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Laura die Mondjägerin

 

Laura die Mondjägerin

 

Prolog

 

Laura war gerade 17 Jahre alt und lebte in einer Stadt am Meer. Sie geht auf die Highschool und ist mittelmäßig gut in der Schule, so gut wie nie Krank und lebte allein mit ihrem Kater Sascha (seine Grundfarbe war goldbraun und in einem seltsamen schwarz-roten Farbton war auf seinem Fell ein Tigermuster zu sehen) in einem Haus, am Rand eines sehr kleinen Dorf im Wald. Sie hat einige sehr gute Freunde und dennoch gibt es in ihrem Vertrautenkreis einige offene und einige gut behütete Geheimnisse.

 

Laura hatte gerade ihre erste Pause. Sie war umgeben von ihren Besten Freunden Sancia, genannt Sunny, Tamara und Jamila. „Das ist so süß! Du und Kay wärt das perfekte Paar. Ihr würdet garantiert zu Ballkönig und Ballkönigin gewählt werden!“, schwärmte Tamara. Sunny verdrehte die Augen: „Jetzt hör doch bitte auf! Er hat sie noch nicht einmal gefragt ob sie mit ihm auf den Frühlingsball gehen möchte!“ „Das wird er aber! Hast du nicht gesehen wie er Laura immer wieder an sieht? Das ist so…Seufzt!“, Jamila hielt zu Tamara. „ Hört ihr bitte auf über mein fast Geflirte mit Kay zu diskutieren! Das ist echt nichts Wildes!“, sagte Laura und grinste verlegen. „Fast Geflirte?!? Soweit waren wir doch noch gar nicht...!“ Laura hatte sich verplappert, doch sie wurde vom Klingeln gerettet. Laura hatte nun Sport. Ihre Lehrerin, Frau Speiler, brachte in der Regel immer ihre Hund mit. Bei diesem handelte es sich um einen fünfjährigen Mastiff Namens Rollo. Er musste jedoch einen Maulkorb auf dem Schulgelände tragen, da er Seit einem Zwischenfall ein paar Jahre zu vor, sehr aggressiv war. Als Laura mit Sunny, Tamara und Jamila in die Halle kam sprang er bösartig knurrend auf sie zu. Tamara, welche als erste die Halle betreten hatte, schrie auf und wurde fast sofort unter dem Hund begraben. Laura zögerte keinen Moment, sie packte das fast 90 kg schwere Tier und riss ihn scheinbar mühelos von ihrer Freundin, noch bevor das Tier zubeißen konnte. Wütend knurrend wollte der Rüde nun auf sie los gehen, doch er sah Laura nur einen Moment an. Daraufhin drehte er sich um und rannte bellend auf die Lehrerumkleide zu. Laura sah kurz nach Tamara und folgte dann Rollo. Ihre Freundinnen sahen ihr nur verwirrt hinterher. Zögernd folgten Sunny ihr. Jamila war bei der verängstigten Tamara geblieben. „Sunny komm schnell!“, rief Laura auch schon. Eilig trat Sunny zu ihr. Laura legte gerade Frau Speiler auf die Erste-Hilfe-Liege welche dort stand und erklärte: „Rollo war so aggressiv, weil Frau Speiler ohnmächtig war! Ich vermute er wollte sie beschützen!“ „Macht Sinn!“, antwortete Sunny, „Was hat sie?“ „Keine Ahnung!“, meinte Laura, „Ich hohl die Schulkrankenschwester und den Direktor. Pass auf sie auf! Sie scheint Fieber zu haben!“ Damit rief Laura Rollo mit sich und stürmte davon. Sunny erklärte den anderen was los war. Dann ging sie wieder zu der Lehrerin. Als sie ihr die Hand auf die Schulter legte fragte sich Sunny warum Laura nur Glaubte die Lehrerin habe Fieber. Leise flüsterte sie etwas und das Fieber sank etwas. Dann kamen auch schon die Schulkrankenschwester herein und ihr folgten Laura und Herr Schneider. Laura warf Sunny einen seltsam wissenden Blick zu und fragte die Schulkrankenschwester: „Sie wird doch wieder werden?“ „Ja sie wird schon wieder. Sie hat sich wohl nur überanstrengt.“, erklärte die Schwester und sah dann zu dem Mastiff, „Hat er jemand etwas getan?“ „Nein, nicht wirklich!“, erklärte Tamara, „Er hat mich angesprungen und mich erschreckt, aber das war alles. Ich denke er wollte nur sein Frauchen beschützen.“ „Ich rufe Herr Speiler an. Er wird Sabine und Rollo abholen. Sie sollte es eigentlich besser wissen und nicht Krank zur Arbeit kommen.“, warf nun Herr Schneider ein und schickte sie dann nach Hause.

 

Laura mit Sunny liefen von der Schule nach Hause. Es war ca. eine halbe Stunde zum laufen und sie mussten durch einen Wald gehen. Normalerweise redeten die Beiden auf dem Heimweg ohne Punkt und Komma, doch wie so oft an seltsamen Tagen schwiegen sie sich Heute wieder an. Keiner wollte Fragen und keiner wollte Antworten geben müssen. Als sie ungefähr die Hälfte der Strecke hinter sich hatten, tauchte plötzlich ein Mann auf. Sunny erstarrte. Der Mann sah nur wenig älter aus wie die Mädchen. Doch er war verletzt und Laura zögerte wieder nicht lange. Sie eilte zu dem Mann und fragte: „Was ist passiert? Kann ich ihnen irgendwie Helfen?“ „Laura schnell komm da weg!“, rief Sunny. Nun sah Laura das der Mann messerscharfe Reißzähne hatte „Was zum Henker…?“, flüsterte Laura. „Das ist ein Vampir!“, rief Sunny fast panisch, „Jetzt komm weg! Bevor er dich beißt!“ Sunny wollte Laura weg ziehen, doch diese wich aus. „Vampire?!?“, fragte Laura irritiert. Der Mann sah zu ihr auf. Seine Augen waren extrem dunkel. „Ihr Braucht euch nicht vor mir zu fürchten! Ich verspreche, ich wird euch nichts tun!“, die Stimme des Vampirs war schmerzverzerrt. Laura zog den Vampir hoch und sagte: „Wir bringen Sie zu mir! Da hab ich Verbandsmaterial. Können sie laufen?“ „Nicht alleine!“, antwortete er und klang sehr schwach, „Aber deine Freundin hat recht! Ich bin ein Vampir. Verbandszeug wird mir wohl kaum helfen!“ Laura stützte ihn und half ihm die letzten zweihundert Meter zu ihrem Haus. Sunny redete die ganze Zeit auf sie ein, wie dumm und gefährlich es sei den Vampir zu ihr zu bringen. Laura sagte ihr jedoch mit einem gereizten Unterton: „Er braucht Hilfe und ich werde ihn nicht alleine im Wald lassen!“ Sunny sah ihre Freundin bewundernd an. Nun half sie ihr. Inzwischen standen sie vor Lauras Haus. Sunny stützte den Vampir, während Laura die Tür auf schloss. Sie platzierte den Vampir auf der Couch. Laura holte den Verbandskasten. „Das wird mir nicht Helfen. Ich brauche Blut!“, sagte der Vampir. Laura warf Sunny den Verbandskasten zu. „Mach die Wunde sauber!“, sagte sie, „Ich würde dir gerne Helfen! Was würde Passieren wen ich mich von dir beißen lasse?“ „So lange ich nicht zu viel Blut nehme ist es wie bei einer normalen Blutspende fürs Krankenhaus. Nur das ich dir noch ein schönes Gefühl übermitteln kann. Das muss ich aber wollen!“, erklärte der Vampir. Laura nickte. Er hatte ihre Vermutung bestätigt und sogar noch mehr erzählt. „Sonst noch etwas das ich wissen sollte?“, fragte sie. „Für Vampire wärst du, da du ein Mensch bist, damit meine Beute. Sie dürften dir nichts tun. Aber ich müsste dich im Auge behalten, da ich bei dir nur eine geringe Chance hab, dass die Hypnose etwas bewirkt! Du bist zu stark!“, erwiderte der Vampir. „Egal du brachst es!“, meinte Laura. Sunny warf panisch ein: „Er könnte dich aber auch töten oder zu seiner Sklavin machen! Überlege dir das noch mal!“ „Und wen schon!“, flüsterte Laura so leise, das selbst der Vampir es kaum hörte. „Ich las dich von mir trinken!“, sagte sie dann Laut und fügte in einem fast schon scheuen Ton hin zu, „Versprich mir aber bitte das du mir nie weh tust!?!“ Die Augen des Vampirs weiteten sich. „Bist du dir sicher?“, fragte er und als Laura nickte sagte er, „Du hast mein Wort! Ich werde dir niemals bewusst Schaden!“ „Vom Hals oder vom Handgelenk?“, fragte sie. Der Vampir flüsterte: „Wen du gestattest: Vom Hals.“ Laura rückte näher an ihn heran und legte den Köpf zur Seite. Der Vampir strich ihr die Haare vom Hals. Sunny stürmte aus dem Raum. Er küsste nun zärtlich Lauras Hals. Als er an der richtigen Stelle war biss er zu. Laura spüre es kaum und wurde fast sofort von einem herrlichen Glücksgefühl durchströmt. Kurz darauf lies er von ihr ab. Er sah sie entschuldigend, dankbar und bewundernd an. Laura, die so etwas nicht gewöhnt war, blickte verlegen zur Seite. „Mir ist gerade aufgefallen: Ich kenne noch nicht einmal deinen Namen!“, stellte er fest. „Laura Lupus!“, gab sie in vertrautem Ton zurück. „Ich bin Stefano Garbelli!“, erwiderte er sanft, „Danke Kleines. Ohne dich wäre ich vermutlich schon fast Geschichte!“ Herr Garbelli gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn „Ich habe gerne geholfen. Brauchen Sie noch irgendwas?“, fragte Laura die nun wieder alle fünf Sinne beisammen hatte. „Kann ich mich hier irgendwo ausruhen? Es sollte dunkel sein. Ich bin noch nicht wieder fit genug um mich dem Sonnenlicht aus zusetzten.“, meinte Herr Garbelli. „Ich werde im Gästezimmer die Rollläden runter lassen. Da ist ein großes weiches Bett. Sagt ihnen das zu?“, antwortete Laura. Herr Garbelli nickte: „Nenn mich doch bitte Stefano und duze mich doch! Du hast mich schließlich gerettet.“ Laura nickte und strahlte ihn an. Dann meinte sie: „Ich bereite alles vor und hohl dich dann!“ Woraufhin sie in einem der vielen Gästezimmer verschwand. Von dort aus hörte sie wie Stefano mit Sunny sprach: „Du erinnerst dich nur an einen Freund von Laura, welcher sie besucht und Stefano heißt. Du magst ihn nicht, aber Laura vertraut ihm.“ „Sie vertraut ihm!“, wiederholte Sunny und klang wie in Trance. „Stefano?“, rief Laura, „Ich hab die Sonne ausgesperrt.“ Stefano kam zu ihr und sagte: „Danke du tust wirklich viel für mich und das obwohl du inzwischen weißt, das ich für dich eine Bedrohung darstellen könnte!?!“ Sein Ton klang ungläubig und bewundernd. Laura sah verlegen auf den Boden und wechselte das Thema: „Hast du Sunny unter Hypnose gesetzt?“ Sie hob vorsichtig ihren Blick. Als Stefano antwortete sah er sehr schuldbewusst aus: „Ja, es ist besser so. Ich weiß nur nicht wie lang oder ob es überhaupt hält. Hexen sind sehr unberechenbar in dieser Hinsicht!“ „Hexen? Sunny soll eine Hexe sein?“, fragte Laura ungläubig. Stefano nickte: „Ich hab sie nach Hause geschickt!“ Stefano setzte sich auf das Bett. Nach ein paar Minuten fragte Laura leicht nervös: „Erklärst du mir bitte, was mich jetzt erwartet?“ Stefano zog Laura in seine Arme und sprach: „Hab keine Angst Laura. Du stehst von Heute an unter meinem Schutz! Das hab ich mir in dem Moment geschworen, als du darauf bestandest mir zu helfen. Sunny hatte dir gesagt was ich bin und du wolltest mir immer noch helfen! Du hast mich sehr beeindruckt!“ Laura wurde rot und sagte: „Ich hätte nicht anders gekonnt. Ich wohne hier alleine mit meinem Kater Sascha, hab also genug Platz.“ Laura zuckte mit den Schultern. Stefano fragte nicht weshalb sie hier alleine wohnte, was Laura ihm hoch anrechnete. „Ich lass dich jetzt mal schlafen. Ich hab noch Hausaufgaben zu erledigen. Träume schön, Stefano.“ Laura ging zur Tür. „Denk daran: Du darfst niemand erzählen was ich bin!“ erinnerte Stefano sie noch mal's, „Sollte Sunnys Gedächtnis zurückkehren darfst du natürlich mit ihr darüber reden. Sag mir dann bitte auch gleich Bescheid ja!?“ Laura lächelte traurig und nickte. „Sei bitte nicht traurig“, sagte Stefano und kam zu ihr um sie in den Arm zunehmen, „Bereust du es mir geholfen zu haben?“ „Nein! Ich hab mich vorhin nur an etwas erinnert, was ich lieber vergessen hätte. Das ist nichts, was eine heiße Schokolade nicht richten könnte!“ gab sie zurück und verließ den Raum mit einem leisen, „Gute Nacht, Stefano.“

 

Laura saß im Arbeitszimmer und machte ihre Hausaufgaben, als es klingelte. Sie hatte die Türklingel so umgestellt das sie nur im Arbeitszimmer zu hören war. Sie wollte Stefano nicht wecken. Als Laura die Tür öffnete stand Sunnys Vater, Alessio, ihr gegenüber. „Hallo Laura!“, sagte Alessio, „Ich hoffe ich komme nicht ungünstig!“ „Komm doch rein Alessio. Aber sei bitte leise. Ich habe Besuch und der ist von seiner Reise sehr erschöpft!“, sagte Laura. Sie hatte sich einen Seidenschal um gemacht, damit die Bissspuren nicht mehr zu sehen waren. Sie führe Alessio ins Wohnzimmer. Das Verbandszeug war bereits aufgeräumt. „Du hältst mich jetzt womöglich für verrückt, aber… Sunny stand vorhin unter Hypnose! Ich hab sie davon befreit und sie erzählte mir was heute passiert ist. Ich frag dich jetzt etwas und du antwortest mir bitte ehrlich! Du brauchst dich nicht vor dem Vampir zu fürchten, aber sag mir wo er ist. Oder ist er der Gast von dem du vorhin sprachst?“ „Vampire gibt es nicht Alessio! Du redest gerade echt Müll! Oder hast du irgendein Medikament genommen oder nimmst du sonst welche. Und Stefano ist ein guter Freund, der gerade bei seinen Eltern raus geflogen ist! Ich weiß es zu schätzen, das du dir sorgen um mich machst, aber langsam glaube ich du schreibst zu viele Gruselromane!“, schimpfte Laura. „Wen es stimmen sollte, sag es mir! Ich kann dich beschützen, Laura.“, sagte Alessio, „Aber ich glaube es ist besser wen ich jetzt gehe. Auf Wiedersehen Laura.“ „Tschüss!“, sagte Laura und schüttelte den Kopf. Dann machte sie ihre Hausaufgaben zu ende.

 

Ein Blick auf die Uhr sagte Laura, dass es Zeit wurde zu kochen. Sie machte sich nur etwas Leichtes: Schinkennudeln mit Soße. Als sie fast fertig war kam Stefano aus dem Gästezimmer. „Was riecht hier den so gut?“ „Schinkennudeln und Soße. Auch was?“, erwiderte Laura. Stefano nickte begeistert und deckte den Tisch. „Ich bin also bei meinen Eltern raus geflogen und weil wir Freunde sind hab ich dich gebeten ein paar Tage bleiben zu dürfen?!?“, fragte Stefano beiläufig. „Du hast das mitbekommen?“, fragte Laura erstaunt, „Gut dann muss ich es dir schon nicht mehr erzählen! Mir ist auf die Schnelle nichts Besseres eingefallen. Alessio nimmt seine Beschützerrolle sehr ernst. Außerdem gehört er zur Mafia. Wen man bei denen sagt, du bist ein Freund, heißt das, sie lassen dich in Ruhe. Wen dein Freund nicht ihr Feind ist. Vor vier Jahren haben sie mich schon vor einem Menschenhändler gerettet. Damals lebte meine Großmutter noch.“, Laura sah mit Tränen in den Augen auf ihren Teller. Stefano rutschte näher zu Laura und nahm sie tröstend in den Arm. „Mafia auch noch! Bist du dir sicher?“, Stefano versuchte sie abzulenken, „Er gehört nämlich einem Hexenzirkel an!“ Laura ging jedoch nicht darauf ein. Stefano versuchte es deshalb anders: „Ich glaub ich hab eine Idee. Offiziell bin ich gestern 18 Jahre geworden. Ich zieh zu dir und wechsele die Schule. In deine Jahrgangsstufe?“ „Au Ja!! Ich wohne gar nicht gerne alleine hier!“, sagte Laura und fiel ihm um den Hals. Dann kam laut maunzend Sascha in den Raum. Der Kater ging für gewöhnlich auf alle Fremden los die das Haus betraten, doch bei Stefano sprang er auf den Schoss und schnurrte. „Sascha! Seit wann magst du den Fremde.“, fragte Laura gespielt empört, „Na dann soll dich in Zukunft dein neuer bester Freund füttern!“ „Miau!“, machte der Kater und sprang auf Lauras Schulter. Laura fütterte den kleinen Kater und sagte dann zu Stefano: „Gute Nacht Stefano!“ „Gute Nacht kleines. Morgen regele ich alles für meinen Einzug.“, gab Stefano zurück.

 

Am nächsten Morgen holte Laura Sunny mit ihrem Auto ab, da es wie aus Kübeln goss. Laut Stefano aber erst seit etwa einer Stunde. In der Nacht hatte er seinen eigenen Wagen geholt. Laura hatte echt gestaunt. Stefano fuhr einen Porsche 911 Turbo in tiefstem schwarz. Dann drehte sie den Spieß um in dem sie mit ihm kurz über Dinge wie Motoren und der gleichen sprach. Laura hupte und Sunny kam aus dem Haus gerannt. „Morgen Sunny!“, grüßte Laura. „Morgen!“, keuchte Sunny, „Sag mal: Warum hast du meinen Vater gestern angelogen?“ „Wieso hast du mir nie erzählt dass du eine Hexe bist?“, fragte Laura. „Du hättest mich ausgelacht!“, sagte Sunny traurig. „Stefano bleibt für einige Zeit mein Gast. Ich mag ihn und Sascha mag ihn auch, also bitte Spiel mit. Mir zu Liebe!“, sagte Laura, „Ach und ich lache meine Freunde nicht aus! Egal was für einen Stuss sie mir erzählen!“ Laura parkte auf dem Schulgelände und spannte beim aussteigen einen großen Schirm auf. „Wird er auf unsere Schule gehen?“, fragt Sunny. „Ja vielleicht sogar in unserem Jahrgang!“, erwiderte Laura. „Wer wird vielleicht in unseren Jahrgang kommen?“, fragte Tamara. „Ein Freund von mir! Er wurde von seinen Eltern rausgeworfen und jetzt wohnt er bei mir.“, sagte Laura. Jamila fragte erstaunt: „Ein Kerl? Bei dir im Haus? Was sagt Alessio dazu?“ Sunny lachte: „Dad kann ihn nicht ausstehen! Aber Laura ist so stur, dass macht sogar bei ihm Eindruck.“ Lachend gingen sie in ihr Klassenzimmer. Laura, die vorne weg ging, knallte gegen eine andere Person. „Oh entschuldige Laura!“, hörte sie Kay sagen. „Mein Fehler Kay. Ich hab nicht aufgepasst.“ Hinter ihr kicherten ihre Freundinnen. Leise fragte Tamara, als sie auf dem Weg zu ihren Plätzen waren: „Und was wird aus deinem Geflirte mit Kay?“ Laura grinste: „Das wird sich noch zeigen.“

 

 

