Cover

Vorspann

 

Horrorkabinett – Band 3

Damian Woolfe – Judge Midnight

1. eBook-Auflage – August 2015

© eBookverlag „Der Greifen“ Hermann Schladt

60389 Frankfurt – vss-verlag@web.de

Titelbild: Armin Bappert

Lektorat: Hermann Schladt

Judge Midnight

 

Des Teufels Richter

 

Damian Woolfe

 

 

1


Dean Jessup blickte schaudernd zu der düster und einsam am Rande der Lichtung liegenden Hütte und blieb dann wie gelähmt stehen, denn der fahle Lichtschein des Wetterleuchtens ließ den verzerrten Schatten neben der Hütte aus der Schwärze der Nacht auftauchen. Entsetzt schlug Jessup ein Kreuz. Der Henker von Boston, dachte er erschrocken. Der Henker, der hier abseits der Häuser und Hütten von Gold Run in den Black Hills hauste.

„Allmächtiger Gott, steh mir bei!“ stammelte Jessup schaudernd, während er sein Maultier hart am Zaumzeug packte und es in rasender Eile weiter zerrte. „Die Geister der Gehenkten gehen um - da, schon wieder!“

Jessup hatte sich umgesehen, aber diesmal hielt das Wetterleuchten einige Sekunden an, und so erkannte der Schnapshändler, dass ihm der Schatten eines Busches neben dem Blockhaus einen Streich gespielt hatte. Dennoch strebte Jessup, so schnell er konnte, aus der Nähe der verrufenen Hütte des Henkers von Boston. Wind strich jetzt über den Kamm des Hügels nahe dem Elk Creek und begann in den gewaltigen Schwarzkoniferen zu winseln. Kaum setzte dieses hohe Winseln ein, als Jessup auf dem glitschigen, regennassen Boden ausglitt und der Länge nach neben seinem hoch bepackten Maultier hinschlug. Das Gewinsel jener Geister, von denen jeder Mann in den Black Hills, der jemals vom Henker von Boston gehört hatte, in Saloons und an den Campfeuern sprach, ließ Jessup eine kalte Haut über den breiten Rücken rieseln.

Hier hatten Dutzende Männer, wenn sie den schmalen Pfad von Deadwood nach Gold Run benutzt hatten und gegen Mitternacht an der verrufenen Hütte vorüber gekommen waren, das laute Stöhnen und Gejammer der Gehenkten vernommen. Die grauenhaften Töne jener Unglücklichen, die Joshua Smith, der Henker von Boston, vom Leben zum Tod befördert hatte, waren von absolut furchtlosen Männern gehört worden, und es gab keinen Zweifel, dass der Henker regelmäßig von den Gestalten der Teufelswelt Besuch erhielt.

Jessup raffte sich auf, erklomm den Hang und zog sein Maultier aus dem Bereich der Bäume. Das Knarren der sich im Wind reibenden Äste, das Knacken im Unterholz und das Geheul der Windstöße verlor sich endlich.

„Gerechter Gott!“ stieß Jessup hervor, nachdem er das Hochplateau über dem tiefen Einschnitt des Creeks erreicht hatte. „Da bringen mich keine zehn Pferde mehr hin! Mag den Henker, den verfluchten Schlingenknüpfer, der Satan holen, damit man endlich wieder ungefährdet diesen Höhenpfad benutzen kann! Musste dieser Satansschurke ausgerechnet hier ein Blockhaus bauen? Welcher Teufel hat ihm eingegeben, dass er sich in den Black Hills und an diesem Pfad verkriechen sollte?“

Schlammbedeckt blieb Jessup stehen und sah sich noch einmal um. Vor Monaten hatte ihn die Neugierde auf der Lichtung anhalten und Joshua Smith beim Bau seines Blockhauses zusehen lassen. Smith hießen so viele Leute, dass kein Mensch auf die Idee gekommen war, in diesem Smith den ehemaligen Henker von Boston zu vermuten. Joshua Smith war ein mürrischer, finster blickender Mann beträchtlicher Körpergröße und sehr kräftig, obgleich er so hager und dürr wirkte. Als Jessup ihm zugesehen und ihn angeredet hatte, hatte Smith nur karge und abweisende Antwort gegeben. Ein Sauertopf, hatte Jessup gedacht, bis acht Wochen später das schreckliche Geheimnis um Smith bekanntgeworden war.

