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Wiedersehen nach einer langen Zeit



Es war wieder eine finstere Nacht. Stundenlang jagte ich erfolglos durch diesen kleinen Wald nähe New Yorks. Wahrscheinlich war wieder Jagdzeit bei den Menschen. Mein Magen knurrte, ich war schmutzig und müde. Alles zusammen war echt nervig. Ich wollte Blut, Menschenblut, doch für kein Blut der Welt würde ich einen Menschen angreifen und so machte ich mir das Leben zur Hölle für wiederliches Tierblut. Endlich sah ich ein kleines Reh, doch ehe ich mich anschleichen konnte, rannte es wieder weg, so ein mist auch. Kurz knurrte ich vor mich hin und beschloss nach Hause zu gehen. Die meisten Vampire New Yorks wohnten abseits, in der Nähe von Paarks und Wäldern, nur ich, ich wohnte im Zentrum von New York. Ich liebte den stressigen Ablauf in New York, die vielen Menschen und hier erinnerte sich keiner an dich, deswegen hatte ich schon ziemlich lang diese Wohnung. Dort zogen immer ältere Menschen hin, die mich immer ein paare Jahre kannten, ehe sie an Altersschwäche starben. Damit es nicht auffällig wurde, warum ein so "junges" Ding wie ich, bei so vielen alten Menschen wohnte, sagte ich immer ich helfe dort, was ich natürlich machte. Kurz gesagt: ich war wie schon zu meinen Menschen Tagen sehr sozial, war immer freundlich und hilfsbereit, außer es ging um irgendwelche Vampire. Dann lenrte ich meinen Ex-Freund Drace kennen. Ich lernte ihn in einem Altersheim kennen, wo ich den alten Menschen gerne half. So naiv wie ich war, verliebte ich mich in ihn. Findet mal einen heißen Jungen der sozial tätig war, das gibts nicht oft in New York. Wir kamen oft ins Gespräch, lachten und unternahmen viel. Irgendwann gestand er dann mir seine Liebe, worauf ich natürlich am liebsten laut los geschrien hätte, aus Freude versteht sich. An unserem einjährigen gestand er mir dann, dass er Vampir war, ich lachte erst, da ich nicht an so was glaubte, aber als er mich biss, nun ja musste ich es ja glauben. Darauf hin gestand er mir, dass er nur im Altersheim war, um von den alten Menschen Blut zu bekommen. Ab diesem Moment hasste ich ihn über alles. Er war meine erste große Liebe, der Junge der mich entjungfert hatte, dabei war mir meine Jungfäulichkeit immer sehr wichtig und am wichtigsten dank ihm wusste ich was Liebe was und zu guter Letzt: Was Hass in alle Ewigkeit bedeutet. Meine Wohnung, was im obersten Stockwerk. Für mich war dies natürlich kein Problem, da ich sehr viel Ausdauer besaß. Ich war innerhalb einiger Sekunden endlich zu Hause. Mein Ziel: Die Kühltruhe mit Blut. Wobei ich eigentlich nur Tierblut trank, hatte ich Menschenblut zu Hause, rein als Notfall. Schnell trank ich eine Flasche und ging Duschen. Ein schönes Gefühl, gesättigt und wieder sauber zu sein. Als ich kompeltt fertig war, schaute ich noch etwas fern, bevor ich mich ins Bett legte. 

Am nächsten Morgen wurde ich durch ein lautes Schrein wach. Schnell machte ich mich fertig und rannte aus dem Haus wo ein Mann versuchte eine Frau zu entführen. Ich musste nicht mal nachdenken, schon grief ich ein. Die Frau rannte einige Meter weg und rief sofort die Polizei an, die nur kurze Zeit darauf da war. Ein knurren vernahm ich von dem Mann und er war einfach weg. Nebenbei war er ziemlich stark gewes- ob er ein Vampir oder Werwolf war? Nachdem alles geklärt war, bedankte sich die Frau bei mir. Für mich war es selbstverständlich, einem anderem zu helfen. Doch die meisten hier i New York interessierten sich nur für sich selbst. Irgendwie traurig, dass die Menschen mitlerweile so egoistisch geworden sind. Früher hätte es sowas nicht gegeben. Ich erinere mich noch gut, als ein Mann versuchte ein Kind zu entführen und alle sofort angerannt kamen. Einer für alle und alle für einen. Heute Nacht würde wieder Vollmond sein, was bedeutete, dass junge Werwölfe wieder auf Vampir Jagd gingen. Ein Glück das heute Dienstag war und gute Serien kamen. Wobei es sicher interessant wäre, den ganzen jungen Werwölfen beim scheitern zu zusehen. Grinsend lief ich die Straße entlang und stellte mir den heutrigen Abend vor. Ich hatte lange nicht mehr gegen einen Werwolf gekämpft, könnt ich auch mal wieder als ablenkung machen. Ich mein ist ja nichts dabei, wenn ich mal ein zwei Werwölfe zerfetz. >>Na kleines?<< fragte mich auf einmal mein bester Freund. >>Alter, wie machst du das immer, tauchst auf, wie aus dem nichts<< sagte ich etwas verwirrt und doch spaßig. >>Ich bin halt gut<< lachte er und hatte auf einmal essen in der Hand. Ich will ja nichts sagen, aber.. WO ZUR HÖLLE HAT ER IMMER ALLES HER?! Ich verdrehte die Augen und ging weiter. >>Jagen wir heute Werwölfe?<< fargte er wie ein kleines Kind an Weihnachten, wie es sein Geschenk auf macht und eine Videospielkonsole vorfand.  >>Aber es ist Comedy-Dienstag<< schmollte ich gespielt. >>Die Werwölfe zerfetzen ist witziger<< da hatte er recht, aber trotzdem.. ich mein.. es kam Two and a half man und two broke girls. >>Okay, aber dafür gibst du mit ein Stacciatella Eis aus, wo Kirschen drauf sind<<. >>Meinetwegen<< sagte er lachend und wir gingen in ein Eis Café. Ich stand auf Eis. Am liebsten würde ich mich rein setzten, aber nun ja, wäre verschwendung. >>Weißt du noch damals, als ich dir die Eier abfackeln wollte<< fragte ich ihn, >>es kommt mir vor  als war es erst vorgestern<<. >>Es war vorgestern<<. >>Achso stimmt ja~<< sagte ich gespielt kindisch. Er war sowas wie ein kleiner schwuler Bruder für mich. 

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Tag der Veröffentlichung: 07.07.2013

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