Zwei Wochen später waren Laura und ihre Freundinnen gerade auf dem Weg in die Aula, als sie dem Direktor begegneten. Er führte gerade Stefano herum. „Stefano!“, rief Laura. Stefano und Herr Schneider drehten sich um. Sofort lächelte Stefano sie an. Herr Schneider meinte nun: „Fräulein Lupus? Das trifft sich ja hervorragend. Herr Garbelli wird ab Montag unsere Schule besuchen. Könnten sie ihn dann herum führen?“ Stefano grinste und sagte: „Herr Schneider kann es sein, dass sie sich die Adresse nicht genau angesehen haben? Ich wohne bei Laura. Voraussichtlich fahren wir gemeinsam her!“ „Das hatte ich wohl tatsächlich nicht bemerkt. Nun gut! Sie und ihre Freundinnen führen also am Montag Stefano herum.“ Laura nickte. Als Herr Schneider weg war sagte Laura: „Biiiitte! Bitte sag mir du hast meinen Wagen genommen! Bitte!“ Stefano sah sie fragend an: „Sorry! Aber ich hab meinen genommen! Ich wollt dich heute schließlich zum Schoppen entführen.“ Jamila und Tamara seufzten als Stefano sie an sich zog. Sunny fragte: „Wieso willst du, dass er deinen armen BMW fährt. Sonst lässt du keinen damit fahren.“ „Besser als wen er hier mit dem Porsche auftaucht!“ „Ein Porsche?“, quietschte Jamila. Die anderen heilten sich die Ohren zu. „Okay ich hab verstanden! Ich versteh warum du nicht wolltest, dass ich meinen Wagen nehme.“, gab Stefano zurück, „Kommst du mit zum Parkplatz?“ „Ja, klar!“, sagte Laura. Stefano legte den Arm um Lauras Schultern und sie schlenderten zum Parkplatz. Jamila, Sunny und Tamara folgten. Jamila fragte Sunny sehr leise: „Kann es sein das Laura sich diesen Traumkerl gekrallt hat?“ „Nicht nach meinem Informationsstand. Aber er hat einen ziemlichen Beschützerinstinkt was Laura betrifft! Weil sie ihm wirklich sehr geholfen hat.“ Laura sah wie Tamara und Sunny einen langen Blick tauschten und war sich sicher, dass die beiden ein Geheimnis hatten. Als sie Stefano ansah grinste er und nickte kaum merklich. Um Stefanos Wagen hatten sich einige Jungs versammelt und fachsimpelten über die PS zahl. Laura, selbstbewusst wie immer, fuhr die Jungs an: „Wen ich einen Fingerabdruck auf dem Lack entdecke und es keiner zu gibt sorge ich dafür, dass ihr alle Morgen den Wagen wascht und poliert!“ Sofort nahmen alle einen Meter Abstand. „Ist Laura öfter so?“, fragte Stefano Sunny. „Eigentlich nicht. Aber das wissen die ja nicht!“ Stefano lachte und sagte: „Gut zu wissen! Ich hohl dich nach her ab, wen du aus hast Laura! Dann können wir in die Stadt fahren.“ „Bis Später Stefano.“, erwiderte Laura. Die Autofreaks hat sich in zwischen verkrümelt. Als nun auch Sunny, Tamara und Jamila sich verabschiedet hatten, fuhr Stefano vom Parkplatz. Als er weg war stand Kay hinter Laura und fragte scharf: „Wer war das?“ Die komplette Gruppe fuhr erschrocken zu ihm herum und Laura fragte: „Wieso?“ „Weil der Kerl den Arm auf deiner Schulter hatte!“, fuhr Kay sie an. „Bist du etwa die Sittenpolizei? Du bist nicht mein Freund Kai und ich bin alt genug um selber zu entscheiden, wer das darf und wer nicht!“, fauchte Laura ihn an. Dann drehte sie sich um und lief Richtung Schulhaus. Die anderen folgten ihr. Jamila und Tamara lobten sie für die erstklassige Standpauke. Kay stand noch immer an derselben Stelle und starrte ihr hinter her. Dann schüttelte er den Kopf und rannte ihr hinter her. „Laura warte bitte kurz!“, rief er, „Es tut mir Leid! Ich mag dich halt und da hab ich wohl überreagiert. Sorry!“ Laura lächelte und sagte: „Lass Stefano nie hören, das du so mit mir gesprochen hast! Der reist dir den Kopf ab!“ Als es läutete gingen sie ins Klassenzimmer. Sarah, eine Klassenkameradin, fragte: „Habt ihr diesen süßen Kerl gesehen den Herr Schneider herumgeführt hat?“ Laura ließ sich auf ihren Platz fallen und sagte: „Das kann ja noch heiter werden!“ „Was meinst du Laura?“, wollte Jamila wissen. „Hör mal wie die jetzt schon schwärmen!“, meinte Tamara. „Genau! Ich werde wohl ein paar Regeln aufstellen müssen.“, lachte Laura, „Zum Beispiel: Nach 22Uhr keinen Damenbesuch auf dem Zimmer!“ Jamila sprang ein und meinte: „Einen Kochplan! Wer muss wann Kochen!“ „Oder wer muss Wäschewaschen!“, meinte Laura. Sunny hielt sich jedoch raus. Dann kam ihre Mathelehrerin herein und sie mussten sich auf den Unterricht konzentrieren.

 

Nach den letzten beiden Stunden kam Stefano auf den Parkplatz gefahren. Laura wartete bereits. Alle Köpfe drehten sich nach dem Porsche von Stefano um. Dieser hielt nun genau vor Laura, stieg aus, öffnete ihr galant die Tür und, als Laura saß, schloss er die Tür und setzte sich auf die Fahrerseite und fuhr los. „Wen du wüsstest wie viele Mädchen dich gerade in Gedanken getötet haben!“, lachte er dabei. Laura erwiderte: „Sicher mindestens die Hälfte von denen die ich heute schwärmen gehört hab nach dem du weg warst.“ Stefano zuckte mit den Schultern und sagte: „Vielleicht. Hast du einen konkreten Wunsch wo wir shoppen gehen könnten?“ Laura schüttelte den Kopf. „Nein, nicht wirklich. Wo willst du hin?“ „Okay dann überrasche ich dich.“, sagte Stefano.

 

Stefano ging mit ihr in einige der teuersten Läden der Stadt und zahlte alles. Laura wollt es ihm jedoch erst ausreden. Später kamen sie noch an einer Zoohandlung vorbei. Laura blieb stehen und fragte: „Können wir da auch noch rein?“ Stefano stimmte zu und sie kauften Sascha noch einige Sachen. Dann fuhren sie nach Hause. Stefano und sie alberten herum und lachten als sie die Auffahrt hinauf fuhren. Vor dem Haus stand Alessios Wagen. „Was will der den hier?“, fragte Laura leise. Stefano und sie gingen gemeinsam ins Haus. Alessio saß im Wohnzimmer und erwartete sie bereits. Er war nicht alleine. Neben ihm saß Lauras Tante Rebecca. Ihr Vater hatte Laura immer von ihr fern gehalten und ihr gesagt, sie solle ihr auf keinen Fall vertrauen. Sie sei gefährlich! Gewarnt und durch Saschas verhalten, der sie ohne Unterbrechung an fauchte, war Laura nun sehr misstrauisch. „Was suchst du hier?“, fragte sie gereizt und mit einem Unterton in der Stimme, welcher jeden hungrigen Wolf in die Flucht geschlagen hätte. Ihre Tante sagte jedoch gelassen: „Ich will mich um meine Nichte kümmern“ „Vater hatte dir verboten in meine Nähe zu kommen!“, sagte Laura mit einer Stimme kalt wie Eis und begann zu zittern, „Und das Hausverbot verlängere ich hiermit ebenfalls!“ Stefano und Alessio sahen sich die beiden genau an. Rebecca sagte: „Du bist nicht in der Lage dich selbst zu verteidigen und Alessio besteht nicht mal gegen mich!“ Es sah auf den ersten Blick so aus als mache sie sich tatsächlich Sorgen um ihre Nichte, aber Sascha hatte ein untrügliches Gespür für so etwas und der Fauchte nur noch lauter. „Ich brauch dich nicht!“, schrie Laura sie an und klang fast wie ein knurrender Wolf. Nun klinkte sich Stefano ein: „Da hat sie recht! Ich bin auch noch da und beschütze sie!“ „Ein Vampir? Sehr lustig!“, lachte Rebecca. Laura zitterte immer schlimmer. „Wenn ich wieder komme will ich dich hier nicht mehr sehen!“, knurrte Laura und rannte zur Hintertür raus. Hilflos! Pah ich doch nicht!, knurrte der riesige, ca. 1.70m hoher Wolf mit dem grauen bis fast schwarzen Fell, der jetzt anstatt Laura im Garten stand. Beruhige dich Laura! Es ist nicht gut wen du dich so gehen lässt und jetzt ab in den Wald, bevor einer von denen dich sieht!, erwiderte Sascha und sie hörte ihn drinnen fauchen und wie Rebecca erschrocken aufschrie. Laura rannte so schnell ihre Pfoten sie trugen und begann zu jagen.

 

 

Es war schon Dunkel als Laura wieder zurück kam. Es hatte eine ganze Weile gebraucht, bis sie nicht mehr so wütend war. Nun saß Laura völlig aufgelöst unter der großen Weide im Garten. Die Begegnung mit Rebecca hatte schmerzhafte Erinnerungen in ihr geweckt. Stefano hatte sie noch nicht bemerkt. Sie zitterte und hatte sich gerade erst wieder zurück verwandelt. Gott sei dank ist es Freitag, dachte sie und sofort kam Stefano in den Garten. „Laura! Ich hab dich plötzlich nicht mehr gefunden. Wo warst du? Mir war es nicht mehr möglich dich zu spüren.“ „Ich war nur Laufen Stefano. Ich musste da raus.“, log Laura. Stefanos Blick verfinsterte sich: „Warum lügst du mich an? Ich meine jetzt nicht damit, dass du da raus musstest, dass war für jeden offensichtlich. Aber wo warst du Laura? Ich hab mir echt sorgen um meine kleine Lebensretterin gemacht!“ Laura sah Stefano unsicher an. Sie hatte Angst vor seiner Reaktion, denn sie mochte ihn wirklich. „Tut mir Leid Stefano, aber ich trau mich nicht dir das zu sagen! Ich sag´s aber mal so: Meine Tante lag falsch als sie dachte, ich bin dir und Alessio hilflos ausgeliefert!“ Stefano nahm sie in den Arm und flüsterte: „Du kannst mir alles sagen Laura! Ich bin der letzte vor dem du dich fürchten musst!“ Laura sah in seinen Augen die Bitte um einen klein bisschen Vertrauen. Laura drückte sich an ihm um ihm zu signalisieren, dass sie ihm vertraute. „Wo ist Sascha?“, fragte Laura. Schon kam er, in voller Größe, also ca. 1.30 Meter hoch. Er rieb seinen Kopf an ihr und gab das typische Tiger-schnurren von sich. „Du wusstest es?“, fragte Stefano. Laura nickte. Sollte sie es ihm erzählen? Was soll's? Ich sag's ihm! „Ich bin eine Wölfin, Stefano! Eine junge Wölfin! Und ich bin hier alleine, abgesehen von Sascha. Alle in meiner Familie sind Wölfe, aber ich kann mich auch in einige andere Tiere verwandeln.“, gestand Laura kleinlaut. Langsam nahmen sie und Sascha Abstand von Stefano. Sollte er jetzt böse werden, wollte sie nicht direkt neben ihm stehen. Laura stand kurz davor los zu heulen. Stefano sah sie perplex an. Dann fing er sich wieder und fragte: „Du bist eine Wölfin?“ Man sah ihm an wie seine Gedanken sich überschlugen. Sascha spannte sich zum Sprung an. Doch Laura legte ihm eine Hand auf und schüttelte den Kopf. Nicht Sascha! Hast du vergessen, dass ich mich von ihm beißen lies? Ich bin sein und ich werde dies Akzeptieren, übermittelte sie ihm. Die beiden bildeten ein Rudel und deshalb konnten sie sich mit ihren Gedanken verständigen. Sascha sah sie betrübt an. Er nickte jedoch und legte sich unter die Weide. Wen du es so willst, ich werde deinem Befehl folge leisten, meinte Sascha. Stefano kam auf sie zu. Er bewegte sich mit einer katzenhaften Eleganz. Laura blieb bewegungslos stehen. Sie würde sich Stefano fügen, egal was er jetzt tat. Selbst wenn er sie jetzt töten sollte. Sie würde es über sich ergehen lassen. Es war ein allgemeines Gesetz, dass wer sich auf eine andere Art magischer Wesen ein lies und vorher über die Gesetze dieser Art aufgeklärt wurde, sich an diese halten musste. Laura bekam Angst vor Stefano und begann gefährlich zu zittern. „Ganz Ruhig! Ich will dir nichts tun.“, sagte Stefano. Als er den ersten Satz beendet hatte, hörte Laura auf zu zittern. Sie hatte sich unterworfen und somit würde sie Stefanos Befehle immer folge leisten, egal wie banal sie waren. Stefano stand nun genau vor ihr und Laura hielt den Blick gesenkt. Beruhigend zog Stefano sie an sich und sagte: „Das war es, wovor du solche Angst hattest es mir zu sagen? Laura, glaub mir! Ich werde dir nichts tun! Du bist doch mein kleiner Schützling!“ Jetzt hob Laura den Blick und man sah wie sich vorsichtiger Optimismus hinein schlich. „Du willst mir nichts tun?“, fragte sie unsicher. Stefano sah man an das ihn ihre Unsicherheit verletzte, doch er antwortete mit warmer Stimme: „Natürlich nicht! Laura du hast mir das Leben gerettet! Ich könnte dir gar nichts tun! Das ist so und daran würde ich auch nichts ändern.“ Laura schmiegte sich an ihn. „Ich sollte Alessio anrufen!“, meinte Stefano nach einigen Minuten, „Ich hab ihm versprochen, dass ich ihm Bescheid sag ob es dir gut geht!“ Damit nahm er Laura auf den Arm und trug sie ins Haus. Sascha folgte jetzt wieder nur etwas größer als eine gewöhnliche Hauskatze. Laura schlief noch in Stefanos Armen ein. Es war inzwischen nach Mitternacht und sie war völlig ausgepowert. Stefano brachte sie ins Bett, rief Alessio an und erzählte ihm, dass Laura sicher in ihrem Bett lag. Auch er war beunruhigt gewesen. Nach dem Alessio gesehen hatte, wie Sascha plötzlich über einen Meter hoch wurde und sich Lauras Tante in einen ein Meter hohen Wolf verwandelte und zur Vordertür raus stürmte. Ob Laura dies auch konnte? Ihre Eltern waren jetzt seit Jahren tot und als ihre Großmutter starb zog sie sich endgültig zurück. Es war ein Wunder, das Sunny sich mit ihr anfreunden konnte.

 

 

Als Laura aufwachte roch es nach Frühstück. Neugierig ging sie die Treppe runter. Sie verursachte kein Geräusch und beobachtete Stefano. Er sauste durch die Küche und machte Frühstück. Sie wurde aus ihm einfach nicht schlau. Bis gestern hatte sie eine richtige Rangordnung gesehen, aber jetzt? Laura verbarg ihre Gedanken, so konnte Stefano auch so nicht bemerken. Dann drehte sich Stefano zu ihr um. „Morgen Laura! Hast du Hunger?“ Laura nickte und sah ihn an. Stefano deckte den Tisch und Laura sah ihm zu. Während sie aßen sagte Laura: „Gestern hast du die Rangordnung ganz schön durcheinander gebracht. Ich hab keine Ahnung wie ich mich verhalten soll.“ „Ich gebe dir einen Tipp: Wir stehen auf dem gleichen Rang!“, erwiderte Stefano, „Du wirst von mir nicht als Besitz oder Opfer angesehen. Du bist für mich eine Weggefährtin und zwar eine gleichgestellte Gefährtin.“ Laura legte den Kopf schief: „Wie geht das? Ich meine: Bei den Wölfen ist das so, dass der ältere den höheren Rang inne hat und du scheinst ein gutes Stück älter zu sein.“ „So läuft es bei uns auch!“, sagte Stefano, „Und ja du hast recht! Ich bin nicht mehr der Jüngste. Aber so deutlich wie du hat das noch niemand gesagt.“ Laura sah verlegen auf den Boden. Stefano verhielt sich ihr überlegen und das war für sie Grund genug sich zu unterwerfen. Sie war immer die älteste gewesen und auch die stärkste, doch sie hatte gelernt das man sich auch manchmal Unterwerfen musste. „Ich wollt dich nicht vor den Kopf stoßen. Tut mir Leid“, flüsterte sie. Stefano verdrehte die Augen und sagte: „Hör bitte auf dich zu unterwerfen. Du bist stärker als du glaubst!“ Laura schüttelte den Kopf: „Ich bin nur unter Meinesgleichen relativ stark. Ich schaffe es gerade so andere Wölfe von hier fern zu halten. Aber Magier, Hexen, Vampire und Gastaltwandler, die der älteren Jahrgänge, sind für mich viel zu stark. Wen Alessio nicht wäre, dann würde ich hier schon längst nicht mehr wohnen können.“ Stefano sagte nun etwas womit Laura nicht gerechnet hatte: „Ich bin auch ein Wolf. Nach meiner Wandlung zum Vampir hatte ich dies jedoch verborgen gehalten, aber ich bin gewillt dich zu unterrichten. Ich weiß das heißt, dass sich die Rangordnung aus deiner Sicht wieder verschiebt, aber der Wolf in dir wird verstehen das ich dich als Leitwölfin sehe.“ Laura sah ihn verblüfft an. „Ich und Leitwölfin? Das ist sehr lustig. Ich bin ja selbst kaum aus dem Welpenfell raus!“, sagte Laura. Plötzlich meldete sich Sascha: Du bist die Leitwölfin! Laura seit deine Großmutter tot ist… Laura fuhr panisch zusammen. Dann knurrte sie: Lass das bleiben! Ich halt das nicht aus! Stefano sah sie erstaunt an. „Ganz schön ruppiger Ton. Kleines, denk nicht soviel an den Rang, Okay?“ Laura sah ihn erstaunt an und nickte dann. „Du hörst unsere Rudelkommunikation?“ Du scheinst ihn im Rudel akzeptiert zu haben also hört er auch unsere Rudelkommunikation, meldete sich Sascha zu Wort. Laura nickte gedankenverloren. „Ich würde mich gerne von dir unterrichten lassen.“, sagte Laura nun, „Ich muss schließlich lernen mit meinen Kräften um zu gehen.“ Während des Rests des Frühstücks unterhielten sie sich über belangloses. Laura und Stefano hatten gerade fertig aufgeräumt, als es an der Haustür klingelte. „Ich geh schon. Räumt du die Spülmaschine fertig ein.“, sagte Laura und ging zur Tür. Als sie aufmachte viel ihr Sunny um den Hals. „Dad hat mir erzählt, was gestern passiert ist! Gott du musstest ja richtig Angst gehabt haben.“, sagte sie, „Ich glaub's nicht das deine Tante sich in einen Wolf verwandelt hatte.“ Hinter Sunny stand Alessio. „Kommt doch erst mal rein.“, sagte Laura und führte sie ins Wohnzimmer. „Wo bist du gestern gewesen?“, fragte Alessio nach einer kurzen Begrüßung. Laura schwieg. Sie wollte ihn nicht anlügen. Was mach ich jetzt? Stefano? Sascha?, fragte Laura. Sag ihm die Wahrheit. Er wird verstehen was passiert ist!, sagte Stefano. Stefano komm bitte her! Ich werde euch dann gleich alles erzählen., sagte Laura entscheiden. Stefano kam ins Wohnzimmer und fragte: „Wie meinst du das Laura?“ Alessio und Sunny sahen erstaunt zwischen Laura und Stefano hin und her. „Ich meine was genau hier los ist.“, sagte Laura. Jetzt lagen alle Blicke auf ihr. „Ich glaube ich würde dir gern erst mal ein paar Fragen stellen!“, sagte Alessio. Laura nickte. „Deine Tante konnte sich in einen Wolf verwandeln! Kannst du das auch oder ist das nur bei ihr so?“ „Alle in meiner Familie sind Wölfe. Auch ich, nur dass meine Tante nicht weiß das ich es bereits beherrsche.“, antwortete Laura. Sascha kam nun herein faucht Alessio an und sprang bei Stefano auf den Schoss. Alessio fragte etwas irritiert weiter: „Wo warst du gestern? Wir haben uns Sogen gemacht!“ „Jagen. Ich bin fast geplatzt vor Wut.“, Laura antwortete ganz gelassen. Alessio fragte weiter: „Weist du über Saschas besondere Fähigkeiten Bescheid? Was genau ist er?“ „Sascha ist so eine Art Adoptivbruder. Allerdings kann er keine Menschengestalt annehmen, aber ihr habt ihr ja andeutungsweise gesehen was er sonst so kann.“, erklärte Laura, „Kann ich jetzt anfangen?“ „Eine Frage hab ich noch. Bist du eine Bedrohung oder nicht?“, fragte Alessio. Laura verdrehte die Augen: „Ich komme gegen andere Wölfe an. Aber das ist auch schon alles. Für einen Magier wie dich bin ich keine Gefahr, dafür bin ich zu jung und Sascha auch. Deshalb ist es sehr wichtig das ihr das für euch behaltet! Wen nicht könnte es mich und Sascha das Leben kosten!“ Sunny und Alessio nickten. Dann fragte Sunny: „Wie war das vor ein paar Wochen? Wieso hast du mir das nicht gesagt?“ Laura begann zu lachen. „Dir ist hoffentlich klar, dass du durch deine Familie sicher bist! Ich bin hier allein mit Sascha gewesen.“, sagte Laura, „Also wegen gestern: Meine Tante wurde vor ein paar Jahren dem Rudel abtrünnig. Darauf hin sorgte mein Vater, der damalige Leitwolf, dafür das sie uns nicht mehr zu nahe kam. Doch sie hatte sich mit einigen Gastaltwandlern zusammen getan und außer Großmutter, Sascha und mir wurden alle anderen Rudelmitglieder getötet. Vater hatte mir davor beigebracht wie ich meiner Tante entkomme, den sie tut alles um an mich ran zu kommen, weil ich die Tochter des Leitwolfes bin. Aber im Allgemeinen hat sie nicht den Hauch einer Chance. Gegen sie komme ich alle mal an.“ Und ich bin ja nicht alleine!, stellte sie fest. Alessio schüttelte den Kopf: „Das gibt es ja nicht! Ich hab sie auch noch hier rein gelassen!“ „Dad mach dir keinen Vorwurf. Ich hab sie gesehen, die sah nicht sehr bedrohlich.“, versuchte Sunny ihren Vater zu beruhigen. „Meine Tante ist auch sehr charismatisch. Wen sie dir den Kopf verdreht, und du weißt nicht das sie so ein Biest ist, hast du schlechte Karten!“, sagte auch Laura. Stefano setzte Sascha ab und verließ den Raum. Laura sah fragend zu Sascha. Dieser Maunzte nur ratlos. „Laura komm mal bitte raus!“, rief Stefano, „Und bring Sascha mit!“ Dann hörte sie Pfoten im Flur und sagte: „Ich glaub ich muss mal kurz weg.“ Sie folgte Stefano und verwandelte sich in einen Wolf kaum das sie aus der Sicht der Magier war. Sascha kommst du?, fragte Laura und hörte schon wie er ihr folgte. Was ist den Los Laura? / Ich wäre selber sehr viel schlauer, wen Stefano es mir sagen würde. / Kommt einfach, dann riecht ihr es. Alessio folgt ihr in den Flur und sah gerade wie sich Laura die Tür öffnete und das in ihrer Wolfsgestalt. „Äh Laura?“, sagte Alessio unsicher. Laura drehte sich um, wedelte kurz mit dem Schwanz und wartete darauf das Alessio sagte was los war. „Wir gehen! Ruf an wen was los ist! Okay?“ Laura nickte und rannte in den Wald, immer hinter Stefanos Fährte her. Stefano was ist los… Kaum war sie auf der Lichtung angekommen, hatte sie den Geruch von fremden Tigern in der Nase. Sascha, der inzwischen seine volle Größe angenommen hatte, fauchte und Laura versuchte die Fährte auf zu nehmen. Stefano trat zu ihr und sie schnüffelten gemeinsam an einer Markierung. Sie erkannte ihn nur am Geruch. Sein schwarzes Fell glänzte und er war ein paar Zentimeter größer als sie. Sascha saß auf einem Baum und hielt wache. Glaubst du es kann Probleme geben? / Ich weiß nicht. Wen sie uns angreifen könnte es gefährlich werden. Plötzlich hörten sie einen Tiger fauchen. Laura und Stefano drehten sich erschrocken um und knurrten. Sascha sprang zu ihnen herunter und stellte sich an Lauras rechte Seite. Stefano auf die Linke. Die drei hatten die Köpfe gesenkt und die Ohren angelegt. Dann kamen drei Tiger aus dem Unterholz. Auch sie hatten die Köpfe gesenkt und die Ohren eng angelegt. Laura zog die Lefzen hoch und knurrte: Was wollt ihr hier? / Wir wussten nicht dass es hier einen Tiger gibt! Sonst hätten wir uns nicht hier her gewagt!, sagte der vordere Tiger. Laura knurrte bösartig. Sascha mischt sich nun ein: Hier hat Laura das sagen! Nicht ich! / Du hörst auf einen Wolf? Wie lächerlich, kam von dem etwas hinteren Tiger. Ruhe Chero! Wen ein Tiger dem Wolf gehorcht, ist der Wolf etwas besonders. Laura hatte noch immer die Lefzen hoch gezogen und knurrte. Plötzlich ging Chero auf Laura los. Diese biss ihn fest in die Flanke. Chero brüllte auf. Laura lies von ihm ab und sprang zurück. Sascha packte Chero im Nacken und schleuderte ihn auf den Boden. Laura knurrte und Sascha zog sich zurück. Nun spannte sich Laura an und knurrte nochmal warnend. Chero zog sich jedoch zurück: Ich hab genug. Du hast sehr starke Kiefer. Der erste sprach nun: Mein Name ist Cheso, dies sind mein Bruder Chero und meine Gefährtin Chasandra. Wir bitten um Verzeihung dafür das wir in euer Revier eingedrungen. Wir sind auf der Flucht vor einem Magier der weiße Magie. Wir suchen Zuflucht und hier werden sie wohl kaum herkommen. Die Aura dieser Gegend ist zu… dunkel. Laura sah unsicher zu Stefano dieser nickte: Lass sie in der Gegend bleiben. Ich kenne den Magier, der sie jagt. Er war an meiner Verletzung schuld. Laura nickte: Bleibt ruhig hier! Ihr dürft uns nur keine Schwierigkeiten machen. Cheso nickte. Du willst ihnen erlauben hier zu bleiben? / Ja! Was hättest du gemacht wen Mom und Dad dich nicht aufgenommen hätten? Du wurdest damals auch gejagt. / Ich wäre gestorben, aber ich war auch noch ein Kätzchen! / Riech mal Sascha! Sie haben mindestens ein Junges dabei! Sascha sah überrascht auf. Laura wandte sich an die Tiger: Wen ihr wollt könnt ihr das Gästehaus verwenden. Ich zeig euch den Weg. / Sascha, kommst du?, Laura lief in die Richtung des, tief im Wald versteckten, Häuschen, das ihre Eltern für solche fälle gebaut hatten. Laura hielt das Häuschen immer in Stand und es war sehr gemütlich. Wow, sagte Chasandra, das ist ja, schön hier! Sascha und Stefano waren ihr beide gefolgt und trugen je ein Tigerbaby. Chasandra drehte sich um und sah dies. Ihre Augen weiteten sich und sie wollte gerade auf die zwei losgehen als Laura ihnen bedeutete die Kätzchen runter zu lassen. Die beiden rannten zu ihrer Mutter und Laura meinte: Hier wird den kleinen nichts passieren. Wir werden ihnen nichts tun und das Häuschen lässt sich leicht verteidigen. Wir müssen jetzt nach Hause. / Danke Laura! So heißt du doch?, sprach Cheso. Laura legte die Ohren zurück und antwortete: Ja, aber als Wolf werde ich Shadow genannt. Cheso nickte. Shadow? Wie sind dein Eltern darauf gekommen? / Weiß ich nicht. Ist mir aber auch relativ egal. Mir gefällt der Name, erwiderte Laura, Fang mich wen du kannst! Dann rannte sie Richtung Haus. Stefano folgte und sprang sie kurze Zeit später von Hinten an. Er warf sie sofort um und sagte: Gefangen! Sascha knurrte böse: Runter von meiner Schwester! / Stefano und ich spielen nur, sagte Laura und Stefano lies sie aufstehen. Im Garten verwandelten sie sich zurück. Laura machte Hausaufgaben während Stefano kochte und Sascha fütterte. Der Rest des Wochenendes verlief ruhig. Laura und Stefano machten sich einen Gemütlichen Tag.

