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1 Der Tag der alles veränderte! 

Die Menge johlte und grölte:" Küssen, küssen, los macht schon!" Mir rutschte das Herz in die Hose. Was war das für ein Alptraum. Ich stand hier mit Seg auf der Siegesfeier des gewonnenen Footballspiels mitten in der Menge und sollte ihn küssen, mit Zunge, zwei Minutenlang. Und das nur weil wir das dümmste Partyspiel aller Zeiten spielten: Flaschendrehen! Seg schien ähnlich begeistert wie ich. Er kratzte sich am Kopf und fuhr sich dann durch das Haar. " Was soll der Schwachsinn. Ich küss doch keinen Mann! Die anderen mussten auch nur Frauen küssen." schimpfte er lautstark. Sein Einwand wurde damit entkräftet, das die anderen einfach Glück gehabt hätten, weil sie eben Mädchennamen gezogen hatten. " Hey Seg, du bist der Teamkapitän du solltest mit gutem Beispiel voran gehen. Spielschulden sind Ehrenschulden! Also Zier dich nicht so, ist doch nur ein Spiel!"  Seg zuckte mit den Schultern und sah zu mir rüber. Ich wusste das er mich nicht besonders mochte. Ich war neu im Team, und ich war gut. Er betrachtete mich als Konkurrenten. Fragend sah er mir in die Augen, bat um Zustimmung. Ich nickte kurz, was blieb  mir auch anderes über, wollte ich die Menge nicht gegen uns aufbringen. Außerdem was war eigentlich dabei, es war nur ein Spiel. Unsicher machte ich einen Schritt auf ihn zu senkte meinen Blick auf seine Lippen, die ich gleich küssen würde. " küssen, küssen , küssen!" die Menge ließ nicht locker.Seg's Schultern strafften sich, verstohlen schaute er sich erst um, dann machte auch zwei Schritte auf mich zu und schaute mir in die Augen. " Wollen wir?" das war keine Frage, denn im nächsten Augenblick fuhr er mir mit der Hand an der Wange vorbei ins Genick und zog mich dicht zu sich heran. In seinen Augen waren die Widersprüchlichsten Gefühle zu lesen und machten mich damit noch unsicherer als ich eh schon war. Er hatte Angst, genau wie ich. Wovor wir Angst hatten? Vielleicht davor das uns das folgende gefallen konnte! Oder eher, das die anderen denken könnten es würde uns gefallen. Er war aufgeregt! Warum? Weil die Situation so ungewöhnlich war, weil wir gleich einen sehr intimen Kuss miteinander haben würden. 
Ich war deshalb aufgeregt! Neugierde und gleichzeitig Abscheu? Warum? Wie würde es sein einen Mann zu küssen, wie würde er schmecken, wäre es ekelig ? Und da wären wir schon beim Thema Abscheu. Das alles ging mir durch den Kopf wärend wie s dicht voreinander standen und jeder auf die Bewegungen des anderen lauerte. Ich schloss die Augen damit ich ihn nicht mehr anschauen musste. Als hätte er nur darauf gewartet spürte ich erst kurz seinen Atem, der nach Bier roch und dann seine Lippen auf meinen. Ohne lange nachzudenken erwiderte ich die zarte Berührung, öffnete meine Lippen einen Spalt breit. Seg tat es mir gleich, saugte kurz an meiner Unterlippe, dann ich an seiner. Es war ein schönes Spiel , das mir einwenig den Atem nahm. Die Menge um uns herum johlte und schrie, feuerte uns an endlich mit Zunge zu küssen. Wir machten aber erst mal so weiter wie zuvor, gewöhnten uns aneinander. Seg schmeckte nach Bier und nach Mann, er schmeckte gut und irgendwann rutschte meine Zunge ganz von allein in seinen Mund, wo sie schon erwartet wurde. Wir stießen uns gegenseitig zart aber bestimmt an. Und ich legte meine Hand ebenfalls in Segs Nacken um ihn näher an mich heran ziehen zu können. In meinen Ohren rauschte es und in meinem Bauch flogen hunderte von Schmetterlingen. Begierig öffnete ich meinen Mund weiter um Tiefer von Seg geküsst werden zu können. Der kam meinen Wunsch auch prompt nach. Alles ging ganz automatisch, als hätten wir uns nicht zum ersten mal geküsst. Es war vertraut und neu zugleich. Vertraut, weil wir schliesslich nicht zum ersten mal küssten. Mit Mädchen hatte ich mich schon hundert mal geküsst. Neu deshalb weil in diesem Kuss eine andere Dynamik steckte. Seg war ein Mann und er küsste auch so, fordernd, bestimmend und irgendwie geil. Seine Körperhaltung war dominieret und in seiner Umarmung lag Stärke.
