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Die Museumsmühle am Deich

Die Museumsmühle am Deich

 

Ganz nah am Deich steht eine alte Windmühle. Sie ist als Museumsmühle hergerichtet. Große Mühlsteine und andere

Gerätschaften aus der Zeit der Windmühlen sind dort

ausgestellt. Auch die kleine Kammer in der der Müller schlief

ist zu besichtige.

Viele Touristen und ihre Kinder kommen und sehen sich die Mühle an .Der Müller der vor vielen Jahren hier arbeitete beantwortet

manche Frage. Gerade Kinder wollen aus der Vergangenheit

viel Wissen. Wie die Flügel in der Wind gedreht wurden oder

was wiegen die Mühlsteine. Oder was machte der Müller wen

es windstill war. Hatte er dann frei? Alles wichtige Fragen

für Kinder. All die Fragen wurden von Dienstags bis Sonntags

beantwortet. Nur montags war die Mühle geschlossen.

Das ist der Tag der Mäuse, denn, eine Großfamilie der kleinen

Nager hat sich dort eingemietet.

Hier wohnen viele Mäuse-Väter, Mütter, Babys und Teenager.

Ein Gewusel ohne Ende. Denn in dem alten Keller finden sie

noch Getreidekörner etwas hart aber noch genießbar.

Mäuse haben ja auch gute Zähne. Wenn sie Glück haben

ist auch die Kammertüre etwas geöffnet.

Und das Bett vom Müller ist dann sehr begehrt, warm , weich,

kuschelig einfach wunderbar.

Es war Montag die Sonne schien und alle Touristen waren am Strand. Baden, Sandburgen bauen, schwimmen und vor allen

surfen waren angesagt.

Jupp und Toni die beiden halbwüchsigen Mäuse machten sich

trotz Verbot auf zum Deich.

Ob wohl sie die Gefahr kannten, Mausefallen und Katzen

waren die Gefahr Nummer eins.

Nun saßen sie hinter einem dicken Grasbüschel und sahen

vor allem den Surfern zu.

Sehnsucht kam bei beiden auf, einmal surfen wie die Menschen.

Jupp breitete beide Arme aus und zeigte Toni wie groß sein

Surfbrett sein soll. Vor allem groß bunt und mit einem

tolles Segel.

Aber was sahen sie etwas tiefer unten am Deich im Gras liegen,

war das nicht Dieter, der Mäuseteenager mit der großen Klappe?

Dieter ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen.

Jupp und Toni sahen sich ganz verwundert an.

In diesem Moment gab der Grasbüschel nach, und Jupp rollte

den Deich runter gerade bis zu Dieters Liegeplatz.

Wo kommst du denn her, und was machst du hier am Deich?

Als Toni sah wo Jupp gelandet war rutschte er auch den Deich runter. Als er neben den Beide ankam hörte er noch wie Dieter

sagte:“ Halte bloß die Klappe und erzähle keinem dass wir uns

hier am Deich getroffen haben.“

Jetzt erst sah Dieter auch Toni und war ganz verblüfft, nun mussten sie zu dreien ihr Geheimnis bewahren.

Aber Mäuse können schweigen.

Jupp und Toni erzählten von ihrem Traum Windsurfen am Strand, mit schönen großen Brettern und bunten Segeln.

Dieter sah die beiden skeptisch an, aber er fand gefallen

an den Gedanken. Er träumte nun mit beiden diesen Traum,

bis es anfing zu Dämmern.

Nun wurde aber Zeit zur Mühle zurück zu gehen, sonst würden

sie noch vermisst.

Aber der Gedanke von Surfen am Strand ging ihnen nicht aus dem Kopf.

Am anderen Abend trafen sie sich wieder am Deich, trotz Verbot!

Sie schmiedeten Pläne und schlichen dann ganz leise und den

Kopf voller Ideen zurück zur Mühle.

Sie wussten auch surfen am Strand ist gefährlich , sie hatten

schon manche Bruchlandung gesehen.

Ihre Pläne wurden immer konkreter, kleine Brettchen lagen

in einer Kellerecke und für das Segel musste einfach

ein Rock von den Mädchen herhalten. Die hatten ohnehin

viel zu viel Kleidung.

Nach dem sie alles zusammen hatten wurde jeden Abend in der

Kellerecke gewerkelt. Bretter bemalt Segel genäht und der

Traum von Windsurfen wurde Realität.