 

Montag hatte Laura Stefano überredet ihren Wagen zu nehmen, um in die Schule zu fahren. Stefano hatte nur nachgegeben weil Laura ihm versprach, ihn fahren zu lassen. Unterwegs zu Sunny sagte Stefano plötzlich: „Ist dir eigentlich bewusst das an deiner Schule noch ein paar Magier sind?“ „Ja, aber ich bin nicht geschickt genug um heraus zu finden, wer genau es ist. Ich hab's echt schon ein paar Mal versucht, aber es klappt nie.“, erwiderte Laura. Stefano hielt gerade vor Sunnys Haus und diese stieg auch schon ein. Sunny hörte schweigend zu als Stefano sagte: „Dann können wir das Heute ja üben.“ „Was üben?“, fragte Sunny nun. „Ein paar ihrer Mentalen Fähigkeiten!“, erklärte Stefano, bevor Laura etwas sagen konnte. „Oh man! Ob ich mich je an den Gedanken gewöhne das Laura eine Wölfin ist?“ Stefano lachte: „Lass dir Zeit! Aber wen Laura sich das erste Mal in deiner Anwesenheit verwandelt, dann ist es nicht mehr ganz so schwer!“ Laura knurrte unterdrückt: „Du hast 'ne recht große Klappe heute Stefano!“ Sunny sah sie geschockt an: „Du knurrst Stefano an?“ „Wir haben noch ein paar Probleme mit der Rangordnung. Ich sag ihr immer, sie hat das Sagen, aber ich merk selber, dass ich mich manchmal falsch verhalte.“ Dann sprachen Laura und Sunny über die Hausaufgaben. Stefano verstand nur dank seiner Vampirgeschwindigkeit was sie sagten. Als sie ausstiegen wurden sie bereits von Jamila und Tamara erwartet. Stefano sagte gerade: „Mir raucht echt der Schädel! Geht das nicht auch langsamer?“ „Du hast wohl gerade erlebt wie die beiden sind, wen sie in voller Geschwindigkeit sprechen!“, sagte Tamara „Ich wünschte ich könnte so sein wie die zwei! Sie sind einfach so cool!“, schwärmte Jamila. Stefano sah kurz zu ihr und sagte zu Laura über die Rudertelepathie: Mir gefällt nicht das Jamila euch so anhimmelt! / Mir auch nicht! Wir sind nicht perfekt und wen sie das auf die harte Tour lernt gibt es nur eine große Enttäuschung, gab Laura zurück. Stefano nahm Lauras Hand und sie liefen gemeinsam Richtung Klassenzimmer. Tamara und Sunny fielen fast die Augen aus dem Kopf als Laura Stefano anlächelte. Vor dem Klassenzimmer blieben sie stehen und redeten mit einander. Stefano wurde von allen angestarrt und viele Mädchen aus der Klasse flirteten Stefano an. Laura missfiel das etwas, denn sie mochte Stefano selber, auch wen sie das nicht zu gab. Kurz bevor es Leute gingen sie ins Klassenzimmer. Tamara, die normalerweise neben Laura saß über lies den Platz Stefano. Herr Schäfer, ihr Spanischlehrer kam und Kay sagte sofort: „Herr Schäfer, haben sie schon gesehen das wir einen neuen Mitschüler haben?“ Schäfers Blick fiel auf Stefano und er fragte auf Spanisch: „Darf ich nach deinem Namen fragen?“ „Ich heiße Stefano Garbelli und bin 18 Jahre alt.“, gab Stefano auf Spanisch zurück. Herr Schäfer sah in irritiert an. Dann fragte er: „Sprechen sie schon länger Spanisch?“ „Nein ich habe dieses Fach erst seit zwei Jahren.“, gab Stefano zurück. 20 Jahre trifft es wohl eher, dachte Laura grinsend. Stefano grinste sie an: Nicht wirklich! Dann gab er Laura Anweisungen wie sie vorgehen musste um die Magier an ihrer Schule ausfindig zu machen. Ohne Sunny, Stefano und sie waren noch drei andere in ihrer Klasse. Doch bevor sie raus fand wer genau, Klingelte es. Stefano ermutigte sie und sagte das würde schon noch klappen. Zwei Stunden später in der Mittagspause kam Kay auf sie zu und sagte zu Stefano: „Du wohnst also bei Laura!?!“ Sein feindseliger Ton ließ keinen Zweifel daran, dass er auf Kollisionskurs gehen wollte. Laura und Sunny sahen sich an und dann bemerkte Laura wieder einen Blickwechsel zwischen Tamara und Sunny. „Ja, wieso?“, fragte Stefano gelassen und legte den Arm um Laura. Laura sah wie Kays Augen silbern wurden und musste ein knurren unterdrücken. „Was geht dich das an Kay?“, fragte Sunny eilig. Tamara sah Sunny überrascht an, denn deren Ton war leicht nervös gewesen. Laura drehte sich zu Stefano um und fragte: „Sollen wir dir die Bücherei mal zeigen? Oder den Computerraum?“ Laura ignorierte Kay einfach. Kay sah sie beunruhigt an und ging daraufhin verärgert weg. Jamila und Tamara fragten gleichzeitig: „Was war das?“ „Ich hab die Schnauze gestrichen voll von dem! Ständig geht er in die Luft vor Eifersucht, als wären wir zusammen! Das ist ätzend!“, antwortete Laura. Sunny stimmte ihr zu: „In Physik hat er mich doch tatsächlich gefragt, ob Laura nur mit ihm gespielt hätte!“ „Wen er solange braucht…“, meinte Tamara, „Selber schuld!“ „Mädels, ich fühle mich etwas unwohl wen ihr so Lauras Männergeschichten vor mir ausbreitet. Thema Wechsel?“, unterbrach Stefano. Jetzt mussten die Mädchen lachen.

 

Die Mittagspause verbrachten sie am Freitag in der Bücherei. Laura hatte sich ein Buch genommen und konzentrierte sich. Sie wollte wissen was es war, dass sie Tamara und Sunny gegenüber misstrauisch machte. Die ganze Woche schon ging ihr dieser Blickwechsel auf die Nerven. Dann stellte sie erstaunt fest: Eine Hexe! Tamara ist auch eine Hexe und Kay eindeutig ein Magier! Sonst hätten seine Augen niemals so aufgeleuchtet. / Stimmt! Er ist ein Magier! Außerdem hängt er an dir!, betätigte Stefano. Laura grinste: Mir egal! Hab ich meine Aufgabe gemeistert? Stefano nickte kaum merklich. Jamila sprang plötzlich auf und sagte: „Ich muss los! Dad holt mich ab! Ich hab jetzt einen Arzttermin. Wir sehen uns dann Montag!“ „Ciau!“, sagte Laura und Sunny synchron. Tamara murmelte irgendwas und Stefano nickte nur und tat als wäre er ganz gefesselt von seinem Buch. Kaum war sie weg sagte Laura: „Soll ich heute Abend kochen oder machen wir die andere Variante?“ „Das andere, ich muss mich heute mal wieder auspowern!“, gab Stefano zurück. Tamara sah scheu zu ihnen und dann wanderte ihr Blick unsicher zu Sunny. Jetzt tauschten Laura und Stefano wissende Blicke. Laura sah genau wie Tamara Angst bekam und sie roch das Adrenalin. Ich erlöse sie jetzt! Ich will nicht dass sie sich ständig fürchtet wen wir in der Nähe sind!, meinte Laura. Bitte noch ein bisschen! Ich liebe den Geruch von Adrenalin! Wen ich ihn noch lange in der Nase habe gehen mit mir die Pferde durch!, warnte Laura. Knurrend gab Stefano noch. „Kommt ihr heute Abend zum Essen? Ich koche auch selber!“, sagte Laura mit einem Hundeblick. Sunny zuckte mit den Schultern und sagte: „Sollen wir gleich nach der Schule mit kommen?“ „Ja, wieso nicht!“, meinte Stefano und grinste. „Gut!“, sagte Tamara und sah nervös zu Sunny.

 

Nach der Schule fuhren alle zusammen in Lauras Auto zu ihr. Stefano und sie alberten herum und lachten mit Sunny, als sie ausstiegen. Tamara war etwas distanziert und schüchtern. Sie hatte Angst, dass konnten Laura und Stefano beider riechen und es trieb Laura fast in den Wahnsinn. Ihr Jagdinstinkt kam durch. Laura ging gleich in die Küche und holte Knabber-zeug. Tamara saß steif auf der Couch neben Sunny und sagte nicht viel. „Also dürfte ich jetzt erfahren warum ihr zwei die ganze Woche immer wieder wissende Blicke tauscht?“, fragte Laura und balancierte zwei große Teller mit Sandwiches herein. „Das ist dir aufgefallen?“, fragte Sunny. Laura verdrehte die Augen und fragte: „Hältst du mich für Blöd? Ich kenne euch lange genug um, besser als eure Eltern, zu wissen wann ihr Traurig seid! Da war es ein Kinderspiel dies zu bemerken!“ „Also wegen Stefano…“, begann Tamara zögernd und brach ab als Stefano aufstand. „Ich geh ja schon Laura! Du bist heute ganz schön gereizt.“ Laura funkelte ihn an und sagte dazu nichts. Als Stefano weg war entspannte sich Tamara endlich. „Ich weiß was Stefano ist Tamara. Er ist Okay! Glaub mir.“, sagte Laura, „Dir merkt man an das du es auch weißt und Sunny bei jeder seiner Bewegungen um Rat bittest!“ „So auffällig?“, fragte Tamara. Laura nickte. „Ihr habt das mir der anderen Variante also mit Absicht gesagt? Mir ist echt schlecht geworden, als ich daran dachte, dass er dich beißen könnte!“ „Dafür bist du zu spät dran!“, brummelte Sunny. Laura warf ihr einen warnenden Blick zu. Tamara sah sie verunsichert an. Laura stand auf und sagte: „Ich koche jetzt!“ „Kann ich dir helfen Laura?“, frage Stefano und spickte wie ein kleiner Junge hinter der Tür zu ihnen rein. Laura sah bedeutungsvoll zu den beiden Mädchen und sagte: „Du könntest Sascha davon abhalten die zwei zu verschlucken!“ Sunny wurde bleich und Tamara lachte: „Dein Kater soll uns verschlucken? Unwahrscheinlich!“ Laura grinste in sich hinein als Sunny sagte: „Sascha ist Gefährlicher als Stefano! Letzteren hat Laura nämlich voll im Griff!“ „He!“, kam von Stefano und Sunny quietschte vor Lachen. Stefano hatte ihr garantiert ein Kissen an den Kopf geworfen. Laura kochte in aller Seelen ruhe und Tamara rief ihre Eltern an und sagte ihnen das sie heute nicht nach Hause käme, sie wollte nämlich bei Laura übernachten.

 

Am nächsten Morgen wurde Laura durch den Schrei von Tamara wach. Laura stürmte die Treppe runter ins Erdgeschoss. Ihr Schlafzimmer war im Zweiten Stock, genau wie Stefanos Zimmer. Das Gästezimmer in dem Tamara geschlafen hatte war im ersten Stock. Laura kam schlitternd im Flur zu stehen und unterdrückte mühsam ein knurren. Sascha stand in seiner vollen Größe vor ihr und fauchte bösartig. „Sascha! Was zur Hölle soll das? Tamara ist mein Gast!“, platzte Laura der Kragen. Sascha fuhr erschrocken zusammen und drehte sich zu ihr um. Laura fuhr ihn an: „Raus! Ich will dich vor heute Mittag nicht mehr sehen!“ Mit einem missbilligenden Fauchen ging Sascha nach draußen. Hinter Laura stand Stefano, der ihr gefolgt war. Tamara saß verstört auf dem Boden und sah sie groß an. „Wieso hört ein Tiger auf dich?“, fragte sie verängstigt. Laura nahm sie tröstend in den Arm „Ich kaufe seine Futter!“, gab Laura zurück, „Er hat dich doch nicht angegriffen, oder?“ Lauras Stimme klang beruhigend und Tamara beruhigte sich etwas. „Er hat mich nur erschreckt! Jetzt kommt mir der Spruch von gestern nicht mehr so lustig vor. Wen das dein Kater war, kann er doch einen von uns verschlucken!“ Laura gähnte und sagte: „Da wir jetzt wach sind können wir ja auch Frühstücken. Holst du Brötchen?“ Lauras Blick war eindeutig. „Ja, wieso nicht!“, sagte Stefano und war zur Tür raus. Laura schob Tamara ins Wohnzimmer und erklärte: „Sascha ist noch sehr jung für einen Gastaltwandler und kann deshalb keine Menschengestalt annehmen. Meine Eltern wussten von der Magischen Welt und hatten Sascha aufgenommen. Bitte verrate ihn nicht. Ich könnte ihn nicht beschützen wen Magier auf ihn jagt machen würden.“ Tamara nickte: „Das ist verständlich! Bist du eigentlich auch eine Gastaltwandlerin oder so?“ Laura schluckt und überlegte. „Sagen wir mal so: Ich hab ein paar Fähigkeiten die andere nicht haben, aber als Magierin würde ich mich nicht bezeichnen.“, sagte sie und gab somit nur einen Teil der Wahrheit preis. Kurz darauf kam Stefano zurück und sagte: „Der Brötchenlieferant ist da!“ Laura lief ihm entgegen und fragte: „Hast du diesmal auch alles oder muss ich wieder los und den Rest hohlen?“ Tamara kicherte und Stefano sagte entrüste: „Ich hab alles!“ Jetzt musste Tamara lachen und fragte: „Läuft das hier immer so ab oder wollt ihr mich aufheitern?“ „So wohl als auch!“, gab Stefano mit einem fetten grinsen zurück. Sie frühstückten und Laura fuhr Tamara noch Hause. Laura fing nach ein paar Minuten zögernd an: „Bitte behalte für dich das ich es weiß! Ich hab schon genug Ärger weil meine Familie tot ist. Ich meine mit dem Jugendamt und so.“ Tamara nickte.

