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Die Misswahl 2013

 
 
  
„Meine Damen und Herren, hier ist der Norddeutsche Rundfunk mit den angeschlossenen Funkhäusern. Wir schalten jetzt zu unserem Außenreporter Peter Sonnemann, der von der diesjährigen Misswahl berichtet. Hallo Peter, kannst du mich hören?“

„Ja, Dieter, ich höre dich prima.“
„Peter, in diesem Jahr hat es ja eine sensationelle Reform bei den Misswahlen gegeben.“
„Das kann man wohl sagen, die Entscheidung, die Zuordnung nicht mehr nach der Herkunft, sondern nach dem jeweiligen Beruf der Bewerberinnen zu treffen, hat für einige Missstimmung gesorgt.“
„Wie ich hörte, besonders bei Miss Stimmung?“
„Ja, die junge Dame als Vertreterin der Animateure, meinte das könnte ihrem Image schaden. Aber andere, wie zum Beispiel, wie Miss Mutig, waren da weniger missmutig. Sie meinte, als Extremsportlerin könnte ihr das nichts ausmachen. Allerdings gab es deswegen auch Absagen, zum einen von Miss Geburt, der Hebamme und von der Kunststudentin, Miss Gestalt.“
„Miss Bildung hat nicht abgesagt?“
„Sie wollte zunächst, die anderen Lehrerinnen hatten sie dazu genötigt. Aber dann hat sich das doch anders überlegt.“

„Wenn man so die Liste anguckt, ist man überrascht, wie viele Akademikerinnen daran teilnehmen.“
"Richtig, Dieter. Miss Günstig, die Verkäuferin aus dem Supermarkt bildet da eine Ausnahme, wie auch Miss Stand, die Marktfrau.“
„Gibt es Favoritinnen?“ „Zum einen Miss Raten, die gar nicht missraten ist und zum anderen Miss Fällig.“
„Ach, sind beide bei einer Bank angestellt?“
„Nur Miss Fällig, Miss Raten ist Quizmasterin.“

„Wer hat weniger Chancen?“ „Ich würde sagen, Miss Befinden, die Krankenschwester und die Soldatin, Miss Achtung.“

„Wie verstehen sich die Kandidatinnen untereinander?“
„Es hieß zunächst, sie würden sich alle zoffen, aber das war wohl nur ein Missverständnis, laut Miss Verständnis, der Psychologin.“
„Gab es da nicht auch Misstrauen?“
„Du meinst die Standesbeamtin?“
„Nein, Peter, ich meinte, ob die Damen misstrauisch waren.“
„Ach so, das war eine Missdeutung von mir. Nein, Misstrauen gibt es wohl eher gegen die Jury, laut Miss Deutung.“
„Du verwirrst mich etwas, Peter.“
"Also, Miss Deutung, die Astronomin, hat gesagt, dass die Herren, die die Wahl haben, wohl etwas missvergnügt sind, das Ganze wäre dann misslungen.“
„Was hat dann die Internistin damit zu tun?“
„Dieter, es ist heute schwierig mit uns. Ich habe gemeint, es wäre missglückt.“
„Ach, du meintest die Frau von der Spielbank.“
„Nein, auch nicht. Lassen wir das.“

„Gut, eine Frage noch zum Schluss. Hast Du eine persönliche Lieblingskandidatin?“
„Ja, habe ich.“
„Verrätst Du sie uns?“
„Ja, das ist Miss Liebig, die lieb ich.“

„Peter, ich danke dir für diese unmissverständlichen Informationen. Meine Damen und Herren, wir schalten jetzt zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.“

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Bildmaterialien: www.mz-web.de
Tag der Veröffentlichung: 21.06.2011

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