War ich bei Mädchen dominant wurde ich jetzt von Seg dominiert. Der Kuss geilte mich auf, und es viel mir schwer das zu verbergen. Gerade vernahm ich das wir Halbzeit hatten und ich nahm mir vor den Rest des Kusses zu genießen. Seg schien es ähnlich zu gehen, denn er fuhr gerade wieder mit der Zunge tief in meinen Mund, suchte meine Zunge. Ich kam ihm entgegen, setzte kurz ab , um Luft zu holen. Seg kam mir mit leicht geöffneten Lippen entgegen und schob mir für alle sichtbar die Zunge erneut in den Mund. Das wurde sogleich mit lautem Geschrei und Gejohle quittiert. Ein paar mal noch schmeckten wir einander saugten an den Lippen des anderen, dann vernahmen wir von der Spielleitung das Abbruchsignal. Seg löste sich wiederstrebend von meinen Lippen, öffnete seine Augen und sah mich mit verhangenen vor Erregung glasigen Blick an. Ich musste mich auch erst einmal wieder fangen und atmete tief durch und leckte über meine Lippen. Verlegen fuhren wir uns fast synchron durchs Haar und zogen unsere Tshirts nach unten. Die Menge um uns herum war still geworden. Starrte uns an als wartete sie auf etwas. " Hey Leute was ist los! Habt ihr nicht genau das gewollt, also warum klatscht und jubelt ihr jetzt nicht für mich und meinen neuen Lover!" Seg sah fragend in die Gesichter der umherstehenden. Gespielt verliebt sah er mich an und legte mir einen Arm um die Schultern. " wollt ihr etwa eine Zugabe?" spielte ich mit, sah ihn auffordernd in die Augen.
Seg lies Taten folgen und drückte mir kurzerhand noch einmal seine Lippen auf. Jetzt johlte die Menge wieder und klatschte Beifall. Ich nickte ihm zu, er klopfte mir auf die Schulter und wir gingen getrennter Wege. Darauf brauchte ich erst mal ein bis zwei harte Drinks. Mein Weg führte mich an eine der zwei Bars wo ich mir genau das was ich gerade brauchte: zwei Tequila bestellte. Ich kippte die zwei Drinks zügig runter und erst dann erlaubte ich mir einen Blick in den Raum. Die Stimmung war gut. Die Leute tanzten lachten und tranken. Ab und zu klopften sie mir auf die Schulter. Sagten Sachen wie:" geile Nummer eben!" oder:" wenn ich's nicht besser wüsste würde ich glauben ihr zwei wärd schwul!"  Ich sah mich weiter um und entdeckte an der anderen Bar Seg, der auch gerade einen harten Drink zu sich nahm. Bei seinem Anblick flogen mir sofort wieder tausend Schmetterlinge in den Bauch. Was war da gerade zwischen uns geschehen. Der Kuss war aufregend gewesen, irgendwie geil. Am geilsten war es von ihm so dominiert zu werden, geküsst zu werden. Es verwirrte mich, das es mich erregte von einem Mann geküsst zu werden. War ich etwa bisexuell oder gar schwul? Seg hatte mich auch entdeckt und nickte mir zu, wendete such dann aber schnell wieder seinen Freunden zu. Da ich neu in der Stadt und an der Schule war kannte ich nicht all zu viele Leute. Vivien, eine der weniger angesehenen Mädchen aus der Streberfraktion kam zu mir herüber. Das sie und ihre Freundinnen diesem Saufgelage überhaupt beiwohnten war schon seltsam." na, Jaden da hast du ja gerade ne wilde Nummer mit Mr. Big Seg abgezogen!" fing sie das Gespräch an und legte mir vertraulich eine Hand auf die Schulter." wir haben uns geküsst, na und!" antwortete ich bemüht unbekümmert. Vivien hätte richtig hübsch aussehen können, wäre da nicht diese furchtbare Brille hinter der sie ihr halbes Gesicht versteckte. Der strenge Zopf und die spießigen Klamotten rundeten den unvorteilhaften Gesamteindruck ab. Trotzdem mochte ich sie, sie und ihre Art messerscharf Menschen zu analysieren. Und sie mochte mich, obwohl ich ein Sportler war, denn die mieden sie und ihre Streberfreunde wie der Teufel das Weihwasser.
