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Einleitung

ELVEA VERLAG

 

 

Impressum

 

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Veröffentlicht im Elvea Verlag Chemnitz, 2015

Alle Rechte vorbehalten.

Das Werk darf

– auch teilweise –

nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

 

Zeichnungen: Sarah Engelhardt

 

 

 

 

 

Der Autor Michael Maria Kruegel

 

 

 

 

Michael Maria Kruegel (eigentlich Michael Kruegel), Jahrgang 1964, studierte nach dem Abitur ab 1985 Altertums- und Museumswissenschaften. Anfang der Neunzigerjahre zog er nach Berlin und studierte Medizin/Sektion Naturheilverfahren. Nach beinahe zwanzig Jahren aufopferungsvoller Praxistätigkeit mit über 2000 Patienten in einem Ärztehaus in Berlin-Mitte,

entschloss er sich von seiner Praxis und den Patienten zu verabschieden, um sich künftig seiner Muse, dem Schreiben von poetischen Gedichten und Balladen sowie dem Verfassen von Romanen, zu widmen. Jetzt  erscheint sein erster Prosaband im Elvea-Verlag in Chemnitz.

 

Maria Kruegel war der Mädchenname seiner Mutter, in deren Andenken für all das, was sie in ihrem Leben für ihn getan hat, ihr damit zu danken, dass er ihren Mädchennamen als Künstler- bzw. Autorenname wählte, da sie bei ihm als Bibliothekarin zunächst die Freude an Büchern und den Spaß am Leben klug gefördert hat und späterhin seine ersten literarischen eigenen Anfänge mit ihrem fachlichen Wissen unterstützte.

 

 

 

 

 

Der neue Stern

 

Der neue Stern

 

 

von

 

Michael Maria Kruegel

 

 

Lyrik

 

  

 

 

 

 

 

 

 

ELVEA VERLAG

 

 

Für ...

 

Für meine Söhne Robert,

Felix und Vincent

 

 

Der neue Stern ...

Der neue Stern 

 

 

Formularbeginn

Formularende

Nur ein Hauch von zartrosa              umwehte ihren zitternden Leib,

da sie sich ihm hingab,

dem geliebten Manne zum Weib.

 

Er flüsterte ihr zärtlich

magische Worte ins Ohr,

einteilten träumerisch zusammen

hinan vor des Himmels Tor.

 

Lagen engumschlungen beieinander

in schwelgend göttlicher Leidenschaft, als sie sich ihm öffnete,

um zu verspüren seiner Liebe Kraft.

 

Sanft ließen sie sich durch das All treiben,

hinweg zu einem neuen Stern,

ganz tief ineinander verschmolzen,

sie war seine Hülle, er war ihr Kern.

So nahm sie ihn innig auf

in ihres heißen Leibes Schoß

und ließ ihn von da an

auf nimmermehr los.

 

 

Die Ballade von dem wundersamen Knaben

 

 

„Einst lag in der Stadt Aachen

ein kleines Büblein in der Wiege,

es war die Leibesfrucht entsprungen einer noch zartjungen Liebe.

 

Aber bereits nach einem Jahr

hörten die Eltern erschrocken,

wie konnte dies sein?

Vernahmen sie doch aus der Wiege heraus, stammelnde Worte

in Altgriechisch, Deutsch und Latein.

 

Keine fünf Jahre gingen ins Land,

da konnte der Bub rechnen, schreiben und malen, zwei Professoren kamen ins Haus und waren sich einig,

dies Kind gehört zu den Genialen.

Sie ließen die Eltern wissen, der kommt sehr bald zu uns an die Universität,

am besten recht früh, auf keinen Fall zu spät.

 

 

Auch die Oberen der Kirche begutachteten das wundersame Kind

und drängten darauf, dass sich

die gesamte Familie an den Orden bind.

 

Doch allein der Knabe entschied anders und rief laut ein Nein! Denn das

was in mir ist, gehört auch nur mir allein.

 

Mit zwölf Jahren zeichnete er Fluggeräte oder gar seltsame Wesen

und konnte fließend zehn Sprachen schreiben, sprechen und lesen.

