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Liebe Kinder und liebe Eltern!

 

Die beiden Meckies Mia und Max sausen mit dem Fahrrad durch das Jahr. Während ihrer Fahrt quer durchs Land treffen sie auf die unterschiedlichsten Menschen. Jeder von ihnen erklärt Mia und Max in kleinen Geschichten etwas über Feiertage oder Gedenktage, den Jahreszeiten und bekommen spannende Geschichten erzählt.

 

 

 

Viel Spaß und Freude wünschen euch die BookRix-Autoren

Inhaltsverzeichnis

Bunte Blätter und der Tiergarten

von Matthias März

 

Gold, Weihrauch und Myrrhe, fragt Robby

von Manuela Schauten

 

Kirschblüten und Sonnenblumen

von Matthias März

 

Wieso Wir?

von Manuela Schauten

 

Muttertag

von Anneliese Koch

 

Was ist Fronleichnam?

von Manuela Schauten

 

Captain Whitecats wundersamste Reise

von Roland Schilling

 

Was wird an Pfingsten eigentlich gefeiert?

von Manuela Schauten

 

Kirschsuppe und ein heißer Sommer

von Matthias März

 

Der Traumverkäufer

von Roland Schilling

 

Und da strahlt er wieder

von Manuela Schauten

 

Mein schönstes Erntedankfest 

von Gitta Rübsaat

 

Wugi und das viele Farben Fest

von Roland Schilling

 

Franks Vortrag über Martin Luther zum Reformtionstag

von Manuela Schauten

 

Lichter an Allerheiligen

von Manuela Schauten

 

Wenn der Nikolaus kommt …

von Gitta Rübsaat

 

Und dann kam der Nikolaus doch 

von Anneliese Koch 

 

Wie die Mäuse von Weihnachten erfuhren

von Dörte Müller

 

Schneeflöckchen Mira

von Manuela Schauten

 

Namenstage

von Ute Wunderling

 

Danksagung

 

Beiteiligte Autoren und Illustratoren

 

Anthologien Veröffentlichungen

deren Erlöse an caritative Zwecke gehen

 

Weitere Anthologien Veröffentlichungen

 

Matthias März Bunte Blätter und der Tiergarten

Nele sah erstaunt aus dem Fenster und rief: „Mutti, Mutti, da fallen die Blätter vom Baum. Ist der krank?“

Die Mutti ging zu ihrer Tochter und erklärte ihr: „Nein, Nele. Der Baum ist nicht krank. Wir haben jetzt Herbst. Da fallen alle Blätter ab. Erst werden sie gelb, dann rot oder braun und dann verliert sie der Baum.“

Nele war nicht so richtig mit der Antwort zufrieden. Aber nachher wollte sie ihren Opa nochmal deswegen fragen, der konnte das bestimmt viel besser erklären.

 

Eine Stunde später, als Nele mit ihrer Mutter beim Großvater im Garten saß, plapperte sie auch schon los: „Du, Opa, warum sind die Blätter der Bäume jetzt bunt und warum fallen sie herunter?“

 

Der Opa lächelte und sagte: „Nele, trink erst mal deinen Apfelsaft, der ist ganz frisch. Die Äpfel habe ich letzte Woche geerntet. Und nun will ich dir das mal erklären. Hör gut zu!“ Nele nahm einen großen Schluck Saft und hörte gespannt. Der Großvater fuhr fort: „Nun, Nele, wenn du abends müde bist, gehst du ins Bett, die Mutti deckt dich zu und dann schläfst du. Jetzt im Herbst machen das die Bäume auch so. Sie haben im Frühling und im Sommer ihre ganze Kraft verbraucht und leckere Früchte hervorgebracht, so wie der Apfelbaum dort. Nun sind sie müde und müssen sie sich ausruhen, damit sie im nächsten Jahr wieder ganz frisch und munter sind. Das können sie aber viel besser, wenn die alten Blätter abfallen. Aus den alten Blätter wird dann Erde. Das gibt dem Baum neue Kraft.“

„Das habe ich verstanden, Opa. Aber warum werden die Blätter gelb und rot? Die können doch auch grün bleiben!“

 

Der Opa kratzte sich und überlegte. Dann sagte er: „Nun, Nele. Das ist so. Der Baum hat Säfte, die sind auch in den Blättern. Wenn es kälter wird, saugt der Baum den Saft wieder aus den Blättern. Die verfärben sich dann und werden erst gelb und danach braun oder rot.“ „Saft? So ein Saft, wie den, den ich gerade trinke?“

„Nein, Nele. Komm, ich zeige dir das.“

Der Opa stand auf und ging mit ihr zu den Sonnenblumen. Er brach ein Blatt ab, etwas Weißliches tropfte heraus.