" Nur geküsst? Ich bin ein guter Beobachter das weißt du, und da ich eher selten selbst geküsst werde, bin ich gut darin andere dabei zu beobachten. Glaub mir, Seg war ganz schön aufgegeilt!" schloss sie ihre Beobachtung ab. Genau wie ich auch, dachte ich bei mir. Natürlich sagte ich das nicht." woran hast du das denn gesehen?" wollte ich wissen. "wenn, du es nicht selbst bemerkt hast. Er hatte einen total verklärten Gesichtsausdruck, der war nicht gespielt oder so. Seine ganze Körpersprache hat das gezeigt." sie sah mich verschwörerisch an" naja, du sahst auch ziemlich aufgegeilt aus!"  Mir wurde ganz flau im Magen. Wenn sie das gesehen hatte, dann hatten die anderen es wahrscheinlich auch bemerkt. " da du nicht protestierst , habe ich wohl Recht!" triumphierend sah sie mich an. " Du spinnst, aufgegeilt war ich nicht, aber kalt gelassen hat es mich natürlich auch nicht!" gab ich zu. " wenn ich von Seg geküsst worden wäre, hätte es mich auch aufgegeilt, glaub mir!" bei dieser Bemerkung lächelte sie etwas verklärt. Ich bestellte mir ein Bier und versuchte das Thema zu wechseln, was mir tatsächlich  auch gelang. Wir redeten über das Spiel, über die Party , wir lästerten über ein paar Mitschüler und hatten unseren Spass. Hin und wieder suchte mein Blick verstohlen nach Seg. Er trank jedesmal Bier und schien sich blendend zu unterhalten. Die Mädchen hingen in einer Traube an ihm. Und trotzdem ertappte ich ihn dabei wie auch er mehrere Male zu mir rüber schaute.
Der Alkohol setzte mir langsam zu, und so beschloss ich mich die Party zu verlassen. Ich verabschiedete mich von Vivien und ihren Streberfreunden, grüßte zum Abschied meine Teamkolegen und verlies ziemlich angetrunken den Saal. Vor der Tür saßen Seg und sein engstes Gefolge. " tschau, Seg, viel Spass noch!" ich hob die Hand zum Gruss und wartete die Antwort gar nicht erst ab. Mit leicht schwankenden Gang lief ich die Straße entlang. Von weiten hörte ich noch ein " tschau Jaden" und ein Lächeln umspielte meine Lippen. Wie ich ins Bett gekommen bin weiß ich nicht, meine Träume waren wirr und ich glaube auch feucht. Und ich erwachte mit einer eisenharten Morgenlatte. Mechanisch begann ich mich zu wichsen. Mit wachsender Erregtheit schweiften meine Gedanken ab zur Party zu Seg und wie er mich geküsst hat. Kaum dachte ich daran ging es auch schon ziemlich schnell. Meine Eier zogen sich zusammen und keine zwei Sekunden später spritzte ich ab.
Nachdem ich die Sauerei von Bauch und Händen mit einem Taschentuch entfernt hatte, lies ich mich zurück in die Kissen fallen! Ärgerlich fuhr ich mir durchs Haar. Warum war das erste an was ich denken musste dieser  blöde Kuss mit Seg? Noch viel schlimmer war, das es mir sofort gekommen war, als ich daran dachte. Das durfte doch nicht war sein. Ich zwang mich meine Gedanken weg von Seg und dem Kuss zu lenken. Es gelang mir erst nach mehreren Versuchen. Beim Duschen klappte es nicht, ganz im Gegenteil, ich musste aufpassen nicht wieder an mir herumzuspielen und es mir noch einmal auf diesen Kuss zu besorgen. Später beim Frühstück wurde es dann besser. Meine Familie lenkte mich ab. Meine kleine Schwester schaffte es schließlich. Zusammen mit ihr vergaß ich alles. Ich liebte dieses Kind abgöttisch. An den Sonntagen beschäftigte ich mich immer gern mit ihr. Wir beschlossen mit dem Hund spazieren zu gehen.  
Ausgelassen liefen wir hinaus. Die Sonne schien, der Himmel war blau, alles war perfekt für einen Spaziergang. Meine Eltern hatten ein Haus außerhalb des Ortes gekauft und so liefen wir direkt hinaus auf die weiten Wiesen. Zwei Stunden tollten wir mit dem Hund um die Wette und ich vergaß total Seg und den Kuss.  Wieder zu Hause angekommen verzog ich mich auf mein Zimmer. Mit dem Laptop auf dem Schoss machte ich es mir auf dem Bett bequem und checkte meine Emails. Ein paar alte Freunde aus der Stadt aus der  wir weggezogen waren hatten gemailt und hielten mich mit dem neusten Klatsch und Tratsch aus meinen ehemaligen Freundeskreis auf dem Laufenden. Dann entdeckte ich eine Email von Vivien. Deren Inhalt brachte mein Blut in Wallung. " Schau was ich auf ytoube gefunden habe. Das ist wirklich Oskarreif" zwei Links waren beigefügt. Mit zitternden Finger öffnete ich den Link. Das Video startete und mir schoss das Blut vor Scham in den Kopf. Man hatte uns gefilmt während des Kusses. In Zeiten von Handykammeras natürlich keine Seltenheit. Vivien hatte Recht, das ganze war wirklich großes Kino. In erstaunlich guter Qualität hatte jemand unser kleines Intermezzo festgehalten. Nach dem ersten Schock schaute ich genauer hin. Die ersten Berührungen unserer Lippen sahen noch spielerisch aus. Aber dann merkte man schon das wir mehr Spass an der Sache hatten. Spätestens als wir begannen uns mit Zunge zu küssen war uns deutlich die Erregung ins Gesicht geschrieben.
