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FBI 2: Judas

Kriminalroman

von A. F. Morland

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 110 Taschenbuchseiten.

 

Assistant Director Abe C. Hall, unser Chef, hatte uns auf einen blutrünstigen Hurensohn angesetzt, der seinen weiblichen Opfern schreckliche Dinge antat. "Bringen Sie den Mistkerl so bald wie möglich zur Strecke, damit die Frauen in New York wieder ruhig schlafen beziehungsweise sich ohne Angst auf die Straße wagen können", hatte er mit grimmiger Miene gesagt. Seitdem waren wir auf der Suche nach dem kranken Unbekannten. Aber es sah nicht so aus, als ob wir ihn jemals finden würden...

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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

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© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

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postmaster@alfredbekker.de

EDITION BÄRENKLAU, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius

Roman © by A. F. Morland und Edition Bärenklau, 2015

Cover © by Firuz Askin, 2015



1

Es war finster wie in einem unbeleuchteten U-Bahntunnel, als ich aus der Bar trat. Das Lokal hieß "Pussy", und eines der heißen Girls, die hier für Stimmung und Umsatz zu sorgen hatten, hatte mir ihre preiswert offeriert. Ich hatte ihr großzügiges Angebot dennoch abgelehnt und damit ihr bislang intaktes Selbstwertgefühl gemein torpediert.

"Nein?", hatte sie irritiert gefragt. "Hast du wirklich Nein gesagt?"

"Hat es etwa wie Ja geklungen?"

"Nein, hat es nicht."

"Dann werde ich wohl tatsächlich Nein gesagt haben."

Sie warf ihr volles, langes, seidig glänzendes schwarzes Haar in den Nacken, blies ihren Brustkorb auf, damit die herrlich prallen Möpse voll zur Geltung kamen, schob ihr gebärfreudiges Becken herausfordernd vor und fragte: "Was gefällt dir nicht an mir?"

"Mir gefällt alles an dir." Sie war hübsch. Sie war wirklich sehr hübsch. Sie brachte mit ihrem heißen Sexappeal die Luft zum Knistern.

"Warum willst du dann nicht Liebe mit mir machen?", fragte sie verständnislos.

"Weil es nichts mit Liebe zu tun hätte", gab ich nüchtern und der Wahrheit entsprechend zur Antwort.

"Ist das denn so wichtig?"

"Für mich schon."

"Mann, ich hab dir einen Sonderpreis gemacht. Solche Konditionen räume ich nicht jedem ein."

Ich lächelte. "Das weiß ich zu schätzen."

Ihr Blick huschte an mir auf und ab. "Du gefällst mir, siehst großartig aus, bist irgendwie mein Typ, aber noch tiefer kann ich nicht gehen."

"Brauchst du auch nicht", sagte ich. "Ich würde nicht einmal dann mit dir ins Bett gehen, wenn du es gratis machen würdest."

Sie kniff die dunklen Glutaugen zusammen. "Hast du Angst, dir bei mir was zu holen? Das brauchst du nicht. Ich war heute beim Doc, und der hat mir bescheinigt, dass ich total gesund bin." Sie wackelte verlockend mit dem hübschen Hintern. "Ich bin für alles zu haben, auch für griechisch."

"Gib dir keine Mühe, Baby", sagte ich und legte das Geld für meinen Drink auf den Tisch. "Es bleibt beim Nein."

Sie war wohl noch nie von einem Mann abgewiesen worden. Vor allem dann nicht, wenn sie zu einem echten Dumpingpreis zu haben gewesen war. "Weil du schwul bist?", wollte sie wissen.

"Bin ich nicht."

"Impotent?"

"Auch nicht."

"Inkontinent."

"Ciao, Bella, pass auf dich auf", sagte ich und ging. Ich hatte das nicht bloß so daher gesagt, sondern aus einem ganz besonderen Grund, denn in letzter Zeit trieb in der Stadt ein perverser Frauenmörder sein Unwesen, und es war meine Aufgabe und die meines Freundes und Kollegen Luke Webber, der grausamen Bestie das Handwerk zu legen.

