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Lebensfreude

 

Marion Roth

 

 

Prolog

 

Eine fernöstliche Weisheit besagt, dass das Sprichwort der Schmuck der Rede ist. Deshalb möchte ich meinen Gedichtband mit Worten von Franz Schubert beginnen, die er bereits 1891 schrieb:

 

„Wer Lebenslust fühlt, der bleibt nicht allein…!“

 

Und so denke ich, dass der eine oder andere Leser meiner Gedichte – ebenso wie ich – Freude und ein wenig Spaß daran findet. Vielleicht werden Sie ja auch bei manchen Zeilen zum Nachdenken angeregt.

 

Eines aber liegt allen Versen zugrunde: Die Liebe zur Natur und zum Leben!

 

Es wäre schön, wenn ich mit den nachfolgenden Seiten dazu beitragen könnte, dass Ihr Tag ein wenig freundlicher wird.

 

ISBN: 978-3-7368-6555-6

 

 

Lebenslust


Mensch, Freund: sei klug und begreife:

Jetzt ist sie da, die Zeit der Reife!


Vieles ist jetzt schöner, oder anders eben.

Aber so ist es nun mal – unser Leben!


Trink einen Wein zu gutem Essen,

dann sind auch Schmerzen schnell vergessen.


Kein Platz für Trübsinn, Trauer, Frust und Sorgen,

denn immer wieder kommt ein schöner Morgen.


Nimm einen Schatz Dir an die Hand,

so wird Dein Alltag schnell zum Wunderland.


Romantik, Zärtlichkeit und andere schöne Sachen,

auch diese solltest Du im Alter machen.


Die Lust im Alter – auch da hat sie Gewicht -

die L e b e n s l u s t - vergiss sie nicht!

Inhaltsverzeichnis


1. Menschliches


2. Lustvolles


3. Natürliches


4. Nachdenkliches


5. Tierisches


6. Kriminalistisches


7. Lustiges


8. Weihnachten



Urheberrechtlich geschütztes Material


Dieses Buch erhebt keinen Faktizitätsanspruch, obwohl reale Unternehmen und Personen erwähnt und realistische Abläufe thematisiert werden, die es so oder so ähnlich geben könnte. Die beschriebenen Personen, Begebenheiten, Gedanken und Dialoge sind fiktiv.


1. Menschliches

  • Die grauen Zellen

  • Nachbarschaft

  • Mutti´s Liebling

  • Ehe-Alltag

  • Mein Engel

  • Ansinnen

  • vom Winde verweht!

  • Unser Tag

  • Erwarten

  • Dilemma

  • Deine Hände

  • Dichterische Ansichten

  • Ein Tag mit Dir

  • Des Mannes Kopfhaar

  • Die Fettzelle

  • Der Darm

  • Die Nase

  • Das „Verhüterli“

  • Das Gehirn

  • Du – mein Herz

  • Morgengrauen

  • Wellness und mehr

  • Der Laptop

  • Die Wärmeflasche

  • Das stille Örtchen

  • Tränen

  • Herbstliche Gefühle

  • Die Beerdigung

  • Nasenhaar


Die grauen Zellen


In den Synapsen funkt´s und blitzt´s,

wenn ´ne Idee im Kopfe sitzt.

Es roll´n die Augen, Poren schwitzen.

Wird der Gedanke auch was nützen?

Die Zellen laufen heiß im Hirn,

Schweiß steht schon auf meiner Stirn.

Jetzt wird alles mir gelingen,

muss es zu Papier nur bringen.

Gut, dass ich mich aufgerafft,

nun ist alles schon geschafft.

Dabei hätt´ ich nicht gedacht,

dass ich es so gut gemacht.

Der Kopf ist also noch okay,

ansonsten tut mir auch nichts weh.

Hoch leben uns´re grauen Zellen,

unter Locken und den Dauerwellen!



Nachbarschaft

 

Eine schwüle Sommernacht

hat mich um meinen Schlaf gebracht.

Ich reckte mich in meinen Kissen

und träumte so von heißen Küssen.

Ein Luftzug wehte durch den Raum.

Ich spürte dessen Kühle kaum.

Doch der Gardine weiches Band

berührt mich zart wie eines Mannes Hand.

Ein Ziehen geht durch meine Lenden –

der Nachbar könnte meine Qual beenden!

Ich schließ´ die Augen, fühl´ ihn neben mir,

da klopft es leise an die Tür.

Ich bin erschreckt und mache auf,

da nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Er starrt mich an, denn ich bin nackt,

ich merke kaum, wie er mich packt.

Gefühle kommen – wie in Wellen –

die Lust durchströmte alle Zellen.

Es war der Himmel – schon auf Erden –

es wird eine gute Nachbarschaft werden.

 

Mutti´s Liebling


Ich, als Mann, zähl´ nicht so sehr,

denn sie liebt was andres mehr.

Meine Frau, die Isidora,

hat ein Faible für ´nen Bora.

Er ist chic und glänzt im Sonnenlicht –

all das hat sie bei mir nicht.

Er hat ´n Sonnendach und weiche Sitze,

ist innen kühl bei großer Hitze.

Sie streichelt ihn, ist ganz verzückt,

ich steh´ daneben, ganz geknickt.

Ich denk´ verzweifelt: was mach ich bloß?

Es fällt mir ein, ich gehe los.

Komm´ zurück mit einem Rosenstrauße –

da fährt sie weg – mit meinem Nachbarn Krause…!



Ehe-Alltag



Habe ich mal Ehefrust,

fröne ich der Gartenlust.