Jemand, der lange Jahre in Boston gelebt und sich wie Tausende anderer Leute in die Black Hills aufgemacht hatte, um hier nach Gold zu suchen, hatte Smith erkannt. Von diesem Tag an mied alles den Henker.

„Hol mich der Teufel, wenn ich mich noch mal an diesem Geisterloch vorbei wage!“ sagte Jessup schaudernd. „Vielleicht versammeln sich in dieser Nacht alle zweiunddreißig arme und in der Hölle schmorenden Seelen jener Leute, die der verfluchte Kerl - ruck, zuck! - den Hals länger gemacht hat.“

Jessup wandte sich schaudernd um, setzte seinen Weg fort und dachte an jenen Jungen, der Smiths letztes Opfer gewesen war. Ballantine hatte im Hause eines Seidenwarenhändlers in Boston gelebt und war von einem Stadtpolizisten durch das Fenster gesehen worden, wie er sich über den in seinem Blut liegenden Händler gebeugt hatte. Alle Beteuerungen des Jungen, er wäre gerade erst nach Hause gekommen und hätte seinen Hauswirt erstochen vorgefunden, waren vergeblich. Die Jury verurteilte den seine Unschuld beteuernden Ballantine zum Tode.

Einen halben Tag vor der Hinricttung Ballantines fand man in Lynn, der Nachbarstadt Bostons, einen bei einer Messerstecherei auf den Tod verletzten Matrosen. Der Sterbende gestand, als ihm die letzte Absolution erteilt wurde, er hätte den Seidenhändler erstochen. Der Bote aus Lynn kam zu spät, und so hängte - der Satan musste es so gewollt haben! - Smith den unschuldigen Jungen, der noch unter dem Galgen flehentlich um Gnade gebettelt, um Aufschub gebeten und wimmernd seine Unschuld beschworen hatte.

Es mochten die Klagen der Mutter Ballantines gewesen sein, vielleicht auch die Vorwürfe der Öffentlichkeit, jedenfalls hatte Smith sein verruchtes Amt aufgegeben und war aus Boston verschwunden. In den Black Hills war er wieder aufgetaucht: ein Mann, der keinen Tropfen trank, sein Blockhaus fest verschlossen hielt, wenn er es für zwei Minuten verließ, in Gold Run nur einkaufte, kurz bevor die Stores nachts schlossen, und sich am Tage kaum blicken ließ.

Dafür ging Smith nachts um. Er suchte kaum am Tage wie andere nach Gold, sondern tat das nachts. Smith hatte einen Claim nahe der Hütte am Elk Creek erworben. Das Stück Land lag in der tiefen Schlucht des Elk Baches, und Jessup sah unwillkürlich, als er über das Hochplateau hastete, nach links, denn dort war der Claim.

In der nächsten Sekunde packte Jessup das nackte Entsetzen. Der Schnapshändler hatte gerade einen Schluck aus seiner Blechflasche genommen, die er wegen des Regens und der kalten Nacht zur Hälfte geleert hatte, als ihm der letzte Schluck in der Kehle steckenblieb.

Links von Jessup, kaum sechzig Schritt von ihm entfernt und von plötzlichem Lichtschimmer angestrahlt, tauchten zwei Schatten auf.

Der steife Wind blies über die Hochfläche und pfiff um die Felsblöcke am Rande der tiefen Schlucht. Grauer Dunst hüllte die Bäume am jenseitigen Ufer des Baches ein. Das Licht schuf einen gelblich-roten Hof, schien flackernd aus der Tiefe nach oben und zeigte Jessup die beiden Gestalten. Jessup erkannte den Henker von Boston binnen eines Wimpernzuckens. Die hagere Gestalt des Henkers, der stets nur schwarze Anzüge trug und einen Zylinder auf dem Kopf hatte, krümmte sich gerade zusammen - und sie trug keinen Zylinder. Die andere Gestalt stand aufrecht auf einem Felsblock. Sie schien über der Schlucht zu schweben und hielt irgend etwas in beiden Händen. Eingehüllt in einen dunklen, weiten Umhang, der im Wind flatterte und den Eindruck des Schwebens noch verstärkte, wich die schaurige Gestalt zurück, wobei sie kleiner und kleiner wurde.

