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Leseprobe

 

Über das Buch

 

 

 

 

Bernd Leicht sein Lebensweg ist geprägt vom sexuellen Missbrauch durch seinen Vater. Es war der Grundstein für seine zerstörte Seele und die kritischere Sicht auf seine Umgebung.

 

Mit zwölf Jahren erkrankte er an Diphtherie und kam in ein kleines Krankenhaus in einer nahen gelegenen Kleinstadt. An die Ärzte dort kann er sich nicht mehr erinnern, weder positiv noch negativ. An die Krankenschwestern, die dort tätig waren, hat er positive Erinnerungen.

Er musste im Alter von 14 Jahren wegen einer Entzündung der Nieren in ein Krankenhaus. Dort wurde er von einem Arzt, im Beisein einer Schwesternschülerin, sexuell missbraucht.

Eines Tages sollte ihm ein Krankenpfleger einen Katheter zur Blase legen. Er bekam dabei eine Erektion, der Pfleger versuchte es trotzdem weiter. Dann fragte er ihn: »Bist du wirklich erst 15 Jahre alt? Dafür hast du aber schon einen Großen.«

Mit 22 Jahren ward er in einer Arztpraxis aufs Widerlichste in seiner Würde verletzt.

Seine erste Tochter kämpfte nach einem Unfall um ihr Leben. Der behandelnde Arzt sagte: »Regt euch doch nicht auf, ihr seid noch jung. Könnt noch viele Kinder haben.«

 

Keinesfalls soll dieses Buch eine „Abrechnung“ mit unserem Gesundheitssystem sein. Leider hatte er viele negative Erlebnisse. Natürlich weiß er, dass es ebenso gute Ärzte und Krankenschwestern gibt.

 

Hatte er nur Pech mit dem medizinischen Personal?

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Über das Buch

Inhaltsverzeichnis

Resümee

Kapitel 01

Kapitel 02

Kapitel 03

Kapitel 04

Kapitel 05

Kapitel 06

Kapitel 07

Kapitel 08

Kapitel 09

Über den Autor

Danksagung

Infos & Leseempfehlungen


Resümee

 

 

 

 

Die Bedeutung Angst zu haben, wird im Duden mit Beklemmung, Bedrückung, Erregung in einhergehender Gefühlszustand [angesichts einer Gefahr]; undeutliches Gefühl des bedroht seins. Als Beispiel werden genannt: Eine wachsende, würgende, bodenlose, panische Angst befällt, beschleicht, quält jemanden.

Warum habe ich Angst vorm Krankenhaus?

Warum fühle und denke ich so?

Einige Ursachen sind mit Sicherheit: sexueller Missbrauch durch meinen Vater, in einem Kinderheim und in einem Krankenhaus.

Schon wenn ich an ein Krankenhaus denke, sind negative Erinnerungen an frühere Aufenthalte präsent. Ich bekomme quälende Gefühle von Ausgeliefertsein.

Angst ist allerdings im gesamten System des Gesundheitswesens nicht vorgesehen.

Ich weiß, dass ich als sexuell Missbrauchter anders denke, als Menschen die so etwas nicht erleben mussten. Mir ist bewusst, dass ich eine besonders sensible Wahrnehmung habe für das Unrecht und die Unzulänglichkeiten der Medizin.

In meinem bisherigen Leben hatte ich einige Krankenhausaufenthalte und hatte öfter Pech mit dem Krankenhauspersonal.

Irgendwann habe ich beschlossen, ich will nicht mehr krank werden, für mich gibt es keine Krankheiten. Sollte ich krank werden, werde ich mich mit abwehrenden und positiven Gedanken selbst heilen.

Mein Beschluss, nicht mehr krank zu werden, hat sich in meinem Leben als machbaren Weg herausgestellt. Bis heute gehe ich weder zu einer Vorsorgeuntersuchung, lese auch keine „Apotheken Rundschau“, noch bin ich jemals krank geworden.

Inzwischen ist mir klar geworden, wer das Verhalten der Ärzte und des Pflegepersonals nicht versteht oder verstehen will, muss eben zum Psychiater, denn die Medizin hat den absoluten Vorrang auf jeden Fall vor den Gefühlen der Patienten.

 

Kapitel 01

 

 

 

Das erste Mal im Krankenhaus

 

 

 

Mit zwölf Jahren erkrankte ich an Diphtherie und kam in ein kleines Krankenhaus in einer nahen gelegenen Kleinstadt. Das Krankenhaus war in einem ehemaligen Schloss, im Zweiten Weltkrieg diente es als Lazarett. Nach dem Krieg wurde das Schloss in ein Krankenhaus für alle Einwohner umgebaut.

