Cover

Impressum

Die Abenteurer-Band I

Autor: Rainer Ade

© 2013 "Der Quereinsteiger GbR"

1. Auflage

Umschlaggestaltung, Illustration: Der Quereinsteiger GbR

Lektorat, Korrektorat: Rainer Ade

Verlag: Der Quereinsteiger GbR

Allmandweg 2

71686 Remseck

Telefon: 07146 – 2818103

ISBN:

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Widmung

Dieses Buch ist all denen gewidmet, denen noch nie ein Buch gewidmet wurde.

Ganz besonders für Petra Ohne Sie, wäre vieles nicht möglich gewesen so wie Herr G. Schroen der mir seine Geschichten zur Vervollständigung  dieses Buches  zur Verfügung gestellt hat.

Sindelfingen 30.01.2013

Rainer Ade

Vorwort

Spannende Abenteuergeschichten bei denen man Fernweh bekommt.

Piraten, Entdecker, wer träumte nicht schon als Kind um die Welt zu segeln, und fremde Meere, Inseln oder Kontinente zu entdecken?

Ist es die Sehnsucht nach der Ferne, oder einfach nur Abenteuerlust?

Reisen Sie mit um die Welt und erleben Abenteuer von denen Sie schon immer geträumt haben.

Lehnen Sie sich zurück und erleben Sie Abenteuer aus verschiedenen Kontinenten ohne selbst in Gefahr zu kommen.

