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Die Töchter der Schwarzen Mamba - Polit-Thriller Teil IV - Der Countdown

Karin Welters

 

 

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Cover Layout © 123 RF, Matthijs Kuijpers

Die Töchter der schwarzen Mamba Teil IV ©

Karin Welters

Published by LitArt-World © 2018

 

 

Das Taschenbuch umfasst 165 Seiten

 

 

Eine global operierende Gesellschaft, genannt die Organisation, will durch die Einführung einer einzigen, weltweit gültigen Währung die Kontrolle über den Welthandel gewinnen. Nach zweijähriger, geheimer Vorbereitungszeit beginnt im Herbst 2012 die Umsetzung des Projektes „Schwarze Mamba“.

 

Die Frauen um Louise setzen den Organisatoren ein Ultimatum. Werden die Statuten nicht geändert, gründen sie eine Parallel-Organisation. Wie werden die Mitglieder der Organisation entscheiden?

Unerwartete Situationen zwingen die Agenten um Konrad und Elly immer wieder, den Befreiungsplan zu ändern. Gerät das Scheingefecht zwischen Zulus und Xhosas außer Kontrolle? Bleiben CIA, MI6 Und Mossad im Hintergrund?

Gelingt es Mark, die Gruppe zu stabilisieren? Kann Jerry, der neue Hacker, ihn dabei unterstützen?

 

Die Hauptpersonen

 

Richard McCormack
Wortführer der Organisation

 

Louise McCormack
seine Tochter

 

Mark Richter
Motivationstrainer

 

Sarah Birgen
seine Verlobte

 

Konrad Seiffert
Agent für Spezialeinsätze

 

Elisabeth Brinkmann
seine Assistentin

 

George, Joe, Lucas,
Handlanger der Organisation

 

Was bisher geschah

*

Teil I – Wie alles begann

Richard McCormack ist der Wortführer einer internationalen Gruppe, die sich die Organisation nennt. Die Mitglieder der Gruppe wollen durch die Einführung einer einzigen, weltweit gültigen Währung die Kontrolle über den Welthandel gewinnen. Nach zweijähriger, streng geheimer Vorbereitungszeit beginnt im Herbst 2012 die Umsetzung des Projektes „Schwarze Mamba“.

Mark Richter, von Beruf Motivationstrainer, macht seiner Verlobten Sarah Birgen bei einem Abendessen in Ginos Restaurant, seinem ‚Lieblingsitaliener‘, einen Heiratsantrag. Während einer Zigarettenpause vor der Gaststätte wird Mark Richter von Unbekannten entführt.

Aufgrund einer auffallenden Häufigkeit weltweit entführter junger Männer schalten sich die Geheimdienste ein: CIA, MI6 und Mossad. Konrad Seiffert, der schon häufig Spezialaufträge für den BND erledigte, recherchiert zusammen mit seiner Partnerin Elisabeth Brinkmann, genannt Elly, im Entführungsfall Mark Richter.

*

Teil II – Gefährliche Strömungen

Mark Richter findet sich in einem Haus am Meer an der südafrikanischen Wildcoast wieder – zusammen mit jungen Hackern, die den Computer der chinesischen Börse lahmlegen sollen. Mark soll dafür sorgen, dass die jungen Männer als Team zusammenarbeiten – ein schwieriges Unterfangen, weil sich die Hacker als Einzelkämpfer sehen und jegliche Zusammenarbeit verweigern.

Elly gelingt es, Sarah zu einem Kurztrip nach Malta zu bewegen. Auf der kleinen Insel werden Sarahs unbekannte Verfolger vom Mossad und vom CIA entdeckt und ausgeschaltet. Nach einer Warnung aus Israel werden Elly und Sarah eiligst aus Malta ausgeflogen.

Louise, die Tochter von Richard McCormack, eröffnet ihrem Vater, dass sie seine Nachfolgerin in der Organisation werden will. Weil die bisherigen Statuten der Organisation nur Männer als Mitglieder erlauben, drängt Louise ihren Vater, für die Änderung der Statuten zu sorgen.