 

 

Kaum stand Lauras Wagen in der Einfahrt von Tamaras Elternhaus kam ihre Mutter heraus und ihr Vater begleitete sie. „Tamara! Kay hat…“, wollte ihre Mutter sagen und brach ab als sie Laura sah. Jetzt tauschten Laura und Tamara wissende Blicke. „Ich hoffe er hat nicht wieder versucht Stefano schlecht zu machen! Ich hab ihn nämlich neulich abblitzen lassen, den seit Stefano bei mir wohnt benimmt er sich wie der letzte Idiot.“, sagte Laura. „Oh, nein es war nur… Egal!“, sagte ihre Mutter. Laura verabschiedete sich und nahm Tamara in den Arm. Dann fuhr sie nach Hause. Stefano hielt ihr, kaum das der Wagen in der Garage stand auch schon die Tür auf. „Jetzt trainieren wir erst ein mal!“, sagte er und Laura verwandelte sich. Er trainierte mit ihr ihre magischen Fähigkeiten als erstes in ihrer Wolfsgestalt um ihr den Einstieg leichter zu machen, wen sie es in Menschengestalt versuchte. Am Abend beherrschte Laura das meiste was Stefano ihr beibringen wollte. Es dämmerte und Laura streckte sich und brummte: Will jemand jagen gehen? / Ja ich!, kam es von Sascha. Bin dabei!, stimmte auch Stefano zu. Laura lief in den Wald. Im Wald staunte Stefano nicht schlecht, denn Laura war eine sehr gute Jägerin. Als sie alleine mit einem großen Satz einen Hirsch erlegte war der Vampir baff. Auch Sascha hatte keine Probleme damit seine Beute zu töten. Stefano hatte die Herde in Panik aufgescheucht und sah nun nur noch zu. Er brauchte Menschenblut und Hunger hatte er auch gerade keinen. Ich gehe jetzt mal für mich jagen. Da ich bezweifle das ihr das so gerne sehen wollt gehe ich besser alleine. Ciau. / Ciau und Waldmanns heil!, meinte Laura lachend. Waldmanns dank!, lachte Stefano und lief davon.

 

Laura rannte mit Sascha durch den Wald. Sie alberten herum und sprangen sich spielerisch an, wobei sie sich immer wieder spaßeshalber an knurrten und fauchten. Plötzlich wurde Laura von einem rotbraunen Wolf gepackt und weg gezogen. Sascha brüllte schmerzerfüllt auf. Sascha!, schrie Laura entsetzt und sprang den silbergrauen Wolf an. Der Rotbraune sah sie perplex an. Was tust du da?, fragte der Silbergraue als Laura ihn von Sascha herunter gerissen hatte. Er ist mein Adoptivbruder! Mein kleiner Adoptivbruder!, knurrte Laura außer sich vor Wut, Und was zur Hölle sucht ihr hier überhaupt? Das ist mein Revier! Die fremden Wölfe legten die Ohren an und der Rotbraune sagte: Wir suchen eine junge Wölfin Namens Shadow! Kennt ihr sie? / Ich bin Shadow!, knurrte Laura verärgert. Was wollt ihr von mir? Stefano kam, als Wolf, wie ein schwarzer Pfeil aus dem Unterholz geschossen und baute sich neben Laura. Diese stand schützend vor dem verletzten Sascha. Cheso, Chasandra und Chero kamen ebenfalls angelaufen. Der silbergraue Wolf meinte nun: Wir müssen reden! Ich weiß wir haben vor eilig agiert und ich möchte mich dafür entschuldigen. / Was meinst du?, wollte Laura von Stefano wissen. Mich würde schon interessieren was die wollen!, gab Stefano zurück. Laura hörte auf zu knurren und nickte leicht: Gut! Cheso danke das ihr her gekommen seid. Cheso nickte und führte seine Gruppe weg. Was wollt ihr?, knurrte Laura. Der Silbergraue setzte sich und sprach: Wir wurden von euren Eltern vor Jahren beauftragt euch eine Nachricht zu überbringen und bei euch zu bleiben um euch zu beschützen. / Eine Nachricht von unseren Eltern?, fragte Laura unsicher. Laura ist das möglich? Ich war damals zu klein als sie starben, hackte Sascha nach. Wollt ihr die Nachricht hören?, wollte der rotbraune Wolf wissen. Mit kommen!, knurrte Laura. Sie führte die beiden Wölfe zu einer Lichtung weit weg vom Haupthaus oder dem Gästehaus. Dort setzte sie sich und wartete. Wie bereits gesagt, wurden wir vor zehn Jahren von euren Eltern beauftragt euch, wen die Zeit reif war, zu beschützen. Außerdem sollten wir euch einen Brief überreichen. / Okay und woher soll ich wissen das dies stimmt?, fragte Laura den Silbergrauen Sprecher. Wir kennen euren Wolfsnamen und euren Menschennamen!, versuchte es der andere Wolf. Der Silberne verwandelte sich in seine Menschengestalt und sagte: „Diesen Anhänger gab mir euer Vater.“, sagte er. „Er meinte ihr würdet ihn wieder erkennen!“ Ungläubig nahm Laura ihre Menschengestalt an. Stefano knurrte misstrauisch als sie auf den Mann zuging. Er hatte jadegrüne Augen und blonde kurz Haare. „Diesen Anhänger hätte Vater nur jemandem gegeben dem er bedingungslos vertraut hätte. Ich hab ihn ihm geschenkt!“, sagte Laura und nahm den Anhänger in die Hand, „Wäre er mit Gewallt entwendet worden oder Vater hätte ihn verloren wäre dieser Wolf nun tot Stefano! Du kannst also aufhören zu knurren.“ Der Anhänger hatte die Form eines geflügelten Wolfes und war aus Mondstahl gefertigt. Laura hatte die ganze Nacht damit verbracht ihn zu machen und sie und Sascha hatten ihn gemeinsam verzaubert. Nun leuchtete er auf als er ihre Aura erkannte und Laura murmelte leise: „Sei Willkommen in meinem Revier Jäger! Doch solange du mit meinen Rudel läufst gelten meine Regeln!“ „Ja, Leitwölfin!“, sagte der Mann ihr gegenüber, „Mein Name ist übrigens Aron. Mein Begleiter heißt Nefur. Darf auch er bleiben?“ Laura nickte und rannte als Wölfin zurück zum Haupthaus. Stefano bat sie direkt in ihr Arbeitszimmer. „Das mit dem Anhänger stimmt doch?“, fragte Stefano, „Das kann man nicht vortäuschen?“ „Dieser Anhänger leuchtet auf wen ich ihn berühre. Das wusste niemand, nicht mal meine Eltern oder Sascha. Mit dem zusammen ich das gute Stück verzauberte.“, erklärte Laura. Stefano nickte beruhigt. „Ich geh kochen!“, meinte er dann und verschwand in der Küche, „Sunny und Alessio kommen heute. Was willst du ihnen erzählen?“ Laura war Stefano gefolgt. „Ich hab keine Ahnung! Ich glaube es ist besser ich geh laufen und überlasse das dir!“, sagte Laura und wollt zur Hintertür raus. Diese schlug genau vor ihrer Nase zu und Stefano drehte sie um. „Du bist jetzt Alpha eines fünfköpfigen Rudels, da wird sich nicht gedrückt!“, meinte Stefano. „Eigentlich bin ich noch zu jung für den Alpha-Job.“, meine Laura. Nefur kam rein und meinte: „Euer Vater war im selben alter wie ihr jetzt, Leitwölfin, als er diese Aufgabe übernahm.“ „Du kanntest meinen Vater?“, fragte Laura, „Ach und hört auf mich mit Leitwölfin anzusprechen! Ich bin Laura und werde geduzt!“ Nefur und Aron nickten. „Wie du willst Laura.“, sagte Aron. Langsam tauten die beiden aus ihrem Förmlichen verhalten auf. Aron überreichte ihre einen Brief. Doch Laura war sich nicht sicher ob sie ihn sofort lesen sollte, sie wollte noch ansprechbar sein, wen Alessio und Sunny kamen. Also legte sie den Brief auf den Schreibtisch.

 

Als Laura im Arbeitszimmer Rechnungen durch ging hörte sie plötzlich einen knall. Erschrocken stürmte sie aus dem Raum um nachzusehen was das war. Nefur und Sascha lagen lachend übereinander in einem einzigen großen Fellknäuel. Eine der Gästezimmertüren war aus den Angeln gerissen worden und die beiden lagen darauf. Lauras Brust vibrierte als sie verärgert knurrte. Sofort sprangen die beiden Gastaltwandler auf. Entschuldige Laura! Das war keine Absicht , meinte Sascha, Wir haben einfach gespielt und da ging plötzlich die Tür zu Bruch! „Euch raufen könnt ihr draußen soviel ihr wollt! Aber im Haus ist es absolut unerwünscht!“, knurrte Laura, „Dank euch kann ich jetzt womöglich wieder einen Handwerker hohlen! Und jetzt zieht ab! Ich sehe mir das besser nicht in eurer Gegenwart an!“ Die beiden stürmten als Wolf und Katze die Treppe runter und überschlugen sich dabei fast. Unten standen Stefano und Aron. Stefano grinste und war stolz auf seine Kleine Wölfin. Aron sah sie erstaunt an und fragte: „Ist das ihr normales verhalten, in solchen Situationen? Andere Leitwölfe währen ausgeflippt wen Nefur oder ich so einen Schaden angerichtet hätten! Wir sind schließlich erst ein paar Stunden hier!“ „Das war ihre normale Reaktion. Ich hab mit ihr viel trainiert bevor sie ihr Temperament unter Kontrolle hatte. Wir haben das nur trainiert weil Laura das so wollte!“, erklärte Stefano, „Sie ist eine sehr gelehrige Schülerin.“ Oben traf Laura fast der Schlag: Wie um alles in der Welt haben die das hin bekommen? Und übermittelte Aron und Stefano das Bild der mit samt den Angeln und dem Türrahmen aus der Wand gerissenen Tür. Sie hörte wie Stefano anfing zu lachen und schimpfte: „Das ist nicht Lustig!“ Doch das auch sie sich das Lachen mühsam verkniff war ihr an zu hören. Mit dem bisschen Magie das Laura anwenden konnte bastelte sie die Tür wieder an ihren Platz. Dann knurrte ihr Magen. Stefano reichte ihr einige Brote und sagte: „Damit wäre unser Trainingsplan für die kommenden Wochen gestellt mein Liebe!“ Laura stöhnte genervt auf. Sie wusste wie Stefano war wen es an die Magie ging.

 

Als Alessio und Sunny zum Abendessen kamen war Laura noch in ihrem Arbeitszimmer. Nach dem Türunfall war sie dort hin verschwunden. Ihren Gedanken nach kümmerte sie sich um die Rechnungen. Stefano öffnete deshalb die Haustür und empfing die Gäste. Um Laura zu Ärgern sagte er: „Die Leitwölfin ist in ihrem Arbeitszimmer. Kann ich euch was anbieten? Essen gibt es in ein paar Minuten.“ Laura tauchte an der Treppe auf und knurrte Stefano an, der eilig in die Küche verschwand. „Du bist ganz schön Mutig einen Vampir an zu knurren.“, meinte Sunny. „Stefano hat sich diese Suppe selber eingebrockt und ich mag es nicht wen mein Rudel so übertrieben Förmlich ist.“, sagte Laura und nach einigem Zögern fügte sie hinzu, „Ich muss euch noch was erzählen! Wir haben Zuwachs bekommen. Aron und Nefur sind alte Freunde meines Vaters. Sie werden wohl hier bleiben! Ich hoffe nur ich bleibe nicht die einzige Wölfin im Haus bleibe.“ Den letzten Satz flüsterte sie, so dass selbst Stefano Schwierigkeiten gehabt hätte es zu hören. Aron und Nefur waren anfangs etwas misstrauisch als Laura und Sunny jedoch anfingen herum zu albern und sich halb tot lachten tauten die beiden etwas auf. Ich und Nefur bekommen Ärger wen wir eine Tür ein reisen und du darfst das ganze Wohnzimmer mit Sunny verwüsten, fragte Sascha verstimmt. Laura sah erschrocken auf und Sunny wollte wissen: „Was ist?“ „Sascha hat mich nur erschreckt!“, erwiderte Laura und sah sich um, „Waren das wir?“ Beide Sofas waren umgeworfen und ein Regal hin nur noch halb an der Wand. Der Plasmafernseher stand verdreht da und die Wii spiele waren überall verstreut. „Ich werde ewig brauchen bis ich das wieder aufgeräumt hab!“, stellte Laura stöhnend fest. Sunny sah sie fragend an. „Ich beherrsche meine magischen Kräfte noch nicht gut genug für so was!“, erklärte Laura. „Dann mach ich das eben! Ich hab schließlich beim Sauerei machen geholfen!“ „Danke Sunny du bist ein Schatz.“, erwiderte Laura. In dem Moment kamen Alessio und Stefano in den Raum. „Was ist den hier passiert?“, fragte Alessio, „Hier sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld!“ Stefano war sprachlos. Dann schüttelte er den Kopf: „Typisch Wolf würde ich sagen!“ Sunny zauberte derweil wieder Ordnung in dieses Chaos. Kurz darauf verabschiedeten sich Alessio und Sunny. Laura fiel Müde in ihr Bett.

 

Als sie am nächsten Morgen von einem Wolf abgeleckt wurde frage sie: „Spinnt ihr Jungs? Ich will weiter schlafen.“ Sie drehte sich auf den Bauch und zog ihr Kissen über den Kopf. Der Wolf wollte sie jedoch wecken und begann auf ihrem Rücken zu graben und fiepte dabei ungeduldig wie ein Hund der sein Leckerli wollte. „Was suchst du überhaupt in meinem Zimmer?“, fragte Laura weiter. Jetzt zog der Wolf ihr knurrend die Decke weg. „He!“, maulte Laura und stand nun auf. Doch den Wolf in ihrem Zimmer kannte sie nicht. Laura stand plötzlich als Shadow da. Sie knurrte die Fremde Wölfin verärgert an. Wer bist du? Wie hast du es an meinen Jägern vorbei geschafft? Die Wölfin war kleiner als Laura was nicht ungewöhnlich war Perl-weiß und Licht-grau. Ich bin es Sunny! Laura hilf mir! Ich weiß nicht was passiert ist! Bitte Laura ich hab Angst! Laura verwandelte sich zurück und riss ihre Schlafzimmertüre auf. „Stefano! Ruf sofort Alessio an. Er soll sofort hier her kommen und mir ist verdammt egal ob er noch schläft oder was er macht! Hohl ihn einfach her!“, schrie sie die durchs Haus. Stefano zuckte erschrocken zusammen. Er hatte sich gerade eine Blutkonserve aus dem Kühlschrank geholt, weil er nicht jede Nacht jagen ging und gab zurück: „Mach ich! Aber denk an mein Gehör Laura!“ Aron und Nefur kamen aus ihren Zimmern und sahen ihn Fragend an. Dann hörten sie wie die Tür von Laura so zu knallte das das ganze Haus wackelte. Sunny hatte die Ohren angelegt und fiepte ängstlich. Die Wölfin spürte die Wut von Laura und auch das sie ein Alpha war. Laura wurde erneut zur Wölfin und leckte ihr beruhigend über den Kopf. Stell dir dich als Mensch vor! So wie du als Sunny aussiehst mit Kleidung, erklärte Laura. Sunny tat wie ihr geheißen. Kurz darauf stand sie als Mensch vor Laura. Diese nahm nun auch Menschengestalt an. „Leg dich schlafen!“, sagte Laura und zeigte auf das Bett. „Keine Erklärung?“, fragte Sunny unsicher. „Wen du geschlafen hast reden wir!“, erwiderte Laura sanft, „Jetzt leg dich schlafen!“ Sunny tat was Laura wollte.

 

 