„Siehst du, Nele. Das ist Pflanzensaft. So ähnlich ist das auch beim Baum“, erklärte er ihr.

Nele staunte.

 

„Sag mal, Nele. Hast du Lust, in den Wald zu gehen? Wir könnten bunte Blätter sammeln. Die kannst du dann auf ein Stück Papier kleben und bunte Bilder daraus machen. Wir können auch Eicheln und Kastanien sammeln für die Wildtiere.“

„Wildtiere, Opa? Du meinst Löwen und Tiger? Fressen die so etwas?“

„Nein, Nele. Die mögen das nicht. Ich meine Rehe und Hirsche. Wenn wir genug Futter zusammen haben, geben wir das beim Forstamt ab. Dafür bekommst du dann eine kleine Baumscheibe. Die dient dann als Eintrittskarte für das Fest im Tiergarten.“

 

So machten sich Nele mit ihrer Mutter und dem Opa auf und gingen die paar Schritte von der Gartenkolonie zum Stadtwald. Jeder hatte eine Tüte in der Hand. Nele war eifrig damit beschäftigt, die schönsten Blätter einzusammeln.

„Opa, was sind das für welche? Diese schönen mit den vielen Zacken? Das sieht aus wie eine Krone!“

„Das sind Ahornblätter, Nele. Du hast Recht, die sind ganz besonders schön. In Kanada wachsen ganz, ganz viele Ahornbäume. Dort ritzt man die Rinde an, und der Saft des Baumes fließt heraus. Daraus macht man Sirup.“

„Oh! Können wir das auch machen mit dem Sirup?“

„Nein, Nele, das geht nicht. Die Ahornbäume die hier bei uns wachsen, kann man dafür nicht nehmen. Erinnere dich daran, dass ich dir erklärt habe, dass es auch verschiedene Kirschbäume gibt. Bei manchen kann man die Früchte essen, bei manchen nicht.“

 

Etwas weiter wuchsen andere Bäume, deren Blätter hatte runde Ecken.

„Das sind Eichen, Nele. Und die Früchte davon nennt man Eicheln. Die können wir sammeln, für die Rehe und Hirsche. Die fressen das gerne“, erklärte der Opa. Nele wunderte sich, dass einige Eicheln kugelrund waren, und andere länglich.

„Nele, diese runden, die so aussehen wie Haselnüsse sind amerikanische Eicheln, die ovalen sind europäische. Den Wildtieren ist das aber egal, die mögen beides.“

Schnell war eine Tüte voll mit Eicheln. Sie war so schwer, dass Nele sie nicht tragen konnte, dass musste der Opa machen.

 

„Nun, müssen wir aber noch Kastanien sammeln, Nele. Schau, da drüben sind welche!“, sagte die Mutti und zeigte nach vorne. Auf den Waldboden lagen große, braune Kugeln mit einem hellen Fleck. Daneben lagen stachlige Bälle, einigen waren aufgeplatzt und die braunen Kugeln guckten daraus hervor.

Nele war begeistert.

„Die sind aber wunderschön“, rief sie.

„Das glaube ich, Nele, dass dir das gefällt. Ein paar von den Kastanien werden wir aufheben. Daraus können wir etwas basteln“, antwortete der Opa.

Die Mutti bestätigte: „Das mit den Basteln kenne ich auch noch. Aber wollen wir nicht auch noch Eicheln dafür aufheben?“ „Nein, Margot. Wir nehmen Hagebutten dazu, die wachsen aber nicht im Wald, sondern bei mir im Garten.“

 

Mit zwei vollen Tüten, in denen die Eicheln und die Kastanien waren, gingen sie in Richtung Kleestraße und verließen den Wald. In der Ferne sahen sie die Petrikirche.

„Dort ist deine Mutti getauft und konfirmiert worden, Nele“, erklärte der Opa. Nicht weit davon lag der alte Pferdeturm, das Eisstadion und daneben das Forstamt. Dort warteten bereits einige Kinder mit vollen Taschen am Eingang. Es ging rasch voran. Für Nele, die wie immer ungeduldig war, war es trotzdem eine lange Warterei. Dann waren sie an der Reihe. Ein alter Mann mit einem weißen Bart in einer grünen Jacke lächelte Nele an.

„Das ist der Förster, Nele“, sprach der Großvater.