*

Teil III – Zerreißproben

Konrad und seine Crew reisen zusammen mit Agenten des BND nach Südafrika. Hier treffen sie auf Kollegen vom CIA, MI6 und Mossad. Gemeinsam wollen sie Mark Richter und die jungen Hacker befreien. Die Rivalitäten verschiedener ethnischen Gruppen in Südafrika verhindern jedoch ein schnelles Vorgehen.

Nachdem einer der jungen Hacker ermordet wurde, gerät Mark unter Druck. Er startet ein risikoreiches Experiment und hofft, auf diese Weise ein Team aus den jungen Leuten machen zu können.

Louise droht ihrem Vater, eine eigene Organisation zu gründen, falls er ihre Forderung nach einer Änderung der Statuten nicht erfüllt. Zwischen den beiden kommt es zum Eklat.

Teil IV - Der Countdown

 

*01. November 2012 – Mallorca (Spanien)

Für einen Augenblick saßen alle Organisatoren im Konferenzsaal wie erstarrt, als die neun Frauen, Louise voran, in den Raum drängten. „Dorothy!“ Richard war auf den Beinen. „Was machst du denn hier?“

Fast gleichzeitig sprangen Ibn Tahim, Juan Gonzales und Wladimir Roskovska von ihren Plätzen auf. „Was erlauben Sie sich?!“, brüllte Juan mit seinem überschäumenden, südamerikanischen Temperament.

„Ungeheuerlich!“ Der Russe stützte sich mit hochrotem Kopf auf der Tischplatte auf.

Der Saudi dagegen war blass geworden und japste: „Das ist… das… ist ja… Nein! Was für eine Beleidigung!“ Seine Augen waren zu Schlitzen verengt. „Das wirst du mir büßen, Richard…“

„Lassen Sie meinen Vater in Ruhe!“ Louise schnitt ihm mit eisiger Stimme das Wort ab. Der Araber zuckte zusammen. „Er hat mit unserem Auftreten nichts zu tun. Im Gegenteil! Er hat alles versucht, mich davon abzuhalten, vor den hohen Herren der Organisation zu erscheinen.“ In ihrer Stimme lag ein unüberhörbarer Spott. „Aber… wie Sie sehen, kann niemand uns und unser Vorhaben aufhalten – auch Richard McCormack nicht.“

„Das wollen wir doch mal sehen“, erwiderte Xi-Jiong fast flüsternd und mit seinem undurchdringlichen, asiatischen Lächeln.

Louise ging auf ihn zu, lächelte ebenfalls und erwiderte im selben, leisen Tonfall: „An Ihrer Stelle würde ich mir erst einmal anhören, was wir Ihnen zu sagen haben.“

„Und wenn nicht?“ Der Chinese lächelte noch immer, wenn auch ohne Beteiligung seiner Augen.

Richard erschrak über die Eiseskälte, mit der seine Tochter erwiderte: „Wollen Sie der Organisation Schaden zufügen?“

„Da bin ich aber sehr gespannt, wie Sie uns schaden wollen.“ Ibn Tahims Stimme vibrierte vor unterdrücktem Ärger.

Louise umrundete den Tisch und stellte sich demonstrativ hinter den Araber. Er war gezwungen sich zu ihr umzudrehen, wollte er sich nicht selbst als Ignorant entlarven.

„Wissen Sie, Mister Ibn Tahim, darauf sollten Sie auch gespannt sein. Wenn es Ihre Zeit erlaubt, mir noch ein wenig zuzuhören, werde ich Ihre Neugier voll und ganz befriedigen.“

Sie steuerte einen der freien Plätze am Tisch an, setzte sich auf den bequemen Stuhl, schaute in die Runde und fuhr fort: „Das, was ich Ihnen jetzt ankündige, sollten Sie im eigenen Interesse genau prüfen, denn ich scherze nicht, meine Herren.“

Richard sah, wie sich die Augen auf seine Tochter richteten. Ja, sie hatte die volle Aufmerksamkeit aller Anwesenden.

