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Aus der Sicht eines Teenagers


Manchmal sind neue Lehrerinnen oder Lehrer etwas Schreckliches. Glaubt mir, ich habe es am eigenen Leib erfahren. Man denkt sich immer – Yuppie, endlich ist der oder die Dumme gegangen, der/die dir den freien Nachmittag mit Stapeln von Hausaufgaben verdorben hat. Doch prompt hetzt euch der Rektor eine noch schlimmere Nervensäge auf den Hals. Das ist bei jeder Schule das Gleiche… Auch ich habe das erlebt und will es euch hier erzählen. Nicht nur das auch vieles anderes was ein normaler Teenager erlebt.

Ich bin Jasmin Liu, ein durchschnittlicher Teenager. Mehr will ich auch nicht mehr dazu sagen… Ich nehme an es interessiert euch mehr was hinter dieser Seite steht.


Kapitel 1
Mademoiselle Martense

Ich war gerade mal ein Semester in die Mittelstufe, als die Lehrerin unserer Parallelklasse an Leukämie erkrankte. Sie hiess Frau Mango. Schlimm war sie nicht. Nein, wirklich nicht, es wollten sogar nicht wenige aus meiner Klasse, 4a, zu ihr in die Klasse, 4b. Auch ich fand sie ganz nett, aber ich war mit meiner Lehrerin, Frau Winter, ganz zufrieden. Aber wie alle aus den beiden Klassen fand auch ich die Krankheit, die Frau Mango bekommen hatte, einfach erschreckend.
Weil die Klasse nicht länger ohne Betreuung bleiben konnte wurde eine Stellvertreterin eingestellt. Diese Frau, die dann die Klasse 4b betreute war die Pest. Nur in Menschen Form, mit einer Brille auf der Nase und noch nicht mal jung. Okay vielleicht war sie das, aber man sah ihr das nicht an, nicht mal ein bisschen!
Zurück zum Thema, wahrscheinlich fragen sich jetzt Einige, für was sie denn jung sein soll? Ich will euch das mal so erklären: Meistens sind junge Lehrer oder Lehrerinnen nicht so streng und verstehen die Kinder besser, da sie selbst vor Kurzen noch Kinder waren, natürlich gibt es auch Ausnahmen.
Die Stellvertretung von Frau Mango, die sich übrigens von uns Mademoiselle Martense (ausgesprochen Madmuasel Martengs) nennen liess, war eine Möchtegern Französin und sah aus wie eine Birne. Oben dünn mit Brille und unten, nun ja, ich will ja nicht fett sagen, aber es ist nun mal mehr als nur pummelig.
Wir hatten immer Musik und English bei Mademoiselle Martense, welche wirklich nicht geeignet war um Schule zugeben. Sie war sehr religiös und flippte viel zu schnell aus. Alle Lieder, die wir bei ihr sangen waren Lieder in denen es um Diktatoren handelte die Zirkusreiter sein sollten. Wie soll so was gehen!? Wir sind doch keine Kindergärtner! In einem anderem Lied muss man einfach die ganze Zeit einfach singen: „Ich find dich wundervoll…“ Voll langweilig, nicht? Oder im Englisch, da sagt sie einfach alle Wörter falsch, die man nur falsch sagen kann. Zum Beispiel sagt diese Frau an der Stelle vom „TH“, wo man die Zähne so halb zwischen den Zähnen hat und die Luft raus bläst, einfach nur das billige „S“. Einfach unfassbar, wie soll so eine Unwissende als Lehrerin arbeiten! Die Parallel-Klasse tut mir richtig leid.
Es existiert nichts auf dieser Welt, das Mademoiselle Martense nett finden kann, es sei denn es ist ein Schleimer, ein Streber, blind, taub oder behindert!! Aber trotzdem gibt es in unserer Klasse zwei Personen die zwar nichts von all dem sind, aber Mademoiselle Martense immer noch nett finden und petzen!! Diese zwei Personen nennen sich Rino und Hella und als sie mal in der Stunde geplaudert haben, hat Mademoiselle Martense Hella eine Strafaufgabe verpasst, die deswegen die ganze Pause und länger auf dem Klo saß und heulte. Tja, Pech gehabt Frau Petze. Sie hatte soviel ich weiß niemandem Leid getan.
Nach vier Monaten Plage haben wir uns, dann beschlossen stille Gespräche zu führen, durch Zettel, die rum gegeben werden. Endlich mal was unterhaltsames! Der einzige Nachteil ist, dass man beim Unterricht dann umso weniger aufpasst.
