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Es war ein warmer Tag im August. Jenny hatte sich frei genommen, um sich ein verlängertes Wochenende zumachen. Sie wollte das schöne Wetter ausnutzen. Nach dem Frühstück packte sich Jenny einen Picknickkorb zusammen. Sie wollte mit dem Fahrrad eine Tour machen. An einem schönen Ort, der ihr gefiel, wollte sie picknicken. Jenny lebte schon seit ein paar Jahren alleine. Sie hatte sich von ihrem Mann getrennt.
Seit der Scheidung blühte Jenny förmlich auf. Sie unternahm viel mit ihren Freunden. Wenn es zeitlich passte machte sie ein paar Mal im Jahr Urlaub. Das einzige was ihr jetzt noch zum perfekten Glück fehlte war halt der richtige Partner. Nur der war schwer zu finden. Der Picknickkorb war gepackt. Es ging los aufs Fahrrad. Ab in die Natur. Jenny liebte es mit dem Rad durch die Natur zu fahren. Sie konnte dabei herrlich abschalten. Unterwegs entdeckte sie einen See. An diesem See machte Jenny halt. Sie suchte sich einen schönen sonnigen Platz. Dort breitete sie ihre Decke aus. Aus dem Picknickkorb holte sie die Sonnencreme. Nachdem sie sich eingecremt hatte legte sie sich auf die Decke. Die Sonne wärmte ihren Körper. Jenny döste ein.
Aus der Ferne vernahm Jenny ein Gebell und jaulen. Es war das Bellen eines Hundes. Sie nahm es dumpf war. Sie dachte, sie träumte. Dann war das Bellen lauter. Sie ignorierte es schlief wieder ein. Jenny wurde erst wieder wach, als sie eine Zunge in ihrem Gesicht spürte. Sie öffnete die Augen. Sie erschrak ein wenig. Jenny traute ihren Augen nicht. Da schleckte ein Hund ihr Gesicht ab. Jenny setzte sich auf streichelte den Hund. Der Hund freute sich so sehr, dass er sie erneut abschleckte. Sie konnte den Hund von seinem Vorhaben kaum abhalten. Da fiel ihr ein, dass sie noch ein Würstchen in ihrem Picknickkorb hatte. Jenny holte dieses aus dem Korb gab sie dem Hund. Der fraß diese mit Begeisterung. Jenny erhob sich von der Decke. Sie schaute sich um, ob sie nicht den Besitzer des Hundes entdeckte. Sie rief sogar. Der einzige der antwortete war der Hund mit seinem bellen. Es war ein Golden Retriever. Jenny beugte sich zu dem Hund herunter, schaute nach ob irgendetwas auf dem Halsband stand. Sie suchte einen Anhaltspunkt vom Besitzer. Fehlanzeige! Sie streichelte den Hund sagte zu ihm:“Du bist ja ein hübsches Hundchen. Wo hast du denn dein Herrchen gelassen? Bist du ihm etwa ausgebuchst? Mensch Kleiner was mache ich mit dir? Ich kann dich doch nicht hier lassen? Es wird bald dunkel. Nichts von deinem Herrchen oder Frauchen zu sehen. Weißt du was Keiner; ich nehme dich erst mal zu mir. Morgen gehe ich dann mit dir zum Tierarzt. Vielleicht kann der uns helfen dein Herrchen zu finden. Wir finden schon dein Herrchen oder Frauchen.“ Jenny packte den Picknickkorb zusammen. Den Korb sowie die Decke verstaute sie im Fahrradkorb. Der Hund wedelte mit dem Schwanz hin und her. Er war aufgeregt. Jenny brauchte den Hund nicht einmal zu rufen. Er kam freiwillig mit. Jenny schob das Fahrrad nach Hause. Im Schlepptau hatte sie einen neuen Freund, den Hund. Auf dem Weg nach Hause schaute sie sich immer wieder um, ob da nicht das Herrchen irgendwo zu sehen war.
