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Leseprobe

 

Champagner auf Ex

Katina Doru

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Dieses Werk wurde vermittelt durch die Literaturagentur Kai Gathemann GBR

 

 

 

Prolog

 

 

Manche sagen, die Liebe sei eine Seifenblase aus purem Glück, schillernd, bezaubernd, aber auch hauchzart und zerbrechlich. Wenn sie nicht mit Vorsicht behandelt wird, kann sie leicht zerplatzen.

 

Doch was passiert dann mit all dem Glück? Ist es für immer verloren?

 


1

 

 

Das gibt’s doch nicht! Eben war der Tag noch sonnig, und auf einmal fallen dicke Regentropfen, wunderte sich Kaya und trat aus dem kleinen Café am Viktualienmarkt. Der Himmel war in einen eigenartigen gelbgrünen Ton getaucht, einzelne Blätter taumelten von den Bäumen herab und flogen durch die schwülheiße Gewitterluft.

Der gemütliche Markt im Herzen der Stadt war einer ihrer Lieblingsplätze in München, duftete es hier doch immer verführerisch nach aromatischen Tees, exotischen Gewürzen und bunten Blumenständen. Bei diesem Regen und den dadurch rutschigen Pflastersteinen war von Gemütlichkeit hier draußen allerdings nichts zu spüren.

Der Regen wurde jetzt immer stärker. Kaya rannte, so schnell sie konnte, zum nächstbesten Unterschlupf. In der einen Hand trug sie ihren Latte Macchiato, mit der anderen hielt sie die Vogue über ihren Kopf, um nicht schon nach ein paar Sekunden wie ein nasser Pudel auszusehen. Dann kam es, wie es an so einem Tag kommen musste: Sie stolperte, verschüttete dabei ihren Latte Macchiato über ihre hellblaue Seidenbluse und wäre beinahe auf den Boden gefallen, hätten sie nicht zwei starke Arme in allerletzter Sekunde davor bewahrt.

»Hoppla, das war jetzt aber knapp!«

Verblüfft schaute sie hoch und hinein in zwei sympathische blaue Augen.

»Geht es dir gut?«, fragte der Mann besorgt und sah sie dabei einen Moment länger an als üblich. Dann half er ihr, sich wieder aufzurichten.

»Ja, danke, alles okay«, antwortete Kaya peinlich berührt. Dabei drehte sie ihr Gesicht leicht zur Seite, um seinem Blick auszuweichen.

»Darf ich mich vorstellen? Ich bin Paul.« Der Mann lächelte sie jetzt auf eine irritierende Art und Weise an. Fast kam es ihr so vor, als flirtete er mit ihr.

»Hallo Paul, ich bin Kaya.«

Und während Paul sie unter die Markise des kleinen Blumenladens auf der anderen Seite der Straße begleitete, versuchte Kaya sich mit ihrer linken Hand unauffällig die nassen Strähnen aus dem Gesicht zu streichen.

»Kaya – schöner Name! Er ist wie für dich gemacht.«

Okay, dieser Paul flirtete definitiv mit ihr.

Leicht verlegen zupfte sie an ihrer nassen Bluse herum. »Du meinst, er passt perfekt zum nassen Pudel, der gerade vor dir steht?«

Darüber mussten beide lachen, und noch im selben Moment merkte sie, dass sie diesen Mann mochte.

Paul zögerte kurz. »Und witzig bist du auch.«

Dann räusperte er sich.

Mit ihrem langen, dunklen Haar und den ausdrucksstarken braunen Augen war es Kaya gewohnt, von Männern umworben zu werden. Zu ihrer eigenen Überraschung aber lächelte sie dieses Mal verunsichert und spürte, wie ihr Herz schneller schlug.

»Vielen Dank für das Kompliment«, meinte sie schließlich, weil sie nicht wusste, was sie sonst sagen sollte.

»Gern geschehen.« Dann berührte Paul wie zufällig ihren Arm, und für eine Sekunde war da diese leichte, prickelnde Spannung zwischen ihnen. »Darf ich dich vielleicht auf einen Kaffee einladen? Von deinem ist ja nicht viel übrig geblieben.«

Ihr erster Gedanke war: Warum eigentlich nicht? Aber sie fühlte sich durch seine direkte Art auch irgendwie überrumpelt.

»Das ist ein nettes Angebot, doch ich muss leider gleich weiter«, antwortete sie und blickte auf ihre Armbanduhr. Ihr war bewusst, dass ihre Reaktion unhöflich war, und trotzdem konnte sie nicht anders.

Paul fuhr sich mit den Händen durchs Haar, wirkte wie vor den Kopf gestoßen. Ganz offensichtlich hatte er mit so einer Antwort nicht gerechnet. Aber er gab noch nicht auf. »Ach komm, sag doch Ja.«

Sie biss sich auf die Lippe, während das Schweigen zwischen ihnen immer länger wurde. Und weil sie ihm nicht in die Augen sehen konnte, ließ sie ihren Blick über den Marktplatz schweifen. Beinahe so, als suchte sie nach einem Fluchtweg.