Wenn da nur nicht die Angst vor einer Bruchlandung

gewesen wäre, mit einem mal kamen Zweifel auf.

Da kam ihnen eine Idee, die Bretter wurden des Abends heimlich

zum Bach getragen, der war nicht so tief und etwas Wind

kam auch dort hin.

Bei all ihrem Eifer hatten sie nicht bemerkt dass einige Väter

sie die ganze Zeit beobachtet haben.

Die Väter sahen auch dass es ganz gut klappte auf dem Bach,

als die kleineren Mäusekinder schliefen, gingen auch die Mütter

zum Bach. Von den drei Surfern unbemerkt.

Dieters Mutter war stolz auf ihren Sohn und klatschte laut

in die Hände. Vor lauter Schreck verloren alle drei die Balance

und landeten im Wasser.

Nun planschten und zappelten sie um wieder an Land zu kommen,

denn schwimmen konnte keiner von ihnen.

Aber schwimmen ist eine Voraussetzung für diesen Sport.

Drei tropfnasse Mäusekinder wurden nun nach Hause befördert.

 

Sie wurden trocken gerieben und ins Bett gesteckt.

An anderen Morgen kam dann die Strafpredigt, von wegen

unerlaubt zum Deich gehen ,heimlich Surfbretter bauen,

den Mädchen Röcke klauen.

Und vor allem auf dem Wasser spielen ohne Schwimmen

zu können.

Ihre Aufgabe für das nächste Frühjahr unter Aufsicht

schwimmen lernen.

Da sie alle drei ja mit Wasser zu tun haben wollten, mussten

sie in den nächsten Wochen den Müttern beim Waschen und spülen

helfen. Was ihrer Meinung nach ja Mädchen Aufgaben waren.

Aber Strafe muss sein.

 

 

Bodo der Blattlausgeiger

 

Bodo der Blattlausgeiger

 

Seht ihr die große Kastanie dort am Ende der Spielwiese?

Dort wohne ich. Wer ich bin? Ich bin Bodo der Blattlauskönig. Mit mir wohnt dort meine Frau Erika und unseren Kindern .Und eine Menge Onkel und Tanten. Wir sind ein lustiges Völkchen. Wenn des Abends die Sonne untergeht, es auf der Spielwiese ganz ruhig wird machen wir Musik.

Manchmal tanzen wir auch, aber nur ganz vorsichtig. Sonst passiert wieder ein Unglück. Und das kam so. Wir Blattlausmänner spielten gerade für unsere Frauen ganz leise ein schönes Abendlied. Einige Frauen lagen auf den Kastanienblättern in der Abendsonne. Andere Frauen sangen leise mit. Wieder andere nahmen sich bei den Händen und tanzten. Und das war schlimm, denn sie wurden immer ausgelassener. Und auf mein Rufen sie sollen nicht so wild tanzen reagierten sie nicht. Ich sah das Unheil schon kommen, der ganze Kastanienbaum wackelte bedenklich hin und her. Auch blies der Abendwind mit einem mal ganz heftig. Die ganze Blattlausgesellschaft kam ins Rutschen. Die meisten Tänzer fielen vom Baum. Dicke Beulen und geknickte Flügel waren das Wenigste was geschehen war. Denn auch einige Geigenspieler waren vom Baum gefallen. Das heulen war groß. Fast alle Geigen waren kaputt. Nach dem wir alle Wunden an Beinen, Köpfen und Flügeln versorgt hatten, haben wir uns unsere Geigen etwas näher angesehen. Der Schaden war groß. An einigen waren die Saiten gerissen,

die Bögen zerbrochen oder sie waren ganz kaputt. Ich hätte weinen können. Wenn sie doch nur auf mein Rufen gehört hätten. Nun müssen wir Morgen neue Geigen bauen. Denn wenn die Abendsonne auf unsere Kastanie scheint gehört es zu unserer Aufgabe leise Musik zu machen, aber nicht mehr wild zu tanzen. Das haben unserer Frauen versprochen. Wenn du mal auf der Spielwiese bist, die Kastanie sich ganz leicht hin und her bewegt, dann

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: Ursula Dräger
Cover: Uwe Dräger
Tag der Veröffentlichung: 08.02.2020
ISBN: 978-3-7487-2881-8

Alle Rechte vorbehalten

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