Seg hatte während des Kusses die Augen auch geschlossen. Er küsste fordernd, hatte die Führung, das war an seiner Körperhaltung ersichtlich. Vivien hatte recht er sah aufgegeilt aus besonders, wo er mir für alle sichtbar die Zunge in den Mund geschoben hatte. Dumm war nur, das mich das auch ziemlich angemacht hatte. Auch das konnte man deutlich sehen. Als wir den Kuss beendeten sahen wir beide wie ertappte Sünder aus. Ich schaute das Video immer und immer wieder bis ich jedes Detail in  und auswendig kannte. Der Platz in meiner Hose war beim Schauen immer enger geworden und ich ärgerte mich darüber das mein Körper ein Eigenleben entwickelte, welches mir ganz und garnicht gefiel. Ich war gerade dabei es mir auf das Video selbst zu besorgen, als mein Telefon klingelte. Ich drückte das Gespräch weg, weil ich kurz davor war zu kommen. Erst als ich wider halbwegs zu Atem gekommen war schaute ich nach wer mich da angerufen hatte. Mit der Nummer konnte ich nichts anfangen. Kurz darauf traf eine Sms ein.  Es war Seg! " komme gleich zu dir, müssen dringend miteinander sprechen!" stand dort. Na Klasse, das hatte mir gerade noch gefehlt. Hastig räumte ich mein Zimmer notdürftig auf, beseitigte die Spuren meiner Selbstliebe und wusch mich kurz um wenigstens halbwegs vernünftig aus zu sehen. Keine Sekunde zu früh war ich fertig und es klingelte an der Tür. Meine Mutter öffnete und führte Seg die Treppe hoch zu meinem Zimmer. Es klopfte :" Jaden, du hast Besuch ?" informierte sie mich. Ich straffte die Schultern und öffnete die Tür. Segs Anblick brachte mich einwenig aus der Fassung. Ich bat ihn rein und meine Mutter verzog sich wieder nach unten. "tolles Haus habt ihr! " bemerkte Seg mit anerkennenden Blick, wurde aber schnell wieder ernst:" das ist aber nicht der Grund warum ich hier bin."
" ich weiß!" ich schmiss mich auf meine alte Ledercouch und bot ihm den Platz neben mir an. Seg setzte sich hin, fuhr sich mit der Hand durchs Haar und zeigte auf das Laptop, das vor uns auf dem Tisch stand. " du hast das Video schon gesehen?" die Frage klang eher wie Gewissheit. Ich nickte nur. Mir war unbehaglich zu Mute. Eben noch hatte ich mir auf das besagte Video einen runtergeholt, jetzt saß ich hier mit Seg auf der Couch. Er hatte das Video  gestartet und wir rückten einwenig zusammen um besser sehen zu können. Obwohl ich es in und auswendig kannte war es jetzt doch komisch es mit Seg gemeinsam zu sehen. Wir starrten gebannt auf den Bildschirm und ab und zu auch verlegen in die Augen des anderen. Nachdem es zu Ende war startete Seg es erneut." was sollen wir nun machen? Ich meine jeder sieht das du voll auf meinen Kuss abfährst!" bei diesen Worten schaute er mich hilflos und ein wenig böse an. Ich glaubte mich verhört zu haben. Ich fuhr auf seinen Kuss ab, und er? " Und du bist völlig cool, nicht wahr, wer steckt mir den die Zunge bis zum Anschlag in den Hals? Ich glaub das bist du!" wehrte ich mich. Seg funkelte mich wütend an und griff fest in mein Thirt. Ich griff zur Abwehr ebenfalls zu. Ein kleines Handgemenge entstand in dessen Verlauf Seg schräg auf mir zu liegen kam schwer atmend hielt er inne, drückte meine Arme über meinen Kopf auf die Couch. Er starrte mich an und ich ihn. Mein Zorn wich einem unbeschreiblichen Verlangen ihn noch einmal zu küssen. Mein Atem kam flach und stoßweise und Ich leckte mir mit der Zunge über die Lippen. Seg hatte mich mit dem Blick fixiert und ich fühlte mich herrlich unterlegen. Sein Gewicht, das mir die Luft aus den Lungen drückte, seine Kraft mit der er mir die Hände festhielt, sein männlich herber Duft , all das liessen in diesem Moment meine Sinne vibrieren. Seg schien nicht zu wissen was er tun sollte. Sein Körper signalisierte mir das er das gleiche wollte wie ich, aber sein Verstand wehrte sich wohl noch einwenig. Ich wollte mich seinem festen Griff entziehen. Aber Seg drückte noch fester zu, signalisierte mir, das er hier das Sagen hatte. Schließlich näherte er sich langsam meinem Gesicht. Sanft aber bestimmt legte er seine Lippen auf meine, stupste sie an. Einmal, zweimal, bis ich diese Sanftheit nicht mehr aushielt und ihm mit meinem Gesicht entgegen kam. Stürmisch nahm ich Besitz von seinem Mund und bat mit meiner Zunge um Einlass. Er gewährte ihn mir und mit seiner Selbstbeherrschung war es geschehen. Der Kuss wurde wild und Ungestüm. Seg lies meine Hände los und ging mit seinen eigenen auf Wanderschaft. Er fand den Weg unter mein Tshirt, strich über meinen Bauch.