Ein Mal mussten wir alleine vor die Klasse stehen und eines ihrer unlogischen Lieder der ganzen Klasse vorsingen. Ich glaube dafür hätten sie die meisten am liebsten umgebracht. Elisabeth, die Stille in unserer Klasse, brachte sogar gar nichts mehr raus, als sie vor der Klasse stand, die Arme, Mademoiselle Martense wollte sie sogar trösten, was glaub ich die Sache nur noch schlimmer machte.
Nach etwa fünf Monaten hat es die vornehme Dame bei uns nicht mehr ausgehalten und ist gegangen. Wir waren so froh, dass wir eine riesen Party feiern hätten können, wenn da nicht noch die Schule wäre…und ein neuer Lehrer. Schreck lass nach!!


Kapitel 2
Dario Dröscher
Ja, der Name des Nachfolgers von Mademoiselle Martense war Dario Dröscher. Was ich genau genommen ein komischer Name fand und immer noch finde. Zuerst hatte ich ja noch Hoffnungen in ihn, doch als ich ihn das erste Mal sah flossen all meine Hoffnungen dahin.
Er war nicht gerade dünn, nein er war genau das Gegenteil. Auf dem Kopf hatte er einen Knäuel, welches seine Haare sein sollte und wie ein Pilz aussah. In seinem Monster mässig hässlichen Gesicht thronten zwei kleine Äugelein, eine Schweine Nase und einen hässlichen Mund. Im grossem und ganzen sah er aus wie eine Kugel mit einem Pilz auf dem Kopf. Keine Ahnung wieso, aber jedes Mal wenn ich ihn zu sehen bekam, hatte er so enge Kleider an, dass ich das Gefühl hatte, dass sein Oberteil jeden Moment explodierte und man dann seinen Bauch vor Augen hatte. Das wäre das Ekligste, das nur passieren konnte. Bitte Frau Mango werden sie bitte so schnell wie möglich gesund! Wir wären ihnen unendlich dankbar!
Wie bei Mademoiselle Martense hatten wir bei Herrn Dröscher Englisch und Musik, anfangs jedenfalls, denn bald war auch er so am Ende, dass er am liebsten diese Herausforderung hingeschmissen hätte. Jedenfalls führte er ein doofes, aber „ernstes“ Gespräch mit uns, in dem es darum ging, dass er uns nicht mehr in Musik unterrichten will und kann und wir deshalb (mal wieder) eine neue Lehrerin bekamen. In Englisch wollte er uns (Mädchen) aber weiter unterrichten. Ach, wie schön haben es die Jungs!! Ach, wie arm sind wir!!
Herr Dröscher war ein richtiger Besserwisser!! Der so schlimm ist wie eine Stechmücke. Er hat uns zum Beispiel fünf Mal klar gemacht, dass man das Wort Country nicht „Kauntri“ sondern „Kantri“ ausspricht. Und danach mussten wir noch dreitausend Mal das so aussprechen. Geht es noch schlimmer!?
Noch nerviger ist, dass er in den Lektionen immer im Zimmer umher läuft. Eine Runde, zwei Runden, drei Runden, vier Runden, fünf Runden… so, dass einem schwindlig wird.
Es gibt, ja so ein Lied, Yesterday, von den Beatles. Als wir an einem Tag ein Arbeitsblatt machen mussten, welches niemand interessierte und worin das Wort Yesterday vorkam, erklärte uns Herr Dröscher drei Mal was Yesterday bedeutet, nämlich gestern. Als er dann auf die doofe Idee kam uns zu sagen, dass es ein Lied von den Beatles gibt, das Yesterday heisst. Da fing er an… Oh, mein Gott! Er fing es auch an zu singen! Ich glaube alle die zu diesem Zeitpunkt im Schulzimmer waren fanden es gruselig. Was noch schlimmer war, er kann noch nicht mal singen!! Meine armen Ohren!
Herr Dröscher war ein mega komischer Mensch. In jeder Lektion, die wir bei ihm hatten vergeudete er mindestens fünfzehn Minuten. In diesen fünfzehn Minuten erzählte und erzählte. Zum Beispiel erzählte er uns von den Enten die Paarungskämpfe ausführten oder er sagte uns wie er den Sieg an der Weltmeisterschaft von der schweizer U17 Mannschaft. So schlimm steht es um ihn.
Ihr solltet mal sehen wie Mister Dröscher Ski fährt. Ich, Aurora, Celine und Nathan hatten das Glück ihn im Skilager beim Skirennen zusehen. Glaubt mir diesen Anblick werdet ihr nie mehr vergessen. Weil er immer ein bisschen in die Höhe sprang, hüpfte auch sein Pilzkopf im Takt hoch und runter. Eigentlich ein wenig wie ein Gummiball. Das Peinlichste jedoch passierte während dem Skirennen. Er showte sich sichtlich wegen seinem Fahrstil und natürlich musste es passieren. Er stütze sich bei einem Törchen ab und, Respekt, mit dem Daumen und prompt ist der Daumen gebrochen. Vielleicht hätte es, ohne gebrochenen Daumen, sogar aufs Siegertreppchen gereicht. Wer weiss…?
