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Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel

2. Kapitel

3. Kapitel

4. Kapitel

5. Kapitel

6. Kapitel

7. Kapitel

8. Kapitel

9. Kapitel

10. Kapitel

11. Kapitel

12. Kapitel

13. Kapitel

14. Kapitel

15. Kapitel

16. Kapitel

17. Kapitel

18. Kapitel

19. Kapitel

20. Kapitel

21. Kapitel

22. Kapitel

23. Kapitel

24. Kapitel

25. Kapitel

26. Kapitel

27. Kapitel

Leseprobe: American Mafia – Miami Lust

 

 

Deutsche Erstausgabe Januar 2020

Copyright © Grace C. Stone

Umschlaggestaltung: Grace C. Stone

Korrektorat: Conny Egger, Angelique Wahl-Verzay, Bianca Koss

 

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verwertung, auch auszugsweise, ist nur mit schriftlicher Zustimmung der Autorin zulässig.

Personen und Handlungen sind frei erfunden, etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Menschen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

 

 

Grace C. Stone

c/o S. Gräbener

Torstraße 11

37139 Adelebsen

 

E-Mail: grace.c.stone@gmail.com

Homepage: www.gracecstone.com

Facebook: www.facebook.com/author.grace.c.stone/

Instagram: www.instagram.com/grace.c.stone

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

an dieser Stelle bekommt ihr einen wertvollen Tipp von mir:

In diesem Buch geht es heiß zur Sache. Der Sex ist nicht immer einvernehmlich und hat wenig mit Bienchen und Blümchen zu tun. Es wird sicherlich auch mal blutig, denn wer sich in die Welt der American Mafia begibt, begibt sich in einen rechtsfreien Raum. Das Gute daran ist, es handelt sich nicht um real existierende Personen, letztendlich kann ich sie soviel quälen, wie ich will, und niemand kommt zu Schaden.

Wenn Euch das widerstrebt und mit Euren moralischen Vorstellungen nicht zu vereinbaren ist, habe ich da natürlich vollstes Verständnis dafür. Allerdings solltet ihr dann dieses Buch weglegen.

Ganz im Ernst, schaltet es jetzt aus oder klappt es zu und legt es zur Seite, denn ihr werdet keinen Spaß daran haben. Macht Euch einen schönen Abend mit Euren Lieben und lasst Euch nicht von fiktiver Gewalt den Abend verderben.

Für alle anderen: Ich wünsche Euch ganz viel Spaß und lustvolle Stunden.

 

Eure Grace

 

1. Kapitel

Das kleine Waisenhaus mit dem schönen Namen New Hope hatte wahrlich keinen guten Ruf. Jeder, mit dem ich darüber gesprochen hatte, riet mir davon ab, die mir angebotene Stelle, anzunehmen. Die Kinder blieben nie lange dort, es war eigentlich nur ein besseres Durchgangslager auf dem Weg zu den Pflegefamilien. Um so wichtiger war es, hier für die Waisen da zu sein und sie aufzufangen.

Der Betreiber Derek Hayes war ein Mann Mitte fünfzig, der besser in eine Bank oder in den Senat gepasst hätte, als in ein Kinderheim, doch er war beim Bewerbungsgespräch sehr freundlich zu mir gewesen. Gut, seine Blicke waren stellenweise ein wenig unprofessionell, aber daran gewöhnte man sich schnell, wenn man als früheres Showgirl die Branche wechselte. Mir war durchaus bewusst, wie ich aussah, immerhin hatte ich damit mein Studium finanziert. Allein das blonde lange Haar, welches ich nicht ein einziges Mal in meinem Leben gefärbt hatte, zog bereits die Blicke der Männer an. Daher nahm ich es ihm nicht übel.

Es gab im Haus Platz für höchstens zehn Kinder, was bedeutete, man konnte den Alltag locker zu zweit bewältigen. Derzeit musste Carol Green, die Hausmutter, dies allein machen, was natürlich zu Lasten der Kinder ging. Das war auch der Hauptgrund, warum ich einfach nicht ablehnen konnte.

Der erste Monat verging wie im Flug. Wenn ich nicht gerade frei hatte, lebte ich mit im Haus. Neben Carol gab es noch Cindy, die sich ebenfalls um die Kleinen kümmerte. Wir gingen uns jedoch so gut wie möglich aus dem Weg, da die Chemie zwischen uns so gar nicht passte. Während die Kinder mich bereits nach wenigen Stunden in ihre Herzen geschlossen hatten, fürchteten sie sich vor Cindy. Sie war furchtbar streng und schrie ständig herum.

Zusätzlich zu uns Frauen gab es eine Köchin und drei Wachmänner, die sich regelmäßig ablösten.

Schon in den wenigen Wochen hier hatte ich gut ein Dutzend Kinder kommen und gehen sehen, wobei ich immer öfter den Eindruck hatte, als würden manche von ihnen einfach über Nacht verschwinden. Doch jedes Mal, wenn ich Carol verwundert darauf ansprach, erklärte sie mir, ich solle mich um meine Sachen kümmern, ich hätte keine Ahnung, wie der Ablauf hier sei.