In diesem Moment sah Jessup das straff gespannte Seil. Jene schauerliche Gestalt auf dem Felsblock krümmte sich immer mehr zusammen, so dass sie binnen weniger Augenblicke wie eine zwergenhafte Spukfigur wirkte - ja, sie schien sich zu einer Kugel zusammenzuziehen.

Gerechter Gott, hilf mir, das ist der Teufel! dachte Jessup entsetzt - der Satan hat Smith besucht!

In der gleichen Sekunde drehte sich der Henker von Boston so um dass ihm das Licht in das Gesicht schien. Jenes geheimnisvolle, schreckliche Licht tauchte das Gesicht des Henkers in einen rotgelben Schimmer, und Jessup sah aus hervorquellenden Augen, dass Smith den Strick um den Hals hatte.

Der Satan hatte sich so weit auf dem Felsblock entfernt, dass Smith ihn nicht erreichen konnte. Jetzt war die schaurige Gestalt beinahe verschwunden, nur die Hände ragten in die Höhe, während Smith gegen den Felsblock prallte, beide Hände um die Schlinge des Henkerstrickes gekrallt hatte und wie ein Rasender gegen den schrecklichen Würgezug ankämpfte.

Das alles geschah in absoluter Lautlosigkeit - und gerade das war es, was Jessup um ein Haar den Verstand raubte. Nur der Satan selbst konnte Smith besucht haben. Dort drüben holte der Teufel jetzt den Mann, der zweiunddreißig Seelen in die Hölle geschickt hatte. Der Henker musste sterben!


*


Es war Jessup, als hielte ihn eine grausige Macht an den Beinen fest. Jessups Laterne war längst erloschen. Er hatte für die Strecke von Deadwood nach Gold Run mit sechs Stunden gerechnet, war jedoch anderthalb Tage unterwegs gewesen, weil die wolkenbruchartigen Regenfälle Weg und Steg fast unbenutzbar gemacht hatten.

So verhielt Jessup wie angenagelt in der völligen Dunkelheit zwischen den wenigen Büschen und wurde ungesehener Zeuge jenes furchtbaren Geschehens, das sich hart am Rande der Schlucht über dem Claim des Henkers abspielte.

Joshua Smith, der Henker von Boston, versuchte mit verzweifelter Kraft den Strick des Satans vom Halse zu zerren. Jessup sah ganz deutlich, wie der Henker die Stiefel gegen die schroffe Kante des Felsblockes stieß, um sich gegen den schrecklichen Zug zu wehren. Es sehen und wissen, dass alles Widerstreben doch sinnlos war, war für Jessup sofort eine ganz klare Sache. Smith mochte tun, was er wollte - der Satan erwürgte ihn, wie Smith zweiunddreißig schuldige und unschuldige Menschen erwürgt hatte. Gewiss hatte Smith Riesenkräfte, doch was sollten sie gegen die Macht des Teufels ausrichten können? Immer noch beschien das grausige Licht das zu einer entsetzlichen Fratze verzerrte Gesicht des Henkers.

Jessup sah ganz deutlich, wie die Bewegungen des Henkers erlahmten. Schon zuckten die Beine nur noch schwach, schon sanken Smith die Hände herab. Unrettbar verloren, bäumte sich der Henker noch einmal mit einem grauenhaften Schwung auf. Seine hagere Gestalt erhob sich zur voller Größe, doch auch diese Bewegung, die den Strick jäh lockern sollte, führte nicht zum Erfolg. Der Satan hielt den Strick fest in den Klauen, ja er riss Smith jetzt mit einem furchtbaren Ruck gegen die schroffe Kante des Felsblockes. Smith sank plötzlich in sich zusammen, seine Arme ruderten einige Sekunden wie Windmühlenflügel herum, und Jessup hatte den Eindruck, dass dort ein schon gerupfter Truthahn noch einmal mit den federlosen Flügeln ausschlug, ehe ihm das Messer die Gurgel durchtrennte. Genauso erging es Joshua Smith. Der Henker zappelte auf grauenhafte Weise mit Armen und Beinen, bis er vollkommen reglos am Felsblock hing, das Gesicht, das in einem seltsamen blauroten Schimmer leuchtete, Jessup zugewendet. Smith streckte die Zunge weit aus dem Mund, seine Augen waren ihm aus den Höhlen getreten, und dann erscholl das entsetzliche Gelächter.