Was uns bis jetzt immer noch nicht gelungen ist, ist Herr Dröscher abzuwimmeln. Leider wird er bis wir von diesem Schulhaus weg sind unser Lehrer beziehungsweise Parallellehrer.
Das schlimmste haben wir wohl noch nicht einmal miterlebt… Claire, eine unserer Freundinnen aus der Parallel-Klasse erzählte uns nämlich, dass er, während sie am Test schreiben sind, Yoga oder so etwas Ähnliches an ihrem Pult macht. Das war noch längst nicht alles! Manchmal liest Mister Dröscher auch, und wenn er keine Lust mehr zum lesen hat, wirft er das Buch einfach hinter ihm an die Wand, wie ein kleines Kind!!!


Kapitel 3
Marita Kindisch
Marita Kindisch ist ihr Name!! Genau so hiess die Musik Lehrerin die uns an Stelle von Herrn Dröscher unterrichtete. Am Anfang schien sie ja noch in Ordnung zu sein. Aber vielleicht lag es auch an den Liedern liegt die wir mit ihr sangen.
Auch sie sah schlimm aus. Sie hätte sich so vorstellen können und wir hätten es ihr sogar abgekauft, wenn sie sich mit „Hallo, ich bin Schwabbel Babbel, aber nennt mich doch Babbel Schwabbel“ vorgestellt hätte. Wir hätten sie nur gefragt: „Gibt es hier überhaupt einen Unterschied?“ Wahrscheinlich hätte Miss Schwabbel Babbel, dann geantwortet: „Es gibt keinen, Babbel Schwabbel tönt einfach viel besser.“ Etwas ganz wichtiges habe ich natürlich wieder vergessen. Frau Kindisch rastete schneller aus, als wir piep sagen konnten.
Jedenfalls kam sie mit einem Musical „Prinz Owi lernt König“. Wisst ihr ab welchem Alter es freigegeben ist? Ab vier!!!!! Wir konnten noch nicht mal dieses Projekt abbrechen und ein anderes beginnen. Was aber noch unfairer war, dass sie eines Tages zu uns kam und uns ihre CD vorspielte und uns „zwang“ sie dazu so ein Babytheater zu spielen und uns vor unseren den Eltern zu blamieren, aber ich glaube es hätte sowieso nicht mehr viel gebracht. Wir hatten schon all die Texte und Lieder gelernt, Kulissen und Requisiten gebastelt, es wäre viel zu schade um die Mühe, die wir gegeben haben. Ein paar Mädchen, äähhh ich meine Knaben hatten aufgegeben Svenja, Lee und Julia. Eigentlich haben sie es schön. Zwar hatte ich auch die Gelegenheit aufzugeben, aber ich bin nicht so ein Typ. Der einzige Vorteil an all dem ist, dass wir wenn wir nicht auf der Bühne sind iPod hören dürfen. Auch wenn nicht einmal das ein Vorteil ist.
Ist dieser Mensch nicht grausam? Ja, das find ich auch. In unserem Theater hat es ein „Drache“ und natürlich braut man für die Aufführung das Drachenkostüm, welches Frau Kindisch besorgen musste. Nicht mal mehr eine Woche vor der Aufführung sagte sie uns, dass wir das Kostüm „sehr wahrscheinlich“ haben durften. Was ist dabei raus gekommen? Wir hatten natürlich das blöde Kostüm nicht und die arme Aurora, die den Drachen spielte, musste die ganze Pause lang im Internet nach einem Verleih suchen, welches in der Schweiz war und ein Drachenkostüm vermietete. Zum Glück fand Frau Winter Schluss endlich doch eines.
Etwas ähnliches passierte bei der Rollenverteilung. Wir einigten uns darauf, dass Frau Kindisch eine Zusatzrolle, Prinzessin Anischa, schreibt. Das waren drei Wochen vor den Ferien, die zwei Wochen dauerten. Nach den Ferien war die Rolle noch nicht zu Ende geschrieben. Auch nach zwei Wochen, drei, vier und viele andere Wochen war der Text nicht fertig. Ich glaube wir Kinder hätten die Rolle schneller fertig geschrieben als sie. Erst knapp eineinhalb Wochen vor der Aufführung kam sie dann mit dem Text. Und…Oh. Mein. Gott!! Es waren nur etwa vier Sätze die ich und Celine lernen mussten. Sogar Rahny, die Inderin, sorry ich meine Nderin aus unserer Klasse, die aus London kam, hätte mehr geschrieben, als nur drei, vier Sätze.