Der Preis für ein anständiges Leben

Warten Sie auf mich im Wagen, wies Raffael Ruiz seinen Chauffeur an und blickte dann stirnrunzelnd auf die große, beinahe schmucklose Fassade, des Gebäudes, in dem das Komitee für nationale Sicherheit seinen Sitz hatte. Sie wünschen, Senhor? fragte der wachhabende Offizier am Portal des Gebäudes mit zuvorkommender Stimme, in welcher aber so viel Autorität nachklang, dass man sofort den Eindruck hatte, mit jemandem zu sprechen, welcher nicht nur Befehle entgegennahm, sondern auch Befehle erteilte. Ich habe eine Verabredung mit General Esteban Ramirez, meinte Ruiz gelassen, und ich werde erwartet. Darf ich um Ihre Legitimation bitten, Senhor? Es klang nach einer höflichen Frage, aber auch nach einer unmissverständlichen Aufforderung. Sehr wohl, Senhor, sagte er höflich und nach eingehender Prüfung des Dokumentes, bitte folgen Sie der Ordonanz, fuhr er dann fort und winkte einen Soldaten herbei, man wird Sie zum Büro des Generals begleiten. Über viele Treppen und Gänge folgte Raffael Ruiz der voraneilenden Ordonanz und wunderte sich insgeheim, dass das Gebäude von innen viel größer schien, als es von außen wirkte. Mein lieber Freund, rief der General und kam mit ausgestreckten Händen hinter seinem Schreibtisch hervor, wie viele Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen? Es müssen mehr als zwanzig Jahre sein, erinnerte sich Raffael Ruiz, als der General ihn in die Besucherecke seines großen Büros und dort in einen Sessel nötigte. Ein vorzüglicher, aus Spanien importierter Wein, sagte der General bedächtig, als er die Gläser füllte, ich hebe ihn für angenehme Besuche auf. Ich fürchte, mein lieber Esteban, sagte Ruiz und hob das Glas, der Zweck meines Besuches wird nicht ganz angenehm für uns beide sein. Fragend sah der General ihn an. Was hast du auf dem Herzen, alter Freund? fragte er besorgt, sprich es aus, denn ich habe nicht vergessen, wie du mich damals aus den Linien geschleppt hast, als ich im Kampf gegen die Regierungstruppen verwundet vor Camiraz lag. Es geht um meinen einzigen Sohn, Esteban, sagte Raffael Ruiz. Möchte der junge Mann Offizier werden? fragte der General beinahe erleichtert. Er soll morgen bei Sonnenaufgang von einem Peleton deiner Miliz erschossen werden, antwortete Raffael Ruiz. Hart setzte der General das Glas auf den Tisch. Ich habe umfangreiche Machtbefugnisse, sagte er leise, aber es gibt Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe, doch ich habe nicht vergessen, dass ich dir mein Leben verdanke. Dann wollte er von Raffael Ruiz einige Einzelheiten wissen und der Ausdruck in seinem Gesicht wurde immer skeptischer, je mehr ihm Ruiz erzählte. Konterrevolutionäre werden von einem Sondergericht abgeurteilt, erklärte der General dem Vater und ging zu seinem Schreibtisch, diese Urteile können nur vom Staatspräsidenten aufgehoben werden. Geben Sie mir bitte Hauptmann Cordez, sagte er in das Telefon, nachdem er eine lange Nummer gewählt hatte. Aus dem wechselseitigen Gespräch zwischen General Ramirez und Hauptmann Cordez schloss Raffael Ruiz, dass die beiden Militärs ein besonders enges und freundschaftliches Verhältnis verband. Es wurde ein sehr langes Gespräch, in dessen Verlauf auch der Name eines Marco Valdeira auftauchte, der mit Jaime Ruiz zusammen erschossen werden sollte. Jetzt höre mal genau zu, alter Freund, unterbrach der General schließlich die Erklärungen des Hauptmanns Cordez, du erinnerst dich doch sicher noch an die Affäre Colombo? Genauso werden wir verfahren! Esteban Ramirez gab Hauptmann Cordez noch eine Reihe detaillierter Anweisungen, welche Ruiz in seinem Sessel weder vom Sinn, noch vom Wortlaut her verstand. So müsste es gehen, alter Freund, sagte der General abschließend nach einer Weile in das Telefon, und du kannst dich darauf verlassen, dass deiner weiteren Beförderung nichts mehr im Wege steht! Danach legte er zufrieden lächelnd den Hörer auf und kam an den Tisch zurück. Wir haben eine große Chance, Raffael, sagte er leise, während er die Gläser neu füllte, und ich habe endlich Gelegenheit meine Schuld bei dir zu begleichen. Ich verstehe dass alles nicht, Esteban, sagte Ruiz ratlos. Ich werde es dir erklären, lächelte der General zuversichtlich. Ein Zufall will, dass dein Sohn mit dem Mörder eines Offiziers aus dem Generalstab mit in seiner Zelle sitzt, der Mann heißt Marco Valdeira. General Ramirez erklärte, wie Valdeira in die Todeszelle gekommen war. Er hatte in einem Anfall von Eifersucht einen Generalstabsoffizier erschossen, der seine junge Frau belästigt hatte. Da Valdeira nicht von einem Sondergericht der Junta verurteilt wurde, sondern von einem Militärgericht, erklärte Esteban Ramirez, kann ich die Vollstreckung des Urteils bestimmen. Aber das hilft doch nicht meinem