»Okay, verstehe«, unterbrach er schließlich enttäuscht die Stille, noch ehe sie es geschafft hatte, etwas zu erwidern. Dann vergrub er die Hände in den Hosentaschen, nickte ihr zu und lief ohne ein weiteres Wort an ihr vorbei hinaus in den Regen.

Kaya schaute ihm hinterher. Beim Anblick seiner hochgezogenen Schultern fühlte sie sich ein wenig schuldig. Vermutlich war es besser so, sagte sie sich. Und dennoch kam sie in diesem Augenblick nicht umhin, sich zu fragen: Bin das eben ich gewesen? So unsicher in der Gegenwart eines Mannes, den ich noch nicht mal kenne? Ich, die doch nach der Geschichte mit Erik mit dem Thema Männer ohnehin abgeschlossen hat.

Erik. Für eine Millisekunde sah sie seine grauen Augen vor sich. Bei der Erinnerung daran spürte sie ein flaues Gefühl im Magen. Und noch im selben Atemzug einen tiefen Stich im Herzen. Beide Gefühle kannte sie nur zu gut, waren sie doch inzwischen ein Teil von ihr geworden. Zwei leidige Begleiter. Gedankenverloren presste Kaya ihre Lippen aufeinander. Sie hatte geglaubt, Erik zu kennen. Und sie war sich sicher gewesen, dass auch er sie kannte. Oh Mann, wie naiv sie doch gewesen war.

Mit einem Kopfschütteln versuchte sie, den Gedanken an Erik wieder zu vertreiben. Versuchte, sich einzureden, dass ihre Reaktion Paul gegenüber nichts mit Erik zu tun hatte. Nicht einmal annähernd.

Ihr Blick folgte immer noch Paul. Es ging ihr nicht aus dem Kopf, wie er sie gerade angelächelt und berührt und welche widersprüchlichen Emotionen er in ihr ausgelöst hatte. Plötzlich ließen sie ein greller Blitz und ein gleich darauf folgender krachender Donner zusammenzucken, rissen sie regelrecht aus ihren Gedanken. Und all ihre Bedenken, die sie soeben noch gefühlt hatte, waren mit einem Mal wie weggeblasen.

Verdammt! Da begegnet dir einmal ein interessanter Mann, und was machst du?

Und noch bevor sie überhaupt wusste, was sie tat, hörte sie sich rufen: »Paul, warte mal kurz!«

Paul blieb stehen und drehte sich mit einem erstaunten Gesichtsausdruck zu ihr um.

»Wenn ich einen Hugo mit frischer Minze bekomme, können wir uns gern die Tage treffen.«

»Abgemacht!« Er kam zurück und lächelte. Und dieses Lächeln breitete sich über sein gesamtes Gesicht aus. »Du gibst mir deine Nummer, und ich lade dich auf einen Hugo mit frischer Minze ein.«

Kaya lächelte zurück. »Hier ist meine Karte. Ruf mich gern an.«

Noch in derselben Sekunde summte sein Handy. Er warf einen Blick darauf, steckte es wieder weg und meinte entschuldigend: »Sorry, jetzt muss ich leider weiter. Aber ich melde mich bei dir, versprochen.«

Und genauso plötzlich, wie Paul vor ihr gestanden hatte, war er auch wieder verschwunden.

Kaya blickte mit einem verträumten Lächeln in den Regen, der jetzt immer stärker auf sie einprasselte. Sie zitterte. Ob vor Kälte oder vor Glück, wusste sie selbst nicht. Schließlich zog sie ihre Schuhe aus und machte sich mit weichen Knien auf den Weg nach Hause.

Sie lief über den nassgeregneten Markt, atmete den Duft frischer Sommerblumen ein und kaufte sich kurzerhand einen großen Strauß bunter Dahlien, auf deren Blättern die Regentropfen wie Glasperlen glitzerten.

Und die ganze Zeit spürte sie immer noch diese Euphorie in sich. Allerdings war mittlerweile auch das flaue Gefühl in ihrem Magen zurückgekehrt. Was überwog? Vermutlich Letzteres. Denn es stand verdammt viel auf dem Spiel.

Ihr Einsatz: ein gebrochenes Herz. Und ein Hugo mit frischer Minze natürlich.

 

 

 

 

 

 

 


2

 

 

Am nächsten Abend traf sich Kaya mit ihrer besten Freundin Lou zu einem Goodbye-Weekend-Drink in einer Bar mitten in der City. Französische Wandspiegel, tiefe Sofas aus zartrosa Samt sowie die warme, indirekte Beleuchtung verliehen dieser kleinen Bar einen einzigartigen Charme irgendwo zwischen schick und lässig.