Dieses fürchterliche und durch Mark und Bein gehende irre Gelächter, das aus keiner Menschenkehle stammte, löste jene grausige Lähmung, unter der Jessup bis jetzt gestanden hatte.

Der Händler, der seinen Fusel eigenhändig brannte und ihn in den Diggercamps und kleinen Nestern der Black Hills verkaufte, stieß ein dumpfes Stöhnen der Angst aus und sah, während er zurückwich, wie der zusammengesunkene Schatten auf dem Felsblock in die Höhe fuhr. Im nächsten Moment flog die schaurige Gestalt im hohen Bogen durch die Luft. Es war kein Sprung, wie ihn ein Mensch ausführen konnte, denn er schien geradewegs in den Abgrund der Schlucht zu führen. Die Gestalt schwang sich hoch in die Luft; aus dem flatternden Umhang schien der Pferdefuß zu zucken. Dann verschwand der Unheimliche in der Tiefe, und der Körper des Henkers vollführte eine Drehung, die mit seinem Sturz über die Kante des Canyons endete.

Einen Moment sah Jessup noch, wie Smiths Beine in die Höhe fuhren, indem sich sein Oberkörper bereits über die Kante gedreht hatte. Das höllische Gelächter war verstummt - grauenhafte Stille breitete sich aus - und dann erlosch mit einem jähen Zucken jenes grässliche rotgelbe Licht.

Dort, wo eben noch der schreckliche Kampf stattgefunden hatte, herrschte wieder jene nächtliche Finsternis, die vorher ah dieser Stelle gelegen hatte. Nichts verriet mehr, dass es einen Kampf zwischen dem Satan und seinem Diener gegeben hatte.

In dieser Sekunde erinnerte sich Jessup voller Grausen der Tatsache, dass er beim Emporklimmen zum Plateau keinen Lichtschein gesehen hatte, und jäh kam ihm zu Bewusstsein, dass ihn der Satan zum Zeugen bestellt hatte. Jemand hatte sehen sollen, wie er sich seinen ehemaligen Diener, der ihm nun seit zwei Jahren keine Seele mehr lieferte, geholt hatte.

Jessup packte die nackte Furcht. Er hatte den Satan gesehen, und es war möglich, dass sich der Pferdefuß nicht mit dem Opfer zufriedengeben würde.

Vom Grausen gepackt, die Furcht im Nacken, rannte Jessup, das Maultier am Zaumzeug mitreißend, über das Plateau davon. Bis Gold Run war es keine Meile mehr. Der Wind kam Jessup entgegen, er wehte von Gold Run, das in der Senke des Elk-Creek-Bettes lag, zum Plateau und dessen Kante hoch, die der fliehende und von Angst gebeutelte Jessup aus Leibeskräften zu erreichen trachtete.

Eine halbe Minute später, keinen Blick hatte er hinter sich zu werfen gewagt, erreichte Jessup die Kante und sah mit einem unbeschreiblichen Gefühl der Erleichterung die blinkenden Lichter der Minenstadt blinken. Von hier ab führte der Höhenpfad in Windungen zum Tal hinab.

Jessup stürzte ihn hinunter, der Sicherheit jener flimmernden Nachtlichter entgegen, und nun erreichte ihn der helle Klang der großen Uhr, die Fred Gerolsheimer, der Uhrmacher von Gold Run, in einem turmartigen Aufbau auf dem Dach seines Hauses untergebracht hatte. Die Uhr von Gold Run schlug zwölf Mal, während Jessup den Lichtern entgegen stürmte.

Die Mitternacht war gekommen - und was noch schlimmer war, sollte Jessup erst in Gold Run erfahren: Die Uhr Gerolsheimers ging fünf Minuten nach.

Der Satan hatte Joshua Smith haargenau um Mitternacht geholt!