In der Küche sahen sie alle fragend an. „Ich hab mal 'ne Frage.“, meinte Laura völlig gelassen dann wurde sie laut, „Wie um alles in der Welt schafft es eine fremde Wölfin, in einem Haus mit vier Jägern bis in mein Zimmer ohne entdeckt zu werden?“ Die drei Männer und der Kater fuhren erschrocken zusammen. „Eine fremder Wolf?“, fragte Aron ungläubig, „Ich hab nichts gewittert. Nur eine Fährte die von deiner Freundin Sunny und da hab ich gedacht das sie vielleicht zu Besuch ist.“ „Sie ist die Wölfin! Sie hat mich geweckt und ein total verstörten Eindruck gemacht. Ich hab sie ins Bett geschickt. In meines um genau zu sein. Wann ist Alessio hier?“ „In ein paar Minuten! Er kommt gerade die Einfahrt hoch gefahren.“, meinte Stefano nach dem einen Moment gelauscht hatte. Stefanos Gehör war einfach noch besser als das eines Wolfes da bei ihm das Gehör des Vampirs so zu sagen dazu addiert. Laura lies Nefur die Tür auf machen und schmierte sich schnell ein Brot. Laura biss gerade herzhaft hinein als die Türklingel ging. Nefur machte auf und brachte Alessio herein. „Morgen Laura. Stefano sagte ich soll herkommen und du wärst sehr aufgebracht?!“ „Ja, ich bin heute morgen nämlich von einem fremden Wolf geweckt worden!“ „Wie kam der in dein Zimmer?“, fragte Alessio erschrocken. „Das haben wir schon geklärt und auch die Identität des Wolfes ist uns inzwischen bekannt. Aber ich hab eine andere Frage: Wo ist Sunny?“, meinte Laura sachlich doch man hörte Ärger mitschwingen. „Zuhause nehme ich an. Wieso?“, meine Alessio. Laura reichte ihm das Telefon: „Ruf an und frag mal nach ihr!“ Alessio tat was Laura wollte auch wen er es noch nicht verstand: „Viola sieh bitte mal nach Sancia…. Um Laura zu beruhigen…. Was! Es sieht aus als hätte sie nicht darin geschlafen... Aber sie muss…! Ciau!“, Alessio sah panisch zu Laura, „Könnt ihr sie finden?“ „Brauchen wir nicht! Sie schläft oben in meinem Zimmer. Sie war die Wölfin!“, sagte Laura. Alessio musste sich setzen. Laura atmete tief durch, dann setzte sie sich zu ihm und scheuchte die anderen mit einer Handbewegung raus. Dann sprach sie: „Ich hab es geahnt. Sunny hat schon immer sehr nach Wald gerochen, zumindest für einen Menschen. Ich hab mir eingeredet das es nur der Wald um mich herum ist und die Zeichen hab ich auch verdrängt. Es wäre meine Aufgabe als einzige Wölfin hier gewesen sie darauf vorzubereiten. Erstrecht als Leitwölfin des einzigen Rudels in der Umgebung. Mach dir keine Vorwürfe. Aber was mich wundert ist du und auch Viola riecht nicht so nach Wald. Ihr seid Hexen aber…“ „Du trägst keine Verantwortung. Laura ich hätte dir sagen müssen das Sunny adoptiert ist, als du uns das mit den Wölfen gebeichtet hast. Dann hättest du richtig gehandelt und Sunny hätte sich nicht hier rein geschlichen!“, meinte Alessio, „Gott nicht vorzustellen was passiert wäre wen einer deiner Jäger sie gestellt hätte aus Angst um seine Leitwölfin! Den verdacht das meine Tochter eine Wölfin ist hatte ich auch schon. Ich hätte mit dir reden sollen, aber ich war zu feige.“ „Kein Wolf wird ohne die Genehmigung des Leitwolfes des Reviers getötet! Außerdem musst du es ihr sagen! Aber nicht heute! Sie ist schon so genug durch den Wind! Morgen gehen sie, Stefano und ich normal in die Schule, aber Sunny sollte ein paar Tage bei uns bleiben, bis sie alles mit der Verwandlung kann! Solang ich dabei bin wird nichts passieren, den ich werde sie in meinem Rudel akzeptieren.“, erklärte Laura, „Das heißt das sie sich meinem Befehl unterordnen muss und das auch in ihrer Menschengestalt. Was glaubst du warum ich diesen Haufen so gut unter Kontrolle habe?“ „Du willst sie in dein Rudel aufnehmen?“, fragte Alessio ungläubig. Laura nickte. „Wenn sie nicht lernt ihre Fähigkeiten zu kontrollieren, stellt sie eine Gefahr dar! Für sich und andere und wir würden nicht besonders gut mit ihr auskommen. Das hier ist mein Revier und Wölfe sind da sehr…“ „Besitz ergreifend!?!“, riefen die drei aus dem Wohnzimmer. „Danke Jungs! Stefano hast du die Hausaufgaben schon? Nefur, Aron, ihr kümmert euch um die Küche! Jetzt!“, rief sie, stand auf und winkte Alessio mit in ihr Arbeitszimmer. Die Männer stöhnten alle gequält auf. „Keine Ausreden!“, rief Laura. Alessios Blick fiel auf die Uhr. Laura bemerkte dies und sagte: „Bring nachher ein paar Sachen von ihr vorbei! Ich kümmere mich um alles andere.“ Alessio nickte abwesend und verabschiedete sich. Alessio hatte gerade das Haus verlassen und Laura saß alleine an ihrem Schreibtisch. Sie massierte sich die Schläfen und versuchte die aufkommenden Kopfschmerzen zu unterdrücken. Da klopfte es an ihre Tür. Laura bat die Person herein und Aron und Stefano öffneten die Tür. „Alles in Ordnung Laura?“, fragte Aron, „So schwer wie momentan wird das alles nicht bleiben.“ „Außerdem hast du uns! Wir stehen dir mit Rat und Tat zur Seite Laura.“, fügte Stefano an. „Danke ihr zwei! Aber ich mach mir Sorgen um Sunny! Für sie wird sich jetzt so viel ändern! Ich hab Alessio noch nicht gesagt das ein Rudel normalerweise so zusammen Lebt wie wir. Das kann ein gewaltiger Schock sein.“, erwiderte Laura. Aron meinte nun: „So wie wen man plötzlich Leitwölfin eines kompletten Rudels ist und sich so praktisch über Nacht alles ändert?“ Laura nickte und fragte Stefano: „Ist Laura schon wach?“ Stefano nickte und meinte sie sei gerade im Bad. Laura seufzte und fragte: „Was soll ich ihr nur sagen? Ich werde ihr nicht sagen das sie adoptiert ist. Das ist Alessios Aufgabe. Kümmert ihr euch um ihre Ausbildung? Ich bin schließlich selbst noch mitten drin.“ Aron meinte daraufhin: „Stefano hat mit dir schon mehr als genug zu tun! Ich werde mich ihrer annehmen und sie nach bestem Wissen und Gewissen ausbilden. Darauf hast du mein Wort!“ Laura nickte und verließ den Raum um nach Sunny zu sehen. Sie klopfte und stand auch schon im Raum. Sunny hatte sich gerade angezogen und sah zu Laura auf. Laura sah sofort die Angst der Wölfin in ihren Augen. „Komm mit Sancia ich muss mit dir reden.“, sagte Laura. Sie lief direkt auf das große Fenster zu, das den Großteil der Außenwand von Lauras Zimmer einnahm, öffnete es und stieg auf den Fenstersims. „Keine Angst. Mach mir einfach alles nach. Dir wird niemand schaden Wölfin.“, sagte sie und sprang aus dem Zweiten Stock in den Garten. Sunny folgte ihr und fragte: „Was ist passiert das du mich plötzlich Sancia nennst und wieso konnten wir nicht durch die Tür raus?“ „Das Rudel ist in Alarmbereitschaft, weil du dich heute Morgen im mein Zimmer schleichen konntest ohne entdeckt zu werden. Du bist jetzt eine Wölfin, also eine Gefahr! Aber ich werde dich, wen du willst, in das Rudel aufnehmen. Wie das möglich ist wird Alessio dir erzählen. Du wirst aber auf jeden Fall ein paar Tage bei uns bleiben. Wen du nicht lernst die Wölfin zu kontrollieren bist du eine Gefahr für dich und uns. Dein Vater bringt heute noch ein paar deiner Sachen.“ „Was passiert wen ich mich euch nicht anschließe?“, fragte Sunny. Laura war diese Frage mehr als unangenehm. Sie zögerte uns sah Sunny nicht in die Augen. „Darüber will ich mir gar keine Gedanken machen. Aber du weist wie sich normale Wölfe verhalten wen sie ihr Revier verteidigen? Wir sind im Prinzip Wölfe mit magischen Fähigkeiten Sancia.“ Sunny schluckte: „Du würdest mir doch nie weh tun. Oder?“, fragte Sunny. Laura blickte ihr in die Augen und sagte: „Ich bin die Leitwölfin eines Rudels und muss zuerst am mein Rudel denken!“ Sunny senkte den Kopf und Laura nahm sie in den Arm wobei sie sprach: „Sancia du bist wie eine Schwester für mich! Ich würde dich vermutlich so ziehen lassen, aber das hier ist mein Revier!“ „Ich würde echt gerne bei dir bleiben! Stefano, Sascha und du sind echt nett. Ich mag euch alle drei!“, erwiderte Sunny. Laura schüttelte den Kopf. „Wir sind zu fünft! Aron und Nefur gehören ebenfalls zu unserem Rudel.“ Sunny gab einen stummen Laut des Erstaunens von sich. „Mach dir keine Sorgen. Sie sind Teil des Rudels und ich haben mit Stefano und Aron bereits besprochen, das du blieben kannst.“ , erklärte Laura, „Ich hab Aron gebeten dich auszubilden. Stefano ist mit mir beschäftigt. Ich brauch noch Training im magischen Bereich. Ich rede zu viel!“ Laura verwandelte sich und Sunny tat es ihr nach. Dann rannte Laura los und Sunny folgte ihr. Nach ein paar Minuten betraten sie das Grundstück. Nefur saß in seiner Wolfsgestalt und Sascha in seiner vollen Größe da. Stefano und Aron saßen auf der Terrasse und sprachen mit einander. Sie warteten auf Laura. Stefano hatte sie sicher bemerkt, doch er sah nicht auf. Nefur und Sascha kamen sofort auf sie zu. Sascha leckte Sunny über den Kopf und signalisierte ihr so Willkommen. Nefur drückte sich an Laura und leckte ihr die Schnauze. Der rotbraune Rüde wollte wissen wie er sich verhalten soll. Sancia wird bei uns bleiben! Aber sie braucht noch einen Wolfsnamen, sagte Laura. „Wie wäre es mit Topas! Ich meine mit diesen Augen…“, schlug Aron vor. „Ich hab normalerweise grüne Augen!“, sagte Sunny nachdem sie und Laura sich verwandelt hatten. Stefano erklärte nun: „Laura und ich sind ausnahmen mit den Augen. Wölfe haben normalerweise Topas-farbige, braune oder grüne Augen. Ich bin für Moonlight!“ Sunny sah auf als hätte man sie gerufen und Laura entschied: „Gut Moonlight ist perfekt!“ Stefano wies Laura auf das Motorengeräusch in der Einfahrt hin und sie gingen ins Haus. Laura wies Aron an die Tür auf zu machen während sie die Küche in Augenschein nahm. Es war alles aufgeräumt. Aron kam in die Küche und sagte das Alessio mit Sunny im Wohnzimmer saß. Plötzlich hörten sie Sunny knurren. Laura stürmte sofort ins Wohnzimmer. „Moonlight, beruhige dich!“, befahl Laura Sunny, „Alle raus! Bis auf ihr zwei!“ Laura zeigte auf Sunny und Alessio. Sofort verschwand das Rudel. „Und es wird nicht gelauscht oder gespickt. Egal wie!“, rief Laura ihnen nach. Sunny knurrte abermals. „Ruhe!“, fuhr Laura sie an. Sofort verstummte Sunny. „Magier, Hexen, und so weiter werden nie, ich wiederhole nie, an geknurrt wen wir nicht im Kampf sind. Geheimhaltung ist sehr wichtig. Viele Magier jagen uns und ich will nicht das unser Rudel ständig in Kämpfe verwickelt ist. Wandler sind was anderes. Geh jetzt zu Aron er wird mit dir heute noch anfangen zu trainieren!“, wies Laura Sunny streng an, „ Alessio ich muss mit dir reden!“ Laura führte ihn in ihr Arbeitszimmer. „Also ich hab Sunny angeboten sich nur von uns ausbilden zu lassen, aber auch sich uns anzuschließen. Sie hat letzteres angenommen. In einem Rudel läuft es normalerweise so, dass das Rudel, solange es so klein ist wie unseres, zusammen wohnt. Ich hab hier genug Platz und…“, erzählte Laura. Alessio sah sie erstaunt an. „Du willst das sie ganz bei dir einzieht?!?“, fragte er. „Es gibt noch eine andere Möglichkeit. Aber die müsste ich mit Stefano und Aron besprechen. So eine Entscheidung treffe ich nicht alleine.“, meinte Laura. „Wie sieht die zweite Möglichkeit aus?“ „Eine Adoption hat bei Wölfen den gleichen Stellenwert wie bei euch! Ich könnte, mit dem Einverständnis eures Familienoberhaupt die `Reviere´ verbinden. Also so das euer Grundstück von uns ohne bedenken betreten werden könnte. Ihr würdet dann sozusagen zu unserem Rudel gehören. Das heißt das Sunny bei euch wohnen könnte und ihr durch uns einen gewissen Schutz hättet, aber auch uns Schützen müsstet. Eben wie in einer Familie. Aber wie bereits gesagt. Ich entscheide das nicht ohne mich mit Stefano und Aron abzusprechen.“ Alessio fragte: „Wieso brauchst du das Einverständnis unseres Familienoberhauptes?“ „Das ist eben das Problem mit uns Wölfen. Nur die Ranghöchsten treffen solche Entscheidungen!“, sagte Stefano und trat ein, „Ich will ja nicht stören aber du musst auch trainieren.“ Laura stand auf und sagte: „Ich bespreche es mit meinem Rudel. Mehr Verspreche ich nicht.“ Alessio nickte und fragte dann: „Darf ich ein wenig zu sehen?“ Laura sah erstaunt zu Stefano. „Wir zwei machen nur magisches Training. Aron und Sunny sind tief im Wald und Aron macht Krafttraining mit ihr. Die finden wir nicht bis du zur jagt rufst!“, meinte dieser. Kurz darauf war Laura in ihr Training vertieft und Stefano trieb sie an. In der Dämmerung rief Laura zur jagt. Alessio verabschiedete sich und Laura führte das Rudel zur jagt. Am Abend viel sie tot müde ins Bett und schlief sofort ein.

 

 

 

Am nächsten Morgen musste Laura alle wecken. Laura, Stefano und sie fuhren gemeinsam zur Schule. Laura hatte Sunny streng verboten zu knurren oder sich zu verwandeln. Tamara und Jamila kamen gleich auf sie zu gelaufen und die Mädels redeten total durcheinander. Der Schultag ging schnell vorbei. Am Abend war das ganze Rudel im Wohnzimmer versammelt. Kurz zuvor hatte sie noch mit ihrem Rudel die Sachlage wegen Sunny besprochen. Nun saßen Sunny und Aron auf dem Boden Nefur lag als Wolf auf einer Couch. Momentan war er nicht in seiner vollen Größe. Sascha lag quer über ihm und Stefano saß mit Laura im Arm auf der Anderen Couch und sie sahen sich einen Film an. Plötzlich klingelte es an der Tür. Laura nickte Nefur sofort zu und er rannte bellend wie ein Hund zur Tür. Nefur wurde fürs erste der Haushund sein. Laura ging an die Tür und befahl Nefur: „Aus und Sitz!“ Dann öffnete sie die Tür. Kay stand da und Laura fragte: „Was suchst du den hier Kay?“ „Ich will mit dir reden! Über Stefano!“, sagte Kay. „Stef ich bin im Wald! Keine Sorge ich nehme Nefur mit.“, rief Laura ins Haus. Ihr wartet hier! Wen was ist ruf ich euch, befahl Laura. „Dir ist bewusst das Stefano eine Gefahr darstellt?“, fragte Kay als sie ein paar Schritte in den Wald hinein gegangen waren. Laura meinte: „Ich bin mir im klaren in was für einer Gesellschaft ich mich befinde Kay. Den im Gegensatz zu dir hat mich Stefano nie belogen und er würde es auch nie!“ „Wie meinst du das?“, fragte Kay unsicher. Laura winkte ab. „Hör einfach auf Stefano so nieder zu machen. Er ist ein verdammt guter Freund!“, gab Laura zurück. „Vampire sind keine Freunde! Sie können für Sterbliche wie dich Gefährlich werden.“ Nefur knurrte bösartig, weil er nicht wollte dass Kay so mit ihr sprach. Laura wollte gerade den Weg verlassen und zu ihrer Lieblingslichtung laufen als Kay sie am Arm packte. „Wir sind tief genug im Wald! Es ist noch nicht lang her das ein Rudel Wölfe gesichtet wurde und die haben auch Magier angegriffen!“, erklärte er als Nefur ihn an knurrte und Laura ihn böse ansah. „Mein Rudel hat niemand angegriffen!“, sagte Laura. Sie hatten vorhin auch entschieden sich nicht mehr zu verstecken. Damit war es vorbei. Kay sah sie erschrocken an. „Du bist ein Wolf?“, fragte er perplex. Laura nickte. „Ja und nicht der einzige Wolf hier. Aber eigentlich sollten wir das einzige Rudel im Umkreis von Hundert Kilometern sein!“, erklärte Laura, „Nefur sag den anderen sie sollen sich bereit machen. Ich will nachher einen kleinen Rundlauf machen.“ Nefur rannte zurück ins Haus. Laura hörte wie das Rudel sich zu ihnen gesellte. „Und dein Rudel war es wirklich nicht?“, fragte Kay. „Sicher! Wir wollen uns ja nicht die Mägen verderben.“, lachte Nefur. Stefano kam als Vampir zu ihnen. „Laura mir gefällt das nicht! Ich glaub wir werden schon beobachtet und hier leben nur Schwarzmagier oder Wandler!“ „Stefano bring Kay ins Haus. Moonlight du bleibst bei Kay. Wir haben es hier mit den DayAngels zu tun!“, knurrte Laura. Da standen auch schon die entsprechenden Wölfe vor ihnen. Einer versuchte Kay an die Kehle zu gehen, doch Stefano zog ihn noch rechtzeitig zurück. Lauras Eltern hatten sie in dem Brief vor ihnen gewarnt. Doch Laura hatte schon instinktiv gewusst was zu tun war. Sie verwandelte sich und knurrte. Ihre Tante jappste erschrocken als sie fest stellte das Laura doppelt so groß war wie sie. Planänderung! Notfalls kämpfen wir hier zusammen!, sagte Laura und fuhr dann die fremden Wölfe, Was sucht ihr in unserem Revier? / Wir wollen euch nur ausrichten; wen ihr weiter für Lucifer seit rotten wir euch aus., erwiderte der vordere, Michael. Laura lachte. Sie wusste genau wie stark ihr Rudel war und was sie konnte: Das werden wir ja sehen! Schnappt sie! Laura sprang Michael an und biss ihn in den Nacken. Die anderen taten es ihr gleich. Erschrocken sprang Kay zurück. Michael rief nach ein paar Minuten zum Rückzug. Stefano hatte Rebecca im Genick. Laura verwandelte sich zurück. „Im Keller haben wir ein Zimmer für diese Verräterin. Wir kümmern uns später um sie!“, sagte sie kalt. Kay sah sie unsicher an. Er zitterte und Laura konnte das Adrenalin riechen. „Soll ich dich fahren?“, fragte sie, „Bei uns übernachten kannst du nicht und fahren lasse ich dich nicht mehr mit soviel Adrenalin im Blut.“ Kay nickte und sie zog ihn zu seinem Auto. Im Auto beruhigte sich Kay wieder. „Was war das?“, sagte er nach ein paar Minuten. „Michael und die sogenannten DayAngels. Wölfe die sich mit den Engeln verbündet haben. Wir sind die NightAngels und ihre Todfeinde. Ab jetzt werden sie sich aber nicht mehr hier her wagen. Wen ich mit Rebecca fertig bin dann kann die nur noch kriechen.“, erklärte Laura. Kay sah sie erschrocken an. Laura erklärte: „Verrat wird unter Wölfen sehr hart bestraft. Für einen Wolf geht die Treue zum Rudel über alles!“ Laura lachte als sie sah wie Kay das Gesicht verzog. „Über Wölfe habt ihr noch nicht wirklich was gelernt! Oder?“, fragte eine Stimme auf dem Rücksitz. Zu Tode erschrocken drehte sich Kay um. Laura hatte noch nicht mal gezuckt. Auf der Rückbank des Wagens saß ein Mann Anfang zwanzig und lächelte wobei seine Augen rot aufleuchteten. „Guten Abend Lucifer!“, sagte Laura nach einem Blick in den Rückspiegel. Kay sah sie erschrocken an. „Du wolltest mich sehen. Leitwölfin Laura!“, fragte Lucifer und sah ihr über den Rückspiegel in die Augen. „Ich lass mich nicht unter Hypnose setzen!“, sagte Laura, „Ich dachte es interessiere dich, das Michael in meinem Revier war. Vor noch nicht mal einer Stunde. Ich hab mein Rudel angewiesen dir alle Informationen die wir haben zu geben.“ Lucifer nickte und war dann verschwunden. Laura fuhr die Einfahrt zu dem Haus von Kays Eltern hinauf. „Das Lucifer hier war ist streng geheim bitte behalte das für dich! Von mir aus erzähl wem du willst was passiert ist, aber Lucifer ist einfach ein tabu Thema! Du könntest uns alle in Gefahr bringen!“ Kay nickte und beide stiegen aus. Kaum hatte Laura die Tür des Autos geschlossen kam ein riesiger magischer Bernersennerhund auf sie zu gerannt. Knurrend sprang er Laura an und wollte ihr an die Kehle gehen. Blitzschnell wich Laura aus und packte das tobende Tier im Genick um es auf den Boden zu drücken. Von der Haustür aus rief eine aufgeregte Frauenstimme: „Balthasar aus!“ Balthasar drehte sich geschickt in Lauras Griff und wollte sie beißen. Doch Laura lies los und knurrte. Einen Augenblick später stand sie als Wolf vor dem kleineren Hund. Sie baute sich vor ihm auf und knurrte warnend. Der Hund ergriff jaulend die Flucht. Laura verwandelte sich zurück und sagte: „Feigling! Der wird kaum Schutz gegen die DayAngels bieten.“ Kay und sie erreichten die Haustür. „Wer sind die DayAngels?“, fragte Kays Mutter. Hinter ihr sagte eine ältere Stimme: „Ach du tiefschwarze Nacht!“

 

Laura holte Luft und sagte: „Die DayAngels: Unterstützen die Erzengel und sind die Todfeinde meines Rudels. Und uns, wie vor einer Stunde klar wurde, unterlegen.“ Laura holte tief Luft. Kay sagte nichts. Seine Mutter fragte ängstlich: „Du warst doch bei ihnen. War das vor oder während des Kampfes?“ Kay schluckte. „Während dessen. Stefano hat mir den Hals gerettet als mich einer der Wölfe anspringen wollte. Aber ich hab nicht einen Kratzer wirklich!“, den letzten Satz fügte Kay eilig an als er sah wie sich Panik in die Augen seiner Mutter schlich. Plötzlich heulten Wölfe in dem nahe gelegenen Wald. Lauras Kopf schoss herum. „Verdammt! Scheint als wollten sie weiter kämpfen und ich war so blöd und hab mich vom Rudel entfernt!“, fluchte sie leise. Kurz darauf stand sie in ihrer Wolfsgestalt da und ihr Nackenfell sträubte sich. Kay fragte: „Brauchst du Hilfe?“ Laura sah ihn an und schüttelte den Kopf. Mit mühe drang sie in seinen Geist ein und sagte telepathisch: Michael kennt nicht mal einen Bruchteil meiner Kräfte Kay! Ich bin eine Mondjägerin und trotz meiner jungen Jahre stärker als er und seine Jäger! Da bin ich mir sicher! Kay blinzelte überrascht. Die älter Dame lachte und sagte: „Ich helfe dir trotzdem.“ Damit stand ein grauer Wolf vor Laura und der verblüfften Familie. Hab ich es doch gerochen!, sagte Laura. Deine Eltern erlaubten mir mich hier nieder zu lassen. Ich war auf der Flucht weil Michael mein Rudel töten lies. Wir waren nicht so enge wie die NightAngels! Laura nickte und befahl: Bleib hier! Die Wölfin zuckte zurück. Doch sie setzte sich brav hin. Laura stürmte in den Wald. Sie warf den Kopf in den Nacken und heulte. Das Geräusch jagte alle Wandler in der Gegend auf. Jeder der unter ihrem Schutz hier war würde kommen, es seiden er war wie die Wölfin in ihrem Rücken zu alt oder verletzt.

 

 

Laura rannte so schnell sie ihre Pfoten trugen. Mit einem großen Satz sprang sie und landete auf Michaels Rücken. Knurrend verbiss sie sich in seinem Rücken. Überrascht jaulte Michael auf. Wie zum Teufel machst du das?, knurrte Michael, Und wo ist Rebecca? Laura lachte während Cheso, Chasandra und Chero die Lichtung betraten. Noch geht es ihr gut, aber wen ihr sie Lebend wieder wollt, solltest du dich hier nicht blicken lassen. Ach und Ich hab Lucifer über dein auftauchen informiert!, sagte sie und verzog ihre Schnauze zu einem bösartigen Lächeln. Was!, brüllte Michael, Du warst immer der am wenigsten bösartige Teil des Rudels! / Lucifer hat sich um mich gekümmert, mich ausgebildet und mir beigebracht was meine Eltern mir wegen dir nicht mehr beibringen könnten!, damit sprang sie ihm an die Kehle. Michael wich aus und sah das die drei Tiger und Lauras Rudel das seine in die Enge getrieben hatten. Wir ziehen uns zurück!, sagte er und Laura hielt ihr Rudel ab ihnen zu folgen. Nefur, lauf zu Kay und seiner Familie, sag ihnen das alles in Ordnung ist und lass die alte Wölfin in Frieden. Aron begleite ihn!, befahl Laura. Ihre Augen glühten rot und gefährlich. Nefur nickte. Er und Aron liefen los. Danke für eure Hilfe!, sagte sie und nickte freundlich den drei Raubkatzen zu. Ich kümmere mich jetzt um Rebecca, aber zuerst ruf ich Lucifer an. Der wird nämlich aus der Haut fahren wen er hört das mich Michael gebissen hat!, knurrte Laura. Jetzt bemerkten alle die blutende Wunde an Lauras Schulter. Ohne zu zeigen das sie Schmerzen hatte lief sie Richtung des Haupthauses. Stefano, Moonlight, Sascha, Cheso, Chasandra und Chero sah sie an. Da war die knall harte Leitwölfin. Ihr verhalten war ganz Natürlich. Jetzt kam es darauf an ihr Rudel zu schützen. Sie folgten ihr alle. Chero lief zu dem Gästehaus in dem die Raubkatzen lebten um nach den Kätzchen zu sehen.