Der Mann sagte: „Da hast du aber fleißig gesammelt, Mädchen. Die Rehe und Hirsche werden sich freuen!“

Sie schütteten die Eicheln und die Kastanien auf einen großen Haufen und der Förster gab Nele eine kleine Baumscheibe, genau wie der Opa gesagt hatte.

 

Zwei Tage später saß Nele in der Wohnung des Opas. Mit viel Spaß klebte Nele die bunten Blätter auf große Papierbögen. Das sah wunderschön aus. Der Opa bastelte aus den Kastanien, Streichhölzern und Hagebutten kleine Tiere. Für die Augen verwendete er Rosinen. Nele war begeistert. Sie hätte auch gerne dabei mitgemacht, aber das war zu gefährlich für das kleine Mädchen.

 

Dann kam der große Tag: das Tiergartenfest in Kirchrode als Dankeschön für die vielen kleinen Sammler der Eicheln und Kastanien. Es wurde viel geboten: Ponyreiten, ein Kinderzirkus, Kinderschminken und viele Spielangebote auf der großen Wiese. Nele wusste gar nicht, wohin sie zuerst hingehen sollte. Aber auch die Rehe und Hirsche, die durch den Park liefen, erfreuten Nele. Die Wildschweine waren hingegen eingesperrt, allerdings war das Gehege sehr groß. „Das war ein wunderschöner Tag“, rief Nele begeistert.

 

Gold, Weihrauch und Myrrhe, fagt Robby

 

Auch in den deutschen Landen gibt es Zauberinternate der Zauberwelt, eines davon ist Hochwald. In diesem Internat leben die Schüler in verschiedene Gemeinschaftshäuser und natürlich gibt es auch Hauselfen. Dort leben die Freunde Timm, Robert und Hannah, die dicke Freunde sind.

 

„Frohes neues Jahr“, rief Hannah fröhlich, als sie den Gemeinschaftsraum der Goldenburg betrat, doch weder Timm noch Robert hörten sie. Beide waren in ihr magisches Schachspiel vertieft. „Frohes neues Jahr“, rief Hannah wiederum, als sie direkt vor ihnen stand und ihr Schatten aus Schachspiel fiel. Da erkannte Timm sie, sprang auf und umarmte sie.

„Frohes Neues, dir auch“, erwiderte er.

„Was gibt es Neues?“, fragte sie neugierig Timm und Robert.

„Was habt ihr denn die ganze Zeit getrieben?“

„Och, ne Menge und Robert hat Professor Schlange einen Schneeball an den Kopf geworfen“, antwortete Timm ihr grinsend.

„Echt, und was hat Schlange gesagt?“, fragte Hannah interessiert.

„Au! Wer war das? Wir haben uns aber aus dem Staub gemacht, natürlich ohne zu antworten“, erklärte Timm.

„Das Beste war anschließend aber in der Küche. Weißt Du, da gibt eine Menge Hauselfen und die machen wahnsinnig gute Leckereien. Ich hab schon wieder Appetit“, erweiterte Robert Timms Ausführung, „Außerdem hatten wir den Hauselfen ja den Rest versprochen.“

„Was für einen Rest?“, fragte Hannah mit großen Augen.

„Timm und ich haben den Hauselfen die Weihnachtsgeschichte erzählt, bis plötzlich Professor Dobermann hinter uns stand“, sprach Robert und sein Magen begann, wie auf Kommando zu knurren.

„Wieso ward ihr überhaupt in der Küche und weshalb stand Professor Dobermann plötzlich hinter euch?“, wollte Hannah es jetzt genauer wissen.

So begann Timm ihr kurz zu erzählen, dass sie, nachdem Robert den Schneeball Professor Schlange an den Kopf geworfen hatte, sie ins Schloss zurück gelaufen sind und das sich dort in einer Nische im Flur zum Festsaal eine Wand öffnete und sie dann die Küche entdeckten.

„Nachdem wir ihnen den Teil der Weihnachtsgeschichte, Reise nach Jerusalem und die Begegnungen von Simon und Hannah im Tempel erzählten, stand plötzlich Professor Dobermann hinter uns.“

Nachdem Timm geendet hatte, fragte Hannah interessiert: „Und weiter?“

„Wenn wir ihnen wieder eine Geschichte erzählen, sollen wir ihm Bescheid geben, er wäre gern dabei“, gab Robert mit geschwellter Brust Auskunft.

„Ich möchte auch mit! Habt ihr mich verstanden?“, sagte Hannah, denn sie versuchte sich für alle Unterdrückten einzusetzen.

