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GLÜCK

Das Glück und ich Von:
User: Tom.
GLÜCK

Als kleiner Junge ging ich in die Welt hinaus, um dem Glück guten Tag zu sagen.
Ich blickte hinter jedem Strauch. Unter jeden Stein. Hoch auf dem gelben Wagen, beim Kutscher vorn ersehnte ich das Glück, das gleich Blitze schnelle, langsam um die Ecke fahren wird und mir seine Aufmerksamkeit schenkt. Ich wünschte, das Glück würde sich mir an kalten Dezember Tagen als Weihnachtsmann zeigen. Im Karneval als Clown, der mich zum Lachen bringt und am Ostersonntag als Zauberer, der Wasser zu Wein verwandeln kann und Steine zu Tinten Herzen. Es sollte, wenn es käme, nicht mehr verschwinden. Ich wollte dem Glück zu Ehren weiße Rosen aus Athen ausbreiten, um es milde zu stimmen.
Nichts von alledem trat ein. Getreu wie ein Vierbeiner begleitete mich stattdessen das Sprichwort, wer sucht, der findet noch lange nicht und niemand ist seines Glückes Schmied. Das viel beschworene Hufeisen steckte, wer weiß Gott wo, unsichtbar unter Stroh und Schweinegülle oder unauffindbar im angrenzenden Buchstabenwald. Mit den Jahren des Suchens gewann ich die Einsicht, es existiert kein Glück.

Ein Unglück gibt es nicht. Meine Suche war hinaus geworfene Zeit. Nur die Ergebnisse meiner Handlungen, die sich günstig oder ungünstig auf einen Zyklus auswirken, sind geblieben.


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