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Leseprobe

Vorwort

 

Die Marketing-Abteilung von AIDA Cruises wirbt mit vielen vollmundigen Slogans, wie zum Beispiel „Hier ist das Lächeln zu Hause“ [1][2] oder, wie gerade x-mal im Werbefilm an Bord gehört: „Ihre Gesundheit ist uns wichtig“.

Solange alles läuft, wie es AIDA geplant hat, trifft dies auch zu. Aber wehe dem Gast, dem ein nicht von AIDA geplanter Zwischenfall passiert. Dann wird die Maske, wo das Lächeln zu Hause SEIN SOLLTE, sehr schnell fallen gelassen.

 

Wir sind nicht so blauäugig zu glauben, dass AIDA die allein glückselig machende Kreuzfahrt-Reederei und besser als andere ist. Aber wir hatten die Hoffnung, dass AIDA einen ganz kleinen Tick besser als die anderen ist. So waren wir am 02.11.2015 als AIDA-Begeisterte zum vierten Mal an Bord der AIDAcara gegangen und sind ziemlich frustriert am 16.11.2015 wieder nach Hause geflogen [3].

 

Wen es interessiert, der kann auf den folgenden Seiten die Geschehnisse nachvollziehen.

 

Um es vorwegzunehmen: Dies hier soll KEIN pauschales Schlechtreden von AIDA werden. Ganz im Gegenteil tut es mir sehr leid, wenn ein von vielen Tausend Händen und (meist) lächelnden Gesichtern mühselig aufgebautes Image durch das Verhalten einzelner MitarbeiterInnen und/oder durch administrative Direktiven innerhalb von Sekunden wieder mit dem Hintern eingerissen wird.

 

Je mehr ich mich in das Thema eingearbeitet hatte, umso mehr gelangte ich zu der Überzeugung, dass das im Folgenden Beschriebene kein alleiniges AIDA-Problem ist. Es trifft meines Erachtens nicht nur für die gesamte Kreuzfahrt-Branche, sondern für alle Reiseveranstalter zu. Ich möchte jetzt nicht eine pauschale Schuldzuweisung definieren, bin aber der Ansicht, dass der hier beschriebene Vorfall auf fast jeder Reise mit fast jedem Reiseveranstalter hätte passieren können; sicherlich dann im Detail etwas unterschiedlich.

 

Schön fände ich es, wenn mal ein AIDA-Verantwortlicher bzw. Vertreter anderer Reiseveranstalter diese Seiten lesen und danach über die künftige Behandlung von Gästen in Problemsituationen intensiv nachdenken würde! Den Grund für die Veröffentlichung des beschriebenen Vorfalles werde ich dann sehr ausführlich im Kapitel „Auswertung und Wünsche“ beschreiben.

 

Vorwort zur 2. Auflage

 

Nachdem ich dieses kleine E-Book am 02.12.2015 veröffentlicht hatte, war die Sache an sich ja noch nicht erledigt. AIDA ließ im Schreiben vom 21.12.2015 noch „einen gucken“, sodass ich mich entschloss, parallel zu diesem Büchlein eine Webseite [7] zu erstellen, um Aktualität gewährleisten zu können.

 

Erstaunt musste ich feststellen, dass die erste Auflage dieses E-Books schon nach sechs Wochen (also Mitte Januar) mein am besten verkauftes Büchlein wurde. Und das ist bis heute so geblieben (Juli 2016). Danke an die Käufer. Als kleine Gegenleistung biete ich allen Käufern der ersten Auflage an, die zweite Auflage kostenlos zu erhalten, Näheres finden Sie hier.


Da für mich dieser „Fall“ nun mit der bevorstehenden Fertigstellung meines ersten Romans „Die Kostenvermeidungsdirektive“, zu dem AIDA unfreiwillig das Sujet lieferte, wenigstens mental abgeschlossen ist, nahm ich mir vor, auch dieses Büchlein auf einen aktuellen Stand zu bringen. Denn im Laufe der Zeit mussten wir noch einiges lernen. Vielleicht können andere Reisende in ähnlichen Situationen etwas aus dem neuen Kapitel „Fazit und Lehren“ nutzen. Darüber hinaus wurde die Chronologie um die Ereignisse ergänzt, die sich erst nach Veröffentlichung der ersten Auflage ereignet hatten.

