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Wessen Moral?

Eine Autobiografie zum Thema: Erwachsene Kinder suchtkranker Eltern Von:
Wessen Moral?
„Wessen Moral?“ ist ein autobiografischer Roman. Seine zentrale Figur ist eine junge Frau, die retrospektiv das Verhältnis zu ihrer Mutter beleuchtet und zu verstehen versucht.

Zunächst noch mit den Augen eines Kindes beobachtet die Autorin, wie ihre Mutter Stück für Stück an Stärke und Lebenswillen verliert. Ihre einst attraktive, charmante und geistreiche Mutter verliert mit der Zeit die Kontrolle über ihr eigenes Leben und das ihrer Familie. Mit ausschlaggebend dafür ist die Hochzeit mit einem manisch-depressiven, medikamentenabhängigen Alkoholiker. Mehr und mehr lässt sich die Mutter von ihren eigenen Süchten leiten, bis sie schließlich an ihnen zerbricht.

Cécile Koch versuchte lange, sich ihre verstörende Welt mit kindlicher Fantasie zurechtzurücken. Als Außenseiterin in der Nachbarschaft und Schule erfindet sie Freunde und erschafft sich eine eigene Realität. Mit zunehmendem Alter reift in ihr jedoch die Einsicht, dass sie der Welt, wie sie ist, nicht durch Träumereien entfliehen kann. Ihre Bereitschaft wächst, von zu Hause auszureißen. Mehrmals läuft sie weg. Mit vierzehn Jahren reist sie sechs Wochen mit einem kleinen Wanderzirkus mit und bezahlt dafür mit dem einzigen, was sie hat - mit sich selbst. Sie trifft dabei eine Abwägung, die sie in ihrem Wohnwagen nachts wach liegen lässt. Letztlich entscheidet sie sich, dass alles besser ist, als zu Hause bleiben.

Nach ihrer unfreiwilligen Rückkehr bricht ihr der Boden unter den Füßen weg. Mit Gewalt versucht sie ihrem Leben Sinn einzuflößen, klammert sich an sinnlose Beziehungen, fängt selbst an zu trinken und zu kiffen und versucht mehrmals, sich das Leben zu nehmen. Parallel dazu setzt bei ihrer Mutter eine Leberzirrhose ein. Im Alter von fünfundvierzig Jahren stirbt die Mutter. Für die zu diesem Zeitpunkt neunzehn Jahre alte Autorin bedeutet der Tod der Mutter einen Wendepunkt. Sie fühlt, wie sehr sie leben möchte und macht sich auf, gesund zu werden.

Mit einfachen, nüchternen Worten betrachtet die Autorin rückblickend ihr Leben ohne geborgene Kindheit und ihren Versuch, aus eigener Kraft erwachsen zu werden. Nicht die nachträgliche Betroffenheit steht im Vordergrund ihrer Schilderungen. Vielmehr geht es um den Mut und auch die Probleme, das eigene Leben anzunehmen und selbstbestimmt zu führen.

Der Titel „Wessen Moral?“ steht stellvertretend für alle Fragen nach den Gründen und der Gerechtigkeit der Welt, welche die Autorin beschäftigen.

Beiträge und Kommentare
Wichtiger Beitrag
paddle

Xolara,
Bulimie wird in dem Buch einmal ganz kurz erwähnt. So kurz, dass ich lange suchen musste, worauf du dich beziehst. Ist es wirklich wichtig, diese Stelle hervorzuheben? Was hat dich dazu bewegt dies zu posten? Viel wichtiger ist doch, dass die Autorin ihren Weg beschrieben hat. Hast du das Buch denn komplett gelesen? Oder nur die Vorschau-Seiten?

Wichtiger Beitrag
xolara

Bulimie ist ein Synonym für Ess-Brechsucht ...
Schade, dass bereits bei solchen Fragen den Menschen falsche Schlüsse nahegelgt werden.
Die Bulimie beginnt oft mit einer Magesucht, Heißungerattacken sind ein Symptom.

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