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Mag noch ein Lied in dieser Zeit ertönen,
Die übertreibt all, was sie spricht und denkt,
So daß ihr Ohr, vorsichtig durch Gewöhnen,
Das Wahre selbst erst mindert und beschränkt?

Gib dein Gefühl, der Hörer wirds mißdeuten,
Lobst du mit Maß, erscheinst du rauh und hart.
Gelehrig, aber langsam sind die Zeiten,
Und rasch ist, rasch und blind die Gegenwart.

So kehrt denn heim, ihr meine wahren Zeilen,
Du warm Gefühl, um das nur ich gewußt;
Und will die Welt nicht unsre Freude teilen,
So freun wir uns allein in stiller Brust.

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Tag der Veröffentlichung: 05.05.2011

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