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Vom bösen Ende zum guten Anfang

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Vom bösen Ende zum guten Anfang
Lange schon habe ich mich mit dem Gedanken getragen, ein Buch über mein Leben zu schreiben, vor allem aber über die russische Gefangenschaft, weil ich glaube, daß manches davon auch für die Nachwelt wissenswert sein könnte. Allein die Erfahrung mit meinen Kindern, die in früheren Jahren bei mir den Eindruck erweckten, daß sie dies gar nicht interessierte, ließen mich immer wieder zögern.

Inzwischen sind auch meine Kinder erwachsene Menschen geworden und haben selber Kinder, so daß ich den Eindruck habe, daß auch bei Ihnen das Interesse gewachsen ist. Andererseits aber ist in meinem Gedächtnis so manches verblaßt oder hat vielleicht auch an Härte und Schärfe verloren. Aber vielleicht ist auch dies gerade von Vorteil. Unbestreitbar ist sicherlich, daß gerade die mehr als vier Jahre in russischer Gefangenschaft meine Wesensart erheblich mitgeprägt haben dürften.

Ich schreibe diese Erinnerungen nicht in chronologischer Folge, sondern so, wie sie mir einfallen und sortiere sie dann anschließend dort ein, wo sie entsprechend den Zeitläuften hingehören. Und wenn mir hier oder da mein Gedächtnis einen Streich spielen und etwas nicht ganz zutreffend geschildert sein sollte, so mag der Besserwissende mir dies verzeihen. Und wenn diese Fragmente von niemandem zu Ende gelesen werden sollten, so war es doch für mich wichtig, sie zu schreiben.

Natürlich sind mir, von ganz gravierenden Daten abgesehen, bei manchen nicht so prägnanten Erlebnissen die genauen Daten nicht mehr erinnerlich. Aus diesem Grunde habe ich diese "ungenauen Daten" mit einem * versehen.

Obwohl meinen Kindern einige Daten aus meinem Leben bekannt sind, diese Erinnerungen aber vielleicht auch von meinen Enkeln einmal gelesen werden, ist es zumindest aber für das Allgemeinverständnis anderer Leser wissenswert, daß hier auch meine allgemeinen Lebensdaten und meine Kindheit erwähnt werden.
Mit dem nachstehenden Zeilen hoffe ich, einen Beitrag dazu zu leisten, daß in der Zukunft solches menschenunwürdige Verhalten nicht mehr vorkommen und jede Art von Gewalt und Krieg der Vergangenheit angehören möge, auch wenn mich gerade die derzeitigen Unmenschlichkeiten in Jugoslawien oder Irland, in Afrika, Israel und an vielen anderen Stellen der Erde daran zweifeln lassen.

Heppenheim, im Oktober 1998

Der Verfasser

Stichwörter: 
3. Reich, Erinnerungen, Krieg, Soldat, Marine
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