 

Im Haupthaus angekommen verwandelte sich Laura zurück und lies sich von Lucifer, der sie bereits erwartet hatte, auf magische Weise verarzten. „Ich nehme mir jetzt meine Tante zur Brust.“, sagte sie. „Erst verrätst du mir wer dich gebissen hat! Ich mag es nicht wen jemand meine rechte Hand so zurichtet.“, knurrte Lucifer. Stefano sagte nur ein Wort während Laura den Raum verließ: „Michael!“ Laura betrat die Zelle in der ihre Tante an der Wand zusammen gekauert saß. Rebecca begann zu zittern. „Wieso funktioniert die Rudelkommunikation nicht mehr?“, Rebecca klang total verängstigt. „Lucifer hat, auf meinen Wunsch hin, einen Zauber auf diesen Bereich des Hauses gelegt. Und jetzt kommen wir mal zum Punkt.“

 

 

Laura kam Wortlos wieder nach oben. Sie konnte verdammt grausam sein, doch so kannte sie keiner. Laura verschwand sofort in ihrem Zimmer und dann hörten alle wie die Dusche an ging. Rebecca hatte wahnsinnig laut geschrien. Sunny war als einzige etwas eingeschüchtert. Sie war es nicht gewohnt mit allen Mitteln um ihr Leben kämpfen zu müssen. Stefano und Cheso hatten ihr erklärt warum Laura so brutal war wen es um Rebecca ging. Sie hatte es tatsächlich verstanden. Nach einer Stunde kam Laura ins Wohnzimmer und Lucifer rümpfte die Nase: „Eine Stunde unter der Dusche und du riechst immer noch nach Wolfsblut. Was hast du mit ihr gemacht?“ „Sie lebt noch!“, knurrte Laura, „Sie sagt Michael wäre davon ausgegangen das du von mir nichts wissen würdest. Wieso sind Erzengel so dämlich? Ich übernehme seit vier Jahren Aufträge von dir und er bemerkt es nicht!“ „Dafür fehlt ihm die nötige Intelligenz! Sonst noch was?“, sagte Lucifer mit bösartigem Grinsen. „Nichts von Nutzen!“, meinte Laura kopfschüttelnd. „Melde dich wen sich etwas ergibt! Egal was!“, befahl Lucifer. Laura nickte. „Sunny, Stefano ins Bett! Morgen ist Schule und wir dürfen nicht auffallen! Vor allem du nicht Moonlight! Von uns drei haben sie dich noch nie als Mensch gesehen. Die nächsten Tage wird das Haus nur in Mindestens zweier Gruppen verlassen.“ Chasandra sagte anerkennend: „Du bist eine sehr gute Leitwölfin!“ Laura nickte. „Ich rate euch ebenfalls vorsichtig zu sein Chasandra! Die Kätzchen solltet ihr nicht aus den Augen lassen!“ Die zwei, jetzt als Mensch zu erkennen, nickten. Mürrisch zogen Sunny und Stefano sich zurück. Laura verabschiedete Lucifer mit einer Verbeugung und verschwand dann ebenfalls in ihr Zimmer.

 

Am nächsten Morgen quälte Laura sich aus dem Bett. Gott war sie müde. „Sunny, Stefano!“, brüllte Laura. Dann ging sie Duschen. Sie roch wirklich noch nach halbtotem Wolf. Als die drei sich auf den Schulweg machten hatte Sunny und Laura je drei Tassen Kaffee intus. „Laura müssen wir wirklich in die Schule?“, fragte Sunny in einem quengelndem Ton. „Ja! Aber vorher müssen wir zu Alessio. Ich brauch eine Entschuldigung für Sport. Lucifer hat meine Verletzung zwar weitgehend geheilt, aber weil Michael mich gebissen hat ist die Sache nicht so einfach.“, knurrte Laura und bleckte die Zähne. Unsicher sah Sunny zu Stefano. „Mach dir keine Sorgen! Ihre Aggressivität geht nur gegen die DayAngels!“, erklärte Stefano, „Aber Laura, du solltest dich beruhigen! Wen Michael sieht wie er dich aus der Fassung gebracht hat war das ein kleiner Triumph für ihn!“ Laura atmete tief durch und parkte vor Alessios Haus. Sie stiegen alle drei aus. Sunny klingelte und Viola öffnete die Tür. „Hi Viola! Ist Alessio da?“, fragte Laura freundlich. „Ja er kommt gleich. Wir haben nämlich noch ein Besucher!“, sagte Viola und führte sie in das große Wohnzimmer. Dort saß Alessio gegenüber Michael auf dem Sofa. Michael war als Mensch etwa so alt wie Laura und Sancia. Er hatte schwarze Haare und braune Augen wie ein Reh. Genau so würde sie ihn auch erlegen, früher oder später, dachte Laura. Sie schaffte es ein überraschtes Knurren zu unterdrücken. Sunny knurrte jedoch laut und deutlich. Viola sah ihre Tochter erstaunt an. „Ruhe!“, brummte Laura leise. Sunny verstummte so fort. Michael verzog das Gesicht zu einem eingebildeten Grinsen. „Ich hab gesagt was ich sagen wollte. Die Entscheidung ist deine!“, sagte Michael und wandte sich dann Laura zu, „Leitwölfin Shadow! Ich bin überrascht das du nach dem gestrigen Kampf noch stehen kannst! Ich hatte den Eindruck das du dafür heute noch zu erschöpft sein würdest!“ „Ich war bei weitem nicht so schwer verwundet wie du Michael! Dennoch stehst du jetzt vor mir und ich verspüre schon wieder den Drang dir an die Kehle zu gehen. Aber auch ich hab meine Befehle. Und ich halte mich im Normalfall an den Welpenschutz!“, erwiderte Laura gelassen. Stefano und Laura brachen in schallendes Gelächter aus. Michael zischte wütend: „Das wirst du mir noch büßen du kleines Stück Dreck!“ Lauras Augen leuchteten rot auf als sie sagte: „Jetzt hab ich aber Angst! Lucifer freut sich schon darauf, wen du uns das nächste mal angreifst! Er will die Bisswunde die du mir verpasst hast heimzahlen.“ Wütend rauschte Michael ab und kaum war er weg entspannte sich Laura, Stefano und Sunny merklich. „Woher kennt ihr euch?“, fragte Alessio und Viola wie aus einem Mund. „Die Erzengel sind mit uns NightAngel verfeindet. Weil wir mit Lucifer zusammen Arbeiten! Wegen Michael sind wir auch hier! Er hat mich gestern verletzt. Es kam einfach zum Kampf. Ich sag es gleich Sunny ist unverletzt! Aber weil Michael mich gebissen hat kann die Wunde nicht so leicht geheilt werden und ich müsste vom Sportunterricht befreit werden.“, erklärte Laura. Alessio nickte: „Mir wäre recht wen du heute nach der Schule herkommen könntest Laura.“ Laura nickt nur und nahm die Entschuldigung an sich. Sie verabschiedeten sich und Laura fuhr viel zu schnell zur Schule. Tamara und Jamila kamen sofort angelaufen. „Stimmt das was Kay mir vorhin erzählt hat?“, fragte Tamara und sah Laura gereizt an, „Ich warne dich Lüge mich nicht an!“ „Woher soll ich wissen, was er dir erzählt hat und was nicht?“, fuhr Laura Tamara ebenso gereizt an. „Tamara! Wen sie wirklich ein Wolf ist solltest du sie nicht so reizen! Dann ist sie nämlich noch verdammt jung und das heißt sie hat sich noch nicht im Griff!“, sagte Jamila. Überrascht starrten sie alle an. „Hat von euch keiner gemerkt das ich eine Dämonin bin.“, fragte Jamila. Laura schnupperte und klatschte sich dann an die Stirn. „Vier Jahre und ich hab nicht das Geringste aus meinen Fehlern gelernt!“, flüsterte sie. Sunny und Stefano sahen sie fragend an. Dann klingelte es. Auf dem Weg ins Klassenzimmer sagte Laura im Befehlston: „In der Mittagspause in der Bücherei!“ Stefano und Laura nickten nur zur Bestätigung des Befehls. Tamara und Jamila sahen sie verärgert an. „Nicht in diesem Ton!“, zischte Jamila, „Wölfin hin oder her! Im Rang der Dämonen steh ich eindeutig über dir!“ „Nein! Du bist nur etwas erfahrener als ich!“, knurrte Laura, „Ich bin immerhin die Leitwölfin des NightAngel Rudels.“ Tamara zischte leise als sie das Klassenzimmer betraten: „Also doch eine Wölfin!“ „Eine verdammt mächtig noch dazu!“, kam es von Jamila. „Ruhe jetzt!“, knurrte Sancia. Perplex starten Tamara und Jamila sie an. „Wir haben jetzt Unterricht und Laura hat einen vollen Zeitplan! Also wartet ihr bis zur Mittagspause!“, fügte sie gereizt an. Reis dich zusammen Sancia!, befahl Laura. Sunny senkte den Blick: „Sorry aber es stimmt doch!“ „Deshalb brachst du noch lange nicht denken das du dich hier so aufspielen darfst!“, flüsterte Laura ihr zu. Tamara und Jamila sahen fragen zu Sunny. „Später!“, sagte diese und konzentrierte sich wie ihre Leitwölfin auf den Lehrer. Stefano ignorierte die beiden Mädchen geflissentlich. Als sie in der zweiten Doppelstunde Sport hatten musste sie ihre Verletzung erklären. „Ich bin beim Joggen von einem Fahrrad erwischt worden!“, log sie. „Bisswunden bei einem Fahrradunfall?“, fragte Tamara. „Das Fahrrad will ich sehen!“, kicherte Jamila. Laura grinste nur und murmelte: „Ich auch!“

 

In der Mittagspause saßen sie im hintersten Eck der Bücherei. „Also?“, fragte Tamara. „Ja ich bin eine Wölfin und so unerfahren bin ich nicht, Jamila! Wenn Kay euch erzählt hat das es gestern zum Kampf zwischen meinem und einem anderen Rudel kam dann stimmt das! Wir sind eben Wölfe und ich verteidige mein Revier!“, erklärte Laura, „Sunny ist ebenfalls ein Wolf und gehört zu meinem Rudel!“ „Wie mir alle immer so schön unter die Nase reiben bin ich das Nesthäkchen im Rudel!“, meinte Sunny und tat so als schmolle sie. Stefano boxte sie in die Seite und knurrte: „Las den Blödsinn! Welpen kämpfen nicht so gut wie du. Ein Welpe wäre im letzten Kampf vermutlich getötet worden!“ Jetzt knurrte Laura ihn an: „Nicht so lange ich das Rudel führe! Wir verlieren keinen Wolf! Nicht wegen diesem Verein von weißen Tauben!“ „Was muss ich über Wölfe wissen?“, fragte Tamara. Jetzt wurden Lauras Augen am Rand ihrer Iris rot. „Ich binde dir nicht alles auf die Nase! Wen du was über Wölfe wissen willst frag Kay oder deinen Lehrer!“, knurrte sie, „Stefano Sancia! Kommt ich will noch was essen sonst geh ich auf irgendjemand los!“ Stefano warf ihr einen entsetzten Blick zu. Dann zog er sie mit und sagte: „Ich zahle!“ „War das ihr ernst?“, fragte Tamara leise. „Möglich!“, meinte Jamila, „Die NightAngels sind dafür bekannt das sie mit Lucifer eng zusammen arbeiten.“ „Ich kann euch nicht sagen wie ernst sie es meinte, aber momentan steht das ganze Rudel und jeder Wandler im Umkreis von dreißig Kilometer in Alarmbereitschaft und Laura muss alles Koordinieren!“, erklärte Sunny, „Das stresst und ich geh ihnen jetzt hinter her. Weil Laura sauer wird wen ich mich zu weit von ihr entferne. Ist momentan einfach zu gefährlich.“ Damit schloss sie zu Laura auf. Sie hatten noch eine dreiviertel Stunde Pause und Stefano schleppte Laura in den Schnellimbiss auf der anderen Straßenseite. Tamara, Jamila und Sunny sahen staunend zu wie Laura fünfzig Chickenwings, zwei Bürger und eine große Cola in weniger als dreißig Minuten verputzte. „Ich sag euch jetzt mal was, das euch die Augen aus dem Kopf fallen: Heute Morgen und seit ich bei ihr wohne, hat sie zu jeder Mahlzeit mindestens soviel verputzt.“, meinte Sunny. Stefano lächelte: „Warte bis sich dein Stoffwechsel angepasst hat Sunny. Das ist Wolfs-typisch!“ „Man müsste meinen sie müsste rund sein wie eine Melone!“, kicherte Jamila, „Ich kenne einige Wölfe und die hätten nach der Hälfte kapituliert und sich das Essen einpacken lassen!“ Tamara starrte Laura an: „Ich will auch so viel verputzen können ohne zu zunehmen!“ Laura brummte zufrieden. „Das ich das doppelte einer `Wolfsportion´ verdrücke liegt daran das mein Stoffwechsel anders ist als bei normalen Wölfen.“ Jetzt sahen sie außer Stefano wieder alle fragend an. Doch Laura schien nicht darüber reden zu wollen. Anstatt die Fragen zu beantworten erzählte sie ein paar Jagdgeschichten. Unter anderem wie Sascha einmal in einen Kaninchenbau eingebrochen war. Deshalb kamen sie lachend in ihre Klasse. Ihre Lehrer war bereits im Klassenzimmer obwohl sie noch fast zehn Minuten hatten. Ihr war vor dem Klassenzimmer bereits ein ungewöhnlicher Geruch aufgefallen, aber als sie nun sah das Herr Helgran einen Neuen Schüler bei sich hatte wurde sie vorsichtig. Es war definitiv ein Engel. Nur konnte sie am Geruch nicht erkennen ob es ein Gefallener war oder einer aus Michaels Heer. Dafür war sie ihm noch nicht nahe genug gekommen. Dann fragte Herr Helgran wo noch ein Platz frei wäre und dummerweise war der einzige freie Platz vor Laura. „Hi ich Gabriel!“, stellte er sich bei Laura vor. Mit einem kaum bemerkbaren Knurren sagte Laura: „Ich bin Laura. Neben mir das sind Sancia und Stefano. Die beiden sind Tamara und Jamila.“ Gabriel starrte jedoch Laura an. „Laura, die Leitwölfin des NightAngel Rudels und eine der letzten Mondjäger?“, fragte er völlig geschockt. „Wo her weißt du das?“, fragte Laura leise knurrend. „Ich bin noch nicht sehr lange ein Gefallener! Und zu vor war ich einer der Erzengel! Ich muss so was wissen!“ Jamila knurrte leise: „Der Erzengel Gabriel soll ein Gefallener geworden sein?“ „Laura, ihr müsstet es doch an meinem Geruch erkennen. Oder?“, fragte er leicht zögernd. Laura schnupperte: „Ja, du riechst wirklich nach Gefallenem!“ Sie zwinkerte im zu. „Gut also wirst du mich nicht fressen?“, lachte Gabriel. Laura grinste: „Doch! Aber nur wen ich Schule schwänzen will. Ich bekomme von Engeln immer Magenschmerzen.“ Jetzt lachten sie und wurden dann von Herr Helgran um Ruhe gebeten. Der Unterricht begann.

 

 

Nach der Schule fuhr Laura mit Stefano und Sunny zu Alessio. Es war gerade 3 Uhr Nachmittags. Dieser lies sich genau erklären was am Vortag alles passiert war. Das meiste wusste er bereits von Kay und dennoch lies Laura Lucifer noch einen Moment außen vor. Doch als Alessio erklärte er würde noch ein Gast erwarten den sie kennenlernen sollte ahnte sie das dies ein interessanter Abend werden würde. Sunny rief schnell bei Aron an um ihm zu sagen das sie später kommen würden. Gegen fünf Uhr klingelte es an der Tür. Alessio trat ein und hatte Gabriel bei sich. Laura grinste. „Willst mich wohl unbedingt von der Schule befreien!“, meinte sie amüsiert. „Nein ich wusste nicht das ich in so hoher Gesellschaft sein würde. Madame!“ Laura schüttelte den Kopf. Alessio sah fragend von Laura zu Gabriel. Dieser erklärte: „Wir sind Klassenkameraden!“ „Du Gabriel hast du eigentlich eine Idee was Michael plötzlich in unserem Revier will?“, fragte Laura. Sunny und Stefano sahen sie überrascht an. „Dich! Und zwar Lebendig, aber mach dir keine Sorgen. Als ich das raus bekommen hab bin ich hergekommen um das zu verhindern. Ich bin nämlich verbannt worden, weil ich gegen die Ausrottung deines Rudels war. Das hätte das Gleichgewicht durcheinander gebracht und deshalb ist Lucifer auch so um dich bemüht! Es liegt in deinem Blut, die schwarze Energie meine ich. Doch das wird Michael irgendwie nie kapieren.“, erklärte Gabriel. Laura lächelte ihn an. „Ist dir bewusst das du mir, Mondjägerin Shadow, gerade gesagt hast das du mich beschützen willst.“, sagte sie hinterhältig grinsend. „Ja, aber du nimmst das doch nicht als Beleidigung?“, fragte Gabriel unsicher. Laura ging zur Tür. „Nein tu ich nicht.“, sagte Laura, „Kommt Leute wir müssen zurück!“ Die Wölfe verabschiedeten sich und fuhren nach Hause.

 

Shadow rannte durch einen Wald sie musste sich nicht orientieren. Es war ihr Wald. Mit einem Satz sprang sie über einen umgefallenen Baum. Ihr Rudel war weg und würde nie wieder kommen. Sie waren alle tot. Laura war jetzt mit ihrem Bruder Sascha und ihrer Grandma alleine. Laura rannte um ihr Leben. Dann Plötzlich ein riesengroßer Drache in reinstem weiß mit blauen Schnörkeln vor ihr. „Du wirst den nächsten Morgen nicht mehr erleben, kleiner Teufel!“, fauchte der Drache und schnappte mit seinen rasiermesserscharfen Zähnen nach Laura.

 

Laura saß keuchend in ihrem Bett. Es war nur ein Traum! Nur ein weiteres Mal dieser verdammte Traum! Keiner wusste von diesen Träumen. Der Wind wehte durch das offene Fenster. „Geht es dir Gut Laura?“, fragte Chasandra. „Ja, aber was suchst du in meinem Zimmer?“, fragte Laura. Chasandra sah auf den Boden. „Es ist Neumond! Zu dieser Zeit zieht es mich zu Personen mit Alpträumen. Je schlimmer der Alptraum desto stärker der ist der Drang zu der Person, die träumt zu gelangen. Tut mir Leid das hier eingedrungen bin.“, sagte Chasandra, „Du hast diesen Traum öfter? Das ist der Schlimmste den ich je gespürt habe!“ Laura senkte den Blick und flüsterte: „Die Situation ist auch… Zur Hölle! Wen ich Michael das nächste Mal sehe zögere ich nicht mehr und töte diesen Mörder!“ „Die ganze magische Welt weiß, was er das tut und du willst ihn richten? Das versuchten schon Magische mit mehr Geschick!“, knurrte Cheso, „Chero sucht dich Chasan…“ Weiter kam er nicht, den Laura war auf ihn gesprungen und sie fielen drei Stockwerke in die Tiefe. Shadow sprang mit einem Satz zurück und knurrte böse. Wage nicht zu behaupten, ich wäre nicht in der Lage dazu mein Rudel, meine Familie und alle die unter meinem Schutz stehen zu verteidigen! Ich bin geschickter als du es dir erträumen kannst!, fuhr Laura ihn bösartig an. Chasandra hangelte sich zu ihr herunter. „Cheso ist manchmal etwas… Gut er kann ein Arsch sein! Shadow, wenn es jemand schafft dann du!“, sagte sie. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Laura hatte sich gerade zurück verwandelt und wollte mit den Tigern ins Haus, als Michael sie ansprang. Zielsicher packte er sie an der Schulter und wollte sie herum reisen. Laura jaulte auf und wurde instinktiv zu Shadow. Chasandra riss Michael von ihr. Laura knurrte und verwandelte sich in einen gigantischen Braubär. Michael wollte gerade Chasandra die Kehle durch beißen, als Laura ihn mit ihrer Pranke von ihr runter zog und ihm mit der anderen lange Schnitte in den Bauch haute. Jetzt haute Michael entsetzt ab. Laura verwandelte sich zurück in ihre Menschengestalt. „Chasandra?“, sagte sie schwach. „Mir geht's gut!“, erwiderte sie und sah zu Laura. Diese lehnte an der Wand eine tiefe Bisswunde an der Schulter und, was Chasandra nicht wusste, von der Verwandlung in den Bären unglaublich geschwächt. Cheso starrte sie ungläubig an. Chasandra stützte sie und Laura sagte: „Cheso hohl Chero und die Kleinen her! Alles andere wäre zu gefährlich.“ Cheso rannte sofort los als Chasandra nickte. Chasandra half Laura ins Wohnzimmer und setzte sie auf die Couch. Vom Blutgeruch angelockt kam Stefano in den Raum. „Verdammt! Laura was ist passiert?“, schrie er und kam auf sie zu gestürmt. Er drängte Chasandra weg und knurrte als sie wieder zu Laura wollte. „Stefano las das! Chasandra hat mir das Leben gerettet!“ Stefano erstarrte sofort und lies Chasandra Laura verarzten. Aron, Nefur und Sascha kamen die Treppe herunter. „Was zum Teufel ist passiert?“, fragte Aron entsetzt. Chero und Cheso kamen herein. Zwei kleine Kätzchen auf dem Arm. Chasandra schluchzte und erzählte was passiert war. „Vergiss nicht, dass Laura vom Wolf zum Braunbär wurde!“, warf Cheso ein. „Hals Maul!“, zischte Chero ihn an. Laura lehnte sich zurück und schloss die Augen. „Du darfst jetzt nicht schlafen!“, sagte Nefur. „Doch, keine Sorge! Wen es möglich wäre mich so zu töten wäre ich es schon längst!“, sagte Laura mit geschlossenen Augen, „Es gibt nur ein oder zwei Möglichkeit mich zu töten und die kennt nur Lucifer.“ Und genau dieser tauchte jetzt auf und sagte: „Du gehst nicht in die Schule und jetzt las mich das mal sehen!“ „Ich darf keine…“, begann Laura. „Ich hab Jamila bereits eine Nachricht geschickt! Sie weiß also das sie dich Postwendend hier her zurückbringen muss wen du in der Schule auftauchen solltest.“ Damit schnappte er sie und trug sie in ihr Zimmer. „So schlimm ist es…!“, begann Laura, doch Lucifer unterbrach sie erneut: „Nein, du redest dich da jetzt nicht raus und bleibst im Bett. Ich kann diese Wunde nicht so leicht heilen! Die Zeit muss das tun.“, meinte Lucifer. Kurz darauf schlief Laura tief und fest.