Je länger ich hier war, desto mehr nagte dieses unbestimmte Gefühl an mir, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging.

Eines Nachts wurde ich von Gepolter auf dem Flur geweckt und aus Sorge um die Kinder ging ich sofort hinaus, um nachzusehen. Das Bild, welches sich mir dann bot, verursachte mir Übelkeit. Drei Typen, die mir verdächtig nach Gangstern aussahen, standen mit Mr. Hayes auf dem Flur, was bis hierher nicht dramatisch gewesen wäre, wenn einer von ihnen nicht ein kleines schlafendes Mädchen auf dem Arm gehabt hätte. Lilian war gerade erst bei uns angekommen, nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren. Sie war ein wunderschönes achtjähriges Mädchen, dass mich extrem an eine Porzellanpuppe erinnerte.

»Was wird das hier, wenn es fertig ist?«, mischte ich mich in die Szenerie ein.

»Evelyn, geh zurück ins Bett und vergiss, was du gerade gesehen hast«, bemerkte Mr. Hayes von oben herab und endlich fielen die fehlenden Puzzleteile an ihre Stellen.

»Das werde ich ganz sicher nicht. Sie verkaufen diese Kinder, nicht wahr? Ich wusste, hier stimmt etwas nicht, doch das habe ich wirklich nicht von ihnen erwartet«, bemerkte ich, betätigte aber zeitgleich die Schnellwahltaste an meiner Smartwatch, die ich immer trug.

Mein Bruder arbeitete fürs FBI und sein Spezialgebiet war Menschenhandel. Dank ihm wusste ich viel zu viel über dieses Thema und mir war klar, dass ich aus der Sache hier nicht heil rauskommen konnte. Ich musste also darauf vertrauen, dass er begreifen würde, was hier vor sich ging und nach mir suchen würde.

»Blondie, tu, was dein Boss dir sagt und vergiss, was du hier gesehen hast«, grummelte einer der Gorillas.

»Sie wollen also, dass ich einfach dabei zusehe, wie Sie ein kleines, unschuldiges Mädchen verschleppen, und Gott weiß was mit ihr anstellen? Das glauben Sie doch selbst nicht.«

Keine Ahnung, wo ich den Mut hernahm. Möglicherweise war es das Wissen, dass Noah das Gespräch angenommen hatte und mich hören konnte.

»Du wärst nicht die erste neugierige Erzieherin, die wir kalt machen müssen, überleg dir also lieber gut, was du als Nächstes tust«, knurrte der, den ich insgeheim für den Boss dieser Idioten hielt. Er hatte dunkles Haar, und im Verhältnis dazu extrem helle Augen. Außerdem war er unheimlich gut gebaut und strahlte eine natürliche Dominanz aus, die den beiden anderen Trotteln fehlte. Der dunkle Bart verlieh ihm etwas Verwegenes, das mich in einer anderen Situation sicher hätte schwach werden lassen. Dummerweise war er im Augenblick der Feind, also warf ich ihm nur einen abschätzigen Blick zu.

»Dann sollten wir herausfinden, was die Cops zu eurer kleinen Nacht- und Nebelaktion hier sagen«, rief ich, drehte mich auf dem Absatz um und rannte los.

2. Kapitel

Die Kleine hatte Mut, das musste ich ihr lassen, aber eigentlich hätte ihr klar sein müssen, dass sie keine Chance gegen uns hatte. Paxton würde sie ohne mit der Wimper zu zucken, erschießen.

»Ich mach die kleine Schlampe kalt«, knurrte er bereits, als ich ihn mit einer simplen Geste zurückhielt.

»Das wirst du nicht. Ich will sie für mich«, mischte ich mich schnell ein und erntete ein breites Grinsen von den beiden Hohlköpfen, die der Boss mir mitgeschickt hatte, damit sie ein Auge auf mich hatten. De´Silva traute mir nach wie vor nicht. Vermutlich weil ich zu wenig Interesse an den Sklavinnen zeigte, die er bei den Partys zum allgemeinen Vergnügen aufmarschieren ließ. Da kam mir die hübsche Erzieherin gerade recht. Wenn ich es jetzt richtig anstellte, konnte ich zum einen ihr Leben retten und mich gleichzeitig von der ewigen Bewachung befreien.

»Dann hol sie dir. Das bedeutet aber auch, du wirst schön dafür sorgen, dass die Kleine die Füße stillhält«, bemerkte Grayson.

»Keine Sorge, das bekomme ich hin«, sagte ich noch, bevor ich mich an die Verfolgung machte. Es war klar, dass sie uns von den Kindern fortlocken wollte, daher nahm ich den direkten Weg nach draußen, wo sie gerade über den Rasen huschte und dabei mit jemandem zu sprechen schien.

Sie trug nur eine kurze Pyjamahose und ein hautenges Top, es war unmöglich, dass sie darin irgendwo ein Telefon versteckt hatte. Zumindest hoffte ich das stark, denn das Auftauchen der Bullen würde alles nur noch schlimmer machen.