„Der heutige erste November 2012 wird als ein historischer Tag in die Geschichte eingehen, auch wenn kaum jemand davon erfahren wird – es sei denn… Sie entschließen sich, unser Angebot zurückzuweisen. Wir, die hier anwesenden Frauen, stehen stellvertretend für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Und Sie glauben, diese Hälfte weiterhin ausklammern zu können? Sie glauben tatsächlich, Sie könnten sich weiterhin einen Dreck um die Interessen der Frauen scheren? Glauben Sie allen Ernstes, wir würden – so wie Sie – die Demütigungen, Vergewaltigungen oder Herabsetzung weiter und weiter hinnehmen, übergehen, missachten?“

Sie wandte sich an Juan Gonzales. „Dass in Südamerika 10 und 11jährige Mädchen vergewaltigt und geschwängert werden, gehört zu den unbedeutenden Tagesordnungspunkten, nicht wahr? Und dass anschließend die Abtreibung aus angeblich religiösen Gründen abgelehnt wird, ist für Sie völlig in Ordnung? Es wird Zeit, Mister Gonzales, dass Männer, die im 21. Jahrhundert solche Barbarei erlauben, im Amazonas baden gehen – und zwar dort, wo viele, hungrige Piranhas auf eine anständige Mahlzeit warten.“

Bevor Juan reagieren konnte, wandte sich Louise an Xi-Jiong. „Sieht es bei Ihnen anders aus, Mister China? Ich habe jedenfalls noch keinen weiblichen Minister in einem Ihrer Ressorts entdecken können. Sie nennen sich Volksrepublik? Dass ich nicht lache! Besteht Ihr Volk ausschließlich aus Männern?“

Sie zeigte mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf Wladimir. „Ist das bei Ihnen anders, Mister Roskovska? Wo im russischen Muskelspielchen ist die Handschrift einer warmherzigen Frau zu erkennen?“

Louise erhob sich. „Nun zu Ihnen, Mister Ibn-Tahim. Kein Land auf der Erde, in dem der Islam als Religion am Ruder ist, geht derart verbrecherisch mit Frauen um. Und das im Namen Gottes? Diese Staaten gehören zu den schlimmsten Gotteslästerern, die wir uns vorstellen können.“

Louises Stimme nahm einen Tonfall an, der Richard unter die Haut ging: Verachtung, Abscheu, Ekel und Widerwille. Und er begriff, dass Louise sich die allgemeine Verblüffung, den Überraschungseffekt, den sie durch ihren Auftritt verursacht hatte, zunutze machte.

„Was für ein erbärmlicher Gott ist das, der nicht nur erlaubt, sondern sogar fordert, seine von ihm erschaffenen Geschöpfe zu töten? Ihr Allah, Mister Ibn-Tahim, ist immer noch der rachsüchtige, eifersüchtige und egomanische Gott des Alten Testaments. Nach Ihrer Lesart wurde Adam, als Ebenbild eines kranken, narzisstischen und gefühllosen Gottes erschaffen. So sehen Sie den Gott, dem sich Ihrer Meinung nach alle Menschen auf der Welt unterzuordnen haben.“

Louise schüttelte den Kopf. „Sie missbrauchen diesen Gott nur als Alibi, um Ihre eigenen despotischen Verhaltensweisen und tyrannischen Maßstäbe zu rechtfertigen.“ Louise wandte sich erneut den Organisatoren zu. „Wir Frauen haben die Nase voll von eurer Unterdrückung! Eurer Arroganz! Eurer Anmaßung! Und… eurem Wahn, zu töten!“

Helen hatte offenbar die Erschöpfung ihrer zukünftigen Schwägerin mitbekommen.

Sie übernahm die Gesprächsführung: „Ich erwarte in wenigen Wochen ein Kind und bin nicht gewillt, es brutalen, grausamen und unmenschlichen Egozentrikern als Spielball in den Rachen zu werfen. Wir werden jetzt aktiv etwas unternehmen, um eine andere, eine friedlichere und gedeihlichere Atmosphäre auf dieser Welt zu erschaffen.“

Louise nahm den Faden wieder auf. „Und deshalb, meine Herren, wollen wir, dass die Statuten der Organisation geändert und Frauen als gleichberechtigte Nachfolgerinnen zugelassen werden.“

Es herrschte absolute Stille im Raum. Kein Hüsteln, kein Räuspern, kein Wort.