Assistant Director Abe C. Hall, unser Chef, hatte uns auf den blutrünstigen Hurensohn angesetzt und mit grimmiger Miene gesagt: "Bringen Sie den Mistkerl so bald wie möglich zur Strecke, damit die Frauen in New York wieder ruhig schlafen beziehungsweise sich ohne Angst auf die Straße wagen können." Seitdem waren wir auf der Jagd nach dem kranken Unbekannten, der seinen Opfern schreckliche Dinge antat.

Nie hätte ich gedacht, dass nicht wir ihn finden würden, sondern er mich, aber genau das passierte, und zwar in dieser rabenschwarzen Nacht, als ich aus dem "Pussy" trat und zu meinem Wagen ging.


2

Die Brimlays, Vater und Sohn, waren rührige "Unternehmer", denen kein Geschäft zu schmutzig war. Sie hatten ihre Finger überall da drin, wo für sie genügend Kohle herausschaute, importierten gut gefälschte Luxusware, die von echter nur von Experten zu unterscheiden war, organisierten profitversprechende Einbrüche und hielten ihre schützende Hand über einige rasiermesserscharfe Bordsteinschwalben - natürlich nicht gratis, sondern gegen eine entsprechende Gebühr.

Seit kurzem war Otis, der Junior, leidenschaftlich in eine langbeinige Blondine namens Zoe Molina verliebt. Sie konnte alles von ihm haben. Er betete sie an, war Wachs in ihren Händen und rasend eifersüchtig und hätte am liebsten jeden Kerl, der sie begehrlich ansah, umgebracht. Nicht auszudenken, was er getan hätte, wenn Zoe mal fremdgegangen wäre. Er wäre in so einem Fall imstande gewesen, ohne Rücksicht auf Verluste die Welt untergehen zu lassen.

Zach Brimlay legte die Hände auf seinen nicht sehr großen, aber doch vorhandenen Bauch und rülpste verhalten. "Ich habe mich mal wieder überfressen", stöhnte er. "Das kann ich mir einfach nicht abgewöhnen. Wenn es mir schmeckt, lange ich zu, ohne einen Gedanken an die Waage zu verschwenden. Die Reue kommt immer erst am nächsten Morgen. Dabei weiß ich genau, was zu tun ist, damit man nicht zu sehr aus dem Leim geht. Bewegung machen. Kalorien zählen. Süßes meiden. Keinen Alkohol, sondern Wasser trinken. Nichts mehr nach siebzehn Uhr essen... Ich weiß das alles, aber halte ich mich daran? Nein. Ich bin ein unverbesserlicher Genussmensch, der sich weder beim Sex noch beim Essen, noch sonst wo beherrschen kann. Wahrscheinlich wird mich mein exzessiver Lebenswandel bei der Endabrechnung zehn Jahre kosten, aber ich lebe lieber neunzig ausschweifende Jahre als hundert enthaltsame."

Die beiden gut gekleideten Männer saßen in einem Restaurant nahe dem Times Square. Man hätte Zach und Otis Brimlay für erfolgreiche Wallstreet-Broker halten können. Wie Gangster sahen sie nicht aus.

Otis hob sein Rotweinglas. "Es lebe die Völlerei."

"In deinem Alter hatte ich auch noch keine Gewichtsprobleme", brummte Zach Brimlay. "Zwanzig Jahre. Meine Güte. Da konnte ich noch einwerfen, was ich wollte, ohne auch nur ein einziges Gramm zuzunehmen. Ich habe wie ein Scheunendrescher gefuttert und alles gevögelt, was nicht schnell genug auf dem Baum war. Ob du's glaubst oder nicht, ich hatte in deinem Alter einen Dauerständer. Der war einfach nicht kleinzukriegen."

Otis trank einen Schluck. "Und wie ist das heute?"

Zach grinste. "Na ja, mit vierzig lässt die Spannkraft ein wenig nach, ist aber immer noch ganz okay." Er beugte sich vor. "Mir ist da etwas zu Ohren gekommen, worüber ich mit dir reden möchte."