Strich immer höher, bis zu meiner Brust. Überall dort, wo seine Finger meine Nackte Haut berührten breitete sich wohlige Wärme aus. Mit einer Hand fuhr ich durch sein schwarzes, weiches Haar, lies mir die seidigen Strähnen durch die Finger gleiten. Seg spielte mittlerweile an meine kleinen runden Nippeln , die sich unter der Berührung hart aufrichteten. Ein Stöhnen entwich mir und das Blut schoss mir zum dritten mal an diesem Tag heiß in den Schoss. Schwerer Atem und raschelnder Stoff, unterdrücktes Stöhnen, mehr war nicht zu Hören. Seg küsste mich tief und fordernd, schob sich weiter auf mich. Mit dem einen Knie drängte er meine Schenkel auseinander. Während wir uns weiter ausgiebig küssten begann er sich rhythmisch an mir zu reiben. Ganz deutlich konnte ich seinen harten /Schwanz an meinem Bein spüren. Wow das machte mich an. Den Beweis seiner Geilheit zu spüren,  hard und greifbar. 
Ich wurde auch hart, allerdings war ich vom letzten mal noch etwas geschwächt. Ich fragte mich wie sich so ein fremder Schwanz in meiner Hand wohl anfühlen würde.    Ich lies meine Hand zwischen unsere Körper wandern und strich vorsichtig über die harte Beule zwischen Segs Beinen. Erschrocken hielt Seg meine Hand fest sah mir in die Augen. Als ich jedoch begann ihn sanft zu drücken und zu massieren lies er, getrieben von dem Wunsch nach Erfüllung, meine Hand wieder los. Er lies sich neben mich gleiten, öffnete die Knöpfe seiner Jeans und nahm meine Hand. Ich wusste das ich ihm einen runterholen sollte und ich ließ meine Hand vorsichtig in seine Hose gleiten. Schon spürte ich das harte, samtweiche pulsierende Stück Fleisch in meiner Hand. Seg stöhnte auf, barg sein Gesicht an meinem Hals.
Seg war nicht beschnitten, so wie ich. Ein bisschen seltsam war es schon einen anderen Penis zu streicheln, aber es war auch sehr vertraut. Das erste mal in meinem Leben war ich mir sicher, wie ich meinem Sexpartner Lust verschaffen konnte. Kein raten, kein Vermuten, wissen war die Devise! Es war alles ganz leicht, hatte ich es doch schon hunderte male an mir selbst praktiziert. Ich legte los, genoss die Aufregung etwas völlig neues zu tun. Seg stöhnte leise an meinem Hals. Seine Hand lag auf meiner Schulter, langsam wurde sein Griff fester. Sein Rücken bog sich durch. Ich wusste das es ihm gleich kam und presste meine Lippen auf seine Haare. Kurz stöhnte er auf, dann ergoss er sich heiß in meiner Hand. Ich wischte meine Hand einfach an meiner Jeans ab. Seg kam langsam wieder zu Atem. Sein Kopf lag immer noch in meiner Halsbeuge. Er strich über meine Brust, wurde wohl gewahr, das ich noch nicht zur Erfüllung gekommen war und glitt mit seiner Hand runter bis zum Bund meiner Cargohose. Als er über die harte Wölbung in meiner Hose fuhr, ohne mich dabei anzusehen, hielt auch ich seine Hand fest. Allerdings nicht aus Angst oder Scham. Verunsichert hob Seg den Kopf und sah mir in die Augen. " ich hab mir's heute schon zwei mal selbst besorgt, das letzte mal vor ner halben Stunde !" beruhigte ich ihn. Seg ließ sich erleichtert zurück sinken.