An die Ärzte dort kann ich mich absolut nicht mehr erinnern, weder positiv noch negativ. An die Krankenschwestern, die dort tätig waren, habe ich positive Erinnerungen. Diese Schwestern waren in Schwesternkleidung mit entsprechender Haube auf dem Kopf gekleidet.

Gut erinnern kann ich mich noch, wenn diese Schwestern die Betten machten. Eine zog die Bettdecke waagerecht nach unten weg und die andere von oben ein Tuch nach. Sodass ich nie unnötig mit entblößtem Unterkörper da lag. Ebenso rücksichtsvoll waren sie beim Waschen und Nachthemd wechseln, obwohl ich doch nur ein Kind war. Sie vermieden, dass die Patienten die sie gerade wuschen, nicht von anderen einsehbar waren. Die Betten, in denen die Schwestern die Patienten versorgten, wurden deshalb mit Stellwänden abgeschirmt. Damals empfand ich das Verhalten der Krankenschwestern als total normal, hatte noch keine Vergleiche zu anderen.

Während des Aufenthalts in diesem Krankenhaus habe ich alles, was die mit mir machten, als „Normal“ empfunden und nicht darüber nachgedacht.

Gestört hat mich, dass meine Familie nicht in mein Krankenzimmer kommen durfte wegen der Ansteckungsgefahr. Lediglich durch eine Scheibe neben der Tür zu meinem Zimmer hatten wir Sichtkontakt, warum das so war, hatten die Schwestern mir vorher erklärt. Somit konnte ich das Verstehen und akzeptieren.

 

Nach drei Wochen Aufenthalt in diesem Krankenhaus konnte ich nach Hause.

 

Erst rund zwei Jahre später habe ich die unterschiedliche Art und Weise, wie das Krankenhauspersonal mit den Patienten umgeht, miteinander vergleichen können. Der Unterschied ist gewaltig, in dem Krankenhaus wo ich mit meiner Diphtherie-Erkrankung lag, wurde ich wie ein Mensch behandelt.

Nicht so wie in dem Krankenhaus, ist mir in anderen nie etwas so genau erklärt worden, weder was die mit mir vorhatten, noch warum. Ich gehe heute davon aus, dass es an der Einstellung der Krankenschwestern lag, warum ich mich dort wohlfühlte. Diese Frauen haben ihren Beruf als christliche Nächstenliebe gesehen und sich entsprechend verhalten.

Außerdem war zu der damaligen Zeit, ein Krankenhaus noch kein Industriebetrieb, der von den Investoren und der Pharmaindustrie unter Druck steht. Leider ist das heute der Fall. Mir ist auch nicht bekannt, dass es schon damals „Krankheitserfinder“ in dem Ausmaß wie heute gab.

Das Krankenhauspersonal war noch bestrebt, ihren Patienten zu helfen, sie zu heilen. Heute ist das nur in seltenen Fällen anzutreffen. Folglich muss es meiner Einschätzung nach, wohl an der Führung eines Krankenhauses liegen, ob die Patienten als Menschen oder nur als Geldquellen behandelt werden. Das Letztere trifft in den allermeisten Fällen auf unser heutiges „Gesundheitssystem“ zu und ist nur noch mithilfe von entsprechenden Gesetzen zu ändern.

 

Warum ändert unsere Regierung diese Zustände nicht, ist sie blind

Impressum

Verlag: BookRix GmbH & Co. KG

Tag der Veröffentlichung: 13.07.2020
ISBN: 978-3-7487-4969-1

Alle Rechte vorbehalten

Widmung:
Bernd Leicht ist 1943 in einem kleinen Dorf in Norddeutschland als 321-zigster Einwohner geboren. Seit 1970 wohnt er in einer Kleinstadt in Süddeutschland, ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und vier Enkelkinder. Aufgrund eines Traumas aus der Kind- und Jugendzeit leidet er heute noch unter dem sexuellen Missbrauch, den er erleiden musste. Sein Lebensweg war und ist ein dauernder Leidensweg. Sein Leben war von Unruhe geprägt, um von seinem Vater räumlichen Abstand zu bekommen, ist er nach Kanada, in das Land seiner Träume ausgewandert. Nach rund 31 Monaten hat sein Vater ihn jedoch, unter einem Vorwand zurückgeholt. Auch in späteren Jahren ist er vor seinen schlimmen Erlebnissen, die er in der Kind- und Jugendzeit hatte, geflohen. Um diese „Flucht“ zu realisieren, hat er Auslandsaufträge angenommen und ausgeführt, war in der Türkei, im Irak, in Libyen und in Thailand tätig. Alle diese Aufträge waren ein Stück seiner Lebenswege, die er in seinen Büchern erzählt.

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