"Ich höre", sagte Otis. Er war die jüngere Ausgabe seines Vaters, sah diesem sehr ähnlich. Harte Züge, hohe Stirn, dunkles Haar, Glubschaugen. Fast genau so hatte Zach mit zwanzig Jahren ausgesehen. Es gab Fotos, die das bewiesen.

"Schon mal von 'Platin Impact' gehört?", fragte Zach Brimlay seinen Sohn.

"Nein." Otis leckte sich die Lippen.

"Das ist eine Firma, die kürzlich von drei betuchten Juwelieren gegründet wurde", erklärte Zach Brimlay. "'Platin Impact' bunkert ein Vermögen im Tresor."

Otis lachte leise. "Du hast doch nicht etwa vor, dich daran zu vergreifen."

Zach Brimlay nickte ernst. "Doch, das habe ich, aber das können wir beide nicht allein stemmen, deshalb solltest du dich mal nach drei, vier geeigneten Männern umsehen, die bereit wären, mitzumachen."

Otis feixte. "Soll ich ein Ganoven-Casting veranstalten?"

"So etwas in der Art", antwortete Zach Brimlay, "aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit, und die Besten der Besten dürfen dann an unserem Coup teilnehmen."


3

Er war auf einmal da. Ein Phantom. Ein Mann ohne Gesicht. Er kam aus dem Nichts, trat mir entgegen, trug ein dunkles Kapuzen-Shirt und knurrte: "Perry Ryker?"

Ich nickte. "Yepp."

"Special Agent Perry Ryker vom FBI?" Er wollte es ganz genau wissen.

"Der bin ich", bestätigte ich.

"Und ich bin der, den ihr sucht", sagte der Typ ohne Visage. "Der, vor dem sich alle Weiber fürchten."

Ich zeigte auf meinen Wagen und bot ihm an, ihn ins Field Office zu bringen, doch das wollte er nicht, also fragte ich ihn, was er wollte.

"Dich umlegen, G-man", sagte er eisig, zog eine riesige Kanone und richtete sie auf mich.

Damit konnte man Löcher, groß wie Tomaten ballern. Es war so dunkel, dass ich die Waffe kaum sehen konnte. Ein leichter Schimmer lag auf ihrem Lauf. Ich spürte kalten Schweiß auf meiner Stirn und dachte an meine SIG Sauer, die im Schulterhalfter steckte. Konnte ich sie ziehen und auf den Frauenmörder abfeuern? Kann man schneller sein als ein Finger, der bereits am Abzug liegt und sich nur noch zu krümmen braucht? Ganz bestimmt nicht. Aber... Der Killer rechnete bestimmt nicht damit, dass ich so etwas Verrücktes tun würde, und das war vielleicht ein Vorteil, den ich nützen sollte. Besser, diesen Versuch zu wagen, als einfach nur da zu stehen und auf die tödliche Kugel zu warten, sagte ich mir.

Um ihn abzulenken, versuchte ich ihn in ein Gespräch zu verwickeln und ihm gleichzeitig klar zu machen, dass ich nur meinen Job tat.

"Du bist lästiger als eine Filzlaus, Ryker", fauchte er feindselig.

Ich fragte ihn, warum er diese grausamen Morde begangen hatte.

"Weil Weiber nichts wert sind", stieß er hasserfüllt hervor. "Sie sind der größte Irrtum der Evolution, die Wurzel allen Übels, deshalb gehören sie ausgerottet, und du hast nicht das Recht, mich daran zu hindern. Niemand hat das. Ihr solltet froh sein, dass sich endlich einer gefunden hat, der diese wichtige Mission übernimmt. Ich führe diesen Kreuzzug gegen das Böse, um die Welt zu retten. Frauen haben keine Daseinsberechtigung. Sie sind abgrundtief schlecht, lügen, betrügen, verführen und bringen mit List und Tücke größtes Unheil über uns. Wir haben durch eine von ihnen das Paradies verloren. Grausame Kriege wurden ihretwegen geführt. Sie sind eine fürchterliche Plage, eine Seuche, bringen Leid, Not und Tod über die Welt, deshalb müssen sie weg."