Kaya hatte Lou während ihres Studiums kennengelernt. Von Anfang an war da eine enge Bindung zwischen den beiden gewesen, an der sich bis heute nichts geändert hatte. Kaya liebte Lou für ihre direkte, unverblümte Art und für die Wärme und Herzlichkeit, die sie ausstrahlte. Lou war für sie ein Stück weit Familie. Eine Familie, die sie als Kind nie gehabt hatte.

Anders als Kaya hatte sich Lou nach dem Studium selbstständig gemacht und führte inzwischen erfolgreich ihre eigene kleine PR-Agentur. Kaya hatte sie schon immer für ihren Mut und ihre Risikobereitschaft bewundert. Sie selbst hatte sich diesen Schritt nicht zugetraut.

»Ich denke, ich nehme einen Prosecco«, sagte Kaya. »Und worauf hättest du Lust?«

»Ja, Prosecco klingt wirklich gut.« Lou nickte begeistert und bestellte für Kaya und sich zwei Gläser, während im Hintergrund Woman in love von Barbra Streisand lief.

»Erzähl mal, wie war deine Woche?«, wollte Kaya wissen. »Konntest du gestern noch mal mit Maybe sprechen?«

Lou befand sich seit etwa einem Jahr in einer On-Off-Beziehung mit Matthias, der sich wegen Bindungsphobie nicht auf eine feste Beziehung mit Lou einlassen wollte. Der klassische Einen-Schritt-vor-anderthalb-Schritte-zurück-Typ eben. Aufgrund seines unentschlossenen Verhaltens hatten Kaya und Lou Matthias den Codenamen Maybe gegeben. Zurzeit waren die beiden mehr getrennt als zusammen, und Lou, die diese Ungewissheit langsam leid war, hatte sich gestern mit ihm verabredet, um die Sache ein für alle Mal für sich zu klären.

»Du wirst es nicht glauben, aber er hat mich doch tatsächlich in allerletzter Minute versetzt.« Lou trank einen Schluck Prosecco und fuhr aufgebracht fort: »Wenn du mich fragst, hat er den Braten gerochen.«

»Ja, kann gut sein, dass er Verdacht geschöpft hat. Und wie fühlst du dich jetzt?«, erkundigte sich Kaya besorgt.

»Gute Frage. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.« Lou zögerte. »Langsam, aber sicher bin ich genervt von seiner Dreistigkeit. Ich meine, er allein bestimmt über unsere Nähe und Distanz, und ich kann dann sehen, wo ich bleibe.« Fassungslos schüttelte sie den Kopf, stellte ihr Glas ab und schob es etwas von sich. »Wie war denn deine Woche?«, fragte sie interessiert und signalisierte damit zugleich, dass sie über das Thema Maybe heute Abend nicht weiter sprechen wollte.

Unschlüssig, wie sie die Ereignisse der letzten vierundzwanzig Stunden in Worte fassen sollte, biss sich Kaya auf die Lippe und ließ ihren Blick nachdenklich durch den Raum schweifen. Sie betrachtete die kleinen Tische aus Mahagoni um sie herum, auf denen jeweils eine wunderschöne Vase mit zart duftenden blauen Hortensien stand, und sah dann wieder Lou an.

Als ob Lou spürte, dass Kaya innerlich hin- und hergerissen war, sagte sie: »Irgendwie wirkst du ganz schön angespannt auf mich, meine Liebe.«

»Ja … also, ich habe eventuell bald ein Date.«

»Wow! Wie geil ist das denn?«, rief Lou begeistert. »Das nenne ich ja mal so richtig coole News. Ich hatte dich ja schon aufgegeben.«

»Ach, ich weiß nicht recht. Paul ist nett, keine Frage …«

»Aber?«, hakte Lou nach und warf ihr einen durchdringenden Blick zu.

»Na ja, immer wenn ich an ihn denke, kommt automatisch die Geschichte mit Erik in mir hoch.«

Kaya hielt jetzt eine Sekunde inne und wartete gespannt auf Lous Reaktion, wohl wissend, dass Lou nicht gut auf Erik zu sprechen war. Um nicht zu sagen: gar nicht gut. Doch als Lou nichts entgegnete, fuhr Kaya nach einem tiefen Seufzen fort: »Es ist verrückt, aber in solchen Momenten sehe ich Erik wieder vor mir. Ich …« Kayas Stimme versagte, weil ihr das Atmen plötzlich schwerfiel. Sie fühlte sich wie eine Bergsteigerin auf dem Mount Everest – ohne Sauerstoffflasche. »Ich denke daran, wie glücklich ich mit ihm war. Und wie sehr ich mich auf ein Leben mit ihm gefreut habe. Dabei sind seit unserer Trennung inzwischen ganze fünf Jahre vergangen.« Sie unterbrach sich ein weiteres Mal und schüttelte resigniert mit dem Kopf. »Beim Gedanken an dieses Date fühle ich mich euphorisch, unsicher, traurig … ach, alles auf einmal irgendwie. Und dieses emotionale Chaos macht mich total fertig.«

Bei ihren letzten Worten schaute sie schnell in ihr Glas, um Lous vorwurfsvollem Blick auszuweichen.

