auch sonst konnte sie keine Anzeichen eines Einbruches oder einer eventuellen Entführung feststellen.
,,Was ist nur gestern mit mir passiert?" dachte Rose laut und da sah sie eine Gestalt hinter sich vorbei huschen. So schnell das es eher wie ein schatten wirkte aber es war strahlend hell in der Wohnung also woher kam dieser Schatten.
Erschrocken drehte sich Rose um und lauschte....Ihr Herz fing an wie verrückt zu rasen und sie erstarrte vor lauter angst.
,,Wer ist da?" rief Sie laut mit zittriger Stimme. Aber nichts tat sich, kein Geräusch war zuhören, außer das Surren des Kühlschrankes.
Mit leisen schritten durchquerte Sie das Wohnzimmer und ging Richtung Schlafzimmer.
Doch plötzlich als sie durch die Türe ins Schlafzimmer ging stand er vor ihr. Und da sah Rose sie, diese großen blauen Augen aus ihren Erinnerungen.
Sie erstarrte in Ihrer Bewegung und wagte nicht zu atmen, wer weiß wer dieses Fremde war der hier in ihrer Wohnung herumschleicht, oder was er ihr antun möchte.
Der Mann war riesig , zumindest für Rose da er zwei Köpfe größer war als sie, aber auch seine gesamte Statur, war mächtig und muskulös.
Er war Jung und hatte obwohl des starken Körperbaus , weiche Gesichtszüge trotz des Markanten Kinns und der geraden Nase die Sie an die Profile griechischer Götter erinnerte. Seine Lippen waren voll und auch seine Augen waren groß und Eisblau.
Als Sie so vor Ihm stand und Ihm in seine Augen starrte, vergaß Sie alles um sich herum, als wenn Sie von seinen Augen voll in Ihren Bann gezogen wird.
Doch da schüttelte Rose den Kopf um wieder einen klaren kopf zu bekommen, immerhin wusste Sie nicht was dieser Fremde in Ihrer Wohnung zu suchen hatte.
Durch seine durchschnittliche aber durch aus elegante Kleidung, er trug eine dunkle Jeans und ein weißes Ärmelloses Shirt sowie Sneakers, wusste sie das er Sie nicht ausrauben wollte. Sie fasste Ihren ganzen Mut zusammen und sprach Ihn an.
,,Wer bist du und was machst du hier?"...Ihre Stimme klang leider nicht so selbstbewusst wie sie es erhofft hatte, die letzten Worte waren nur noch ein flüstern.
,,Ich bin Sam" sagte der Fremde und trat einen schritt auf sie zu.
Im selben Moment sprang Rose einen Schritt zurück und wirbelte aus dem Zimmer raus und lief in ihrer Panik Sam könnte Sie angreifen, Richtung Eingangstüre, aber so schnell konnte sie sich gar nicht umdrehen da stand er schon hinter ihr und hielt sie mit seinen Muskulösen armen im Klammer griff.

