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Die Hexe Frieda ist eine besondere Hexe, eine alte Hexe, eine glückliche Hexe und eine freundliche Hexe. Das aber allein reicht für sie nicht aus, von Dauer zumindest, findet ihr Rabe Melox als er sein Ende nahen fühlt; und so begeben sie sich zu zweit auf eine gemeinsame Sinnsuche um einiges zu lernen und um mehr vom Leben zu verstehen wie bisher.

 

DIE LESEPROBE BESTEHT AUS DEM 1. KAPITEL von DIE HEXE FRIEDA

1. Kapitel

 1.

 

Der Hexenbaum Der Hexenbaum oder die Eibe ist ein groß gewachsener, aus weitausladenden und starken Ästen bestehender Baum, auf dem Hexen auf ihrem Flug zu ihrem Ziel zwischenlanden und zu einem Schwätzchen, wie meist üblich, pausieren können.

 

 

Frieda ist und war eine korpulente, sagen wir weitausladende Hexe, wie ihre Zwillingsschwester Mathilde. Und dieses Handicaps wegen stellte das Landen auf dem Hexenbaum, wie sonst für Hexen üblich, ein Ding der Unmöglichkeit für sie dar. Die Äste, und waren sie noch so alt und stämmig, vermochten es einfach nicht sie mit ihrem Besen und ihrem treuen Raben Melox sicher zu tragen. Sie musste stets auf dem Boden landen. Oder wenn sie gerade ein Waldstück überflog musste sie auf eine Lichtung zur Pause warten. All das wäre nicht so schlimm gewesen, wären die Hexenbäume nicht der Umschlagplatz für Neuigkeiten, Zauberrezepte und den üblichen Klatsch und Tratsch gewesen. Nachdem sie, das musste sie sich selbst eingestehen, wie jede andere neugierige Hexe förmlich gierte. Oft tröstete sie sich mit dem Besuch ihrer Schwester, die von Geburt an das selbe Los teilte und zählte die Tage auf ihrem schwarzen Kalender, bis zum alljährlichen Hexentreffen in der Walpurgisnacht. Sie trug immer einen großen, spitzen Hut und ein meist tiefschwarzes Hexengewand, das fast bis runter zum Boden reichte. Warzen hatte sie keine. Sie war ja schließlich keine Märchenbuchhexe und achtete auf ihr Äußeres. Nun möchte ich aber keinen falschen Eindruck aufkommen lassen. Frieda war keineswegs eine traurige oder gar bedrückte Waldhexe. Denn das war sie von Geburt an. Nur ärgern tat es sie eben; des öfteren. Dass sie den neuesten Fleckweckspruch mit Frühlingsduft oder ähnliches erst erfuhr,wenn er im monatlichen Hexenblatt stand. Oder wenn er in die schwarzen Seiten aufgenommen war. Sonst, so konnte man wirklich sagen, war sie eine wirklich lebensfrohe und lebenbejahende Hexe, der neben dem steten verschmitzen Lächeln um die Mundwinkel immer der Sinn nach einem Jux mit einem sich bietenden Opfer stand. Darin unterschied sie sich vollkommen von ihren Kolleginnen. Ihr stetes Streben nach schwarzer Magie und Hexenkünsten machte sie oft, wenn nicht meistens, zu ernsten teils auch verbitterten alten >>Schrullen<<, man verzeihe mir das Wort das Frieda gern für sie gebrauchte. Jux und Schabernack war es den Frieda am liebsten trieb; und mit ihr ihr alter Rabe Melox. So wie damals, als sie dem schießwütigen Revierförster die Flinte mit einem Schräg- und Umdieeckeschießspruch verhexte; und diese anschließend im Gebüsch versteckte. Jaa, lange hatte dieser nichts mehr getroffen und das freute Frieda. Melox ihr Gefährte, war ein alter und weiser Rabe. Hätte sie ihn nicht gehabt, wer weiss ob sie heute nicht auch schon eine Hexe wie jede andere gewesen wäre. Melox war, das war Frieda klar, älter als alle anderen Hexen und nebenbei noch viel Gescheiter als die Älteste