Aber Lou sah Kaya nicht vorwurfsvoll an. Sie schüttelte auch nicht entsetzt mit dem Kopf. Nein, sie nickte verständnisvoll, als wäre das, was Kaya gesagt hatte, absolut nachvollziehbar.

»Ich kann mir vorstellen, dass das alles nicht einfach für dich ist, aber du kannst den Fokus nicht für den Rest deines Lebens ausschließlich auf deine Arbeit legen, nur weil du Angst hast, dich auf etwas Neues einzulassen. Schau dir diesen Paul wenigstens an. Wer weiß, womöglich gibt er dir am Ende sogar das, was Erik dir nicht geben konnte. Oder besser gesagt, nicht geben wollte.«

»Aber da ist etwas an seiner Art, das mich zögern lässt. Und ich weiß nicht: Ist mein Zögern berechtigt oder ist es lediglich ein Produkt meines Schutzmechanismus? Ein Hirngespinst sozusagen?«

»Tja, das kann ich dir leider auch nicht beantworten. Nur, wenn du es gar nicht erst versuchst, wirst du es auch nicht herausfinden«, erwiderte Lou mit Nachdruck. »Erzähl mal, wie ist denn Paul so?«

»Auf den ersten Blick wirkt er sehr charmant, und witzig ist er auch. Er war übrigens mein Retter, hat mich gestern Mittag bei einem Ausrutscher aufgefangen.« Bei der Erinnerung daran musste Kaya unwillkürlich schmunzeln.

»Und was macht er so?«, fragte Lou.

»Um ehrlich zu sein, kann ich dir diese Frage gar nicht beantworten. Wir haben nicht wirklich viel miteinander gesprochen. Aber wir wollen uns ja die Tage treffen, danach weiß ich sicher mehr.«

»Verstehe. Na, da bin ich mal gespannt, wie euer erstes Date so wird!«, rief Lou entzückt.

»Ach, weißt du was? Wahrscheinlich hast du recht, ich sollte mich entspannt zurücklehnen und die Sache mit Paul einfach genießen.«

»Wahrscheinlich? Ich habe ganz sicher recht«, zwinkerte Lou ihr zu und nahm ihr Glas Prosecco in die Hand. »Also, auf ein tolles erstes Date mit Paul! Wie heißt es doch so schön? Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.«

»Ich kann dir nichts garantieren, aber ich verspreche dir, ich werde es versuchen.«

»Das ist doch schon mal was. Und in ein paar Tagen wissen wir sicherlich mehr. Doch zunächst einmal müssen wir diesen verdammten Montag überstehen. Wenn ich daran denke, was mich morgen alles erwartet, wird mir ganz anders.«

»Oh ja, wem sagst du das! Ich würde meinem Chef auch am liebsten schreiben, dass ich morgen später komme. Und wenn er missmutig wissen will, wie spät ›später‹ genau ist, antworte ich ihm einfach: Dienstag.«

Und plötzlich mussten beide lachen.

 


3

 

 

In den darauffolgenden Tagen stürzte sich Kaya in die Arbeit, um nicht ständig an die Begegnung mit Paul denken zu müssen. Oder gar an Erik.

Die renommierte Unternehmensberatung für internationale Mergers & Acquisitions, Schmidt & Partner Consulting, für die sie seit mittlerweile fünf Jahren arbeitete, bot ein spannendes Arbeitsumfeld mit langen und stressigen Arbeitstagen, sodass sie tagsüber normalerweise nie Gefahr lief, ins Grübeln zu geraten.

Doch diesmal wollte ihr das Anhalten ihres Gedankenkarussells einfach nicht gelingen. Während sie sich mal wieder dabei ertappte, wie ihre Gedanken zu Paul abschweiften und damit zu der Frage, ob sie überhaupt bereit dazu war, jemanden wieder so nah an sich heranzulassen wie einst Erik, poppte zum Glück Maries Name im Messenger auf.

 

Hey Kaya,

Lust auf einen Kaffee?

Ich brauche dringend Koffein :-)

 

Marie arbeitete in der Marketingabteilung und war auch in viele Projekte involviert, für die Kaya die strategischen Konzepte entwickelte. Sie beide hatten etwa zur gleichen Zeit bei Schmidt & Partner Consulting angefangen. Inzwischen sah Kaya in Marie mehr eine Freundin als eine Kollegin.

 

Hi Marie,

ja, sehr gern!

Let’s go :-)

 

 

Doch gerade als die beiden das Gemeinschaftsbüro verlassen wollten, ließ ihr oberster Chef Olaf Schmidt Kaya zu sich ins Büro rufen.

