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Die Amsel schlägt mit hellem Schall.
Vier Wände geben Widerhall,
mit hundert Fenstern blind und stumm,
und hundert Kammern ringsherum.

In hundert Träume dringt die Lust
der liebestrunknen Amselbrust;
durch hundert rote Herzen geht
ein einzig schauernd Lenzgebet.

Erregter eilt des Blutes Gang
beim lebensheißen Nachtgesang.
Ins erste Grau der Morgenluft
steigt geisterfern ein süßer Duft.

Die Sonne strahlt durch Dach und Stein
in hell sie grüßend Blut hinein.
Es ist ein Haus in dieser Nacht
durch Vogelruf zum Blühn erwacht.


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