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Adaptionsversuche im Neuen Testament II

Der Jakobusbrief. Adaptierte Version 2014 Von:
Adaptionsversuche im Neuen Testament II
Jakobus, der Bruder des Jesus von Nazareth, erscheint beinahe wie ein Fremdkörper im Corpus der Briefe des Neuen Testamentes. Dominiert von Paulus, neigen alle Bibelleser sozusagen natürlicherweise dazu, gleichsam vom betörenden Duft paulinischer Theologie und Gedanken gefangen genommen, andersartig intendierte und gemeinte Schriften im Kanon entweder gar nicht zu bemerken, oder sie hegen nach der Lektüre gewisse Aversionen, die es ihnen nicht leichter machen, die Botschaft zu akzeptieren. Etliche hatten Schwierigkeiten mit Jakobus, inklusive Luther, der das Werk des wackeren Herrenbruders „eine stroherne Epistel“ nannte – und das nur, weil sie dezidiert der paulinischen Lehre von der Rechtfertigung des Sünders durch Glauben allein (Luther wird später „sola gratia“ sagen) widersprach.
Wie ein reifer, gefestigter Herr kommt der Brief des Jakobus daher, wahrlich ohne großen Sinn für unnötige Sprüche, Witz und Zweifel. Es ist, als hätte er keine Zeit dafür, als wäre nun stattdessen Zeit für eine nicht aufzuschiebende Botschaft. Einem Professor gleich, spielt er nicht einmal mit seiner Brille zwischen den Fingern – er lässt sie einfach auf und schaut zuweilen kurz über den Rand. Getuschel und heimliches Geschwätz sind nicht erlaubt. Zu tief gehen seine Einsichten in die Natur der menschlichen Begierden, des Habenwollens und des Geschwätzes. Zu grundlegend reflektiert er über die tiefen Grund des Krieges und menschlicher Streitsucht. Zu ernst ist ihm seine Einsicht in Gottes Geduld und die Freiheit, ihm zu glauben.
Ich verstehe Adaptionen als eine Art des Spieles mit dem Text – als Theologe spiele ich eh mit biblischen Texten, um sie abzuklopfen auf Verständnisse und wertvolle Perlen hierzu. Dem Duktus des Textes weitgehend folgend, übersetze ich nicht nur, sondern übertrage eine Botschaft in unsere Zeit. In diesem Spiele nehme ich also Elemente der Exegese hinein in mein modernes Zeitempfinden und suche es ab auf ähnliche Muster, Problematiken und Interpretamente. Und dann schaue ich auf mögliche Ergebnisse und kann nicht anders, als zu staunen. Ich habe nicht Wort für Wort übersetzt, sondern mich in den Fluss des Erspürens ähnlicher Erzählthemen begeben, wenn auch getrennt durch fast zweitausend Jahre. Ich erspüre gleichsam aus dem Urtext ähnlich strukturierte Thematiken und Problematiken in heutiger Zeit, mit deren Hilfe ich den alten Text neu gestalte. Das meine ich mit Spiel. Und heraus kommen erstaunliche Ergebnisse. Aber der Leser soll selbst empfinden...

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