Bei diesem Musical spielte Melanie die Sternschnuppe die auf die Erde fiel. Auch sie musste ein Lied singen und weil Melli halt nicht so die Lautsprecherstimme besass sang sie mit Rahny die, die zweite Schnuppe spielte, also die Kollegin der ersten Schnuppe, zusammen das ganze Lied. Die arme Melanie musste etwa eine halbe Stunde neben der stinkenden, miefenden Rahny verbringen. Nach der Probe erzählte sie mir, dann dass sie fast kotzen musste. Wieso müssen Inder immer so sinken!?
Erst letztens in der Schule sassen wir in einem Kreis um das Klavier und mussten wir so ein dämliches Lied lernen. Natürlich machten ein paar Jungs und Mädels Blödsinn. Zu Erst wurde Lee rausgeschickt, sie spielte aber hinter dem Vorhang, wo sie den heiligen Geist spielte (Wir waren im Singsaal, so etwas Ähnliches wie eine Aula). Als nächstes wurde Svenja an einen anderen Platz gesetzt. Als Alessandro, der „Italiener“ in unserer Klasse, während dem ganzen Lied schwatzte, hielt es Frau Kindisch wirklich nicht mehr aus. Sie stand auf riss ihn aus seinen Stuhl, stiess ihn in Richtung Ausgang und schickte ihn direkt zu Frau Winter ins Klassenzimmer. Dies war die langweiligste Schulstunde in seit ich an diesem Schulhaus war. Wir sangen zu Erst zwanzig Mal das neue Lied durch, dann zehn Mal „We are the World“, nachher sangen wir drei Mal „My Heart will go on“ und zum Schluss noch fünfzehn Mal „If a Song could get me you“. Ich bin, nach diesen zwei Stunden in diesem stickigem, stinkendem Saal sitzen, einfach nur tot.
Doch leider wurden wir auch diese Plage nicht wieder los…


Kapitel 4
Paschi
Als unsere Handarbeitslehrerin ihr erstes Kind erwartete kam eine total dämliche Vertreterin, die sich selbst Paschi nannte. Wie dämlich ist das denn!?
Man konnte über ihre Kleidung und ihren Stil nur sagen, dass sie im neunzehntem Jahrhundert stehen geblieben ist. Sie trug ihre Hose bis über den Bauchnabel gezogen, wie ein Streber, welche sie auch noch eigenhändig gemacht hat und einen Pullover, den sie selbst gestrickt hat. Ihre Haare hatte sie zu einem strengen Knoten zusammen gebunden. Grässlich, einfach nur grässlich!!
Schon immer waren wir eine sehr, sehr schwer zu bewältigende Klasse gewesen und um uns ruhig zu stimmen hatten alle Lehrer und Lehrerinnen verschiedene Methoden angewendet. Und Paschi hatte die Kindergartenmethode gewählt. Sie wollte uns jedes Mal, wenn wir brav waren eine Geschichte erzählen. Nur waren die Geschichten, die sie auswählte nur ätzend!! Einmal erzählte sie uns eine Geschichte von einem Mädchen, das gerne spann und aus irgendeinem Grund in eine Spinne verwandelt wurde. Ich habe das Gefühl, dass damals niemand die Geschichte richtig verstanden hatte.
Diese Frau konnte einen nur mit ihren Worten wahnsinnig machen. Eines ihrer Lieblingssätze war: „Verfurz mer ja nöd de Tisch!“ Dieser sagte sie immer, wenn sich jemand an den Tisch lehnte. Ein Satz, den sie oft verwendete ist: „ De Trick 77 isch…“ Zu dem sie irgendeinen Quatsch hinzufügte. Und zu unserem Pech hatte sie sehr viele solche Sprüche drauf. Sehr, sehr viele. Wie haben wir nur das durchgehalten?!?!
Einmal schickte Paschi Svenja raus. Was denkt ihr hat Svenja gemacht? Ja, genau! Sie hat ihre sieben Sachen gepackt und ist ohne eine Erklärung nach Haus gegangen. Mutig, mutig! Ich glaube Paschi war ein bisschen überrascht von ihrem Handeln und war für einige Augenblicke ein wenig sprachlos. Sie hätte sich das sicher nie im Leben getraut. Tja, Svenja hat halt einige wenige, mutige Augenblicke in ihrem Leben.
