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Das Fohlen an der falschen Milchbar

Früher lebten Kühe und Pferde oftmals auf der selben Weide. So geschah es nun eines Tages, dass ein eben erst geborenes Fohlen von seiner Mutter weg watschelte und in die Nähe einer Kuh kam. Eiligst folgte ihm natürlich die Mutter und sah bereits, dass ihr kleines Baby am Euter der Kuhdame nuckelte. „Entschuldigen Sie bitte, Frau Kuh! Mein Baby hat sich verlaufen.“ Die Kuh antwortete: „Das macht doch gar nichts. - Übrigens saugt ihr Kälbchen viel sanfter an meinen Zitzen, als die Melkmaschine des Bauern.“ Die Stute rief also ihr Fohlen zu sich: „Schätzchen, komm zu deiner Mami - bei mir kriegst du die richtige Milch.“ Sofort erkannte das Fohlen die Stimme seiner Mutter und wandte sich der richtigen Milchbar zu.

Es passiert allerdings sehr selten, dass Tiere ihre Mutter verfehlen und an falschen Zitzen andocken. Manchmal ist es so, dass Waisenkinder von fremden Müttern derselben Tierart aufgezogen werden. Jedenfalls schmeckte die Milch der Stute dem Fohlen viel besser, als die Kuhmilch. Jedes Tier hat nämlich seine ganz besonders Art typische Milch. Die Milch unterscheidet sich im Fett-, Vitamin- und Proteingehalt. Das ist natürlich auch nötig, weil jedes Jungtier seine Bedürfnisse hat. Das sieht man ganz klar an Seehunden, deren Jungtiere fetthaltige Milch brauchen, um im Winter nicht zu erfrieren. Rentiere brauchen

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: Roland Jalowietzki
Bildmaterialien: Roland Jalowietzki
Tag der Veröffentlichung: 13.05.2017
ISBN: 978-3-7438-1528-5

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