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Marionetten

Eine Kurzgeschichte Von:
Marionetten
Was wäre, wenn der Name Programm wäre?

Große Herausforderungen verlangen unkonventionelle Problemlösungsstrategien. Eine Manipulation funktioniert dann am besten, wenn das Opfer sich der Beeinflussung nicht bewusst ist. Und wer erwartet schon, dass der (eigene) Nachwuchs eine verborgene Agenda hat?


Eine Gruppe Kinder rannte die Straße entlang, spielte Räuber und Gendarm. Sie mochten zehn oder elf Jahre alt sein. Ein Junge hielt ein Holzschwert, andere hatten Plastik-Wasserpistolen oder selbstgebastelte Flitzebögen dabei.
Ach ja, die Jugend!, ging es Fuhrmann durch den Kopf. Vielleicht wurde es doch Zeit, sich ein paar Kinder zuzulegen. Allerdings – so dachte er fast gleichzeitig – sprach auch einiges dagegen. Der damit einhergehende Verlust seiner Freiheit zum Beispiel. Und, dass er sich an eine einzelne Frau binden musste.
Vielleicht in ein paar Jahren; er hatte noch Zeit. Genießerisch hob Fuhrmann das Bierglas an die Lippen
Zwei Sekunden später zersplitterte es beim Aufprall auf den Straßensteinen.
Ein Aufschrei entfuhr ihm, als die Wucht des Geschosses seinen Kopf gegen die Scheibe des Cafés trieb. Kurz wurde ihm schwarz vor Augen; er sank in seinem Stuhl zusammen.

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