Wollt ihr wissen was wir alles mit Paschi gemacht haben? Ach was, ist das hier eine Frage?! Das Erste, was wir mit Paschi gemacht haben ist ein Tischset. Kein normales. Nein, ein abnormal kindisches! Zuerst mussten wir unseren Namen ganz speziell, also auf eine ganz spezielle Art schreiben. Auf dem Tischset sind gefaltete Fische und aus Drachenpapier Streifen reissen, die Seegräser darstellen sollten. Überaus kindisch, nicht!? Was noch bedeppter ist, ist dass sie uns nicht nur so Kleinkindsachen machen lässt, sondern dass sie uns auch wie Kleinkinder behandelt. Zum Beispiel mussten wir ja Fische falten. Jeden noch so einfachen Schritt zeigte sie uns mindestens drei Mal vor. Für wie unfähig musste uns diese Frau gehalten habe?!
Danach machten wir eine Puppe wir mussten aus Filz ganz viele kleine Kreise schneiden Bei diese Puppe sollten wir uns “ausweinen“ können. Danach mussten wir all diese doofen Filzkreise zusammen nähen. Als ob wir nichts Besseres zu tun gehabt hätten. Etwa eine Woche nach dem wir unser Werk vollendet hatten ging, och wie schade, meine Puppe kaputt. Ein Faden ist durch meine schludrige Arbeitsweise gerissen. L Ich brachte es, also meine Puppe, zu Paschi. Welche meiner Puppe zwar das Leben rettete, mir aber aufdrängte die Puppe nicht mehr zu versuchen zu killen. Einfach unfassbar dieser Mensch!
Doch wie auch jede Babypause ging ebenfalls, die unserer netten Handarbeitslehrerin zu Ende und Paschi musste sich damit zufrieden geben ihre Kindergartenmärchen selbst zu lesen. Hihi…


Kapitel 5
Klassenlager
In der sechsten Klasse hatten wir ein Klassenlager. Einen Tag lang fuhren wir von Zumikon im Kanton Zürich nach S-Chanf im Kanton Graubünden.
Wir Mädchen wurden in zwei Zimmer aufgeteilt. Ich war mit Melanie, Celine, Lara, Rachel D. und Rachel V. im Sechserzimmer. Alle anderen Mädels schliefen im Zwölferzimmer. Die Jungs schliefen einen Stock unter uns. Alle in einem Zimmer.
Schon von Anfang an wollten wir einen von diesen beiden Zimmern einen Streich spielen. Nur wussten wir nicht mit wem, alleine, mit dem Jungenzimmer oder Mädchenzimmer, und wem, dem Jungenzimmer, den Lehrern oder dem Mädchenzimmer. In der ersten Nacht beratschlagten wir die ganze Nacht und sind zum Schluss gekommen, dass wir uns mit den Jungs zusammentun wollten, um den Mädchen einen Streich zu spielen. Noch in der Gleichen Nacht wollten wir den Streich spielen, deshalb gingen wir die Treppe runter um die Jungs zu benachrichtigen. Zuerst gingen Celine und Lara, nicht erfolgreich, als nächstes gingen Rachel V. und Celine, ebenfalls nicht erfolgreich, danach gingen Rachel V. und Melli, halbwegs erfolgreich. Das heisst, sie konnten sich zuerst unbemerkt die Treppe runter schleichen. Doch als sie, dann ins Knabenzimmer kamen und die Jungs wecken wollten, fing einer von ihnen an zu fluchen, Fehler Nummer eins. Er rief: „Schl**pe!“ Und da er angefangen hatte hörte er auch nicht auf, auch nicht als Rachel und Melli von seiner Reaktion total überrascht nach oben stürmten. Ich bin mir fast 100-prozentig sicher, dass die Knaben gemeint haben, dass wir ihnen einen Streich spielen wollten und deshalb stürmten sie nicht einmal eine halbe Stunde später mit Deos bewaffnet, die Treppe hinauf, Fehler Nummer zwei. Als sie in unserem Zimmer waren, sprühten sie sogleich das ganze Zimmer mit Deo voll. Seitdem stank es in unserem Zimmer drei ganze Tage lang nach Männer Deo. Zum Glück jedoch wusste sie, als sie zur Zimmertür raus traten, dass wir mit ihnen einen Streich den restlichen Mädchen machen wollten und sie waren einverstanden mit dem Vorschlag. Danach stürmten die Jungs mit ihren Deos ins andere Mädchenzimmer, Fehler Nummer drei. Jane und Elizabeth, die Asthma hatten, bekamen nämlich davon einen Asthmaanfall, was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten. Das wiederum alarmierte Frau Winter. Welche von unserem nächtlichen Spaziergang, wie man sich denken kann, nicht so begeistert war. Wir alle, auch die Jungs, flüchteten in unser Zimmer, das auf der gleichen Ebne lag. Wir lagen brav in unsere Betten und die Knaben versteckten sich in unseren Schränken, die offen und zuvor von ihnen mit Deo voll gesprüht wurden. Das was uns wahrscheinlich am meisten ärgert ist, dass sie nicht nur unsere Schränke sondern auch unsere Kleider verseucht hatten. Die Jungs wurden in unserem Zimmer erwischt. Wir kamen ihr wahrscheinlich eher harmlos vor und wurden deshalb verschont.