,,Lass mich los!!!" schrie Rose aber Sam hob sie in die Höhe so das Sie keinen halt mehr unter ihren Füssen hatte, also fing sie an wie verrückt zu treten um Ihn los zu kommen.
,,Jetzt beruhig dich wieder ich will dir doch gar nichts tun, ich bin doch hier um dir alles zu erklären!" sagte Sam zu Rose und versuchte sie am weglaufen zu hindern und ihr auch nicht weh zu tun.
Im Gegensatz zu Ihm war Rose zerbrechlich wie ein Grashalm, wenn Sie nur wüsste was er für Kräfte hatte.
Als Rose endlich aufhörte sich zu wehren setzte Sam sie wieder auf dem Boden ab und drehte sie zu sich.
Ihr herz raste wie wild durch die ganze Aufregung und ihr wurde sogleich schwarz vor Augen.
Sam blieb das nicht unbemerkt und nahm Roses an den schultern und drückte sie sanft gegen die Wand hinter ihr um sie zu stützen ohne sie wieder aufzuregen.
,,Was ist los mit dir? Wie kann ich dir helfen? Ich will dir nichts tun, versprochen!" sagte Sam zu Rose.
Erst jetzt viel ihr auf was für eine Angenehm warme stimme er hatte, die aber auch so männliche tief war.
,,Nein es geht schon wieder, das war wohl etwas zu viel Aufregung für heute, ich sollte mich vielleicht kurz hinsetzten!" antwortete Rose und legte Ihren Kopf an Sams Brust um nicht umzukippen.
Sam erstarrte kurz aufgrund der unerwarteten Berührung, er konnte nicht anders, schloss seine Augen und senkte seinen Kopf nur ein wenig um an Roses Haar zu riechen. Als er das tat blähten sich seine Nüstern auf und seine Hände welche immer noch auf Rose schultern Lagen fingen an zu Zittern , Sie roch einfach so unwiderstehlich.
Als er wieder bei klarem verstand war stützte er Rose und führte Sie ins Wohnzimmer zu der großen Couch.
Rose legte sich ausgestreckt auf die Couch und atmete tief durch,, was ist das nur für ein verrückter Tag" dachte Sie und schaute zu sam welcher neben ihr auf dem Couchsessel platz genommen hatte.
,,Also!" begann Sam. ,,Ich weiß das du verängstigt und aufgewühlt bist aufgrund der Ereignisse des heutigen Tages aber es ist jetzt sehr wichtig das du mir zuhörst!". Rose sah Sam nur verdutzt an, nickte dann aber nur kurz, sie wollte ja auch wissen was passiert ist.
Sam ordnete kurz seine Gedanken weil er nicht wusste wo er anfangen sollte, er wollte Rose die Veränderungen bzw. die Ereignisse der letzten Nacht so schonend wie möglich bei bringen.
,,Gestern Nacht war ich auch hier bei dir, und habe dich in Sicherheit gebracht. Du bist nicht nur ein normales 20 Jähriges Mädchen, du bist ein sehr wichtiger....wie soll ich sagen....Schlüssel ist denk ich mal das richtige Wort. Uns zwar für ein Tor welches die Barriere zwischen Himmel und Hölle ist. Ich weiß das klingt jetzt alles total verrückt aber ich bin hier um dich zu beschützen und dafür zu sorgen das DU nicht in die falschen Hände gerätst. Denn das kann für uns und für alle Menschen sehr böse enden wenn uns ein Fehler unterläuft! Nur um das nochmal klar zu stellen damit es keine Missverständnisse gibt, es gibt eine Himmel und eine Hölle und im Moment versucht das Böse den Himmel bzw seine beschützer zu vernichten. Wir Engel versuchen so gut es geht das gleichgewicht von Gut und Böse ohne Verluste aufrecht zu erhalten, aber unsere Feinde spielen nicht gerade mit ehrlichen Karten. Luzifer dürstet es nach Rache und er will die ganze Macht an sich reissen, verstehst du das Rose?"
Er hielt inne um Roses Gesichtsausdruck zu deuten, Sie wirkte sehr ruhig aber er spürte das da unter der Oberfläche etwas brodelte, sie würde jeden Moment einen Wutanfall bekommen, und der lies auch nicht lange auf sich warten.
,,Denkst du etwa ich bin komplett bescheuert und glaube dir diese Märchengeschichte!!!" schrie Rose, Sam ins Gesicht.
,,Wie kannst du es nur wagen in meine Wohnung einzubrechen, mich während ich schlafe zu entführen und mich dann mitten auf der Madison Avenue wie abfall liegen zu lassen" schimpfte Sie weiter und sah in wutschnaubend an.
Und was machte Sam, er strahlte Sie nur breitgrinsend an, Sie konnte es nicht fassen, wie konnte er sich jetzt auch noch über sich lustig machen? Aber was dann aus seinem Mund kam hätte sie nie erwartet...
,,Die bist so schön das es wehtut wenn du so leidenschaftlich bist!" hauchte Sam ihr entgegen und seine Augen waren die eines kleinen Hundewelpen wenn er was ausgefressen hat.
Jetzt war sie komplett aus der Fassung und schnauzte ihn nur an,, Warum redest du mit mir als würdest du mich kennen, was soll das??" fragte Sie ihn und wartete gespannt auf seine Antwort, hoffentlich war es jetzt die die Sie höhren wollte sonst fliegt der Junge hochkantig hier raus damit der ganze Spuck endlich ein ende hat.
,,Rose ich bin dein Schutzengel, ich hab dich gestern gerettet und meine Schwester Cathy ,die du auch bald kennen lernen wirst hat mir dabei geholfen und dich umgezogen damit du nicht umbedingt im Schlafanzug in der Öffentlichkeit aufwachst, die Situation war sicher so schon peinlich genug. Und ich musste dich auf der Madison Avenue lassen da ich wusste das er nochmal zurück kommt um zu sehen ob ich dich wieder nach Hause gebracht habe."
Rose drehte sich kurz darauf um ,ging zur Eingangstür und öffnete diese. Sie starrte auf den Boden um Ihre Röte zu verbergen den im Moment war sie rasend vor Wut, das war definitiv nicht die Antwort die Sie hören wollte.
,,Ich glaube es ist besser wenn du jetzt gehst" sagte Rose. ,,Aber, warum willst du mir nicht glauben? Kannst du dich denn an gar nichts erinnern? "fragte Sam , er verstand es einfach nicht sie dachte das er einfach komplett irre war.
,,Ich habe dich gebeten zu gehen also tu es auch ,immerhin ist das meine Wohnung. Ich bin alt genug um auf mich selber aufzupassen, aber danke. Und jetzt geh!" zischte Rose und wand ihr Gesicht zu Sam. In Ihren Augen war einfach nur Zorn über die Schmach die er ihr bereitete.
,,Na gut, aber ich lass dich nicht aus den Augen, wenn du mich brauchst ruf einfach, Ok?" sagte Sam noch zu Ihr bevor er zur Tür raus ging! , ,,Oh ja klar, ich werde sofort deinen Namen laut schreien wenn ich in Gefahr bin und dann kommst du in mein Zimmer geflogen und rettest mich oder wie?" sagte Rose sarkastisch wie sie sein kann und gab Sam dabei einen schubst damit er gefälligst verschwand.
,,Bitte Rose, es ist wichtig das du kooperativ bist und ...! " , ,,Kawumm" Und da hatte Rose ihm bereits die Tür vor der Nase zugeschlagen.
Rose dachte Sie wäre in einer schlechten Telenovela, das ist doch alles blöder Mist den dieser Typ erzählt, aber gruselig war es doch. Wie hatte er nur auf alles eine Antwort, auch wenn es verrückte antworten waren aber immer hin, er hatte welche.
,,Ich hoffe dieser Verrückte Tag endet bald, und ich geh jetzt ausgiebig baden um den ganzen stress wieder los zu werden"! sagte Rose und machte sich auf dem Weg ins Bad um sich eine Wanne einzulassen.
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Impressum

Tag der Veröffentlichung: 01.06.2010

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