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Vorwort



Liebe Leser, ich möchte Euch mit diesem Buch auf eine Fotoreise über das Gottesacker-Plateau zwischen Ifen (Hoch-Ifen) und den oberen Gottesackerwänden (auch Sonnenberg genannt) nehmen.
Diese Landschaft im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich gehört zu den interessantesten Gebirgslandschaften der westlichen Ostalpen. Bestehend aus Schrattenkalk zeigt sich hier eine Karstlandschaft, die in ihrem Aussehen verzaubert und einem gefangen nimmt.

Ausgangspunkt der vorgestellten Wanderung ist die Auenhütte im Kleinwalsertal. Sie kann bequem per Bus (empfohlen, da der Endpunkt der Wanderung nicht der Ausgangspunkt ist!) oder mit dem Auto erreicht werden. Von ihr aus kann man mit einem Sessellift die Ifenhütte auf 1586 m Höhe erreichen, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Schon hier bieten sich interessante Blicke in die umgebende Bergwelt.
Unser Weg führt uns nach einem kurzen, aber gut begehbaren Steilstück in die Ifenmulde und an einem Hang, der sogenannten Spitzecke, entlang zum Restaurant Bergadler, das sich auf 2030 m Höhe befindet. Hier hat man das Plateau erreicht. Auf der anderen Seite der Mulde zeigt sich die gesamte Zeit die beeindruckende Wand des Hoch-Ifens, einem dominierenden und markanten Berg dieser Region.
Wer möchte, der kann vom Bergadler aus das Hahnenköpfle auf 2143 m Höhe besteigen. Dieser kleine Nebengipfel ist ein beliebtes Ziel der Wanderer und bietet hervorragende Blicke auf das Plateau und auch den Hoch-Ifen. Zudem sieht man die steil abfallenden Wände zum nächsten Tal.
Die Wanderung über das Gottesacker-Plateau beginnt unweit des Bergadlers und führt über die bizarre Karstlandschaft hin zur ehemaligen oberen Gottesackeralpe.
An dieser Stelle einige Anmerkungen zum Wandern in diesem Gebiet:

1. Man sollte den Weg nicht verlassen (er ist markiert), außerhalb des Weges besteht aufgrund des unwegsamen Geländes akute Absturz- und Sturzgefahr (mit Karstlöchern ist nicht zu spaßen)
2. Man sollte die Wanderung möglichst nicht alleine unternehmen, damit man sich im Notfall gegenseitig helfen kann. Allerdings ist der Weg viel begangen.
3. Bei Nebel, Regen, Schnee, Gewitter und anderen Witterungsbilden ist von einer Begehung strengstens abzuraten. Man kann sehr schnell die Orientierung verlieren, abrutschen oder vom Blitz getroffen werden. In einer Karstspalte gerutscht, die abseits des Weges liegt, wird man unter Umständen nie mehr gefunden!
4. Bei sehr warmen und sonnigem Wetter sollte man ausreichend an Trinken mitnehmen. Der Weg über das Plateau ist komplett schattenlos. Eventuell sollte man sich vor der Sonne auch durch entsprechende Bekleidung schützen, Eincremen mit Sonnenschutzmitteln ist Pflicht.
5. Auch wenn es ein Plateau ist, so ist es keineswegs flach, sondern verfügt über eine Vielzahl von kurzen Anstiegen und Abstiegen.
6. Gutes Schuhwerk ist Pflicht. Wanderstöcke sind für den Aufstieg zum Gottesacker und den Abstieg von der ehemaligen Gottesackeralpe gute Hilfsmittel. Auf dem Plateau selbst sind sie eher hinderlich.
7. Ansonsten gelten alle bekannten Regeln für alpine Wanderungen.

Das soll sie nun keineswegs abschrecken, den Weg zu begehen. Ich habe ihn auch gesund und wohlbehalten geschafft.
Die Wanderung über das Plateau endet an der ehemaligen oberen Gottesackeralpe. Hier lässt sich vortrefflich rasten, um Kraft für den Abstieg tanken. Man befindet sich jetzt in einer Höhe von ca 1800 m.
Über das Gottesackerloch und das malerischen Kürental gelangt man dann wieder zurück in das Kleinwalsertal. Im Bereich des Schneiderküren lohnt sich ein Blick abseits des Weges, denn hier hat man einen prähistorischen Rastplatz freigelegt und gestaltet. Zunächst ist der Abstieg recht steil und von Felsen gesäumt, im Kürental erfolgt er dann auf bequemen Wald-und Forstwegen.
Diese Wanderung kann je Kondition und Kraft einen ganzen Tag (bis zur 8 Stunden) dauern. Wer fit und konditionell stark ist, schafft die Überschreitung natürlich auch in kürzerer Zeit. Man sollte sich aber Zeit lassen, um den Weg genießen zu können.
Zurück zur Auenhütte gelangt man auf einem breiten Wanderweg. Man kann aber auch den Bus nutzen.
Doch nun genug der Worte. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit den Bildern. Sie kennen ja den Spruch: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

In diesem Sinne viel Spaß mit dem vorliegenden Bildband!


Bildteil




Aufstieg von der Ifen-Hütte (1586 m) zum Gasthof Bergadler (2030 m)










Impressionen beim Bergadler











Aufstieg zum Hahnenköpfle (2143 m)









Über das Gottesackerplateau zur ehemaligen oberen Gottesackeralpe (ca 1800 m)






















An der ehemaligen oberen Gottesackeralpe









Abstieg durch Gottesackerloch und Kürental








Nachwort

Ich hoffe, Ihnen hat mein kleiner Fotoband einer ganz besonderen Wanderung gefallen. Ich wünsche Ihnen jederzeit eine glückliche Heimkehr von Ihren Unternehmungen. Und vielleicht besuchen Sie auch mal das faszinierende Gottesackerplateau!


Impressum

Texte: René Deter
Bildmaterialien: René Deter
Tag der Veröffentlichung: 03.11.2011

Alle Rechte vorbehalten

Widmung:
Allen Wanderfreunden gewidmet! Ich danke Buechereimaus für ihre Anregung zu diesem Buch!

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