Als wir am nächsten Morgen, es war Dienstag, aufwachten, entschieden wir uns, dass wir es unfair fänden, dass nur die Jungs bestraft wurden und gingen von alleine zu Frau Winter. Als wir nachher den Jungs das sagten, waren sie sogar mit unserem Handeln nicht einverstanden. Wieso? Sie wollten uns „beschützen“ in dem sie sich die Gesichter gegenseitig anmalten und sagten, dass die anderen Mädchen es gemacht hätten. Eigentlich war es ja süss von ihnen zu denken, dass das geht. J
An diesem Abend probierten wir es noch mal einen Streich zu machen. Doch da Jane und Elisabeth Angst vor einem neuen Asthmaanfall hatten sagten sie es uns. Wir verstanden das jedenfalls und sagten das Svenja und Co. Irgendwie waren die, jedoch nicht so einverstanden. Vor allem Noah, regte sich wegen dem auf. Sie stürmten wie ein Wirbelwind die Treppe hoch und verlangten lautstark nach Rachel V. Jane bekam von diesem Schrecken gleich einen Asthmaanfall, dies war der erste Anfall, den ich live miterlebte.
Ach, wie die Zeit vergeht! Und wie alles neigte sich auch unser Klassenlager dem Ende zu. Am Donnerstag, dem zweitletzten Tag unserer gar nicht mal so üblen Reise, gingen wir in den Nationalpark. Es war, wie es von dieser Jahreszeit zu erwarten war, eiskalt!!! Zu erst log uns Frau Winter vor, dass wir den ganzen Weg zum Nationalpark laufen müssen, dass aber eine Überraschung auf uns wartet. Wir kamen an einer Bushaltestelle an und sahen gerade noch wie ein Bus wegfuhr. Was hätten wir alles dafür gegeben nur ein kleines Stück mitfahren zu können. Da sagte uns Frau Winter, dass wir schnell da warten müssten. Es fuhren noch ein paar Busse an uns vorbei und auch ein paar wenige Autos. Wir waren alle gespannt was als nächstes passiert. Als schliesslich eine Pferdekutsche auf uns zusteuerte machte Jane einen Witz, dass wir jetzt sicher mit dieser Kutsche in den Nationalpark fahren würden. Wie schon gesagt machte Jane nur ein Witz und zunächst fuhren die Pferde auch mit dem Kutscher an uns vorbei, doch das unglaubliche ist, dass sie nach dem Wenden wieder auf uns zukam und da war sich Jane sicher auch nicht mehr so sicher, ob das was sie zuvor gesagt hatte wirklich nur ein Witz ist. Und wie durch ein Wunder, das uns Jane herbeigerufen hatte, hielt die Kutsch vor uns an und Frau Winter erklärte uns, dass das das Transportmittel sein würde, mit dem wir in den Park kamen. Oh mein Gott… Es war doch einfach geil, oder?? Und weil es so kalt war, sahen wir sogar wie die (frischen) Pferdeäpfel dampfend hinter uns aus dem Blickfeld verschwanden und mit ihnen Frau Winter, die nicht mit uns mitgekommen war. Abgesehen davon war dieser Tag absolut unerwähnenswert. Denn wollt ihr denn wissen wie wir einfach gewandert und gewandert sind und dabei nur Murmeltiere und ein paar Elche oder was waren es schon wieder für Tiere…? Ah ja fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass das Abendprogramm vom Mittwoch die Talentshow war. Wir, ich, Rachel V. und Sofia, machten eine kleine Akrobatik-Nummer. Danach gab es Disco, wo niemand tanzte… Wie es schon tönt ging das nicht so extrem gut. Na, ja…!?
Am nächsten Tag war grosses Reinigen angesagt! Von Oben nach unten und andersrum. Und danach war es Zeit für die Heimreise und jeder freute sich nur noch weg zu kommen und unser Streich kam LEIDER nicht mehr zu Stande. Wie Schade!!!!