Mann, was bist du krank, dachte ich. Er verstieg sich sogar zu der irren Behauptung, Gott hätte ihm aufgetragen, den größten Fehler, den er jemals gemacht habe, zu tilgen und diese "wertlosen schwanzlosen Wesen" auszuradieren.

Mir reichte es. Ich wollte nichts mehr hören, griff gedankenschnell zur Waffe und es kam, wie es kommen musste. Ehe ich meine SIG Sauer aus dem Leder bekam, zog der Killer den Stecher durch. Sein Schießeisen brüllte mich an, der grelle Mündungsblitz blendete mich, ein harter Schlag traf meine Stirn, ich fiel auf den Rücken und war...

...tot!


4

"Wie viel Zeit habe ich?", erkundigte sich Otis Brimlay.

"Fürs Casting?"

Otis nickte.

"Die Sache eilt nicht", gab sein Vater zur Antwort. "Wann immer wir bei 'Platin Impact' zuschlagen – die Klunker werden da sein." Er winkte der leicht geschürzten Kellnerin und verlangte die Rechnung. Als sie sich entfernte, grinste er breit. "Die Kleine gefällt mir. Ich hab schon wieder einen Harten. Vielleicht sollte ich ihr ein Angebot machen, das sie nicht ablehnen kann. Was meinst du?"

"Wenn du's nötig hast, nur zu", gab Otis gleichgültig zur Antwort.

Zach Brimlay zog die Augenbrauen hoch. "Soll ich die Muschi gleich für uns beide klarmachen?"

Otis hob abwehrend die Hände. "Vielen Dank, kein Interesse."

"Die Mieze könnte dir sehr viel Gutes tun."

"Ich hole mir bei Zoe, was ich brauche."

Zach Brimlay schüttelte verständnislos den Kopf. "Es gibt so viele geile Weiber, Junge, wie kann man da nur so sehr auf eine einzige Frau fixiert sein?"

"Das kannst du nicht verstehen, wie?"

"Nein, kann ich nicht", stimmte Zach Brimlay zu. "Wir Männer haben gegenüber dem weiblichen Geschlecht eine Verpflichtung, mein Sohn. Es ist unsere Aufgabe, so viele wie möglich mit unserem Zauberstab glücklich zu machen. Dafür hat ihn uns Mutter Natur schließlich geschenkt."

Otis' stummgeschaltetes Smartphone begann zu vibrieren, und Zoes apartes Gesicht erschien auf dem Display. Er nahm den Anruf hastig entgegen. "Zoe-Baby", sagte er verliebt.

"Wo bist du, Otis?"

Er sagte es ihr.

"Hast du ein bisschen Zeit für mich?" Ihre Stimme klang lasziv.

"Klar doch, Süße, immer."

"Ich hab was genommen", hauchte sie verführerisch.

Er griente. "Und jetzt bist du high."

"Und fürchterlich geil", gestand sie ihm. "Ich sehne mich nach dir, Otis. Ich brauche dich. Ich hab mir's schon mit dem Vibrator besorgt, aber das reicht nicht. Ich brauche etwas Echtes, Lebendiges in meinem heißen Döschen. Wenn du nicht gleich zu mir kommst, weiß ich nicht, was ich tue."

"Ich bin gleich da", sagte Otis mit belegter Stimme, beendete das erregende Gespräch und stand hastig auf. "Ich muss gehen."

Zach Brimlay feixte. "Schieb 'nen Gruß von mir mit rein."

Otis flitzte davon.

Die Kellnerin kam mit der Rechnung, und Zach Brimlay gab ihr so viel Trinkgeld, dass ihr sofort klar war, was er dafür haben wollte, und sie hatte nichts dagegen, es ihm nach Dienstschluss zu geben.