Sohn! rief Ruiz. Nur die Ruhe, sagte der General zuversichtlich, der Mann der morgen bei Sonnenaufgang unter den Kugeln des Peletons sterben wird, ist nicht dein Sohn, es ist Valdeira, der seinen Platz mit ihm tauschen wird. Und du glaubst im Ernst, dass dieser Valdeira sein Leben für meinen Sohn geben wird? zweifelte Ruiz. Er wird ohnedies sterben müssen, sagte Ramirez kalt, und er wird freudig in den Handel einwilligen, weil Cordez ihm versprechen wird, dass du nach seinem Tod für seine Frau und seine beiden Kinder sorgen wirst. Das ist kein Problem, atmete Raffael Ruiz auf, ich bin ziemlich vermögend. Hast du auch Geld im Ausland, Rafael? wollte der General wissen. Ich bin an Industrieunternehmen in Frankreich beteiligt, zögerte Ruiz. Gut, blieb Esteban Ramirez bestimmt, ich werde heute noch Ausweise und Vollmachten besorgen, damit dein Sohn morgen Vormittag die Linienmaschine nach Paris benutzen kann, er darf aber nie wieder hierher zurückkommen! Und du glaubst im Ernst, dass das gelingt? fragte Ruiz. Es muss gelingen, meinte der General hart, denke daran, dass du damit nicht nur deinen Sohn, sondern auch einer jungen Frau und zwei kleinen Kindern hilfst! Und wenn etwas schief geht? zögerte Ruiz. Dann sterben wir beide, dein Sohn und Hauptmann Cordez ebenfalls unter den Kugeln des Peletons, blieb der General völlig ruhig. Aber sind wir nicht schon vor vielen Jahren viele Tode gestorben? Ich vermag kaum zu glauben, zögerte Ruiz noch, aber halbherzig, dass solch ein Coup gelingt, es ist zu verwegen und beinahe unmoralisch! Vor vielen Jahren gab es einmal eine Affäre Colombo, erklärte der General geduldig, da wurde ein zum Tode Verurteilter genauso gerettet. Auch damals war Hauptmann Cordez maßgeblich daran beteiligt und erhielt für seine Unterstützung das Offizierspatent. Trotzdem..., wandte Ruiz ein, aber der General unterbrach ihn mit einer Handbewegung. Es ist immer verwegen, das Leben eines Menschen zu retten, sagte er bestimmt, das solltest du aus eigener Erfahrung noch wissen. Und was die Moral angeht, so bleibt sie gewahrt, denn du wirst eine junge Familie unterstützen, welche ohne dich in Not und Elend kommen würde. Am nächsten Morgen saß Raffael Ruiz am Steuer seines schweren Wagens wartend vor der General Martinez-Kaserne. Als sich die Bergspitzen der hinter der Kaserne ansteigenden Anden in dem beginnenden Sonnenaufgang zu färben begannen, kam General Esteban Ramirez gemessenen Schrittes aus dem Kasernentor auf den Wagen zu. Es wird besser sein, wenn ich fahre, sagte er bestimmt, während er die Tür öffnete und, als Ruiz schweigend auf den Beifahrersitz wechselte, es muss gleich soweit sein! Die Spitzen der Berge begannen golden zu glühen und Raffael Ruiz drehte die Türscheibe herunter. Verhalten klangen Kommandos hinter der Mauer der Kaserne herüber und, als sich der Feuerball der Sonne strahlend in den Himmel schob, eine Salve von Gewehrschüssen, welche die Stille des beginnenden Tages zerriss. Jetzt dauert es nicht mehr lange, sagte der General und ließ den Motor des Wagens anspringen. Da rannte auch schon die Gestalt eines einzelnen Mannes aus dem Kasernentor. Noch während Ruiz in die Sonne blinzelnd, die Gestalt seines Sohnes zu erkennen versuchte, hob der Mann die Klappe des Kofferraums, schwang sich hinein und zog sie hinter sich zu. Der Junge ist mager geworden, sagte Raffael Ruiz bedauernd und hielt sich fest, weil der General den Wagen mit durchdrehenden Rädern über die Straße jagte. Das wäre geschafft, sagte er zufrieden, nachdem sie schon einige Zeit in Richtung der Hauptstadt gefahren waren. Aber ich bin erst überzeugt, meinte Ruiz, wenn der Junge mit der Maschine am Horizont verschwunden ist. Aber deshalb bringe ich euch doch beide zum Flughafen, grinste Esteban Ramirez, niemand wagt es, einen jungen Mann aufzuhalten, der von einem General zum Flugzeug begleitet wird! Eine Weile fuhren sie schweigend weiter. Übrigens, sagte der General plötzlich, dein Sohn hat mir einen Brief gegeben, welchen ich dir übergeben soll, weil er sich doch erst wieder melden kann, wenn er in Frankreich angekommen ist. Lächelnd schlitzte Raffael Ruiz das Kuvert auf. ‚Lieber Vater’, las er, wenn du diesen Brief liest, bin ich nicht mehr am Leben. Der Mann im Kofferraum ist Marco Valdeira, der es allein wegen seiner Familie verdient hat, gerettet zu werden. Die Schrift verschwamm vor seinen Augen. ‚Ich will nicht im Ausland leben, nachdem ich für mein Land, für dessen Freiheit ich gekämpft habe, sterben soll...’, las er weiter. ‚Bitte hilf Marco und seiner Familie, dann hat mein Leben doch noch einen Sinn gehabt’. Stimmt etwas nicht, fragte der General nervös. Es ist nichts, lächelte Raffael Ruiz mit Tränen in den Augen, ich habe soeben nur den Preis für ein anständiges Leben bezahlt....