Kapitel 6
Abschlussreise
Ausser in ein Abschlusslager gingen wir auch noch auf eine Abschlussreise mit einer anschliessenden Übernachtung. Es war geplant bei schönem Wetter Pedalo fahren und im Zelt zu übernachten und bei schlechtem Wetter Minigolfen und am Abend selber „Z’nacht“ zu kochen und in der Jugi(Jugend-Zentrum) zu übernachten. Da das Wetter dann, an diesem Tag, nicht gerade brillant war, es aber auch nicht regnen würde, beschloss Frau Winter mit uns Pedalo fahren (mit anschliessendem Grillen) und in der Jugi zu übernachten. Das fanden alle toll, jedenfalls nahm ich das an. Zu erst fuhren wir mit der Forch-Bahn nach Stadelhofen, wo wir mit der S7 hätten nach Stäfa fahren müssen, doch da dort, am Gleis etwas „schlimmes“ passiert ist ging das nicht. (Anscheinend ist einer vor den Zug gesprungen…) Deshalb mussten wir zu erst noch nach Tiefenbrunnen fahren um von dort zu unserem Ziel zu gelangen. Als wir den Bahnhof von Stäfa runter liefen, führte uns Frau Winter in die falsche Richtung… Das ging natürlich gar nicht!! Mit all unserem Gepäck mussten wir den ganzen Weg wieder zurück laufen und auch noch den eigentlich geplanten Weg. Ts, ts, ts… Aber sonst waren es lustige zwei Tage. Zunächst waren wir im „Zürisee“ Pedalo fahren. Es durften immer höchstens „4“, pöh, auf ein Pedalo. Zusammen mit Aurora, Jane und Rosalie fuhren wir in einem Pedalo los, die eine Rutschbahn hat. Stellt man sich darunter nichts Tolles vor? Nur brauchten wir sie fast gar nicht… Gleich nach uns fuhren die Jungs, Lee, Svenja, Noah und Julia, welche unser „Boot“ kentern wollten. Das wurde ein riesen hin und her. Einmal nahmen sie sogar Auroras Tasche als „Geisel“… Dämliche Idee von ihnen, denn gleich darauf hatten wir sie wieder. Irgendwann waren sie auch noch auf unserem Pedalo, alle ausser Julia. Er sass am Schluss alleine auf dem Pedalo und seine „Möchtegern-Freunde“ waren bei uns auf dem Pedalo und trampelten für uns… schon noch recht chillig war das. Irgendwann fuhren wir zurück ans Ufer. Svenja stieg schon einen Steg vorher aus und stand da aus versehen auf Rosalies Hand, die zu bluten begann. Wir fragten uns alle, wie schwer Svenja war, dass sogar Rosalies Hand zu bluten begann…
Am Abend spielten wir Wahrheit oder Risiko. Die Einzelheiten will ich euch aber lieber nicht verraten. Ich sage nur, dass es nicht angenehm mit anzusehen war. Wir machten auch noch Flaschendrehen… Unsere Bedingung war, dass sie sich die Zähne putzen müssen, damit wir es mit ihnen spielten. Der „herzigste“ Kuss fand und finde immer noch ist der, von Rosalie und Julia, der eigentlich Jillian heisst. Ich musste niemanden küssen…
Wir spielten so lange, dass Sophia, unser, sozusagen „Emo“ (ohne schwarz) in der Klasse schlafen gehen wollte. Nicht nur sie, auch Rachel D und Rahny. Wir anderen waren alle in im Discoraum, zu meinem Pech vergass ich das „Mätteli“, deshalb musste ich auf dem harten Boden schlafen. Lange hatten wir noch geschwatzt. Irgendwann waren die Jungs sogar bei uns auf dem Fussboden. Sie wollten mit uns über die anderen Mädels ablästern. Als Frau Winter dann fuchsteufelswild ins Zimmer kam, waren alle Hals über Kopf wieder aufs Sofa gerannt. Nur Jillian und, ich bin mir nicht mehr sicher, Svenja oder Alessandro blieben noch bis sie ging. Allerdings blieb er viel länger als wir es von ihm erwartet hätten. Er war auf meinem Platz und hatte mein Kissen. Wie schon gesagt hatte ich keine Matte dabei. Ich hatte mein gemütliches Apfelkissen dabei und wahrscheinlich, nein sicher fand er es sehr angenehm darauf zu liegen. Er sagte es mir. Ich erwiderte, dass er sich selber eins kaufen sollte und jetzt ratet mal was er gesagt hat…! Ich hab eins zu Hause. Ich kapier die Welt nicht mehr!!
Die Jungs waren da aber nicht so leise… Frau Winter kam noch mehrmals ins Zimmer uns sagte uns wir sollen gefälligst mal still sein. Einer nach dem anderem mussten die Knaben ins andere Zimmer. Bis irgendwann nur noch Alessandro oder Lee blieb.


