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Außer Haut

Gedichte, Nachwort Hugo Ernst Käufer, Zeichnungen Susanne Ludwig Von:
Außer Haut
Eine erste Gedichtsammlung der 1948 in Herford geborenen und seit ihrer Kindheit in Bochum lebenden Lyrikerin, Erzählerin, Funkautorin und Dramatikerin Ulrike Migdal erschien 1980 unter dem Titel "Gezeiten des Atems", ein bemerkenswertes Debüt, das aufhorchen ließ und eine lyrische Stimme ankündigte, die ihren eigenen Weg versuchte, jenseits plakativer Einlassungen, allein der poetischen Bildfindung verbunden. Die lauten Töne sind nie ihre Sache gewesen . 1982 erschien eine zweite Gedicht- und Prosasammlung : Gesang, nicht lieblich". Auch hier war in den formal äußerst konzentrierten Wortgebilden ein eigener Ton les- und hörbar. Der hier vorliegende Band "Außer Haut" setzt sich zusammen aus achtundsechzig Gedichten, die zum Teil in Zyklen gegliedert sind. Allen Versen gemeinsam ist ein sprachlich unaufdringlicher Duktus, der die Einzelstücke inhaltlich und formal als ein Ganzes erscheinen läßt, von pulsierender Rhythmik. Gedichte, die mit der heute oft anzutreffenden sprachlichen Beliebigkeit nichts zu tun haben, sondern in wenigen Worten viel sagen. Ein sensibles Gedanken- und Sprachfeld, das vom Leser zu ergründen ist. (Aus dem Nachwort von Hugo Ernst Käufer) PRESSE: (WAZ 30.4. 20111, Jürgen Boebers-Süßmann) Über Ulrike Migdal muss man, zumal in Bochum, nicht mehr viel erzählen. Seit den 1980er ]ahren ist die 63-jährige Autorin als Lyrikerin, Essayistin, Verfasserin von Hörspielen und Dokumentation bestens eingeführt. Ihre Literatur stuft sie selbst als Beschreibung' politischer, gesellschaftlicher, kultureller und menschlicher Zustände ein - dabei ist sie eine außerordentlich engagierte Literatin, was sich zuletzt daran bewies, dass sie die im KZ ermordete Dichterin llse Weber wiederentdeckte und ihr und ihrem Werk einen würdigen Rahmen gab. Nun liegt Ulrike Migdals neues Buch,,Außer Haut" vor, ein schmaler Gedichtband, versehen mit Zeichnungen von Susanne Ludwig, der es aber in sich hat. Denn die Stimme dieser Lyrikerin ist hermetisch, wenig eingängig, mehr nach Innen gekehrt als nach Außen gewandt. In äußerst reduzierten Versen - knapper geht's nicht, könnte man sagen - entwirft Migdal ihren lyrischen Kosmos, in dem sich Stimmungen, Gefühle, Gedanken wie ferne Sphären drehen. Und doch gibt sie allgemeinen Gefühlen des Verlustes, der Angst, der Zurückhaltung, der Irritation eine Stimme, die Stimme der Möglichkeitsform:,, So zwischen/ Tisch Schrank Bett/bin ich/ lieg steh/von bis/durchkreuz/ den Horizont/Schatten der Standuhr/drin tickt/das Herz/solang es/dauert." Das sind poetische Bildfindungen von einiger Kraft konzentrierte Wortgebilde von pulsierender Rhythmik. Der Leser ist aufgefordert, diese von Ulrike Migdal für sich bestimmte Stimme in sich selbst nachklingen zu lassen.

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