des Hexenrates oder eine ihrer Gefährtinnen. Melox war schon der Rabe ihrer Urgroßmutter gewesen und mit seinem grauen Gefieder nun, trotz aller Verjüngungssprüche, als alter Kautz zu erkennen. Es geschah an einem Samstag. Kein besonderer bis dahin; mit Frühstück und Wäschehexen. Melox kam in die Waschküche geflogen wo Frieda eben an einem sehr hartnäckigen Kirschfleck herumhexte. Er setzte sich auf den Boden neben den Wäschekorb und fragte Frieda dann: „Frieda, was wirst du eigentlich machen, wenn ich nicht mehr bin?“. Frieda erschrack; fragte ihn dann aber ob er sich nicht wohl fühle. Nachdem Melox das verneinte, nahm sie sich eine kurze Auszeit vom Waschen um über seine Frage nachzudenken. Sie überlegte; und der Rabe beobachtet sie dabei ganz genau. Dann nach einigen Minuten sagte sie: „Ich werde ohne Raben weiterleben, wie bisher.“ Sie hoffte, dass es auch das traf was Melox insgeheim von ihr zu hören hoffte, war sich aber nicht sicher. „Nein - raab, das war es nicht was ich wissen wollte“, sagte Melox. „Wirst du so eine Hexe bleiben wie du es heute noch bist, fröhlich und nicht verbittert wie die meisten anderen oder wirst du alles vergessen was ich dir bisher beigebracht habe?“. „Wieso sollte ich das tun?“, fragte Frieda ihren Raben. Darauf antwortete dieser: „Weil du die Welt nicht kennst und nichts darin was mich zu den Lehren gebracht hat die ich dir bis heute beigebracht habe“. „Das stimmt wohl“, antwortet Frieda. „Ich habe in meinen 97 Hexenjahren schon so einiges gesehen, doch woher du deine Philosophie und deine damit verbundene Weisheit schöpfst ist mir bis heute größtenteils noch ein offenes Rätsel. Deshalb bin ich froh dich als meinen Berater zu haben.“ „Das dachte ich mir“, sagte Melox und ordnete ein paar seiner Rückenfedern mit seinem Schnabel. Als seine Federn wieder saßen, fuhr er fort: „Deshalb und weil ich an meinem Gefieder merke, dass mein Alter zum sterben näher rückt möchte ich dir etwas vorschlagen.“ „Was denn?“, fragte Frieda, gewohnt neugierig, ihren Raben. „Ich möchte dir ein paar Dinge auf der Welt zeigen aus denen du lernen sollst für die Zeit in der ich nicht mehr bin, dazu sollten wir einen Weltflug machen“, erklärte Melox. „Einen Weltflug, du willst mit mir um die Erde reisen?“, fragte Frieda erstaunt. Ganz ruhig sagte der Rabe, der sonst solche Fragen hasste: „Ja und ich möchte mit möglichst wenig Gepäck und Proviant reisen, so dass es für uns mehr ein Abenteuer ist in dem du in schwierigen Situationen, von mir lernen kannst.“ Frieda überlegte erst und zögerte noch bei dem Gedanken ohne Gepäck zu fliegen, gab dann aber mit einem deutlichen „Einverstanden“ ihr Ok.

Copyright & Impressum

Copyright Text und Leseprobencoverbild:

 

2016 © Simon Käßheimer

 

 

Impressum:

 

Das Buch DIE HEXE FRIEDA von Simon Käßheimer ist in Kürze bei Amazon.de und anderen Buchplattformen als E-Book und Printausgabe, neben dem Buchladen; mit folgenden Volldaten erhältlich:

 

ISBN: 9783739213576

 

Buchseiten: 32

Verlag: BoD - Book on Demand

Autor: Simon Käßheimer

 

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----> Erschienen Anfang August 2016

 

---> 3,99€ Printausgabe

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Erschienen Anfang August 2016

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Impressum

Tag der Veröffentlichung: 20.08.2016

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