Ach herrje! Was kann er schon so früh am Morgen von mir wollen, fragte sie sich und spürte dieses ungute Gefühl im Magen, das sie immer überfiel, wenn Schmidt sie sprechen wollte. Mit seinen eisblauen Augen, seinen ein Meter neunzig und den mindestens hundertzwanzig Kilos hatte Schmidt zweifelsohne eine imposante Statur. Und ein aufbrausendes Naturell. Die Strategie der meisten war es daher erstens, dem Big Boss nie zu widersprechen, zweitens, ihm wirklich nie zu widersprechen, und drittens, ihm, so gut es ging, aus dem Weg zu gehen.

Kaya lief den breiten Flur entlang. Ihre Pumps klapperten laut auf dem schwarzen Marmorfußboden. Rechts von ihr lagen hinter Glasscheiben einzelne Besprechungsräume und links ein offener Bereich mit Lounge-Sofas aus rotem Samt. Außerdem gab es eine Kaffeeecke mit riesigen Obstschalen und einer Espressomaschine.

Sie klopfte an Schmidts Tür und wartete, bis er »Herein!« rief.

Schmidt hatte ein beeindruckendes, lichtdurchflutetes Eckzimmer mit Blick auf die Frauenkirche, einer anthrazitfarbenen Designerlampe an der Decke und einem eleganten, dunklen Sideboard mit eingebauter Minibar.

»Guten Morgen«, sagte Kaya mit einem offenen Lächeln zu Schmidt, der gerade am Fenster stand.

Mit einem knappen Nicken erwiderte dieser ihren Gruß und winkte sie mit einer Handbewegung herein. Dann deutete er auf einen Stuhl und ging hinter den riesigen Schreibtisch aus Glas, um sich zu setzen.

»Sie wollten mich sprechen?«, fragte Kaya, nachdem sie ihm gegenüber Platz genommen hatte.

Schmidt zog die rechte Augenbraue hoch und musterte sie argwöhnisch. »Selbstverständlich wollte ich Sie sprechen. Warum sonst hätte ich Sie wohl rufen lassen? Bestimmt nicht, um Sie nicht zu sprechen. Also, geben Sie mir bitte den aktuellen Stand zu Berger. Und da ich noch andere Themen auf dem Tisch habe, fassen Sie sich kurz!«

Na, das fängt ja schon mal gut an, dachte sie und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. Berger beinhaltete die Expansion eines südafrikanischen Sportartikelherstellers in den europäischen Markt und war eines der komplexesten Projekte, das sie bisher zu verantworten gehabt hatte.

»Das strategische Konzept für Berger ist so gut wie fertig. Ich denke aber –«

»Danke, genau das wollte ich hören«, fiel Schmidt ihr ins Wort, ohne sich überhaupt anzuhören, was sie ihm eigentlich sagen wollte. »Dann können Sie das Projekt ja gleich an Daniel und Fabian übergeben.«

Wie bitte? Kaya blinzelte, erstaunt und enttäuscht zugleich. An die beiden Blender, die zwar nicht viel zum Erfolg eines Projektes beizutragen wussten, von sich selbst aber großspurig behaupteten, im Job stets hundert Prozent zu geben?! Wobei das mit den hundert Prozent sogar hinkommen könnte, korrigierte sich Kaya im Stillen, denn auf eine Fünftagewoche runtergerechnet, wären das jeden Tag nur zwanzig.

»Herr Schmidt, darf ich noch etwas dazu anmerken?«

»Wenn es nach mir ginge, nein, aber Sie werden es ja doch machen. Also, ich höre«, entgegnete er derart ruppig, dass ihr fast der Atem stockte.

»Ich würde Berger gern selbst zu Ende bringen. Ich leite dieses Projekt schließlich und kenne alle strategisch relevanten Fakten dazu.«

»Sie werden aus diesem Projekt aussteigen. Punkt.« Sein Tonfall war jetzt beängstigend ruhig – er duldete keine Widerrede. »Wir konnten einen neuen Kunden gewinnen. Es handelt sich hierbei um ein international ausgerichtetes Unternehmen in der Medienbranche, und Sie werden dieses Projekt leiten. Weitere Details dazu gebe ich Ihnen später. Danke, Sie können jetzt wieder gehen«, befahl er und wandte sich seinem iPad zu.

Plötzlich war es so still im Zimmer, dass Kaya ihren eigenen Atem hören konnte. Sie spürte, dass sie vor Wut und Enttäuschung rot wurde. Um diese Röte zu verbergen, neigte sie ihr Gesicht für einen Moment zur Seite. Dann richtete sie ihren Blick wieder auf ihren Chef. »Oder aber Sie machen mich zur Partnerin«, platzte es aus ihr heraus. »Und ich übernehme in meiner neuen Funktion dann den Lead für beide Kunden.«

Schmidt sah auf und gab ein ungläubiges Schnauben von sich.