Nach einer Weile erhoben sich Ibn-Tahim, Mr. Smith aus Riad, Juan Gonzales und Wladimir Roskovska wortlos, um den Raum zu verlassen.

Ruhig und bedachtsam, klar und unzweideutig sagte Louise: „Ahhh… die Herren möchten der unbequemen Wahrheit entkommen! Sie können sich selbstverständlich durch Ihr diskretes Davonlaufen aus der Affäre ziehen. Allerdings – nur für den Augenblick. Glauben Sie, dass Sie damit das Problem lösen? Im Gegenteil! Sie werden dann damit leben müssen, dass wir eine Parallelorganisation aufbauen, die ausschließlich mit Frauen besetzt sein wird. Machen Sie sich darauf gefasst, dass wir unser ganzes Wissen um die Organisation und ihre Pläne sehr bald unters Volk bringen. Wir werden ganzseitige Anzeigen schalten – und zwar in allen Ländern der Welt. Die Medien werden sich die Finger danach lecken. Nichts wird verborgen bleiben. Gar nichts!“

„Sie wollen uns erpressen?“ Wladimir Roskovska starrte sie ungläubig an.

Louise grinste. „Wenigstens diese Sprache scheinen Sie zu verstehen. Ist Erpressung nicht eines ihrer bevorzugten Mittel, Mister Roskovska? Kurz bevor Sie Gewalt anwenden, um ihren Willen brutal durchzusetzen?“

„Bevor ihr geht, Waldimir“, mischte sich Richard ein, „würde ich folgendes vorschlagen: wir brauchen alle erst einmal ein wenig Zeit, um das, was hier passiert ist, zu verdauen, zu überdenken und zu beratschlagen. Was meint ihr?“

Der Russe reagierte verächtlich. „Ich hab nichts zu verdauen. Diese Überlegungen brauche ich auch nicht zu überdenken. Das ist einfach nur… absurd.“

„Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen.“ Juan nickte heftig.

Der Saudi schüttelte mit dem Kopf. „Beratschlagen? Was gibt’s da zu beratschlagen? Das, was deine Tochter da von sich gibt ist derart… ja, charakterlos, dass ich mir nur noch überlege, ob ich die Organisation nicht besser sofort verlasse.“

Bevor Richard darauf eingehen konnte, lachten die Frauen auf.

„Ja, Mister Ibn Tahim“, entgegnete Louise sarkastisch. „Mächtige Männer wie Sie müssen sich unbedingt vor der großen Gefahr, die von Frauen ausgeht, schützen. Am besten und wirkungsvollsten, indem Sie ihnen aus dem Weg gehen und sich abschotten. Oh ja! Die Macht der Frauen ist wirklich das Bedrohlichste, das es für Scheichs gibt.“ Sie ging auf ihn zu. „Wenn es um Liebe, Güte, Anteilnahme, Zuwendung, Wärme und Barmherzigkeit geht, zieht ihr nur noch euren geheiligten Schwanz ein oder ergreift die Flucht.“

Richard war entsetzt. „Louise!“ Er wollte sie stoppen.

„Nein, Richard!“, hörte er seine Frau Dorothy von der Seite sagen und wirbelte herum. „Louise hat recht. Die männliche Identität wird nur aufrecht gehalten durch ihre Zurückweisung der Frau. Alle Gefühle, die erst das Menschsein ausmachen, werden systematisch ausgeklammert, ignoriert oder gewaltsam unterdrückt. Aus welchem Grund müssen Männer weltweit Frauen erniedrigen, demütigen oder vergewaltigen? Um die eigene Kleinheit nicht erkennen oder gar ertragen zu müssen? Nein! Gefühle passen nicht zum Bild des Mannes, das ihr – die Herren in diesem Raum – unbedingt als das einzig Richtige hochhalten wollt.“

Dorothy machte einen Schritt auf ihren Mann zu. „Mein lieber Richard, der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung, sondern ihr höchstentwickeltes Problem. Der Verstand, der im Dienst der Humanität, der Liebe und dem Schutz des Lebens eingesetzt werden soll, wird nur noch zur Zerstörung des Lebens missbraucht. Und es sind nicht die Frauen, die diese durch und durch lebensfeindliche Gesinnung an den Tag legen.“

