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R1 (Zeit der bürokratischen Unschuld)

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R1 (Zeit der bürokratischen Unschuld)
Eine Weile später folgte R1 nach oben und trat dabei auf wie ein Rachegott. Sie triefte giftig, fast ein wenig angeätzt. Brutal stukte sie den Forschungsleiter in die Knie und dehnte gewaltig ihren Mund gleich einer Schlange zur extremen Maulöffnung aus, hinter der ihr maskenhaftes Gesicht zu verschwinden schien. Klappend um­schloß sie den Kopf des Biomeisters helmartig bis über die Augen und quetschte den Schädel, während der Körper des Delinquenten heftig zu zucken begann.„Wir checken jetzt sein Hirn durch und gleichen es ab. Er wird uns keine Information vorenthalten können. Am Ende haben wir sein Wissen bei uns abgespeichert.“ Leda setzte ihre Druckpistole an den Nacken des Opfers und verabreichte ihm eine Ladung Weichmacher. Der Bearbeitete stöhnte unter dem Maul von R1 und blutete aus Nase und Mund, während ...

Im Herbst 1997 animierte mich ein Freund, an einem Science-Fiction-Wettbewerb teilzunehmen, dessen Vorgaben nicht einer gewissen Lächerlichkeit entbehrten. Teilnahmebedingung war, daß in der Geschichte zwei Personen auftauchen, die als „Leda“ und als „Meister“ zu bezeichnen seien. Da ich prinzipiell Satiren schreibe, sah ich mich veranlaßt, mich zu belustigen, und heraus kam eine boshafte Erzählung, die nicht nur von einem Ungeheuer handelt, sondern selbst ein kleines Monster ist. Einen Preis habe ich natürlich nicht gewonnen.

Der Text kann auch als dystopisches Traktat gelesen werden.

Einige satirische Aspekte der Erzählung wirken heute nach 17 Jahren noch ungemein witziger. So hat das Abfackeln von Häusern durch Rammstöße von Flugzeugen seit Bin Laden eine erhebliche Bedeutungszunahme erfahren. Kampfsonden würde man heute vielleicht Kampfdrohnen nennen. Die Bedeutung der Geheimdienste und die flächendeckende Volksüberwachung wurden bereits damals als zukunftsweisend angemerkt.

Einige Textstellen sind stilistisch extrem manieriert. Eine Probeleserin erzählte mir, dass sie diese Textstellen hasst. Das hat mir damals gefallen. Heute ist es mir egal.
Den Prolog habe ich in den Anhang verschoben, weil er wie eine Mauer wirkt, die den Eingang in die Erzählung versperrt.

Gewidmet ist dieses Buch u. a. der glorreichen Zukunft der großen Geheimdienste von CIA bis NSA, der Mafia, den Wahnreligionen und Hitler

Der Text wurde vor der Rechtschreibreform geschrieben, er ist ein Produkt des 20. Jahrhunderts.
Meine Lieblingsautoren sind Kant, de Sade und Adorno. Mich selbst sehe ich als Lyriker und Bildenden Künstler der Moderne. Also Leute, ihr seit vorgewarnt!^^

Inhalt: Menschen werden gezüchtet, die Misslungenen werden aussortiert oder als Staatsfeinde bekämpft. Die Kontrolle der Bevölkerung erfolgt durch Hirnfesseln der automatischen Polizei und durch Geheimdienste. Der Ideologe der Menschenzüchtung wurde zum Zwerg degradiert.
Der Rauschgifthandel ist monopolisiert. Die Konzernbosse der Rauschgiftproduktion haben göttlichen Status.
Eine Geheimagentin und ein von ihr geschaffenes Monster nehmen den Kampf gegen die Götter auf.

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