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Lyrik als Zusammenführungskunst

Eine Würdigung des Herausgebers und Lyrikers Axel Kutsch im Kreise von Autorinnen und Autoren aus Metropole und Hinterland Von:
Lyrik als Zusammenführungskunst
Ohne die Lyrikanthologien von Axel Kutsch wäre das literarische Leben im deutschen Sprachraum deutlich ärmer. Lyrik erreicht seit jeher ihre Leser vorzugsweise über Sammelbände, und immer wieder leisten diese zusätzlich Erweckungsdienste für junge Autorinnen und Autoren, die hier Vorbild und Meister entdecken und hoffentlich auch die Erkenntnis, daß fast noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Lyrik ist nie homogen, resultiert sie doch aus zahllosen Stimmen und Stilen, die hier eine Reihe von Berührungspunkte aufweisen, dort aber auch kaum eine Ähnlichkeit aufweisen. Den 50.000 ernsthaft um eigene Lyrik bemühten Autoren stehen vielleicht 500 Lesern gegenüber, die Lyrikbände käuflich erwerben – und zwar jeweils nur den besten eines Jahrgangs. Gottfried Benn hat behauptet, von seinen Einnahmen aus der Lyrik habe er die Kosten für seine Zündhölzer bestritten. Um Geld kann es also nicht gehen.

Die Stimmenvielfalt in »Versnetze_eins« bis »Versnetze_fünf« erscheint wichtiger als die Auslese. Walter Benjamin unterscheidet drei Arten von Anthologien: jene, die einen bedeutenden Dichter zum Herausgeber haben, dessen Lyrikauswahl »eingestandenermaßen oder nicht normativen Charakter« hat und deshalb selbst als »Dokument der hohen Literatur« gelten darf, dann jene, deren Herausgeber als Person zurücktritt und sich rein informative Ziele gesetzt hat, und schließlich die »unerfreulichste Gattung«, die »als müßiges Spiel eines Unberufenen ein undeutliches Ineinander eklektischer und informatorischer Gesichtspunkte« darstellt.

Stichwörter: 
Lyrik
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