2


Die Männer sahen sich beklommen an. Es waren mehr als drei Dutzend der mutigsten Leute aus Gold Run, hartgesottene Miner aus der Golden Strike Mine, darunter Jack O’Creal, ein baumlanger irischer Vorarbeiter. Sheriff Al Garnett hielt die Laterne in die Höhe. Er leuchtete den Hintergrund des Verschlages aus, in dem sich das Waschsieb befand. Hier hatte Joshua Smith den Bachsand und das Geröll ausgewaschen und nach Gold gefischt. Links lagen die beiden Tröge, in denen das Wasser durch die Kästen strömte und alles Geröll ausschwemmte, während Gold nach unten in die Mulden fiel, falls man etwas fand.

„Ich hab’s gesehen!“ keuchte Jessup, indem er seine Blechflasche absetzte. Er hatte im Verlauf der letzten Stunde so viel getrunken, dass er nicht mehr ganz sicher auf den Beinen war und sich bereits am Trog festhalten musste. „Der Satan hat ihn mit in die Tiefe gerissen. Es war der Satan, Garnett, ich kann’s beschwören, Mann! Ich habe ganz deutlich seinen Pferdefuß gesehen!“

„Auf sechzig Schritt Entfernung?“ fragte Al Garnett, der Sheriff, mürrisch. „Jack, sieh dir das an!“

Jack O’Creal hatte wie die meisten Männer eine Laterne mitgenommen. Der ganze Haufen war zu Pferd aufgebrochen, und die Männer drängten nun neugierig in den Verschlag, der jedoch kaum zehn Mann aufnehmen konnte.

„Da liegt das gesamte Werkzeug!“ stellte Jack O’Creal fest. Er gab sich mutig, obwohl er sich fürchtete. Er war Ire und folglich zutiefst abergläubisch. Spuk und Geister gab es überall, aber nun war die Mitternachtsstunde vorbei, viel konnte nicht mehr passieren. „Er muss hier gearbeitet haben, Al!“

„Ohne Licht?“ brummte der Sheriff missmutig. Er kletterte nach dem Verlassen des Bretterverschlages über ein paar herumliegende Kanthölzer und sah sich suchend um. „Hat jemand eine Laterne gesehen? Helft mir mal suchen, Leute!“

Jack Thorp, ein kaltblütiger Mann, der nur mitgekommen war, weil sein Partner, mit dem er Minengeld transportierte, unbedingt zum Claim des Henkers gewollt hatte, grinste breit, als alles losrannte, um nach der Lampe des Henkers zu suchen.

„Na, Burt“, sagte Thorp grinsend, „nicht mitsuchen, mein Freund? Burt, es hat in der letzten Stunde zweimal einen Regenguss gegeben - hier sieht kein Mensch eine Spur. Wir hätten zur Hütte reiten sollen.

Ich sage dir, der Henker liegt in seinem Bett und horcht an der Matratze, während dreißig Narren nach ihm suchen!“

Burt Logan, sein Partner, nickte. „He, Sheriff!“ schrie er. „Lass uns zur Teufelshütte reiten und den verdammten Henker aus dem Schlaf trommeln, hier ist doch keine Laterne, Mann! Ich sage euch, der Kerl ist zu Hause! Er wird sein Werkzeug mal vergessen haben - oder er war zu faul, sich mit dem schweren Zeug abzuschleppen! “

„Da kennst du den Henker schlecht“, antwortete Garnett kopfschüttelnd. „Der Bursche vergißt kein Werkzeug - ich habe seinen Geiz kennengelernt, als er im Store einkaufte. Er hätte es nie zurückgelassen, weil er Angst vor Dieben gehabt hätte. Nein, Burt, hier stimmt etwas nicht!“

„Der glaubt mir nicht, der verdammte Narr!“ gurgelte Jessup, ehe er den letzten Schluck herunterwürgte. „Burt Logan, so wahr ich hier stehe, ich habe den Henker mit dem Pferdefüßigen kämpfen sehen. Er hat ihn in den Bach geworfen! Da ist er davon getrieben!“

„Ich denke, er ist mit dem Satan davongeflogen?“ erkundigte sich Jack Thorp grinsend. „Lee, die wievielte Flaschenfüllung deines Gehirnlähmungsfusels hast du heute in dich geschüttet? Mann, wie besoffen

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: eBook Verlag Der Greifen
Bildmaterialien: vss-verlag
Lektorat/Korrektorat: Hermann Schladt
Tag der Veröffentlichung: 12.08.2015
ISBN: 978-3-7396-0941-6

Alle Rechte vorbehalten

Nächste Seite
Seite 1 /