Zu Hause angekommen überlegte Jenny wohin mit dem Hund. Wo sollte er schlafen? Doch der hatte bereits einen Schlafplatz gefunden. Der Hund machte sich es in Jennys Bett bequem. Er schlief bereits als Jenny ins Schlafzimmer kam. Der Hund war erschöpft. Jenny ging ins Bad um zu duschen. Danach machte Jenny sich in der Küche eine Kleinigkeit zu essen. Mit dem Essen ging sie in das Wohnzimmer machte es sich auf dem Sofa bequem. Kaum das sie saß, gesellte sich der Hund zu ihr. Der wurde von dem köstlichen Duft des Essens wach. Er fühlte sich sehr wohl in ihrer Gegenwart. Jenny teilte das Essen mit dem Hund. Danach legte sich der Hund auf den Boden. Das Essen was er mit Jenny teilte ermüdete ihn. Jenny brachte den leeren Teller zurück in die Küche. Mit einem Glas Rotwein saß sie am Computer schaute nach welcher Tierarzt in der Nähe seine Praxis hatte, damit der Hund wieder zu seinem Herrchen kam. Das Herrchen machte sich bestimmt schon Sorgen.
Sie fand einen. Es war Dr. Harms. Sie schrieb die Adresse auf. Leicht erschöpft von der ganzen Aufregung begab sich Jenny ins Bett. Der Hund folgte ihr gesellte sich zu ihr ins Bett.
Am nächsten Morgen weckte der Hund Jenny mit einem feuchten Hundekuss. Schlaftrunkend stand sie auf brachte den Hund in den Garten, damit er dort sein Geschäft erledigten konnte. Während der Hund sein Geschäft erledigte kochte Jenny sich einen Kaffee. Sie überlegte was gebe ich dem Hund zu fressen. Jenny schaute in den Kühlschrank was man dem Hund so anbieten konnte. Sie fand noch ein Paket Würstchen. Sie schnitt diese klein legte sie auf einen Teller stellte diesen zu Boden. Sie machte sich ein Toast zum Frühstück. Kaum das der Teller mit den Würstchen auf den Boden stand kam der Hund aus dem Garten. Er stürzte sich hungrig auf die Würstchen. Es schien ihm zu schmecken, denn er schmatzte. Nachdem auch das letzte Stück Würstchen verputzt war schlich er um Jennys Beine. Jenny beugte sich zu ihm herunter streichelte ihn. Der Hund freute sich. Jenny machte sich so ihre Gedanken, wem der Hund wohl gehörte. Warum er weggelaufen war. Sie hatte den Hund liebgewonnen.
Nach dem Frühstück ging Jenny ins Bad, um sich fertig zu machen. Der Hund ruhte in Jennys Bett. Frisch gestylt kam sie aus dem Bad zurück. Sie rief den Hund zu sich. Der gehorchte aufs Wort. Jenny nahm ihre Tasche sowie die Adresse vom Tierarzt. Sie schloss das Haus ab. Ab ging es zum Tierarzt Dr. Harms. Der Hund stieg freiwillig ins Auto. Jenny brauchte nichts Großartiges dazu sagen. Anscheinend mochte der Hund gern Autofahren.
