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Die Blume lacht




Die Blume lacht
Der Regen fällt
Warum lacht sie
Trotzt der Welt
Es ist das Rauschen zwischen Zweig
Und Ast
Das macht
Das die Blume schweigt
Und lacht





Die Raben



Ein Rund, ein Rund, dreht sich
Mal schön, mal frei
Im Wasserdunst
So grün, die Blätter frisch im Mai
Wie Rosen mich
Betören durch Natur als Kunst

Die schwarzen Herren drehen
Sich weiter, Rund um Rund
Das Wasser beträgt sich heiter
Ein Lächeln spielt um meinen Mund
Wieso auch nicht: Es wir vergehen


Ein neuer Tag


Ein neuer Tag ist angebrochen
Der Regen fällt
Nass und kalt und ohne Ende
Aus des Himmels Himmelszelt


Die Wege glatt
Die Pfähle morsch
Die Bäume trüb
Die Gemüter forsch

Und doch sind alle froh,
dass sie am Leben sind
da heute ein neuer Tag beginnt.



Herbstliebe


Jemand sagte einst, dass seine Liebe ein Blatt sei
Das fliegt im Wind
Und das es dahin gleite, völlig frei
Bis die Winde zu Ende sind
Dann landet es an einem Morgen
Sicher und gut geborgen
Auf einem anderen Blatte,
welches dieselbe Seele hatte
Dann entsteht die Liebe
Entsteht ein neuer Baum
Und was immer Liebe bliebe
Ward’ nimmermehr ein Traum



In Gelb und Rot



Alles färbt sich in Gelb und Rot
Es welkt der Sommer, schneller
Als seine Blüten und Blätter
Und es leuchtet die Sonne greller
Als brächten Wind und Wetter
Den Tod

Es funkelt unter kaltem Glanz
Sowohl Granit als auch Metall
Beschienen von der Wärme des Lebens
Zeigt sich die Kälte überall
Es beleuchtete die Sonne vergebens
Den majestätischen Blätterkranz


Jenseits von Sommer und Winter


Am Ende aller sommerlichen Glut
der Regen still besingt
die Steine vor dem Tore
und nur der Herbst weiß
was er bringt

Stich für Stich
In Gelb und Rot
Das Licht blendet
Äpfel und Zitronen
Und der Tag ist auch schon tot

Von vielen kalten Winden
Herausragend gekürt
Sind all die schönen Kronen
Längst von ihm verführt
Und schwingen ihre Häupter
Im Einklang der Musik


Magic


In des schönes Sommers Pracht
Wenn Gräser ihre Häupter neigen
Die Erde leis’ erwacht
Und sich lautlos sanft, die Blüten zeigen

Die Bäume im Gesang sich wiegen
Geflutet vom Licht
Am Himmel Wolkenfetzen fliegen
Oder auch nicht

Wenn kalte Luft gleich wärmer wird
Wenn Winde um die Häuser wehn’
Wenn Bäume eine Krone kürt
Und Leben still spazieren gehn’

Dann ist es Magie, der Zauber der uns führt
Und der stets, das Lebensfeuer in uns schürt

Der Eindruck ist da, der Ausdruck bleibt verborgen
Wo die Dämmerung anbricht, da ist auch eine Spur von Morgen

Ein letzter Kuss von der Natur
Auf die erfüllte Seele
Glaubst du, oder verstehst du nur
Du hast die Wahl: wähle.


Ruhe Herz


Wenn magisch die Vögel
Ihren Gesang erheben
Und die Bäume leis’
Ihre Träume weben
Und das Gras still, ein Sonnet ersinnt
Dann ruhe glücklich Herz
Ruhe geschwind


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Tag der Veröffentlichung: 13.01.2010

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