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Sind "Nut(t)zfrauen" ausgehaltene Hetären, Huren und Maitressen?

 

 

 

Lassen "Feminist(inn)en" sich noch nutzbringend verwenden oder irgendwie nutzbar machen, auch für sich selber? Oder dienen sie noch, aber nur als abschreckende Beispiele für unweibliche Abwege? "Nutzen" bedeutet: Vorteil, Gewinn, Profit, Ertrag. Aus der berufstätigen und erwerbswillig ehrgeizigen Gattin ist durchaus Nutzen zu ziehen, aber sie gewährt Nutzungsrechte nicht mehr gern. Das "Nützlichkeitsdenken" selber soll(te) im Zwischenmenschlichen nutzlos werden, sagt man. Ebenso könnte man umgekehrt vom himmlischen Nutzen jeder unnötigen Nutzlosigkeit sprechen.

 

Mann und Frau, voneinander emanzipiert, lassen einander inzwischen lieber ganz links liegen. Es steht nichts mehr zwischen ihnen, weil nichts mehr zwischen ihnen "ist", heißt es. Der einzige Nutzen einer wirklichen Salondame, die es nicht mehr gibt,  besteht darin, vollendet nutzlos zu sein und zu scheinen in einer nützlich vernutzten Welt. Oder haben nur noch schwule He-Men etwas von und für "Dirnen", wie Frauen früher anspielungslos genannt wurden? Nun nix mehr mit herrlichen Herren und dämlichen Damen? Emanzipation begann mit den "Trümmerfrauen", denn Krieg ist auch der Vater aller jungen Dinger. - Kurz : Alles, was zu Mann und Frau gesagt werden kann, ist wohl wahr und zugleich Unsinn ...

 

Eine „Putzfrau“, putzig neudeutsche „Raumkosmetikerin“, ist gut zum Wohnungsputz. Es gibt heute nette „Netzfrauen“ ohne Netzstrümpfe, doch „Nutzfrauen“ gibt es spätestens seit Simone de Beauvoirs „Le deuxième sexe“ (Paris, 1949) nicht mehr, falls es sie jemals gab außerhalb männlicher Haremsphantasien von allzeit allseits verfügbaren und einfallsreichen Bettgespielinnen - und überhaupt weiblichem Menschenmaterial.  Das ist das Allzweckweib als Hausfrau, Gattin, Geliebte, Zuverdienerin, Kinderpädagogin, Krankenschwester, Privatpsychotherapeutin, Lebensgefährtin, Lebensabschnittspartnerin, Zuhörerin, Kameradschaftskumpel, seelischer Fußabtreter und Mülleimer ...

 

Nach dem (sexuell unaufgeklärten?) europäischen Chefaufklärer Immanuel Kant erteilen Ehegatten einander das etwas krude "Recht zur wechselseitigen Benutzung der Geschlechtsorgane". Der strenge Moralphilosoph Kant fordert vom Menschen allerdings, den Mit- oder Gegenmenschen „nicht nur als Mittel“, sondern immer auch als Zweck zu behandeln. Man könnte daraus umgekehrt fordern, jedermann jederzeit nicht nur als Selbstzweck zu behandeln, sondern immer auch als Mittel. Gibt Kant damit nicht den rechtsmoralischen Weg frei zur legitimen „Nutzfrau“? „Der Mann herrscht, die Frau regiert.“

 

Wer wissen will, was Frauen sind und denken und wünschen oder nicht, was sie (nicht) müssen, dürfen, können oder wollen, sollte eher charmante Franzosen befragen als schwerfällige Deutsche. Die französische Literatur quillt über von geistreichen Bonmots zum Nutzen und Nachteil durch salonweiblichen Umgang. Wer Frauen selbst befragt, worin und wozu sie „gut“ sind und sein wollen, stößt inzwischen allerdings auf erbitterte feministische Genderabwehr gegen Anbagger-Belästigung. „#MeToo“ suggeriert, dass Frauen für diese "Schweinepriester" eher nutzlos als vergewaltigt sein wollen.

 

Die Frau galt einmal als unspezialisierte Allzweckwaffe im Existenzkampf des zum Fachidioten spezialisierten Mannes. Laut biblischen Schriften ist sie ihm als „Helferin“ beigegeben und als solche sorg-samst zu pflegen. Die rechtsförmige Ehe und Familie gilt Zeitgenossen nicht mehr als sodomisierbare Nutztierhaltung, und wenn, dann mit streng einklagbaren Auflageregeln für Stallfütterung, Hege und Pflege. Das Weib soll(te) nicht mehr als „blöde Kuh“ Kindermilch und Bettfleisch liefern oder als hündisch ergebenes Haustier („Pet-ting“?) und teuerkapriziöse Kostgängerin gehalten werden, auch nicht als streichelbares wie eigensinnig kratzbürstiges Schmusekätzchen für verwöhnte Herrenkater.

 

Früher sagte man dem Weibe eine masochistische Ader nach, die aber längst weggezüchtet oder überkompensiert scheint. „Nutzfrau“ zum Niessnutz und Frommen ihrer (sowohl moralisch wie leistungspotent) schlechteren Hälfte gilt inzwischen als anzeigbares Unwort wie „Schwarzer“ und „Neger“.

 

Wenn es weder eine „Putzfrau“ noch eine „Nutzfrau“ mehr geben darf, wozu ist eine Frau aber dann noch gut? „Was will das Weib?“, fragte selbst ein Sigmund Freud am Ende seines Lebens komisch verzweifelt. Laut Kant muss eine Frau sich benutzen lassen von einem Nutzer, den sie benutzen will und darf. „Nutzmann sucht Nutzfrau (oder umgekehrt) zwecks wechselseitiger Nutzanwendung“ − bis beide ausgenutzt, vernutzt und abgenutzt als Philemon und Baucis einst zu Lindenbäumen werden, falls sie die Götter gastlich bewirten.

 

Kurz : Man muss sich von ausgesucht anderen gebrauchen und auch verbrauchen lassen, um sie guten Gewissens und ungestraft benutzen und missbrauchen zu dürfen. „Do ut des.“ Ich nütz dir, damit du mir nützt, und auch der Kuchenfress-Dame nutzt es nur, dass und wenn sie Herrn und Kind(eskind)ern nutzt. Es nützt nichts : Auch Frauen, die von (ihren) Männern zu nichts mehr zu gebrauchen sind (et vice versa), sind Nichtsnutze, die ihr Gnadenbrot voneinander essen müssen?

 

Die Frauen schicken die Kerle begeistert in Kriege, um sie endlich loszuwerden: Das ist eine Geburtsstunde der "Emanzipation". Im Übrigen ist Feminismus nur Ausdruck von Softskill-Arbeitskraftebedarf der Industrie. Industrie und Hightech riefen nach "feineren Fingern", und die Frauen kamen, "befreiten" sich von Mann und Heim und Kind und für die Firmenchefs. Die dazu passende Sozialpsychologie entwickelt sich von selbst. Neue "unbenutzbare Nutzfrauen" nutzen ihre bisher ungenutzte Freiheit, sich am Fließband von Familienbanden zu emanzipieren. Eine satyrnützliche Satire!

 

Das einzig schwache Geschlecht ist der Mann, der von keinem starken, klugen und gerechten Vater als Sparringpartner zum Erwachsenen gemacht wird, sondern zu einem dummen Jungen, der den dominierten "Nutzfrauen" dann zu nichts nuetze ist als zu steriler "Hookup-Kultur" .....

 

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Tag der Veröffentlichung: 17.06.2020

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