 

Im Jahr darauf baute er mit seinem Vater aus Holzleisten und festem Tuch,

die erste Apparatur zum Fliegen, exakt nach den Skizzen aus seinem Buch.

 

 

Im Frühjahr und Sommer 1642 bemalte er im Dom große Altäre und mythische Fresken,

an den Wänden entlang schlungen sich stilvolle Ornamente und geschwungene Arabesken.

 

Der Erzbischof und andere Priester schauten sehr häufig sprachlos zu,

wie der Junge arbeitete, Tag für Tag ohne Ruh.

Ein weiteres Jahr später war das Werk vollbracht und die Menschen kamen nach Aachen bei Tag und bei Nacht.

 

Denn noch nie hatte ein Mensch gesehen, derartige Bilder je zuvor,

auf den Altären, an der Decke und das was sich zeigte an den Säulen empor.

 

Und so wie die Kirchenherren staunten die Menschen über des Bub´s Malerei,

drängten sich vor dem Eingangstor und im Inneren des Doms und raunten, das ist Zauberei.

 

Denn was sie da sahen, konnte kaum einer von ihnen begreifen,

jedoch in dem Knaben begannen bald neue Gedanken zu reifen.

 

An einem warmen Sommertag ließ er auf dem Marktplatz verkünden,

in einer Woche sollten alle Bettler und Kranken kommen, zum Ablass ihrer Sünden.

 

 

Am besagten Tag strömten sie in Scharen auf den Platz und saßen alle an einem langen Tisch,

da erhob der Knabe die Arme zum Himmel, und alles war sogleich reichlich gedeckt mit Wein, Brot, Fleisch und Fisch.

 

Einige von den Armen waren blind oder hatten Krücken und konnten kaum Gehen, hinter diese stellte sich der Knabe, legte auf seine Hände, und sie konnten danach wieder Laufen und Sehen.

 

Wiederum andere heilte er von Typhus, Krätze und der Beulenpest,

mit Tinkturen und Salben, oder er hielt sie leise sprechend an sich gedrückt ganz fest.

 

Das war eine seltsame Feier, welche es noch nie vorher gab in dieser Stadt,

ein Jüngling gab allen Speis und Trank; der Erzbischof dachte, was er nur davon hat?

 

 

Denn waren geleert Glas, Becher und Teller, hob der Junge die Arme,

flüsterte einige Sätze, und der Tisch deckte sich danach noch schneller.

 

Im Spätsommer sollten alle Bürger der Stadt hinauskommen an den See,

denn sie würden darüber staunen, was dann wohl dort gescheh.

 

Er möchte ihnen zeigen, wie einer kann über das Wasser gehen,

daher sollten sie ruhig kommen, um dieses Wunder zu sehen.

 

Schon sehr frühzeitig fanden sich viele Schaulustige ein

und fragten sich, wie mag das wohl gehen, was nicht kann sein?

 

Dass ein Mensch übers Wasser läuft, ganz einfach so,

Erwachsene und Kinder standen rings um den See, erwartungsfroh.

 

Dann ging ein Raunen durch die Menge, die sich schnell teilte,

in dem Augenblick, als der Junge aus der Stadt herbeieilte.

Lief durch das Gras, durch das Spalier und über den See geschwind,

ja, er ging über das Wasser, wie vorher nur Jesus und der singende Wind.

 

Doch am anderen Ufer warteten bereits die Schergen des Kardinals,

nahmen ihn fest, um ihn zu bringen vor ein kirchliches Tribunal.

 

Die Soldaten führten ihn gefesselt fort und warfen ihn ins städtische Verlies,

dort lag er in Ketten: Bund mit dem Teufel, die Anklage hieß.

 

Eines Abends kam der Erzbischof mit einer Fackel persönlich herab zu ihm,

um ihn zu befragen: Von was bist du besessen, sprich, von welchem

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG Sonnenstraße 23 80331 München Deutschland

Copyright Texte: Michael Maria Kruegel&Elvea Verlag
Tag der Veröffentlichung: 24.03.2016
ISBN: 978-3-7396-4519-3

Alle Rechte vorbehalten

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