»Ich mache Sie zur … was?!«

»Warum denn nicht? Jemand anders mit meiner Erfahrung und meinem Erfolg wäre doch schon längst Partner geworden.«

Schmidt tat ihre Bemerkung mit einer Handbewegung ab. Dann sagte er in einem gefährlich ruhigen Ton: »Wenn Sie keine weiteren Fragen haben, gehen Sie jetzt bitte wieder und vergessen Sie nicht, die Tür hinter sich zu schließen.«

Und mit demselben unguten Gefühl im Magen, mit dem Kaya sein Büro betreten hatte, verließ sie es auch wieder.

Den Rest des Tages arbeitete sie ununterbrochen an einer Präsentation, die Schmidt in den nächsten Tagen auf einem internationalen Kongress zum Thema Nachhaltigkeit halten musste.

 

Zu Hause sprang sie nur schnell unter die Dusche und setzte sich danach gleich wieder an den Computer. Ein paar Stunden später warf sie sich todmüde ins Bett und fiel sofort in einen tiefen, traumlosen Schlaf, aus dem sie jedoch gleich wieder durch das Klingeln ihres Smartphones gerissen wurde. Ihr Display zeigte eine unbekannte Nummer.

Verschlafen tastete Kaya nach dem klingelnden Telefon. »Ja, hallo?«

»Hi Kaya, hier ist Paul.«

Schlagartig war sie hellwach. Um sich zu vergewissern, dass sie nicht träumte, kniff sie sich kurz in den Arm. Nein, ich träume nicht, begriff sie überglücklich. »Hallo Paul, schön, von dir zu hören. Wie geht’s dir?«

»Danke, gut«, erwiderte er. »Ich musste in den letzten Tagen oft an dich denken. Und da wollte ich fragen, ob du auch so oft an mich denken musstest.«

Sie musste unwillkürlich lächeln. »Hm, damit ich dir diese Frage beantworten kann, musst du mir erst verraten, wie oft ›oft‹ genau ist.«

Paul räusperte sich. »In diesem Fall ist ›oft‹ sehr oft.«

Kaya, die von einer Sekunde zur anderen tausendundeinen Schmetterling im Bauch spürte, hatte jetzt Mühe, noch ruhig ein- und auszuatmen. »Dann ging es mir exakt wie dir«, gestand sie und fügte kess hinzu: »Schließlich geht es hier ja um einen Hugo mit frischer Minze.«

Beide mussten darüber lachen.

»Stimmt. Und ich möchte mein Versprechen auch gern einhalten. Wie sieht es bei dir am Freitagabend aus, so gegen zwanzig Uhr dreißig?«

»Ja, das würde gehen.«

»Super. Ich reserviere uns einen Tisch auf den Namen Gerling bei La Vita am Marienplatz.«

»Klingt gut, bis Freitag dann«, verabschiedete sie sich mit belegter Stimme und einem euphorischen Lächeln auf den Lippen.

 


4

 

 

Der Rest der Woche verging wie im Flug, und ehe Kaya sich’s versah, war es auch schon Freitag.

Die Stimmung im Büro war gut. Sowohl Mitarbeiter als auch Manager machten einen relativ entspannten Eindruck. Nicht jedoch Kaya. Sie war schon mit starken Kopfschmerzen aufgewacht, und diese hatten sich den ganzen Tag über hartnäckig gehalten.

»Na, nüchtern betrachtet war es betrunken besser, was?« Vor ihr stand Ben, ein sympathischer Kollege aus der Finanzierungsabteilung. Offenbar sah Kaya so groggy aus, als hätte sie einen Kater.

»Hi Ben. Wie schön, dich zu sehen«, gab sie mit leichter Ironie in der Stimme zurück.

»Ach komm, jetzt hab dich doch nicht so! Erzähl mir lieber von gestern Abend. By the way: Man sieht dir genau an, dass du unterwegs warst, Leugnen ist also zwecklos.«

»Falsch beobachtet, Holmes. Ja, ich bin heute irgendwie durch den Wind. Aber Drinks sind ganz sicher nicht der Grund dafür«, erklärte sie mit gequältem Tonfall.

Er grinste schief. »Willst du mir etwa sagen, du bist gestern den ganzen Abend bei Cola geblieben? Kaya, eine Cola mit Whiskey ist zwar weiterhin eine Cola, aber da ist eben auch Alkohol drin. Das dürfte dir inzwischen hoffentlich klar geworden sein.«

»Tausend Dank für die Info, was würde ich nur ohne dich machen? Und sollte ich jemals in meinem Leben Cola mit Whiskey trinken, werde ich an deine weisen Worte denken. Gestern Abend jedenfalls hatte ich weder Alkohol noch Cola.« Sie zwinkerte ihm zu und musste kurz lachen.