Da lagen wir nebeneinander auf meiner Couch. Unsicherheit machte sich breit. Was hatten wir gerade getan. Mir wurde gerade vor Scham einwenig übel, darum richtete ich mich hastig auf und griff mir die Wasserflasche, die neben der Couch stand. Ich trank ein paar Schlucke und reichte die Flasche Seg, der auch sogleich trank. " Hey Seg, " begann ich " was machen wir denn jetzt?" Seg fuhr sich mit gespreizten Fingern durchs Haar:" ich weiß nicht..." er machte eine Pause"... Ich weiss nicht mal wie das gerade passieren konnte!" Ich sah ihn an, sah sein zerzaustes Haar, seine Lippen, die vom dauerknutschen ein bisschen rot waren, den drei Tagebart und fragte mich wieso ich das plötzlich sexy fand. Ich meine einen Bart. Das muss man sich mal vorstellen. " ich weiß auch nicht wie das passieren konnte. Ich weiß nur das es schön war!"  Seg starrte vor sich auf den Tisch und antwortete nicht. Und da keimte zum ersten mal die Angst auf, das Seg alles anders sehen könnte wie ich. " ..." er räusperte sich, sah mich lächelnd an " Ja, das war es!" Erleichtert  ließ ich die Luft aus meinen Lungen, die ich vor Angst abgehalten hatte. " Du hast dir heute schon zwei mal einen runtergeholt?" fragte er ungläubig. Ich nickte. Lachend stieß er mir in Seite, ich knuffte zurück und schon war ein neues diesmal verspieltes Handgemenge im Gang. Es endete wie das erste, mit einem Kuss, einem Kuss, der mir die Angst nahm, das Seg anders empfinden könnte wie ich. Als wir uns voneinander lösten waren wir beide erleichtert. Seg blieb noch eine Weile, wir beschlossen in Zukunft alles ganz locker anzugehen, uns normal zu verhalten, sodass keiner etwas davon mitbekam das wir Körperflüssigkeiten austauschten. Treffen wollten wir uns nur heimlich. Das wichtigste aber war, das wir ehrlich miteinander sein wollten. Wenn einer keinen Sex mehr wollte sollte er dem anderen Reinen Wein einschenken. Ob das in der Praxis funktionierte wussten wir nicht. " ich muss gehen, meine Jungs warten im -drive in- auf mich!" Seg erhob sich und reichte mir die Hand um mir beim Aufstehen zu helfen. " ok, " unsicher begleitete ich ihn zur Tür, wusste nicht wie wir uns voneinander verabschieden sollten. Mit Kuss, ohne, oder wie? Seg nahm mir die Entscheidung ab. An meiner Zimmertür zog er mich am Hinterkopf nach vorn, und küsste mich zum Abschied. " mach's gut, Jaden, bis morgen!" dabei lächelte er verschwörerisch und mein Herz setzte einen Schlag aus um danach unruhig weiter zu schlagen.  Nachdem Seg gegangen war, musste ich erst mal wieder zu mir kommen. Die Geschehnisse der letzten zwei Tage überforderten mich irgendwie. Sie brachten mein schönes einfaches Heteroleben total durcheinander. Ich meine, ich hatte gerade den Schwanz eines anderen gewichst, was war da passiert. Schlimmer noch es hatte mir gefallen. Ich musste wohl doch Schwul sein, oder war das nur eine verspätete homoerotische Phase? Ich hörte das ich gerade eine Email erhalten hatte und konnte mir schon denken von wem sie stammte. Vivien hatte sie geschrieben, wie ich schon vermutet hatte. Von ihr hatte Seg meine Handynummer bekommen. " Was wollte Seg von dir, hast du das Video angesehen? " kurz und knapp war ihre Mail. Ich war mir nicht sicher ob ich vertrauen konnte !