Harke das Gemüsebeet,

so der Ärger rasch vergeht.

Bepflanz `nen neuen Blumentopf

und werde wieder klar im Kopf.

Pflücke schnell noch ein paar Beeren,

muss auch noch den Gehweg kehren.

So hab` ich mich ausgetobt,

werd` vom Nachbarn noch gelobt.

Zieh` mir aus die Gartenschuhe,

in der Wohnung herrscht jetzt Ruhe.

Bin zur Versöhnung nun bereit –

beendet ist der E h e s t r e i t !


Mein Engel


In so manchen schweren Stunden

hat mein E n g e l mich gefunden.

Hab ´im Leben viel geschafft,

denn mein E n g e l gab mir Kraft.

Geht`s meiner Seele mal nicht gut,

macht mein E n g e l mir stets Mut.

Pack` ich das Leben einmal nicht,

so spendet e r mir Zuversicht.

Auch wenn Schmerzen mich oft quälen,

wird mein E n g e l mir nie fehlen.

Wenn gekommen ist mein Ende,

nimmt e r mich in seine Hände.

Auf dem Weg zur Ewigkeit

ist e r mir Hilfe und Geleit.

Immer denke ich daran –

und trage i h n als Talisman!



Ansinnen


Sehr geehrte Dame,

Julius ist mein Name.

Ich würde gern mit Ihnen geh´n,

wäre das nicht wunderschön?

Wir hätten sicher Kinder,

vielleicht auch ein paar Rinder,

ein Haus mit weißem Gartenzaun –

dort könnten wir dann drüberschau´n –

und eine Wiese, schön mit Pool.

Wäre das nicht cool….?

Ich warte auf die Antwort schon,

na, was halten Sie davon?


… vom Winde verweht!


Mancher Mensch begeht die „Sünde“

und entlässt des Darmes Winde

im Kreise bunter Menschenmassen,

die ihn dafür gar manchmal hassen.

Aber es ist doch auch erwiesen:

Es gehört zum Menschen wie das Nießen.

Doch wenn Dich im Gedärm was stört,

geh´ bitte dahin, wo es keiner hört!

So wirst Du daran nicht erkranken

und Dein Mitmensch wird´s Dir danken!





Unser Tag


Was wird dieser Tag uns bringen?

Werden unsre Seelen klingen?

Wird vielleicht die Sonne scheinen,

oder wird der Himmel weinen?

Laufen wir im grünen Gras,

oder werden wir pitschnass?

Geht vielleicht ein Glas in Scherben,

oder werden wir heut´ sterben?

Was uns das Leben auch beschert –

jeder Tag ist l e b e n s w e r t !


Erwarten



Erwartungsvoll schau ich sie an,

sie zieht mich magisch in ihren Bann.

Ich kleid´ mich aus, ganz ungeniert,

und warte drauf, was gleich passiert.

Entspannung folgt von Kopf bis Zeh,

ich denke nur: „Tu´ mir nicht weh!“

Da spür´ ich sie, ein stummer Schrei,

die Grippe-Impfung ist vorbei!



Dilemma



Ein Ruck, ein Knacks, so ein Malheur,

nun sitze ich hier beim Masseur.

Nervenbahnen, Muskelstrang

wird gequetscht und zieht er lang.

Er leis´ mir ins Gewissen redet,

während er mein Rückgrat knetet.

Manchmal wird mir flau im Magen,

kann den Schmerz kaum noch ertragen.

Doch irgendwann ist es soweit:

Ich bin von aller Pein befreit!

Kann wieder laufen und auch steh´n

und endlich wieder tanzen geh´n!



Deine Hände



D e i n e H ä n d e sind voll Kraft

haben schon so viel geschafft.

D e i n e H ä n d e lindern Schmerzen

in der Seele und im Herzen.

D e i n e H ä n d e schreiben mir,

was du fühlst so tief in dir.

D e i n e H ä n d e streicheln mich,

wenn du sagst: Ich liebe dich!

D e i n e H ä n d e ziert ein Ring aus Gold,

weil wir diesen Schritt gewollt.

U n s r e H ä n d e sich umfassen,

wenn wir diese Welt verlassen!



„Dichterische“ Ansichten


Ach, was wäre ich so froh,

wär ich so gut wie E. Allan Poe!

Auch hätte ich sehr viel Interesse,

mich auszudrücken wie Hermann Hesse.

Vom Morgen bis zum Abendrot

studier´ ich den Stil von Eugen Roth.

Auch wenn er mein Namensvetter ist,

ich bin nicht so gut und schreibe manchmal Mist.

Doch loben soll man in des Menschen Leben,

die Qualität von Könnern anzustreben.

Ich bin kein Schiller und kein Morgenstern,

ich hab´ nur Spaß und schreibe gern.

Mein Dasein ist im Hier und Heute,

so dichte ich, auch Euch zur Freude!


Ein Tag mit mir


Diesen Tag, den gönn´ ich mir,

heut´ bin ich zu Gast bei mir.

Kerzen, Süßes und ein Wein,

kehr´ gern bei mir selber ein.

Will jetzt keinen Menschen seh´n,

lass´ es mir nur gut ergeh´n.

Hol´ mir einen Blumenstrauß,

alle Technik zieh´ ich raus.

Nur am

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: Veronique Rosen
Lektorat/Korrektorat: Marion Roth
Tag der Veröffentlichung: 17.12.2014
ISBN: 978-3-7368-6555-6

Alle Rechte vorbehalten

Widmung:
Für den liebsten Menschen in meinem Leben.

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