Gabriel De`Silva verschenkte sein Vertrauen nicht leichtfertig. Man musste es sich verdienen, in den inneren Kreis vorzudringen. Greg und die anderen verließen sich auf mich. Unser Ziel war es, die Hintermänner zu erwischen. Der Kinderhandel in den Staaten musste endlich ein Ende haben. Sollte das hübsche Püppchen mir die Arbeit der vergangenen Monate heute Nacht kaputtmachen, würde sie das bitter bereuen.

Ich hatte einen Kontaktmann beim FBI. Noah Moore und ich kannten uns schon, seit er ein kleiner Streifenpolizist hier in Vegas gewesen war. Wir vertrauten einander. Ich hatte ihm die Karriereleiter hinaufgeholfen, dafür hatte er meine Geschäfte großzügig ignoriert. Aber auch ihm dürfte es schwerfallen, diese Sache zu vertuschen, wenn die Cops erst informiert worden waren.

Leise pirschte ich mich an die Kleine heran. Sie telefonierte tatsächlich. Das Miststück trug eine Smartwatch am Handgelenk.

»Wie zur Hölle hast du es fertiggebracht, dich in so eine Situation hineinzumanövrieren? Wenn ich dich in die Finger kriege, leg ich dich übers Knie, Schwesterchen«, hörte ich da eine vertraute Stimme.

»Keine Sorge, Noah, das übernehme ich für dich«, mischte ich mich ein. Zeitgleich legte ich der hübschen Erzieherin einen Arm um die Mitte und die freie Hand über den Mund.

»Adam? Was tust du dort? Ist das der Job, von dem du mir erzählt hast?«, erklang die Stimme meines Freundes aus dem kleinen Gerät an ihrem Handgelenk.

»Genau der. Halt bitte die Füße still. Ich nehme deine kleine Schwester mit zu mir. Solange sie brav mitspielt, wird ihr nichts passieren.«

»Okay«, murrte er. »Melde dich, wenn du Näheres weißt, und pass gut auf Evelyn auf. Lyn, Adam ist ein Freund, tu einfach, was er sagt.«

Ich gab ihren Mund frei, damit sie antworten konnte.

»Der Kerl ist ein Verbrecher«, zischte sie und wand sich in meinem festen Griff. Das Seufzen ihres Bruders entlockte mir ein Grinsen. Er hatte mir von ihr erzählt. Die Kleine trieb ihn seit Jahren in den Wahnsinn. Er hatte sie mehr oder weniger großgezogen, nachdem seine Eltern erschossen worden waren. Sie hatte bei der Großmutter gelebt, aber die alte Dame war mit dem Wildfang in meinen Armen überfordert gewesen, weshalb Adam eingegriffen hatte.

»Lyn, tu was er sagt!« Mit diesen Worten beendete er das Gespräch und seine Schwester warf mir über ihre Schulter einen wütenden Blick zu.

»Dann sag mal was«, forderte sie provozierend und ich lachte.

»Wir werden definitiv eine Menge Spaß miteinander haben«, bemerkte ich. »Zieh die Uhr aus, damit die Hohlköpfe nicht dahinterkommen, dass du mit jemandem gesprochen hast, und dann solltest du stillhalten, ich will dir nicht wehtun.«

Sie hatte die Uhr bereits in der Hand, als ich die Spritze mit dem Betäubungsmittel aus der Tasche zog. Als sie begriff, was ich vorhatte, begann sie umgehend, sich wieder zu wehren, doch da war es schon zu spät.

3. Kapitel

Ich wachte mit Kopfschmerzen und einem pelzigen Gefühl im Mund auf. Es dauerte einen Augenblick, bis die Erinnerung zurückkam, doch dann setzte ich mich blitzschnell auf und sah mich um. Ich befand mich in einem Bett in einem dunklen Raum.

»Immer mit der Ruhe, Evelyn, sonst wird dir nur schwindelig«, erklang da die Stimme meines Entführers, der mir eindeutig zu nah war, weshalb ich recht überstürzt aus dem Bett flüchtete.

Seufzend schaltete er das Licht an und musterte mich erschöpft. »Bitte, können wir den hysterischen Anfall auf morgen vertagen? Ich hatte einen langen, anstrengenden Tag und brauche dringend etwas Schlaf. Komm bitte einfach zurück ins Bett.«

Er klang wirklich müde, doch alles in mir sträubte sich dagegen, zu diesem Verbrecher ins Bett zu steigen.

»Was habt ihr mit dem Mädchen gemacht?«

Genervt setzte er sich auf und strich sich mit den Händen über das Gesicht. »Sie ist in einem hübschen Zwischenlager bei den anderen. In knapp einer Woche steht die große Versteigerung an, bis dahin sind alle in Sicherheit. Keiner der Männer wird es wagen, die Ware anzufassen. Das käme einem Selbstmord gleich, also bitte komm jetzt her.«

»Was für eine Versteigerung?«, hakte ich nach und blieb, wo ich war.

»Dein Bruder hat mich ja gewarnt, dass du eine Nervensäge bist, aber ich bin nicht er, ich habe keinerlei Skrupel dir

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Tag der Veröffentlichung: 18.09.2022
ISBN: 978-3-7554-2071-2

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