Kapitel 7
Die neue Klasse, die neuen Lehrer
Tja, das war einmal eine nicht so normale Schulreise. Gleich darauf, ein oder zwei Tage später war das Schuljahr, ja auch gleich um. Alle kamen in eine neue Klasse, hatten neue Lehrer und eine neue Umgebung. Ich, Aurora und Lara kamen in das Schulhaus Hohe Promenade, kurz Hopro. Jeden Tag mussten wir von zu Hause in die Stadt fahren und prompt kommen wir in eine neue Klasse, schon hatten wir einen neuen Alessandro… er heisst Bastian und nennen ihn Basti. Was man sich aber als erstes fragt wenn man die Namen der Schüler hört ist… Was ist denn das für eine Klasse?? Wir haben zwei Sebi, zwei Max und zwei Marlon.
Im Grunde war dies ja eine gute Klasse, vor allem ist sie so still. Nach der alten Klasse war die einfach zu himmlisch. Trotzdem waren wir für eine erste sehr laut. Es war sehr ungewohnt, dass man andauernd das Schulzimmer wechselte, aber es gefiel mir unsere Mediathek, so gross, so herrlich, und, dass, oft würde ich ja nicht sagen aber es war en schon nicht wenige Stunden, die ausfielen.
Der neuen Lehrer waren auch so weit okay, ausgenommen sind Mademoiselle Morin, unsere Französischlehrerin, und Frau Zucchini, unsere Deutschlehrerin.
Unsere Geschichtslehrerin war so weit in Ordnung. Sie gab uns fast nie Hausaufgaben, sie erklärte uns ebenfalls, dass wir es sagen müssten, wenn wir zu viele Tests an einem Tag oder in einer Woche haben. Das einzige was bei ihr schlecht war, war, dass sie Gewisse bevorzugt. In unserem Fall bevorzugt sie die ganze Klasse, ausser Julian, ach ’tschuldigung ich meine natürlich July. Er ist der neue Lee unserer Klasse, ich nehme an, dass Lees Leeheit abfärbt und deshalb auch July so leehaft ist. Beide sind Klassenclowns, beide hatten tagtäglich eine, na ja so wie ich es beschrieben hätte, eine flache „Baseballkappe“ an und beide kamen immer zu spät. Ich hatte von den anderen die in Zollikon in die Sekundarschule gingen gehört, besser gesagt Aurora hatte gehört, dass Lee schon mehr wie fünf Einträge für das Zuspätkommen hatte. Das sah aber schon mal nicht gut aus…
Unser Biologielehrer war auch ganz nett. Er hatte nur eine kleine Angewohnheit, er sagte fast jeden dritten oder zweiten Satz, das Sätzchen „Nicht wahr“. Die Jungs in der Klasse fingen an zu zählen und auch ich zählte mit. Der bisherige Rekord liegt bei 38. Ich glaube an ihn, dass er eines Tages 40 schafft…!
Herr Jelly, unser Englischlehrer, war ein total lockerer Kerl. Zu anfangs sagte er uns, dass er nicht Jehle oder Jilly. Die Jungs in der Klasse sagten ihm immer Herr Jilly.
In der zweite Woche hatte Freu Belvedere, die Sportlehrerin, etwas an der Hand und es kam eine Vertretung für sie. Diese hiess irgendetwas mit Strassen und war, zu unserem Pech, früher ein Mal Leichtathletikerin. Das erste Mal, das wir bei ihr Sport hatten war noch nicht so schlimm. Wir spielten Handball. Lara, die sich schon eine Lektion davor die Bänder gedehnt hatte musste zu ihrem Glück nicht mitmachen. Auch Shae, ein Mädchen unserer neuen Klasse musste nicht turnen, da sie ihre Sportsachen vergessen hatte.
In der zweiten Turnstunde bei Miss Leichathletikerin, es war an einem Freitag, machen wir einen „Postenlauf“, zu erst bildeten wir Zweiergruppen, ich war mit Aurora zusammen eine Gruppe, und dann rannte der eine Runden und der andere machte in der Mitte der Halle Übungen. Die „Übungen“ waren zum Beispiel Liegestützen oder eine Art Hampelmann, wo man auf das „Bänkli“ steht und runterspringt, je ein Bein auf eine Seite der Bank, und wieder auf die Bank springen und wieder runter und so weiter… Irgendwann gab es einen Wechsel und der andere musste Runden rennen.
In einer anderen Lektion mussten wir ganze fünf Minuten lang Seil springen. Ich sage euch, das war vielleicht mal anstrengend. Danach mussten wir noch Fussball spielen gehen, DRAUSSEN!!!! Zitat: Es ist schon 12 Grad! Zitat ende… Zum Glück war ich jedoch mit Aurora zusammen in einer Gruppe. Es war eine reine Jungengruppe, abgesehen von uns natürlich. Die Wiese war nass! Und am Schluss hatten alle dreckige Schuhe…
Ausser all die schlimmen Lehrer ist alles okay. Vor allem die Mediathek ist RIESIG!!!

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Tag der Veröffentlichung: 26.09.2010

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