Solange ich selbst nicht wusste, was genau ich für Seg empfand, wollte ich kein Risiko eingehen. Außerdem kannte ich Vivien noch nicht gut genug. Wir wohnten schließlich erst knapp vier Monate in Xxx . Was sollte ich ihr antworten? Am besten genauso kurz und knapp, wie ihre Frage. " Ja, ich habe das Video gesehen, mit Seg zusammen. Ist doch klar was uns morgen in der Schule erwartet, da wollten wir gewabnet sein." mehr wollte ich mich dazu noch nicht äußern. Sie schluckte die Antwort. Ich klappte das Laptop zu und holte mir aus der Küche etwas zu essen. Meine Mutter schaute mich fragend an, aber ich wich ihr aus, entschuldigte mich für den Rest des Tages und zog mich in mein Zimmer zurück. Die Nacht wurde sehr unruhig für mich. Ich grübelte, was mich und Seg wohl in der Schule erwarten würde. Angst machte sich breit. Wie würde Seg sich mir gegenüber morgen verhalten? Bereute er schon mit mir intim geworden zu sein? Was empfand ich eigentlich für ihn? Nun ja, bis gestern war er nur mein Teamkolege gewesen, ein gut aussehender und noch dazu der beliebteste Schüler der Schule. Gut aussehend war für mich auch relativ. Soweit ich das als Mann beurteilen konnte, hatte ihn die Natur reichlich verwöhnt. Der Kuss hatte alles was ich über mich und meine Sexualität zu wissen glaubte aus den Angeln gehoben. Erstaunlicher Weise schockte mich das weniger als erwartet. Wahrscheinlich lag das daran, das der Sex, oder vielmehr die sexuellen Handlungen, toll gewesen waren. Momentan überwog die Angst, das Seg keine weitere Annäherung wollte.
Warum ich davor Angst hatte? Tja, irgendwie war ich neugierig auf diese neue Spielweise der Sexualität. So schnell wollte ich das ganze noch nicht wieder aufgeben. Ein Piepsen signalisierte mir , das ich gerade eine Sms bekommen hatte. Ich wunderte mich, wer mir um 2:00 Uhr nachts wohl etwas zu texten hatte. Es war Seg:" kann nicht schlafen! Und du?"  Mein Herz machte einen Sprung, natürlich konnte ich auch nicht schlafen und das textete ich zurück . " muss immer an unser kleines Intermezzo heute denken!" kam Segs Antwort. Da waren sie wieder, die tausend Schmetterlinge in meinem Bauch. " ich auch, war schon irgendwie geil!" war meine Antwort. " ich bin total geil, wollen wir uns irgendwo treffen!" ich dachte ich hätte mich verlesen, aber er hatte das wirklich geschrieben. " du bist verrückt, ... Ok , wo?" mein Verstand setzte gerade aus und mein kleiner Freund begann für mich zu denken. Wir machten einen Treffpunkt ab, der für beide in ca. 10 Minuten zu erreichen war, denn der Druck der sich in meiner Hosen aufbaute, allein bei dem Gedanken an das was folgte, verlangte nach schnellem Abbau des selbigen. Seg und ich kamen kaum zeitversetzt an dem Kleinen Bootshaus, welches abgelegen am See lag, an. Wir waren mit dem Rad unterwegs, weil das keinen Lärm machte. Es war nicht leicht gewesen sich geräuschlos aus dem Haus zu schleichen. Wir warfen die Räder achtlos zur Seite und beeilten uns ins schützende Innere des Bootshauses zu kommen. Wir sprachen nicht miteinander sondern suchten den schummerigen Raum nach einer bequemen Ecke ab, in der wir es uns gemütlich machen konnten. Überall standen alte Kanus herum, Planen deckten diese zum Teil ab. In einer Ecke entdeckten wir ein paar alte Decken, auf die wir zielstrebig zusteuerten. Die Decken sahen einigermaßen sauber auf. Wir legten uns hin, dicht voreinander und sahen uns in die Augen. Obwohl wir unglaublich scharf aufeinander waren, traute sich zunächst keiner den Anfang zu machen. Dann hielt ich es nicht mehr aus und strich Seg durchs Haar, weiter runter bis zur Wange und dort verharrte ich. "küss mich!" flüsterte ich leise. Seg kam meinem Wusch augenblicklich nach. Wir küssten uns erst einwenig verhalten, dann aber brach die aufgestaute Geilheit aus uns heraus. Unsere Hände gingen auf Wanderschaft erkundeten den Körper des anderen. Alles an Seg war fest, doch die harten Muskeln waren von weicher glatter Haut überzogen. Natürlich wusste ich das die erogenste Stelle beim Mann sich zwischen seinen Beinen befand, aber Brust, Achseln, Ohren, die Innenseite der Arme und Schenkeln gehörten zu mindestens bei mir auch zu hocherogenen Stellen. "Zieh das aus !" bat ich ihn und half ihm aus seinem Tshirt. Mein eigenes Shirt folgte und landete achtlos auf dem staubigen Fussboden.