Carlos’ Traum von der eigenen Insel

Ein strahlend blauer Himmel lag über dem weißen Strand der Costa Palma, an dem sich die blauen Wogen der Karibischen See spielerisch brachen. Den Himmel über und den Strand unter sich, so lag Carlos in seinem von Palmen gesäumten Paradies. Der ganze Strand war nämlich Carlos Arbeitsplatz. Jeder muss einer Arbeit nachgehen, erklärte er einmal einem Freund in der Strandbar hinter einem Gin-Fizz grinsend. Menschen leben um zu arbeiten und Menschen arbeiten um zu leben. Er überließ es dem Freund, herauszufinden, zu welcher Kategorie er gehörte und bestellte inzwischen zwei neue Gin-Fizz, welche er mit dem Geld bezahlte, dass er sich vorher angeeignet hatte. Carlos lebte nämlich davon, dass er tagsüber den am Strand liegenden Touristen die dicken Brieftaschen und Geldbörsen aus den abgelegten Kleidern zog. In der Nacht lebte er dafür, dass er mit den einheimischen Mädchen feierte, was ihm wiederum das Geld der Touristen kostete. Mein Job erfüllt den Kreislauf unserer Wirtschaft, erklärte er dem darüber verblüfften Freund. Das Geld, welches ich am Tage den Touristen abnehme, lasse ich am Abend und in der Nacht wieder in die heimische Wirtschaft einfließen. Der Freund vermochte sich der Logik dieses eigenartigen Verhaltens nicht zu verschließen und wollte wissen, ob Carlos nicht noch einen tätigen Teilhaber bei seiner verantwortungsvollen Tätigkeit gebrauchen könnte. Ich könnte schon noch einige Teilhaber gebrauchen sann Carlos über das unverhofft aufgetauchte Problem nach, denn ich möchte mein Geschäft vergrößern und dabei die Gefahr von der Policia behindert zu werden, mindern. Sag’ schon, Carlos, was du vorhast, ich bin dein Mann, meinte der Freund aufgeregt. Ich hätte sogar noch einige Jungs an der Hand, welche ich überreden könnte, bei uns mit einzusteigen! Carlos zündete sich umständlich eine Camel an und blies nachdenklich den Rauch an die Decke der Bar. Man sah ihm an, dass er gleich mit einer ganz großen Idee herausrücken würde. Für hundert Millionen Escudo, erklärte er seinem neuen Teilhaber leise, könnte man sich eine Insel kaufen und sich dort mit einer Menge hübscher Mädchen viele schöne Tage machen. Aber bis du den Touristen hundert Millionen geklaut hast, meinte der Freund, da musst du ja arbeiten, bis du alt und grau bist. Und dann findest du keine hübschen Mädchen mehr für deine Insel. Wir müssten uns die hundert Millionen von der Regierung holen, lächelte Carlos. Um sich nicht zu blamieren, würde die das zahlen, wenn wir ihr den Präsidenten entführen. Du hast vielleicht unmögliche Ideen, staunte der Freund und trank vor Schreck seinen Gin-Fizz auf einen Zug aus, so etwas gelingt doch nie! Das ist eben die Stärke unmöglicher Ideen, lächelte Carlos, dass sie sich fast immer verwirklichen lassen; wahrscheinlich, weil man sie von vornherein für unmöglich hält. Ich bin dabei, Carlos, sagte der Freund beeindruckt und streckte die Hand aus, welche Carlos lächelnd nahm. Und ich besorge noch einige Jungs, welche uns bei dem Coup helfen. Ohne jede Waffengewalt entführten sie Doktor Esteban Domingos, den Präsidenten von Santa Pueblo, und baten in dringend und in äußerst liebenswürdiger Weise in das vorbereitete Versteck unter den Palmen der Costa Palma. Da wir nun anscheinend die erste Etappe dieses Unternehmens hinter uns gebracht haben, fragte Doktor Domingos mit gelassener Liebenswürdigkeit, darf ich fragen, wie es nun weiter gehen soll? Wir werden warten, bis Ihr Vertreter die Regierungsgeschäfte übernommen hat, erklärte Carlos, und dann hundert Millionen Escudos für Ihre Freilassung verlangen, Excellenze. Mein Vertreter ist General Santos Perez, blieb der Präsident gelassen, er wird Ihnen das Geld zahlen, aber nur, wenn Sie ihm garantieren, dass ich nicht wieder zurückkehre, damit er endlich die Macht ganz übernehmen kann. Dann bedankte sich der Präsident für die bisher vorbildliche Behandlung seiner Person, welche hoffentlich weiterhin so andauern sollte, bewunderte den planmäßigen Ablauf der Entführung und wollte dann wissen, wofür man eigentlich so viel Geld brauchen würde. Carlos erläuterte eingehend seinen Plan und meint dann: Sie werden verstehen, Excellenze, dass wir uns das erforderliche Kapital auf diese ungewöhnliche Weise beschaffen müssen. Und ob ich Sie verstehe, Senhores, rief Doktor Esteban Domingos erstaunt, ich trinke selber gerne Whisky, pokere,

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Tag der Veröffentlichung: 29.10.2013
ISBN: 978-3-7309-5840-7

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