»Touché«, gab Ben sich geschlagen, »dann erhol dich mal gut, damit du für dein Dinner mit Schmidt heute Abend wieder fit bist.«

»Hm, ich werde zwar heute Abend ein leckeres Dinner mit einem Hugo genießen, aber ganz sicher nicht in Schmidts Gesellschaft«, stellte sie mit einem weiteren Zwinkern klar und kehrte an ihren Platz zurück.

Zunächst ging sie davon aus, dass Bens Bemerkung einfach nur auf einem Missverständnis beruhte, bis sie in ihrem Postfach eine E-Mail von Schmidt sah:

 

Betreff: Ich muss Sie dringend sprechen!!

 

Kaya brauchte noch nicht einmal anzuklopfen, die Tür zu Schmidts Büro stand weit offen. Er selbst war gerade dabei, sich einen Espresso zu machen.

»Hallo Herr Schmidt«, begrüßte sie ihn höflich.

»Hallo Kaya, da sind Sie ja endlich. Ich wollte gerade einen Espresso trinken. Wollen Sie auch einen? Sie sehen so aus, als ob Sie einen gebrauchen könnten.«

Kaya nickte nur und dachte: Na großartig, schon der Zweite, der mich heute auf mein müdes Aussehen anspricht. Scheint so, als ob ich mir für heute Abend unbedingt noch etwas einfallen lassen sollte – nur was? Schließlich kann ich hier im Büro ja schlecht Salatgurken auf meine Augenlider legen. Oder gar Teebeutel mit grünem Tee.

»Da meine Assistentin diese Woche auf Seminar ist, mache ich uns ausnahmsweise den Kaffee selbst.«

Sie schaute gespannt zu, wie Schmidt seinen und ihren Espresso zubereitete. Ein Anblick, der ihr bisher noch nicht vergönnt gewesen war und bei dem sie sich zusammenreißen musste, um nicht lauthals loszulachen: Ihr ansonsten so souveräner Chef suchte zunächst verzweifelt nach dem richtigen Knopf, um die Maschine von Dampf- auf Kaffeemodus umzustellen. Nachdem er ihn endlich gefunden hatte, füllte er so viel Kaffeepulver in den Siebträger, dass er sich nicht in den Kupplungsring einsetzen ließ. Mit beiden Händen presste Schmidt den Siebträger nach oben in die Maschine, griff den kleinen Hebel und zog mit der geballten Kraft seiner hundertzwanzig Kilo daran. Mit einem wütenden Knacken rastete das Scharnier ein, wobei Schmidt beinahe das Gleichgewicht verlor – ein Bild für die Götter. Um nicht noch länger auffällig auf seine ungeschickten Handgriffe zu starren, ließ Kaya den Blick durch die große Fensterfront nach draußen schweifen: An Tagen wie heute, wenn die Luft klar war und der Himmel blau, war der Blick von hier oben faszinierend, denn der Alpenföhn ließ die Berge so groß und deutlich erscheinen, als wären sie zum Greifen nah.

Mit einem freundlichen Lächeln nahm sie den Espresso ohne Crema entgegen, den Schmidt ihr jetzt herüberreichte.

»Machen Sie bitte die Tür hinter sich zu und nehmen Sie Platz.«

Sie tat, was er von ihr verlangte.

»Und, was sagen Sie zum Espresso? Sie können ruhig ehrlich sein«, meinte er, nachdem sie einen Schluck davon genommen hatte.

Kaya biss sich auf die Lippe und versuchte krampfhaft, den zu bitteren Geschmack zu ignorieren, während sie nach den richtigen Worten suchte. »Also, um ganz ehrlich zu sein –«

Weiter kam sie jedoch nicht, denn kaum hatte Schmidt ihr Zögern bemerkt, fiel er ihr schroff ins Wort.

»Ihren Kommentar können Sie sich sparen, ich habe Sie ohnehin nicht zum Kaffeetrinken herbestellt. Also, haben Sie heute Abend schon etwas vor?«, wollte ihr Chef nun von ihr wissen, worauf sie ihm mit Bedacht antwortete.

»Ja, habe ich.«

»Ich darf annehmen, es geht dabei nicht um Leben und Tod, korrekt? Also keine Operation am offenen Herzen oder Ähnliches?«

Kaya blickte ihn ratlos an. Natürlich ging es bei ihrem Date mit Paul nicht im wörtlichen Sinne um Leben und Tod, aber im nicht wörtlichen Sinne tat es das sehr wohl.

»Nein, das nicht, aber ich –«

»Freut mich zu hören. Würden Sie stattdessen zusammen mit mir und unserem neuen Kunden im M.U.N.I.C.H. zu Abend essen?«, unterbrach Schmidt sie bestimmt. Diese Frage war keine Frage, denn in ihr schwang eine Erwartung mit, die sich nicht ausblenden ließ.