„Ich habe Hunger. Wollen wir nicht hinuntergehen?“, fragte Robert Timm und Hannah.

„Lasst mich kurz nur auspacken, dann können wir“, erwiderte Hannah und verschwand im Mädchenschlafsaal. Timm und Robert spielten weiter Schach, doch Roberts Magen gab immer lautere Geräusche von sich.

„Wo bleibt nur Hannah?“, fragte Robert laut, doch da kam sie schon angelaufen. Auf dem Weg trafen sie die Professorin Gutefrau, die Hauslehrerin von Goldenburg und Timm fragte sie, wo sich Professor Dobermann befinde.

„Ich bin auf dem Weg zu ihm. Kann ich ihm etwas ausrichten?“, sagte die Professorin.

„Sagen Sie ihm bitte, wir wären bei den Elfen, er weiß dann Bescheid. Danke für ihre Hilfe“, sagte Timm.

In einer Nische im Gang zum Festsaal schwang Robert seinen Zauberstab und sagte „Alohomora“.

Da öffnete sich die Wand und Timm, Robert und Hannah huschten hinein. Um nicht im Dunkeln die Treppe hinunter zu gehen, benutzten Robert und Timm ihren Zauberstab und riefen kurz „Lumos“. Hannah tat es ihnen gleich.

„Wo sind wir?“¸fragte Hannah die Beiden.

„Im Gang zur Küche“, antwortete ihr Robert.

Als die Drei in der riesigen Küche mit den vielen schwebenden Kerzen und den von sich allein rührenden Töpfen auf den vielen Öfen erreichten, wurden sie freudig und mit erwartungsvollen Augen von den Hauselfen Hochwald begrüßt. Wie auf Kommando begann Roberts Magen laute Geräusche von sich zu geben. In Windeseile zauberten und deckten die Hauselfen eine Tafel mit lecker aussehenden kleinen Küchlein und verschiedenen Plätzchen mit Schokolade und bunten Verzierungen.

„Hoffentlich hast du dir heute nicht schon wieder für irgendeinen Blödsinn die Hände gebügelt?“, fragte Timm Robby den Hauselfen besorgt.

„Nein, Herr Topp“, antwortete Robby ihm.

Gemeinsam setzten sie sich die mit einigen Hauselfen an die gedeckte Tafel, an der bereits Robert saß und kräftig zulangte.

„Köstlich, ein nur noch lecker“, hörten sie Robert nur noch nuscheln.

„Guten Tag zusammen“, sagte plötzlich Professor Dobermann, der wie aus dem Nichts erschien.

Timm, Robert und Hannah schauten sich verdutzt an, Professor Dobermann bemerkte dies.

„Ich bin apperiert“, klärte er sie auf.

„So, jetzt bin ich aber auf eure Geschichte gespannt“, sprach er weiter, dabei setzte er sich auf die lange Bank vor dem riesigen Tisch mit den Köstlichkeiten. Da Robert immer noch den Mund voll leckerem Kuchen hatte, begann Timm zu erzählen.

„Gott hatte nicht nur den armen Hirten oder den alten Leuten wie Hannah und Simeon sein Geheimnis vom neuen König mitgeteilt sondern noch einer weiteren kleinen Gruppe mitgeteilt. Diese lebten noch nicht mal in Israel, es waren reiche angesehene Leute. Diese Leute beschäftigten sich mit den Sternen, um besser die Wissenschaft, die Medizin und die Träume zu erkunden. Eines Tages hatten sie einen neuen funkelnden Stern am Himmel entdeckt. Sie waren sich ganz sicher, dass ein großes Ereignis stattgefunden hatte, nämlich die Geburt eines Königs. Sie beschlossen, gemeinsam dem Stern zu folgen um das königliche Kind zu finden, um es zu verehren.“

„Hatten diese Leute auch Namen?“, stellte Blinky, die Freundin von Robby eine Zwischenfrage.

„Ja, ihre Namen waren Melchior, Balthasar und Kaspar“, gab Hannah zur Antwort und fuhr fort.

„In der damaligen Zeit musste man durch die gefährliche Wüste. So schlossen sie sich einer Karawane von Gewürzhändlern an, welche den gleichen Weg hatte. Als sie in

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: Allle im Buch aufgeführten Autoren
Bildmaterialien: Manuela Schauten und Esra Kurt
Cover: Manuela Schauten
Tag der Veröffentlichung: 11.11.2018
ISBN: 978-3-7438-8740-4

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