 

 

„Ihr solltet trotzdem in die Schule.“, sagte Lucifer als er die Treppe herunter kam. „Meint ihr, Sir?“, fragte Stefano. „Ja!“, erwiderte Lucifer, „Lasst alles so normal wie möglich erscheinen! Offiziell hat Laura eine schwere Grippe! Wir haben Glück das Wölfe so schnell gesund werden.“ Lucifer schien besorgt. Stefano schien etwas verwirrt als er sagte: „Na gut! Sunny wir müssen uns beeilen.“ Sunny starrte ihn ungläubig an. „Da Laura tut was er sagt müssen wir auch gehorchen!“, erklärte Stefano. „Ich will sie nicht alleine mit ihm lassen!“, meinte Sunny. „Und was sind wir? Backpflaumen?“, fragte Nefur. Hört auf zu streiten! Laura hat Lucifer, bis zu einem Gewissen Grad, die Befehlsgewalt über sich zu gesprochen!, knurrte Sascha als Hauskatze und schlug aufgebracht mit dem Schwanz. Das versetzte alle in eine kurze Starre, dann rissen sich Aron und Stefano zusammen. Aron zeigte den Tigern Schlafzimmer und Stefano zog Sunny zum Auto.

 

 

Wie war das Möglich? Wusste Lucifer, dass Laura eine Mondjägerin war? Und wen ja, warum hat er sie dann nicht unterworfen? Michael rannte wie ein Blitz durch das Unterholz. Sie hatten nach Lauras Drohung ihr Lager außerhalb des Reviers der NightAngel aufgeschlagen. Laura war ernst zu nehmen. Wieso schaffte es dieses Kind sich ihm, dem stärksten der Erzengel solche Probleme zu machen?!? Ihr Hass auf ihn musste enorm sein. „Hast du Rebecca gefunden?“ Michael schüttelte seinen Wolfskopf um auf Jerrys Frage zu antworten. Er verwandelte sich zurück und sagte: „Ich bekomme keine Verbindung zu ihr aufgebaut! Als wäre sie vom Erdboden verschluckt!“ „Kann es sein das Laura sie Lucifer überlassen hat?“, wollte Ariel wissen, „Ich meine aus ihrer Sicht ist Becky ein Verräterin und… Wir wissen alle was Wölfe mit Verrätern tun!“ Das Rudel war unruhig. „Ich hätte uns Laura fast vom Hals geschafft, aber da war eine Tigerin die dazwischen ging und so hat sie mich schwerer Verletzt als ich sie. Aber Ihre Schulter sieht jetzt einem Sieb ähnlich!“, erzählte Michael. „So wird das nichts!“, sagte Raphael und klang verärgert, „Ich werde mich mit ihr Treffen und mit ihr sprechen! Keiner wird mich begleiten! Sie wird es sonst für eine Falle halten und Rebecca töten bevor ich die Chance hatte ihr einen Handel an zu bieten.“

 

 

Laura kam erst gegen Abend wieder richtig zu sich. „Er hat es doch geschafft mich unter Hypnose zu setzen!“, murmelte sie. „Wie geht's deiner Schulter?“, fragte Lucifer. Laura sah ihn verstimmt an. „Wie geht's dir wohl, wen dir ein Erzengel die Schulter stanzt?“, knurrte Laura, „Sind alle Heil geblieben unter seinem Regime?“ Erstaunte Blicke von den Rudermitgliedern. „Laura!“, rief eine total eingeschüchterte Monika. Sie war eine Jahrgangsstufe höher als Laura. Monika zitterte am ganzen Körper und sie hatte die Hände auf den Rücken gefesselt. „Was geht hier vor?“, fragte Laura und schnupperte. Engel! Und dazu noch kein Gefallener! Lucifer sagte: „Dieser Herz allerliebster Engel ist ums Haus geflogen und du weist wie ich zu nachtaktiven Tauben stehen.“ Cheso gab ein katzentypisches Knurren von sich. „Sie sagte, sie mache sich Sorgen um dich und wollte sich vergewissern das du in einem Stück bist!“, meinte Chasandra. Laura schnupperte vorsichtig. „Ich will wissen was du hier wirklich zu suchen hast!“, sagte sie mit einem kaum hörbaren knurren in der Stimme. Monika senkte den Blick und flüsterte: „Ich wollte wirklich wissen ob du in Ordnung bist! Du warst erst im Sport wegen einer Verletzung Entschuldigt und dann Fehlst du. Alles seit Michael und Gabriel hier sind!“ Laura verwandelte sich im Lauf in einen Wolf. Wieso glaub ich ihr?, fragte Laura. „Weil dein Instinkt es sagt!“, knurrte Lucifer, „Und das heißt, dass sie wirklich die Wahrheit sagt.“ Macht sie los!, befahl Laura. Monika sah Sunny ängstlich an, als diese auf sie zu kam um sie los zu machen. Laura verwandelte sich wieder zurück. „Keine Angst. Sie tut dir nichts.“, sagte Laura. Monika sah perplex zu wie Laura und Lucifer gemeinsam in ihren Arbeitsraum gingen. Laura knurrte und fragte: „Wieso machst du in meinem Revier Gefangene ohne das vorher mit mir zu besprechen?“ Laura schrie Lucifer verärgert an. Lucifer knurrte ebenfalls gereizt: „Du solltest mich nicht so anknurren! Ich bin nicht einer dieser schwächeren Dämonen, die du ohne Probleme damit einschüchtern kannst!“ „Wen du meiner Unterstützung weiterhin sicher sein willst, dann sei vorsichtig. Ich hab zugestimmt, dass wir uns gegenseitig unterstützen, aber als gleich berechtigte Partner. Ich hab mich dir nie, und ich werde es auch niemals tun, unterworfen. Wie würdest du reagieren wen ich in deinem Machtgebiet so etwas bringe?“, knurrte Laura laut, „Du würdest an die Decke gehen und mir eine Ellen lange Standpauke halten zum Thema Reviergrenzen und meinem Einfluss auf deine Leute. Stefano ist hier das Betatier, wen ich nicht kann ist er da und leitet das Rudel in meinem Sinne. Also sprich dich mit ihm ab und erteile ihm auf keinen Fall Befehle in deinem üblichen Ton! Hab ich mich klar genug ausgedrückt oder muss ich dich anspringen?“ Ihre Augen leuchteten Rot auf und sie knurrte aus tiefster Kehle. Lucifer sah sie fast erschrocken an.

 

Unten tauschten die anderen viel sagenden Blicke aus. Monika sah sie erstaunt an. „Laura traut sich ihn an zu schreien?“, fragte sie und klang unsicher. Sunny lachte trocken und Stefano hämisch. „Die Drohung war ernst gemeint!“, stellte Aron fest. Cheso, Chasandra und Chero sahen ihn ungläubig an. Oben wurde nun es plötzlich ruhig und Laura stürmte die Treppe herunter und sagte: „Wer morgen in die Schule muss geht jetzt ins Bett und Monika… Sollte ich herausbekommen das du Michael einen Tipp gegeben hast, werde ich die Endscheidung, dich nicht Luc zu überlassen, korrigieren!“ Damit verschwand sie in ihrem Zimmer.

 

Als Gabriel sie am nächsten Tag besuchen kam war er unruhig da er Monikas Aura bemerkte. Die bereits seit einer Stunde wieder bei Laura war und nun der Wunde von Laura etwas auf die Sprünge half. Als Gabriel von Aron die Tür geöffnet bekam sagte Monika gerade: „Die Sache mit den NightAngels hat die Engel gespalten! Die einen sind auf Gabriels Seite, der leider zum Gefallenen wurde und die anderen, leider auch noch die Mehrheit hört blind auf Michael und seine Kompagnons!“ „Gut zu wissen!“, warf Gabriel ein. „Wieso?“, fragte Laura und wurde das Gefühl nicht los das etwas passierte was ihr nicht so recht gefiel. „Raphael will sich mit dir Treffen!“, sagte Lucifer und stand fauchend im Raum, „Er will dich alleine sehen und Rebecca frei handeln!“ Laura legte den Kopf schief: „Und wo ist das Problem? Ich wollte sie sowieso dem nächst laufen lassen! Wir haben hier keine Verwendung für sie!“ „Das ist dein Ernst?“, kam es von Monika, Lucifer und Gabriel gleichzeitig. Laura nickte und bedankte sich flüchtig bei Monika. „Lucifer sagst du bitte Raphael das ich mit einem Treffen einverstanden bin, aber ich gebe die Lokalitäten an und den Zeitpunkt andernfalls kann er sich den Deal gleich … ähm … vergessen!“, bat Laura. Lucifer knurrte: „Ich bin zwar nicht deine Brieftaube, aber ich glaube das mir diese Idee besser und besser gefällt!“ Lucifer verschwand und Monika und Gabriel sahen staunend zu Laura.

 

Zwei Tage später war Laura nach der Schule in einem Café in der Stadt. Sie hatte ihren Zweitwagen, einen Ssc ultimate aero tt, den sie so gut wie nie fuhr, genommen. Dem Rudel waren die Augen aus dem Kopf gefallen. Sie liebte dieses Auto. Es war ein Geschenk von Lucifer gewesen. „Hallo schöne Frau!“, riss ein Mann sie aus ihren Gedanken, „Darf ich dir einen Drink spendieren?“ „Ja, nur was wird mein Freund sagen, wen er gleich kommt und du sitzt neben mir und baggerst mich so dümmlich an?“, sagte Laura. In diesem Moment tauchte Raphael hinter dem Kerl auf. Laura erkannte ihn an der Aura. Er war eindeutig kein so ein halbstarker wie Michael. Hier war Vorsicht zu gebieten. „Ich würde sagen: Das diese Pfeife dich besser in Ruhe lassen sollte!“ Der Typ verschwand nun sehr schnell. „Danke Raphael! Diese Typen kennen mich alle und dennoch versuchen sie es immer wieder!“, sagte Laura und brachte damit Raphael zum staunen, „Du wolltest mit mir wegen meiner Tante verhandeln?“ Laura formulierter es bewusst wie eine Frage. „Ja, ich wollte dir etwas an bieten das dir mehr bedeutet als das Richten von Becks.“ „Ihr nennt sie Becks?“, fragte Laura, „Was willst du mir für sie bieten? Billig wird das nicht für euch!“ Raphael holte eine Kristallkugel raus und zeigte ihr das Bild zweier Gefangener. Lauras Eltern! Dann ein paar andere. „Deine Eltern und Sina und Matteo, deine jüngeren Geschwister.“, sagte Raphael. „Gut!“, sagte Laura, „In drei Stunden auf der Schattenlichtung! Wen du mich linkst Raphael, ist Rebecca tot und Michael ebenfalls. Ich meine ich setze auch meine Kräfte als Mondjägerin ein und ich werde jeden von euch zu Brei verarbeiten. Dank Michael bin ich so fit wie noch nie!“ Raphael nickte und fragte dann: „Hat Lucifer dich her gebracht?“ „Nein! Wieso fragst du?“, erwiderte Laura. „Da draußen steht ein ultimate aero tt!“, meinte Raphael. „Das war ein Geburtstagsgeschenk von Lucifer.“, sagte Laura und legte einen Zwanziger auf den Tresen, „Sein Getränk geht auf mich Richard!“ Damit ging sie.

 

 

Laura fuhr viel zu schnell. Sie lebten! Zumindest ihre Eltern und ihre jüngeren Geschwister. So würde das Rudel bald weiter wachsen... „Ruderversammlung sofort im Esszimmer! Wo verdammt ist Lucifer! Wir haben anderthalb Stunden Zeit und noch eine halbe Stunde zu laufen!“ Alle sahen sie erstaunt an und Laura erklärte die Lage. Dann befahl sie: „Sunny, du und Aron flickt Rebecca zusammen und ich und Stefano werden schon mal die Fesseln etwas raus putzen ich will die Zauber stärken!“ „Wir kommen auch mit!“, sagte Chasandra. Laura nickte Eine dreiviertel Stunde war noch Zeit. Rebecca zitterte am ganzen Körper. Lucifer würde sie ebenfalls begleiten. Laura stand mit Moonlight auf der Lichtung. Rebecca in Wolfsgestalt an einer Leine. Raphael und Michael kamen mit ihren Eltern auf die Lichtung. Moonlight knurrte als sie Michael sah. Mit einer selbstbewussten Handbewegung brachte Laura sie zum Schweigen. „Hier ist Rebecca! Jetzt last die vier los und sie ist auch das Halsband los.“, sagte Laura. Raphael schüttelte den Kopf: „Zwei jetzt, zwei wen Becks hier ist!“ Laura nickte: „Gut!“ Michael machte verärgert ihre Mutter und Matteo los. Sofort rannten sie zu den beiden Wölfinnen. Laura prüfte mental die Positionen der anderen. Dann nahm sie Rebecca das Halsband ab. Diese rannte sofort los und Raphael machte auch ihren Vater und Sina los. Michael knurrte: „Lang wird euer Familienglück nicht dauern! Ich werde dich und dein Rudel jagen und zur strecke bringen wie Wild!“ „Willst du Prügel Michael?“, fauchte Lucifer neben Laura. Michael zuckte zurück. „Las gut sein Lucifer! Du weist genau das ich das nicht ernst nehme. Ich lass mich schon lange nicht mehr von einem halbstarken Möchtegern aus der Ruhe bringen. Wir müssen uns erst mal um meine Eltern und Geschwister kümmern!“, sagte Laura und drehte den Erzengeln den Rücken zu, „Wir ziehen uns zurück!“ Shadow und Moonlight nahmen die geschwächt und verwahrlosten Wölfe in ihre Mitte und liefen in den Wald. Auf einer kleinen, gut geschützten Lichtung sammelte sich das Rudel.

 

 

Lauras Vater verwandelte sich zurück und nahm Laura in den Arm. „Laura! Dir geht es gut! Oh Lucifer?“, Lauras Vater redete total zusammenhangslos. Stefano und Sancia knurrte leise, genau wie Chasandra, Chero und Cheso. Aron und Nefur sahen unsicher von Laura zu ihren Eltern. „Last uns nach Hause laufen! Meine Schulter schmerzt wieder!“, sagte Laura, „Wir reden zu Hause!“ Laura verwandelte sich und Stefano meinte: „Ich muss heute Nacht wieder auf die Jagd! Von Blutkonserven hab ich langsam die Nase voll!“ Nimm dein Handy mit! Und den Sender in der Halskette!, sagte Laura. Dann führte sie das Rudel zurück zum Haupthaus. Dort verwandelte sich Laura zurück und befahl: „Legt euch schlafen und zwar alle!“ Als sich alle im Bett waren saß Laura mit Lucifer und ihren Eltern in ihrem Arbeitszimmer. Lucifer saß hinter Laura auf der Fensterbank und sah schweigend von Lauras Eltern zu Laura. „Du bist so schön geworden Laura. Ich glaub es noch gar nicht, dass wir wieder frei sind. Wie hast du das geschafft?“, fragte ihre Mutter. Laura nahm den Anhänger aus einer Schublade ihres Schreibtisches. Sie reichte die Kette ihrem Vater und sagte: „Ich will sicher gehen! Wen die Kette deine Aura nicht erkennt habt ihr ein Problem! Die Erzengel haben hier die letzte Zeit schon genug Ärger gemacht!“ Ohne zu zögern griff ihr Vater nach der Kette und der Anhänger erkannte die Aura. Erleichtert ließ Laura die angehaltene Luft aus den Lungen. „Erzählst du uns jetzt wie du uns frei bekommen hast?“, fragte Lauras Vater. „Sie wollten Rebecca zurück!“, sagte Laura. Lucifer lachte böse: „Ich hatte noch mit ihr gesprochen! Sie hat panische Angst vor dir, Shadow!“ Laura lächelte fies: „Ist auch gut so! Ihr solltet jetzt auch schlafen gehen. Bleibst du über Nacht Lucifer?“ Lucifer bestätigte und Laura zeigte ihren Eltern und Ihren Geschwistern ihre neuen Zimmer. Dann legte auch sie sich hin.

 

Am nächsten Morgen stand Laura früh auf und musste wie immer alle wecken: „Leute raus aus den Betten! Wir müssen in die Schule!“ „Oh Mann! Laura las uns noch fünf Minuten schlafen!“, rief Sunny aus ihrem Zimmer. „Komm aus dem Bett raus und zwar Dali!“, knurrte Laura. Dabei ging sie in die Küche. Dort saß Lucifer und stellte ihr einen Kaffee vor die Nase. „Danke! Ist er extra stark?“, fragte sie. „Hab dein Lieblingsmittel da drin.“, sagte Lucifer. Laura schüttete den Kaffee sofort hinunter. Lauras Vater hatte alles mit bekommen. „Bist du nicht etwas unvorsichtig?“, fragte er vorsichtig, „Ich meine das Mittel kommt von dem bösartigsten Wesen das existiert!“ Laura lachte bevor Lucifer auch nur reagieren konnte. „Zu mir wird er nicht so sein und das hat seinen Grund!“, meinte Laura, „Morgen Chasandra!“ „Morgen!“, antwortete Chasandra, „Langsam füllte sich das Haus!“ Laura nickte: „Mach dir keine Gedanken Dad! Das Mittel kenne ich und Lucifer würde unser Bündnis nicht riskieren!“ Sunny und Stefano kamen hinzu. Lucifer sagte nun: „Hast du was dagegen wen ich ein paar Tage hier bleibe? Ich würde mich gerne um deine Geschwister kümmern. Die sehen aus als hätten sie einiges Durchgemacht!“ „Du bist hier immer Willkommen.“, sagte Laura, „Kommt ihr jetzt oder muss ich euch hohlen! Ihr solltet im Haus bleiben Dad! Nefur und Aron werden auf euch aufpassen.“ „Ja Leitwölfin!“, sagte ihre Mutter. Etwas irritiert wandte sich Laura an Lucifer: „Wen es ärger gibt, greif ein aber ruf uns zuvor! Ich will nicht das unsere Tarnung auffliegt!“ Lucifer nickte und Laura zog Stefano und Sancia aus dem Haus.

 

In der Schule wurden sie wieder erwartet. Gabriel fragte sofort: „Wie lief das Treffen gestern?“ Laura lachte und sagte: „Raphael weiß wie er mich ködern kann. Er hat meine Eltern und Geschwister gegen Rebecca getauscht. Wen der gewusst hätte das ich Rebecca bereits gebrochen hatte, hätte er das vielleicht nicht so gemacht!“ Gabriel schüttelte den Kopf: „Deine Tante ist Michaels Gefährtin! Er wird sie aufpäppeln und dir dann dein Fell anzünden.“ „Bezweifle ich!“, sagte Laura, „Feuer schadet mir nicht mehr! Deshalb spiele ich so gerne damit!“ Es war der Letzte Schultag vor drei Wochen Ferien. Der Tag war schnell um und Tamara fragte beim verlassen des Gebäudes: „Was macht ihr in den Ferien?“ „Ich fahre für ein paar Tage zu meinen Eltern…“, begann Jamila. Laura unterbrach sie: „Mädels anderes Thema sonst gibt es hier ein Blutbad!“ Jamila schluckte als sie spürte das Laura es ernst meinte. „Sancia du fährst mit Stefano zurück. Ich muss laufen!“, sagte Laura und warf

ihr den Schlüssel zu. Damit verließ sie das Schulgelände.