 

Jens Wahl im Juli 2016

 

Vorwort zur 3. Auflage

 

Eigentlich war ich der Meinung, mit der Veröffentlichung meines Romans „Die Kostenvermeidungsdirektive“ mental mit den Vorfällen auf der Cara abgeschlossen zu haben. Doch es kam anders: Am 27.06.2017 erhielt ich abends eine E-Mail, worin sich eine ehemalige AIDA-Mitarbeiterin darüber beschwerte, dass ihr Name in diesem eBook für die Person verwendet wurde, die uns am 09.11.2015 vor der Rezeption so niedermachte. Sie aber habe nie mit uns gesprochen, war die Aussage in ihrer E-Mail. In der Mail war noch ein Bewerbungsfoto der Dame enthalten. Die Haare damals waren dunkel, auf dem Foto rötlich - färben geht immer. Und die Rezeptionistin hatte diese Mitarbeiterin mit dem gleichen, relativ seltenen, Vornamen zu uns gerufen wie den, den diese Dame trägt.
Da ich mich aber wegen der Aufregung und des Frustes nicht mehr an das Gesicht der sich voll daneben benehmenden AIDA-Mitarbeiterin erinnern kann, habe ich um des lieben Friedens willen den beanstandeten Namen entfernt und durch „Frau X“ ersetzt. Wie der korrekte Name der uns herunterputzenden, nun unbekannten AIDA-Mitarbeiterin, lautet, ist nebensächlich - ich habe sie „Frau Z“ genannt. Das Hauptsächliche ist der Ablauf.

 

Frau X habe ich gebeten, herauszufinden, wie der Name der wirklichen Akteurin lautet. Denn so viele Mitarbeiterinnen mit diesem Vornamen dürfte es nicht an Bord gegeben haben. Mal sehen, ob da noch eine Antwort kommen wird.

 

Jens Wahl, 28.06.2017

 

Aktualisierung am 08.07.2017:

Wenige Tage später erhielt ich eine E-Mail von der (ebenfalls ehemaligen) AIDA-Mitarbeiterin, die uns im November 2015 auf dem Crash-Ausflug als Scout begleitet hatte. Auch diese bat darum, ihren Namen unkenntlich zu machen. Es ist irgendwie komisch: Da sind alle dabei, wenn es darum geht, anderen den Urlaub zu verderben. Und hinterher will keiner dazu stehen! Eigentlich war ich über dieses Verhalten so verärgert, dass ich richtig Lust hatte, es auf eine „nicht einvernehmliche Lösung“ ankommen zu lassen. Doch was habe ich davon? Wenn es hoch kommt, ein Schuldeingeständnis. Und was nutzt uns das? Von dem Geld, das dann irgendein Rechtsanwalt kassiert, fahren wir lieber noch ein paar Mal in den Urlaub.

 

Wobei ich mich inzwischen aufgrund neuer Kenntnisse (basierend auf den oben erwähnten E-Mails) auch korrigieren muss: Ich muss einen Teil der AIDA zugewiesenen Schuld zurücknehmen, da die Hauptursache für eine sich dann aneinander reihende Kette von Missverständnissen nach Aussage der damaligen Tourmanagerin, Frau X, im Verhalten des Scouts, Frau Y, lag. Das konnten wir aber auf dem Schiff und auch beim Schreiben der eBooks noch nicht wissen. Aus diesem Grund habe ich das eBook erst einmal gelassen, wie es ist (nur die Namen wurden unkenntlich gemacht). Hier wird das geschildert, wie es aus unserer Sicht damals ablief und was wir uns dabei gedacht hatten. In einem neuen Kapitel „Neue Erkenntnisse“ am Schluss des Büchleins schildere ich den mir neuen Kenntnisstand.

Erläuterungen zum besseren Verständnis

 

Meine Frau ist knallhart im Nehmen, die meisten Männer sind dagegen Memmen - das sage ich als ihr Ehemann. Bestes Beispiel dafür ist, dass sie fast 8 Monate mit wohl rasenden Schmerzen noch herumlief; erst, als ihr immer wieder die Beine wegknickten, ließ sie sich von mir zu einem Arzt fahren: Das Ergebnis der Untersuchung war, dass ihr

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: Jens Wahl
Bildmaterialien: Jens Wahl
Tag der Veröffentlichung: 02.12.2015
ISBN: 978-3-7396-2590-4

Alle Rechte vorbehalten

Widmung:
Was Sie nicht im AIDA-Katalog finden werden: Die Behandlung von Kunden, wenn mal etwas Unvorhergesehenes passierte. Ein Kreuzfahrtbericht der anderen Art. Wir waren am 02.11.2015 als AIDA-Begeisterte an Bord der AIDAcara gegangen und flogen am 16.11.2015 ziemlich frustriert wieder nach Hause. Dies ist KEIN kompletter Reisebericht, sondern nur ein Report über Zeiten, wenn der Kussmund die Zähne zeigt. Dritte, aktualisierte Auflage

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