„Dorothy!“ Richard war erschüttert. „Was redest du da?“

Sie sah ihn mit traurigem Lächeln an. „Ich habe viel zu lange meinen Mund gehalten, Dick. Es wird Zeit, dass ein frischer Wind durch eure Geheimtreffen weht und den Mief aus euren eingerosteten Denkapparaten pustet.“

Sie drehte sich um. „Mister Ibn Tahim. Ich habe mehr als 40 Jahre lang geglaubt, mich den Gräueltaten der Unmenschlichkeit durch Neutralität und Wegschauen entziehen zu können. Ich habe geglaubt, ich müsste Richard gegenüber loyal sein. Aber es gibt keine neutrale Grauzone zwischen Leben und Tod.“ Nach kurzer Pause schaute sie in die Runde und fuhr fort: „Und wenn Sie glauben, dass Sie, als die Organisation, mit dieser Welt des Grauens nichts zu tun haben, dann sind Sie im Irrtum. Die Verbrecher, die selbst vor unserem Lebensfundament, der Mutter Erde, keine Achtung und keinen Respekt haben, müssen gestoppt werden. Niemand kann seine Hände in Unschuld waschen, solange er sich von den Folgen derartiger Gräueltaten nicht im Innersten berühren lässt. Wer nicht seine ganze Kraft aufwendet, Fanatikern, Verblendeten und Wahnsinnigen entgegenzutreten, ihnen Einhalt gebietet und stattdessen sein persönliches politisches oder wirtschaftliches Machtsüppchen kocht, ist für mich noch viel schlimmer als diese Barbaren. Gerade SIE, meine Herren, haben als gutes Beispiel voranzugehen und das Leben – in Gestalt der Frauen – zu schützen und wertzuschätzen.“

Die Ruhe und Gelassenheit, mit der Dorothy sprach, blieb nicht ohne Wirkung.

Juan kehrte als erster wieder zurück an seinen Platz.

„Was, verehrte Ms. McCormack, hat das mit dem zu tun, was Ihre Tochter uns da eben um die Ohren gehauen hat? Wir sind weder Mörder noch Terroristen. Im Gegenteil. Wir wollen, dass dieses Chaos aufhört. Wir wollen Dinge vereinfachen.“

„Ich weiß.“ Dorothy lächelte. „Mister Gonzales, ich weiß. Wenn ich das nicht wüsste, glauben Sie mir – ich wäre nicht hier. Und schon lange nicht mehr mit Richard zusammen. Der Weg, den die Organisation wählt, wird aber nicht zum gewünschten Erfolg führen.“ Sie lächelte. „Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: Folge der Spur des Geldes. Und dann ist die Organisation wohl der richtige Ansprechpartner, oder? Genau hier! Hier in diesem Raum, werden die Voraussetzungen für die Unmenschlichkeit geschaffen. Sie alle, wie Sie hier versammelt sind, glauben – genau wie mein Mann – daran, etwas Gutes, etwas Richtiges etwas Hilfreiches zu tun. Aber… leider ist das euer größter Trugschluss.“

Sie wandte sich an den saudischen Organisator.

„Was Louise betrifft, Mister Ibn Tahim – sie ist so temperamentvoll wie mein Mann. Sie gehört zu der Generation, die sich massiv gegen die Dominanz des Intellekts, von Männern vertreten, auflehnt. Sie hat nichts Persönliches gegen Sie. Aber Sie vertreten die Drahtzieher, die Urheber und Baumeister dieser ganzen, verdammten Misere auf diesem Planeten – zusammen mit emotionslosen Wissenschaftlern und einem verblendeten Klerus. Sie operieren im Geheimen, hinter verschlossenen Türen, in unauffälligen Hinterzimmern – oder einer traumhaft gelegenen Finca auf Mallorca. Sind Sie die Grauen Herren, wie

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: © 2016 / LitArt-World / Karin Welters
Bildmaterialien: © 123 RF, Matthijs Kuijpers
Cover: © Karin Welters
Tag der Veröffentlichung: 14.08.2016
ISBN: 978-3-7396-6901-4

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