 

 

Mit einem toten Hirsch kam Shadow eine Stunde später auf das Grundstück. Matteo, Sina, kommt bitte mit den Kätzchen raus!, rief Laura, Ich hab euch was mit gebracht! Die beiden Tigerkätzchen und ihre Geschwister kamen sofort raus gerannt. Ihre Schwester hatte ein braunes, nicht ungewöhnliches Fell. Sie hieß als Wölfin Longstripe. Ihr Bruder, Dusk, war grau und hell braun. Was gibt es Leitwölfin?, wollte Dusk wissen. Erstmal hört auf mich Leitwölfin zu nennen, das tut keiner und das hat seinen Grund und zweites: Teilt das Futter mit den Kätzchen!, sagte sie und nickte zu dem Kadaver, Ich geh duschen und dann regeln wir alles. / Okay Shadow wie du willst, sagte Longstripe. Nefur kam heraus und sagte: Die zwei sind wie ein Sack Flöhe zu hüten! Wenn ich auch so schlimm war muss ich mich bei Aron entschuldigen. / Sie sind halbwüchsige und ganz normal aufgewachsen, abgesehen von der Gefangenschaft. Das wird mir Michael auch noch büßen!, sagte Shadow. „Die Liste wird langsam ziemlich lang!“, bemerkte Stefano. „Das weiß ich selber! War was während ich weg war?“, fragte Laura gereizt. Stefano schüttelte den Kopf und fragte: „Was glaubst du wird passieren wen deine Eltern und Geschwister wieder fit sind? Denkst du es wird zu Rangkämpfen kommen?“ Laura seufzte: „Das ist etwas das nur die Zeit zeigen kann! Aber ich hoffe nicht, den dieses Mal darf uns die weiße Drachin nicht schlagen. Sonst ist dieses Mal das Rudel ein für alle mal Geschichte.“ Laura überlegte einen Moment. „Sollte diese Echse auftauchen gehört sie mir!“, sagte sie und rief Aron, „Ich will ein paar Dinge mit euch besprechen Lucifer. Kommst du auch?“ Sie führte die Männer in ihr Arbeitszimmer und verbot ihnen mit einer Handbewegung den Mund. „Zur Hölle, mir ist vorhin bewusst geworden das die Erzengel nicht einmal wissen dürften das ich noch am Leben bin! Angeli Draco hatte damals gedacht ich wäre tot als sie weg flog und war sich darin verdammt sicher!!!“ Lucifer stellte fest: „Deine Erinnerungen kommen zurück! Das ist gut!“ „Sie kommen mit aller Macht wieder, deshalb bin ich ja so durch den Wind in den letzten Tagen!“, knurrte Laura, „Ab morgen ist für das ganze Rudel Kampftraining! Wir sollten mit einer Schlacht rechnen! Auch wen wir die Kämpfe alle gewonnen haben sollten wir trainieren!“ „Ich werde Selest hier her bestellen! Sie soll mit dir deine besonderen Kräfte trainieren. Ich will nicht noch mal erleben das du mit gestanzter Schulter hier aufkreuzt und mir dann auch noch verbietest Michael zu erwürgen.“, knurrte Lucifer. Selest war ebenfalls eine Mondjägerin. Ihre Grundgestalt war ebenso ein Wolf und sie war von Lucifer unterworfen worden! Laura würde sich das nicht gefallen lassen. Das wusste Lucifer und respektierte dies. „Wann wird sie hier sein?“, die junge Leitwölfin fand es nicht gut eine unterworfenen Mondjäger im Haus zu haben. „Morgen und ich bin ja da. Sie wird dir also keinen ärger machen.“, versuchte Lucifer sie zu beschwichtigen. „Ist ja gut! Ich hab nicht vor an die Decke zu gehen wegen Selest!“, knurrte Laura und rief zehn Minuten später zur Jagt.

 

Sie wollten gerade wieder zurück zum Haupthaus als Shadow die Ohren anlegte, schnupperte und sagte: Moonlight nimm Dusk und Longstripe und rennt zum Haupthaus! Stefano sie ist da! Angeli Draco hat uns entdeckt. Aron, Nefur, die Tiger und Stefano sprangen in ihre Positionen. Sie hatten das so oft geübt seit Chasandra bei Laura im Schlafzimmer war und Laura ihr den Alptraum erzählt hatte. Moonlight hatte die Jungwölfe geschnappt und sofort angetrieben so schnell sie konnten los zu laufen. Ihr geht mit ihnen!, knurrte Shadow ihre Eltern an, Ihr würdet uns nur im Weg stehen!Hinter ihr knurrte Stefano: Sie kreist über uns scheint aber nicht an greifen zu wollen! / Das ist Seltsam! Sie will schließlich unseren Tod!, stellte Nefur fest. Hier im Wald haben wir die bessere Chance!, erklärte Aron. Shadow schüttelte den Kopf: Nein Angeli ist auch im Wald im Vorteil. Wir locken sie weiter vom Haupthaus und den Kleinen weg. Damit warf Shadow den Kopf in den Nacken und Heulte. So schnell sie konnte raste sie Richtung einer Lichtung die als Schattenlichtung unter den Wandlern dieser Gegend bekannt war. Und zwar weil die schwarze Energie von Shadow dort so stark war, dass sie keinen Gegner zu scheuen brauchte. Auf der Lichtung verwandelte sich Laura sofort zurück in ihre Menschengestalt. Angeli landete auf der Lichtung. „Ich würde ja gerne sagen gut siehst du aus, aber ganz ehrlich? Das wäre mehr als gelogen!“ Angeli war verletzt die Flughaut eingerissen und hatte viele tiefe Wunden. Außerdem wurde langsam ihre Farbe immer dunkel. An den Beinen war sie bereits tief schwarz. „Kleine Shadow? Du hast damals überlebt?“ „Nein, weist du ich tu nur so!“, sagte Laura sarkastisch. „Ich will nicht kämpfen! Bitte greift mich nicht an!“, sagte die Drachin und klang verängstigt und verwirrt. Auch Lauras Rudel war unsicher. Seit sie die Lichtung betreten hatten war Lauras Aura noch stärker und tiefschwarz. „Michael hat den Schattendrachen angegriffen es könnt sein das er seinen Verletzungen erliegt!“, sagte sie mit zitternder Stimme. Laura legte den Kopf schief. „Soll ich Lucifer hinzu rufen?“, fragte Laura als Test. Zu ihrem erstaunen sagte Angeli: „Ja, bitte! Michael wird uns sicher bald hier finden!“ Sie hat wirklich Angst!!!, meine Nefur. Laura nickte. Wieso ist ihre Aura jetzt so stark?, fragte Chero unsicher. Dies ist sozusagen Shadows Lichtung! Hier ist ihre Kraft so groß, dass sie sogar auf ihr Kräfte als Mondjägerin ohne Probleme zurück greifen kann. Ich meine damit ohne diese extreme Erschöpfung., erklärte Sascha. Derweil kam Lucifer auf einem schwarzen Pferd angeritten, dessen Mähne und der Schweif aus blauem Feuer bestanden. Selest! „Oh ein interessantes Bild! Deine Aura ist noch dunkler als sonst Laura.“, meinte Lucifer. Selest schnaubte unruhig. Lucifer stieg ab und nahm Laura demonstrativ freundschaftlich in den Arm. Angeli erzählte eingeschüchtert was passiert war: „Als Rebecca ins Lager kam zuckte sie bei jeder schnellen Bewegung zusammen. Sie rollte sich in Wolfsgestalt zusammen und wollte nicht über Laura oder was bei euch passiert war sprechen. Michael war stinksauer, als sie es dann doch tat und will jetzt Laura tot sehen. Mich hat er angegriffen, weil ich meinen Auftrag damals nicht zufriedenstellend zu ende gebracht hatte. Ich hätte Shadow töten sollen, so das Laura es übersteht. Aber du warst damals schon zu stark.“ „Du hattest mich auf dieser Lichtung gestellt. Meine Geheimstrategie war schon immer den Kampf hier her zu verlagern. Hier schaffe ich es sogar Lucifer eins rein zu würgen!“, unterbrach Laura sie. Lucifer knurrte leicht verärgert. „Darauf hin hat Michael auf jeden Fall Umbra Draco angegriffen. Ich wollte Umbra helfen doch ich schaffte es nicht.“ „Er hat seine Kraft auf dich übertragen. Du wirst zum neuen Umbra Draco.“, stellte Lucifer fest. Angeli nickte und sprach: „Die Verwandlung hat schon eingesetzt. Nur…“ Selest übermittelte mit gewöhnlicher Telepathie: Du wirst zum Drachenbaby! Lucifer fuhr Selest an den Mund zu halten und Laura streckte, zum erschrecken aller die Arme nach dem Drachen aus und sagte: „Ad me infantem, parva dracones, ego tueri te!” Das war Lateinisch und bedeutete so viel wie, komm zu mir Drachenbaby, ich werde dich beschützen. Angeli wurde plötzlich von einem schwarzen Licht eingehüllt und flog als kaum armlanger, tief schwarzer Drache in Lauras Arme. Alle starrten sie erschrocken an. Lauras Augen sahen aus als wäre sie in Trance. Sie schüttelte nach einem Moment den Kopf und meinte: „Ich will ins Bett und Tenebra muss auch schlafen!” „Dir ist schon klar das du jetzt für sie die Verantwortung trägst?”, fragte Selest nachdem sie sich in einen Menschen verwandelt hatte. Laura sah sie mit rot glühenden Augen an: „Ich bin kein kleiner Welpe Selest, auch ohne meine Mondjägerfähigkeiten.” „Die wirst du aber in Zukunft benötigen. Deshalb bin ja ich da! Morgen...”, begann Selest in einem völlig Respektlosen Ton. „Auch wen du sie unterrichtest! Laura habe ich nicht unterworfen! Sie ist meine Partnerin!”, warnte Lucifer. „Ruhe! Ich will jetzt nach Hause!”, fauchte Laura und wurde zu Shadow. Tenebra rollte sich auf ihrem Rücken zusammen. Als sie im Haupthaus ankamen fragte Sunny entsetzt: „Was ist den das?” „Ein Drache!”, riefen Matteo und Sina und wollte die Kleine von ihrem Rücken nehmen. Shadow knurrte sie an und meinte: Ab ins Bett! Wir haben weit nach Mitternacht! Beide stürmten sofort in ihre Zimmer. Laura tappte als Wolf die Treppe hoch und legte den kleinen Drachen auf ihr Bett. Dann legte sie sich in ihren Klamotten aufs Bett und schlief sofort ein.

 

Am nächsten Morgen kam Laura mit dem kleinen Drachen auf der Schulter die Treppe hinunter. „Was passiert als nächstes Laura?“, fragte Sina. Aron kam rein, warf Laura einen Blick zu und begann, als diese nickte: „Die Leitwölfin hat ein Kampftraining angeordnet! Sie wird aber mit ihrem eigenen Training beschäftigt sein, deshalb sollen Stefano und ich das Training leiten.“ „Wie meinst du das?“, wollte Lauras Vater wissen. Laura sah auf. „Ach ja, ihr wisst es ja noch gar nicht!“, sagte sie leicht abwesend, „Ich bin eine Mondjägerin und muss diesen Teil meiner Kräfte noch trainieren. Selest las uns bitte schnell anfangen! Ich will das hinter mir haben.“ „Lucifer ist in der Stadt oder?“, fragte sie ängstlich. Laura nickte. „Deiner Aura nach dürftest du sogar mit Drache und Phönix keine Probleme haben, wen deine Ausdauer gesteigert wurde.“ Laura nickte wieder nur und damit begann das Training. Selest machte ihre Aufgabe wirklich gut. Am Abend war Laura zwar total erschöpft, aber sie konnte ohne Probleme in andere, nicht magische, Tiere verwandeln. Für Magische, wie Pegasus und Greife, brauchte man mehr Training. „Die Magischen wirst du sicher ab morgen Abend auch ohne Probleme beherrschen.“, sagte Selest. „Hast du meinen kleinen Teufel gerade geduzt?“, knurrte Lucifer beim betreten des Raumes. Laura griff ein: „Weil ich es so will! Mir ist schon immer unwohl gewesen, wen du alle gezwungen hast mich Prinzessin zu nennen.“ Lucifer quittierte dies mit einem Nicken. Er hatte genug von Lauras Wutausbrüchen die letzten Wochen provoziert um zu wissen, dass es ihn irgendwann den Hals kosten würde. Dann klingelte das Telefon. Sunny ging ran und wurde dann kreidebleich. „Laura Michael greift meine Eltern an! Sie sind in ihrem Haus ein geschanzt!“, sagte sie fast weinend. Laura knurrte: „Wir müssen eingreifen!“ Die Wölfe rannten alle sofort los. Selest war ebenfalls dabei und auch Lucifer. Laura rannte an der Spitze flankiert von Stefano und Aron, dann kamen Nefur, Moonlight und Sascha. Ihre Eltern und Dusk und Longstripe rannten mit den Tigern im Hinteren Teil. Chasandra ihr, meine Eltern, Longstripe und Dusk vom Rechten Flügel aus. Wir nehmen den Linken Flügel wen ihr wollt tötet jeden der feindlichen Angreifer, aber Michael und die Erzengel gehören mir, Selest und Lucifer. „Ich will mit Helfen!“, rief Tenebra über ihr. Sie war plötzlich so Groß wie ein Pferd und spie eine schwarze Flamme aus. Pass auf dich auf!, knurrte Shadow. Beim rennen begann Shadow zu heulen.

 

Michaels Kopf schoss hoch! War das Shadow?, fragte Raphael und sah Michael abwartend an. Verdammt da war auch ein Drache!, kam es von Ariel. Wieso sollten die Wölfe den Magiern helfen?, wollte Michael wissen. Aber er hatte sie ja auch schon bei diesem Magier getroffen. Sie hatte tatsächlich den Nerv mich als Welpe zu bezeichnen, dachte Michael. Weil wir auf ihrem Grund sind! Komm aus deinen Tagträumereien raus Michael!, knurrte Jophiel. Wieso funkt uns dieses Kind immer wieder dazwischen? Wieso schafft sie es uns immer wieder zu verjagen?, dachte Michael und seine Laune wurde noch schlechter. Egal wir bringen das zu ende dann…. Verdammt wo kommst du her!, hörten sie Raphael fluchen. Einige Wölfe jaulten schon auf.

 

Na habt ihr uns vermisst?, fragte Shadow in sarkastischem Ton, Hab ich euch nicht gesagte ihr sollt ein für alle mal aus meinem Revier verschwinden! / Wieso interessierst du dich für Magier?, fragte Ariel. Sagen wir mal so: Das geht dich einen feuchten Dreck an!, Shadow knurrte, packte Jophiel, der gerade Violett angreifen wollte und schleuderte ihn auf Ariel, der durch den Schwung auf Raphael landete. Das Rudel sah entsetzt zu Shadow. Die NightAngels hatten bereits einige von ihnen verjagt. Shadow, Selest, Moonlight und Stefano hatten schnell die Erzengel gefunden. Moonlight wollte sofort auf Michael und Raphael los gehen. Denn ihre Mutter war bereits verletzt worden. Jophiel und Raphael sahen sich unsicher an. Plötzlich stand Gabriel bei Shadow. „Die Erzengel sind die einzigen die noch hier sind. Dein Rudel hat alle anderen schon verjagt. Ich hoffe es stört dich nicht, dass ich ihnen geholfen hab.“ Shadow schüttelte den Kopf. Dann traten die anderen in den Raum. „Wollt ihr euch nicht besser gleich zurück ziehen?“, fragte Lucifer. Michael schluckte: Uns bleibt nichts anderes übrig! Damit ergriffen die Erzengel die Flucht. Nur Raphael blieb wo er war: Ich glaube wir müssen uns noch mal unterhalten! / Wieso den Raphael? Hier gelten meine Regeln, an die sich sogar Lucifer hält und das hat seinen Grund! Bleibt aus meinem Revier und ich komme mit euch klar, solange ihr mich und alle die unter meinem Schutz stehen in Ruhe lasst!, stellte Shadow klar. Raphael verwandelte sich zurück in seine Engelsgestalt. „Michael hat jetzt sowieso anderes im Kopf! Er versteht nicht wieso du so stark bist!“, sagte Raphael und flog davon. „Violett geht es dir gut?“, fragte Laura und sah sich ihre Verletzungen an. „Ja, es geht schon! Ist dein Rudel weiter gewachsen?“, fragte Viola. „Ja, wir haben vor kurzem einen Gefangenenaustausch gemacht!“, sagte Laura während sie ihre Platzwunde heilte, „Stefano! Aron! Ich brauch eine Idee wie wir diese blöden Erzengel los werden!“ Stefano und Aron waren sofort zur Stelle. „Darüber denken wir schon Jahrhunderte lang nach!“, meinte Lucifer. Laura knurrte. Sie war verärgert und Michael würde ihr schon den Fußabtreter machen. Dafür würde sie noch sorgen. Knurrend verließ sie den Raum. „Sorgt dafür, dass sicher gestellt wird, dass diese Tauben aus unserem Revier verschwunden sind. Tenebra hilf ihnen dabei. Ich bin in ein paar Stunden zurück!“ Sie verwandelte sich im rennen in ihre Wolfsgestalt ohne ins stolpern zu geraten und verschwand im Wald. Nicht schon wieder!, jammerte Sascha, In letzter Zeit ist sie so gestresst wieso rennt sie dann immer in den Wald? „Laura hat sehr viel Stress Sascha. Es ist nicht einfach so viele Aufgaben zu bewältigen und sie lässt sich ja weder von mir noch von Stefano die Arbeit ab nehmen!“ Hoffentlich überarbeitet sie sich nicht!, meinte Rasmus. Lucifer sah schweigend Laura hinter her. „Ich sehe mal nach ihr! Diesmal war es irgendwie anders!“, meinte er darauf hin und verwandelte sich in einen riesigen Raubvogel. Alessio sah fragend zu Sunny. „War das wirklich Lucifer, der gerade hier in unserem Wohnzimmer gestanden ist?“, fragte Viola leise. Irritiert sah Stefano zu ihr. „Er ist der engste Verbündete unseres Rudels. Laura und er sind Partner!“, sagte er dann, „Wusstet ihr das nicht?“ Alessio und Viola schüttelten synchron den Kopf. Stefano gab ein leises brummen von sich und meinte, als er wieder in Wolfsgestalt war: Ihr habt gehört was die Leitwölfin befahl! An die Arbeit!

 

 

Derweil saß Laura tief im Wald an einer Schlucht unter einer sehr alten Trauerweide. Sie war noch immer in ihrer Wolfsgestalt und sah, trotz der Dunkelheit die hereingebrochen war, noch gestochen Scharf. Ihre Wolfsaugen waren genauso perfekt wie ihre Nase. Nach einigen Minuten stellte sie ihre Ohren auf. Sie hörte wie Lucifer und Tenebra zur Landung ansetzten. In dem Moment in dem Lucifer den Boden vor ihr berührte bleckte Laura die Zähne. Lass mich in Ruhe!, knurre sie. „Laura du musst langsam etwas von der Arbeit abgeben! Und vor allem zur Ruhe kommen. Sonst brichst du zusammen und glaubst du, das wäre im Sinne deines Rudels?“, begann Lucifer, „Wen du es nicht freiwillig tust nehme ich dich für den Rest der Ferien mit zu meinem Haus auf den Kanarischen Inseln mit und lass dich erst wieder hier her wen die Ferien um sind und du dich entspannt hast. Deine Betas werden mir da übrigens sicher helfen!“ Widerwillig gab Laura nach. Lass uns nach hause gehen Tenebra! Ich will ins Bett, sagte sie zu dem Drachen der nun abermals die Größe einer Katze hatte.

 

 

Zurück im Haus teilte Laura die Aufgaben für die nächsten Tage ein. Lucifer hatte wirklich recht, sie lastete sich zu viel auf. Die Ferien waren erst zwei Tage alt und schon gab es so viel Ärger! Wie das Wohl weiter gehen würde? Laura würde es, wie sie die Erzengel einschätzte, bald erfahren. Sie ging in den Trainingsraum. „Dusk, Longstripe kommt ihr mal?“, rief sie. Kurz darauf waren die Jungwölfe bei ihr und staunten. Matteo fragte: „Wann ist den dieser Raum entstanden? Das war noch nicht da als wir damals…“ „Diesen Raum hab ich mit Lucifer eingerichtet um unbemerkt zu trainieren.“, erklärte Laura, „Und genau das werden wir tun. Ich will mit euch eure mentalen Kräfte trainieren. Mir ist aufgefallen das Sunny, im Gegensatz zu Mom, Dad und euch, Magie einsetzen kann. Ich weiß auch warum: Sunny hat von klein auf Meditieren müssen und wir werden ab jetzt ebenfalls Meditationsübungen machen.“ Dann erklärte sie den Beiden was sie zu tun hatte: „Setzt euch im Schneidersitz hin, so wie ich!“ Die Jungwölfe taten wie befohlen. „Schließt die Augen und Atmet tief ein…“ Wieder taten ihre Geschwister wie ihnen Aufgetragen. Laura führte die beiden durch eine einfache Übung und beendete dann den Unterricht: „Ab morgen wird Sunny mit euch diese Übungen machen!“ Damit verschwand Laura aus dem Trainingsraum.

 

Die nächsten Tage blieben ruhig. Die Erzengel tauchten nicht mehr auf und Laura gewöhnte sich daran, dass ihr Rudel nun sechs Wölfe mehr waren wie ein halbes Jahr zuvor. Doch lang wird die Ruhe nicht anhalten. Michael wird nicht aufgeben und Laura ist und bleibt ein Teenager.

 

Impressum

Copyright Texte: Tatjana Schnee
Copyright Bildmaterialien: Tatjana Schnee
Tag der Veröffentlichung: 28.05.2011

Alle Rechte vorbehalten

Widmung:
für meine Freunde und meine Famillie die mich in allem unterstützen Danke an diabolo10 für die Tatkräftig unterstützung bei der etwicklung neuer Ideen danke für die Inspiration!

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