Der Weg war nun frei uns gegenseitig mit Lippen und Zunge zu verwöhnen. Ich begann damit, strich über die gut proportionierte Brust, und leckte und saugte an den sich steil aufrichtenden Brustwarzen. Seg stöhnte auf, vergrub seine Finger in meinem Haar. Erst recht als ich weiter runter rutschte und die Zunge in seinen Bauchnabel gleiten lies. Er zog mich wieder hoch nahm Besitz von meinem Mund und drückte mich auf den Rücken. Schwer lag er auf mir, küsste mich und rollte sich dann wieder ein Stück von mir runter. Er streichelte meine Brust meinen Bauch und öffnete mit zitternden Fingern meine Hose. Während er mich weiter küsste ließ er seine Hand in meine Hose gleiten. Lange suchen musste er nicht, denn mein bestes Stück kam ihm prall und steif bereits entgegen. Sanft drückte er zu und ließ sich dann die gesamte Länge ein paar mal durch die Faust gleiten. Auch ich konnte ein aufstöhnen nicht unterdrücken. Drückte mich ihm entgegen. Oh ja, er machte das sehr gut, genau wie ich es gerade brauchte. Nicht zu zart, wie es die Mädchen machten, wenn sie es überhaupt machten. Er wusste instinktiv, aus jahrelanger Selbsterprobung  wie ich es wollte. Ich drehte mich auch auf die Seite, öffnete seine Hose und begann auch ihn zu verwöhnen. Wir besorgten es uns gegenseitig , während wir uns küssten. Lange dauerte es nicht, dass es uns fast gleichzeitig kam. Erschöpft lagen wir nebeneinander. " oh Mann, war das ...geil!" stöhnte Seg. Er griff nach meiner Hand verschränkte die Finger mit meinen. " Hm..." pflichtete ich ihm einwenig wortkarg bei. " Du weißt genau wie ich's brauch!" bei den Worten hatte ich mich auf die Seite gedreht und schaute ihn an. Seg lächelte : " Du auch,......, ich hab mich noch nie zum Sex verabredet!" Seg traf den Nagel auf den Kopf, sowas hatte ich auch noch nie getan. Die Mädchen zierten sich da ganz schön. " Und so schnell zur Sache gekommen bin ich auch noch nicht. Kein unnötig langes Vorspiel, nein einfach los, wenn einem gerade danach ist!" sinnierte ich.
Seg beugte sich über mich und küsste mich." Danach war mir jetzt auch gerade!" murmelte er mir ins Ohr. Sein Atem der mich am Hals traf schickte kleine Wellen der Erregung durch meinen Körper und meine Härchen richteten sich am ganzen Körper auf.  Obwohl ich jetzt am liebsten gleich weiter geschmust hätte, wusste ich das es schon bald wieder hell werden würde. Wollten wir noch unbemerkt nach Hause kommen mussten wir das bald machen. Unwillig löste ich mich aus Segs Umarmung. Der schaute mich fragend an. Ich erläuterte ihm meine Bedenken und er nickte." Du hast recht, obwohl ich es bedauere das wir jetzt aufhören müssen!" bei diesen Worten schaute er an sich herunter und ich sah das er schon wieder hart geworden war. Ich richtete mich auf und suchte nach meinem Tshirt. Etwas verstaubt lag es zu meinen Füßen. Schweigend zogen wir uns an, nicht ohne uns dabei aus den Augen zu lassen. Irgendwie lag eine erotische Energie in seiner Art und Weise sich die Jeans zuzuknöpfen,  die ich , jetzt da ich wusste , wie geil sich ein anderer Schwanz anfühlte, sonst nie wahrgenommen hätte. Seg musste es ähnlich wie mir gehen, denn er starrte auch auf meine Finger, während ich meine Hose Knopf für Knopf schloss. Fertig angezogen standen wir uns gegenüber. Ich räusperte mich und sah ihn an:" ich muss los sonst fliegen wir auf, bis nachher in  der Schule !" Seg zog mich am Nacken zu sich, küsste mich noch einmal federleicht und ließ mich abrupt los." tschüs bis nachher!" dabei drehte er sich um und verließ das Bootshaus!
Das Lächeln, welches er mir noch zugeworfen hatte, lies mein Herz wieder ein paar Takte schneller schlagen. Ich atmete noch einmal tief durch, dann verließ auch das Bootshaus. Ich sah gerade noch wie Seg um die Ecke bog. Ich wusste es zwar erst ungefähr 6 Wochen später, aber ich glaube , schon zu diesem Zeitpunkt rettungslos in Seg verliebt gewesen zu sein!


Fortsetzung folgt.............


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Texte: Alle Rechte liegen bei der Autorin!
Bildmaterialien: www. shutterstock.de 135901010 Hoika Mikahail
Tag der Veröffentlichung: 27.07.2010

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