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Beschwipste Europa

Wenn Kaiser, Könige, Prinzen,
Kaufleute, Bauern und Diebe,
gemeinsam mit Politikern durch
die Gassen tanzen und manche
Nacht die Hüllen fallen lassen,
dabei derbe Faschingslieder
singen, und keiner dem anderen
Neid zuspricht, dann ist es so
weit, es ist die närrische Zeit.


Wenn Kaiserinnen, Königinnen,
Prinzessinnen, Kauffrauen,
Bäuerinnen und Dirnen,
gemeinsam mit Politikerinnen
durch die Gassen tanzen, und
manche Nacht die Hüllen fallen
lassen, dabei derbe
Faschingslieder singen, und
keiner dem anderen Neid
zuspricht, dann ist es so weit,
es ist die närrische Zeit.

* * * * *


Die Narrenkappe aufgesetzt und
der Rede freien Lauf, was hält
da noch die Wahrheit zurück.
Denn unter der Schminke und den
Puder verliert sich alle Scheu,
da verkauft manche Jungfrau sich
als neu. Wo sind die Werte den
geblieben, Hr. Präsident, ihr
Volk hat seinen Stolz, wo ist
die Courage geblieben Herr Kapitän,
ihr Pagaieren hat mehr Mut, wo ist
die Gerechtigkeit geblieben, was
hat die „Justicia“ so getrieben,
ist sie denn auf der letzten
Sitzung unter der Bank liegen
geblieben. Wenn offene Grenzen
Euros tauschen, holen es die
Schmuggler wieder zurück und
die Bänker verkaufen sich ihr
eigenes Geld, verrückt ist kein
Narr, nur freigelassen.
Multikulturell ist die Finanz
unter deutscher Hand, was
immer das bedeutet, es haben
die Armenglocken Zwölf geläutet.
Und ist die Narrenzeit dahin,
und die Spekulation zählt ihren
Gewinn, dann dem einen oder
anderen in Brüssel, Paris,
Berlin oder Wien, kommt wieder
den Sinn, in Europa zu
Investieren macht Gewinn.

* * * * *

Wundenschlecker

Wenn es sich nun zuträgt, dass
es hat, sich hat ausgeschleckt,
einst in den Anallien wird
stehen, ein Drogeriekönig, ein
Wunden "Schlecker" unterdrückter,
betrogener, belogener und physisch
geschädigter Untergebener, suhlt
sich in seiner Macht, doch wer
seine Macht Missbraucht, braucht
keine Flügel, den in seinem Haupte,
ein Schwellenbrand entstehen.
Nimm der Maschinerie der
Ausbeutung das System, und sich
selbst dabei erdrückt.
Oh Gerechtigkeit, lass werden,
was sein soll, und gib uns den
Glauben an dich zurück. Wenn es
sich nun zuträgt, dass es hat,
sich ausgeschleckt, für manche
Seele ein Balsam ist.


Impressum

Texte: Renato Franco
Bildmaterialien: Piqs.de/Narr
Tag der Veröffentlichung: 01.02.2012

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