Beim Tierarzt angekommen warteten beide gespannt im Wartezimmer. Der Hund wirkte nervös und ängstlich. Jenny beruhigte ihn, indem sie ihn streichelte. Das Wartezimmer war voll. Sie mussten einige Zeit warten. Im Sprechzimmer war der Hund sehr unruhig. Der Arzt beruhigte ihn ebenfalls mit Streicheleinheiten. Jenny schilderte dem Tierarzt Dr. Harms was ihr passiert war. Er lobte sie, dass sie den Hund mit nach Hause genommen hatte. Dann holte er das Chipgerät. Damit konnte man feststellen, ob der Hund geschippt war. Anhand der Chipnummer stellte man fest, wer die Besitzer des Hundes waren. Dafür gab es eine Organisation, die sich Tasso e.V. nannte, wo alle Tiere, die geschippt waren registriert und gespeichert wurden. So hatte man die Möglichkeit, Tiere, die entlaufen waren wieder an die rechtmäßigen Besitzer zu bringen. Wir hatten Glück. Der Hund war geschippt. Der Tierarzt Dr. Harms griff zum Telefon. Am anderen Ende war eine freundliche Dame am Telefon. Sie bat Herrn Harms um einen Moment Geduld. Sie musste in ihren Computer schauen, ob die Nummer registriert war. Ein paar Minuten später gab die nette Dame am Telefon Dr. Harms die Adresse von dem richtigen Besitzer. Der Tierarzt bedankte sich bei ihr für die Mühe. Danach beendete er das Gespräch. Jenny hatte in der Zwischenzeit versucht den Hund zu beruhigen. Dr. Harms kam mit einem strahlenden Lächeln auf Jenny zu teilte ihr mit:“Gute Neuigkeiten Frau Krämer. Der Hund ist registriert. Er hört auf den Namen Benny. Der Besitzer von Benny ist ein Herr Roland Mistel. Der gute Herr Mistel wohnt in der Gartenstraße 15.“ Dr. Harms erzählte Jenny, dass Herr Mistel Benny bereits als vermisst gemeldet hatte. Freudig gab Dr. Harms Jenny die Adresse. Sie bedankte sich dafür sehr herzlich. Benny und Jenny verließen die Tierarztpraxis.
Bei dem Gedanken Benny den rechtmäßigen Besitzern zu übergeben wurde ihr wehmütig. Jenny hatte den Hund in ihr Herz geschlossen.
Sie beschloss auf den Heimweg zu den wahren Besitzern den Mistel zu fahren. Nach zirka zwanzig Minuten erreichte Jenny die Gartenstraße 15. Vor ihr stand ein Ein-Familienhaus. Der Garten war sehr gepflegt. Benny wurde im Auto sehr unruhig. Er schien die Gegend zu kennen. Kaum hatte Jenny die Autotür geöffnet sprang Benny aus dem Auto. Er lief schnurstracks Richtung Garten von dem Haus, wo die Familie Mistel wohnte. Benny bellte. Die Haustür öffnete sich. Ein Mann trat vor die Tür. Das musste Herr Mistel sein. Der Mann war schon ein wenig älter. Das war eine Wiedersehensfreude. Benny sprang Herrn Mistel an leckte ihn dabei übers ganze Gesicht. Herr Mistel bemerkte gar nicht, dass Jenny mittlerweile zu den Beiden rüber kam.
Nachdem sich beide dann wieder beruhigt hatten bemerkte er Jenny. Mit freudiger Stimme frage er:“Guten Tag junge Frau. Haben sie etwa meinen Benny gefunden? Sie müssen wissen, er ist mir das liebste was ich habe. Er ist das erste Mal abgehauen. Benny ist einem Hasen hinterher. Da konnte ich ihn nicht mehr halten. Aber kommen sie doch rein in die gute Stube junge Frau. Ich koche uns eine gute Tasse Tee.“ Herr Mistel war sehr aufgeregt. Man sah ihm seine Wiedersehensfreude an. Seine Augen waren gefüllt mit Tränen. Jenny nahm die Einladung gern an. Herr Mistel führte Jenny ins Wohnzimmer. Herr Mistel lebte hier alleine. Seine Frau war bereits vor Jahren gestorben. Bei einer Tasse Tee erzählte Jenny die Geschichte, wie sie den Hund gefunden hatte. Herr Mistel erzählte Jenny aus seinem Leben wie er zu Benny gekommen war. Dass er sich nach dem Tod seiner Frau sehr einsam gefühlt hatte. Da kam ihm der Entschluss sich einen Hund zuzulegen. Das er Benny vor Jahren aus dem Tierheim holte. Herr Mistel wollte ihm ein besseres zu Hause geben. Er bedankte sich vielmals bei Jenny. Als Jenny das Haus verließ war es bereits dunkel.
Herr Mistel hatte so seinen treuen Freund Benny wieder. Jenny blieb wieder alleine zurück. Ab und an hörte sie nochmal was von Benny und Herrn Mistel. Der Kontakt ließ dann nach. Jeder ging seinen gewohnten Gang führte sein eigenes Leben.

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Texte: Text by Engel100
Tag der Veröffentlichung: 21.12.2010

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