Zoe Molina empfing Otis nackt und so zugedröhnt, wie er es noch nie bei ihr erlebt hatte. Er machte sich ein wenig Sorgen um sie und wollte wissen, was sie alles genommen hatte.

Sie zuckte mit den Achseln, und ihre prächtig geformten Titten hüpften dabei. "Kann ich nicht sagen", gab sie mit schwerer Zunge zur Antwort. "Ich habe mich einsam gefühlt, ein bisschen herumexperimentiert und mir einen coolen Cocktail gegen die Langeweile gemixt – und das kommt dir nun zugute." Sie kicherte, griff ihm verlangend zwischen die Beine, schaukelte seine Eier und keuchte gierig: "Komm mit ins Schlafzimmer und erlöse mich von meiner entsetzlichen Geilheit."


5

Ich schreckte schweißgebadet hoch, war nicht tot, hatte die Begegnung mit dem Frauenmörder zum Glück nur geträumt. Verdammt, dachte ich, der Fall beschäftigt dich so sehr, dass er dich bis in deine Träume verfolgt. Mein Herz klopfte wie verrückt, mein Puls raste. Ich warf einen Blick auf die Digitalanzeige meines Radioweckers. Ein Uhr elf. Ich schob die Bettdecke zur Seite, stand auf, ging in die Küche, öffnete den Kühlschrank, löste eine Bierdose aus dem Sixpack, öffnete sie und löschte gierig meinen Durst.

Sobald die Dose leer war, drückte ich sie flach, warf sie in den Mistkübel und ging ins Bad, um zu duschen. Anschließend hockte ich mich im Frotteemantel vor die Glotze und sah mir einen schwachsinnigen Schwarzweiß-C-Western an, in dem die Indianer immer um denselben Pappmaschee-Felsen ritten und wie junge Hunde bellten, denen man soeben die Rute kupiert hat. Aber der blöde Film hatte dennoch etwas Gutes: Er bewahrte mich vor der Fortsetzung des schrecklichen Albtraums.

Am nächsten Morgen erschien ich blass wie ein Zombie im Büro. Luke Webber, mein Partner, war noch nicht da, und obwohl ich mich bis in die Haarspitzen mit Koffein vollpumpte, sah ich weiterhin ziemlich scheiße aus.

"Bist du letzte Nacht gestorben?", fragte Luke, als er zur Tür hereinkam.

"Ja", gab ich zu. "Wer hat es dir gesteckt?"

Luke setzte sich an seinen Schreibtisch. "Du siehst aus wie eine wandelnde Leiche."

"So fühle ich mich auch", gab ich zur Antwort.

"Was ist passiert?", wollte mein Kollege wissen.

Ich erzählte es ihm.

Luke raufte sich die Haare. "Heilige Scheiße, was bin ich froh, dass ich das nicht geträumt habe. Ich glaube, ich wäre heute Morgen nicht zum Dienst erschienen."

"Da siehst du mal wieder, wie überdurchschnittlich stark mein Pflichtbewusstsein ausgeprägt ist", sagte ich.

"O ja, von dir kann man in Punkto Selbstdisziplin echt was lernen."

Ewan Wood streckte seinen kahlrasierten Eierkopf zur Tür herein. "Hallo, Leute."

"Was geht ab, Mann?", fragte Luke aufgekratzt. Seine Nacht war ja gut gewesen.

"Meine Güte, Perry, wie siehst du denn aus?", fragte mich unser Kollege.

"Wie geht es deiner Frau?", fragte ich zurück.

"Ist das Baby endlich da?", erkundigte sich Luke.

Ewan Wood seufzte gequält. "Leider nein."

"Noch immer nicht?", sagte Luke. Er sah mich grinsend an. "Der kleine Racker ist so lahmarschig wie sein Vater."

"Vielleicht will er nicht heraus, weil er weiß, welcher Name ihn erwartet", sagte ich.

Luke verzog das

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Texte: (C) ALFRED BEKKER CASSIOPEIAPRESS
Tag der Veröffentlichung: 16.10.2015
ISBN: 978-3-7396-1839-5

Alle Rechte vorbehalten

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