»Aber das kommt jetzt leider etwas –«, setzte sie an, ihm zu widersprechen, wurde aber erneut von ihm unterbrochen. Und zwar in einem Ton, der keine weitere Widerrede zuließ.

»Mag sein, dass das Ganze möglicherweise etwas kurzfristig ist. Daher weiß ich es auch wirklich zu schätzen, dass Sie mich heute Abend dorthin begleiten werden.« Dann hob er die Hand, wie um jeden weiteren Protest abzuwehren.

›Möglicherweise etwas kurzfristig‹, dass ich nicht lache!, dachte Kaya verärgert.

»Jetzt schauen Sie mich nicht so an! Ich muss Ihnen hoffentlich nicht noch einmal erläutern, wie wichtig dieser Auftrag für uns ist.« Er schwieg einen Moment.

Kaya ergriff die Chance. »Herr Schmidt, bei einer Projektleitung dieser Größe und bei der Bedeutung, die Sie dem Projekt beimessen, möchte ich noch einmal –«

Er brachte sie mit einer wild wedelnden Hand zum Schweigen. »Ich weiß, was Sie sagen wollen, Sie sprechen ja quasi von nichts anderem mehr.«

Kaya konnte ihm ansehen, wie er mit sich rang.

»Nun gut«, meinte er schließlich, während er mit seinen Fingern auf seinen Tisch trommelte, »wenn Sie dieses Projekt erfolgreich abschließen, mache ich Sie zur Partnerin. Also strengen Sie sich gefälligst an.«

Sie war völlig perplex. Und überglücklich.

Schmidt ließ ein paar Sekunden verstreichen, bevor er sich mit einem bedeutungsschwangeren Nicken zu ihr vorbeugte. »Sehen Sie diese Chance als Zeichen meiner Anerkennung all Ihrer bisherigen Leistungen. Und natürlich auch als Zeichen meiner Vorliebe für Diversity.«

Ihrer Vorliebe für … was?!, hätte sie ihn am liebsten belustigt gefragt. Doch sie schluckte den Kommentar herunter. Dies war eindeutig nicht der Zeitpunkt, um mit Schmidt zu streiten.

»Und Kaya?« Er zeigte auf das weiße Shirt, das sie heute anhatte, auf dem in grauer Schrift geschrieben stand:

 

Hello Friday, I’ve been waiting for you :-)

 

»Ziehen Sie sich bitte etwas anderes an«, verlangte er mit einem unmissverständlichen Blick.

»Ja, ich werde mich davor noch umziehen«, beeilte sich Kaya zu sagen. »Mit wem treffen wir uns nachher?«

»Machen Sie sich wegen heute Abend keine Gedanken. Überlassen Sie die Gesprächsführung ruhig mir«, beantwortete Schmidt ihre Frage. Obwohl … Eigentlich ließ er ihre Frage unbeantwortet.

»Alles klar, bis heute Abend dann«, meinte Kaya schließlich leicht resigniert und ging zurück zu ihrem Platz.

Ob ich als Partnerin auch ein Büro mit Blick auf die Alpen bekommen werde?, fragte sie sich euphorisch. Und während sie sich in Gedanken bereits ihr eigenes Büro ausmalte, nahm sie sich ganz fest vor, sich so richtig in das neue Projekt reinzuhängen

 


5

 

 

Zurück an ihrem Platz holte sie gleich ihr Handy heraus und tippte:

 

Hi Paul,

sorry, aber ich muss dir leider für heute Abend absagen – mir ist was Geschäftliches dazwischengekommen. Aber wie wäre es zum Beispiel mit nächster Woche Donnerstag?

x. Kaya

 

Keine zwei Minuten später kündigte das Blinken ihres Handys Pauls Antwort an:

 

Hi Kaya,

wirklich schade, dass es heute nicht klappt. Wegen Donnerstag: Ich werde ab morgen für ein paar Wochen geschäftlich in Madrid sein. Aber sobald ich wieder in München bin, melde ich mich bei dir.

x. Paul

 

Oh, Madrid – das klingt spannend! Dann wünsche ich dir eine gute Zeit dort und nochmals sorry wegen heute Abend!

x. Kaya

 

Dann drückte sie auf Senden und machte sich wieder an die Arbeit.

»Hey, was ist passiert? Du siehst so unentspannt aus, obwohl es doch bald ins Wochenende geht«, wunderte sich Marie, als sie an Kayas Platz vorbeiging.

»Ach, ich muss Schmidt heute

Impressum

Verlag: Zeilenfluss

Texte: Katina Doru
Bildmaterialien: © Shutterstock.com und Depositphotos.com
Cover: Casandra Krammer - www.casandrakrammer.de
Lektorat/Korrektorat: Martha Wilhelm – www.textwinkel.de/ Dr. Andreas Fischer
Satz: Zeilenfluss
Tag der Veröffentlichung: 27.07.2020
ISBN: 978-3-96714-078-1

Alle Rechte vorbehalten

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