Geh hin und sündige fortan nicht mehr

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Geh hin und sündige fortan nicht mehr

Leicht bearbeiteter Auszug aus dem Roman "Das Auge sieht den Himmel offen. Die Liebe und der Gottesmann".

 

Auf den Bergen, über den Nebeln, ist die Freiheit wohl grenzenlos. Ist es da ein Wunder, wenn die Geliebte eines Ordensmannes – jawohl, soll vorkommen – ihm während einer Bergtour ihre Probleme mit den Evangelien gesteht? Vor allem mit dem vermeintlichen Trost Jesus‘ für die Ehebrecherin, die laut Gesetz gesteinigt werden müsste. Und mit der uralten doppelten Benachteiligung der Frauen in dieser Hinsicht. Denn: Wo ist da der dazugehörige Ehebrecher (der im Gegensatz zur Frau nicht einmal schwanger werden kann)? Es geht unter anderem auch um die ebenfalls uralte Frage: Ist Zweifeln Sünde? Und um die bemerkenswerte Tatsache, dass die Erlösung der Menschheit um Jahrtausende zu spät stattgefunden hat. Das sind natürlich alles höchst ketzerische Gedanken. Was kann ihr geliebter Gottesmann nur darauf erwidern?


Beiträge und Kommentare
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Anne Grasse

Sehr schön geschrieben. Selbst eine bibelfremde wie ich konnte folgen.
LG
Anne

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Karl Plepelits

Ein großes Kompliment, liebe Anne! Herzlichen Dank dafür!
LG Karl

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Ralf von der Brelie

Sehr gut und wie ich finde, humorvoll geschrieben!
Gut das ich als Atheist solche Dialoge niemals führen muss, weil mir all diese Zweifel fremd sind.
Viele Grüße
Ralf

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Karl Plepelits

Herzlichen Dank für diesen schönen Kommentar und zugleich fürs Herzerl!
LG Karl

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iactum

Na, immerhin lebt die Literatur noch gut vom schlüpfrigen Spiel mit sonst veralberten christlichen Tugenden. Mein alter Verdacht : Kunst heute ist nichts ohne ästhetische Verletzung der Zehn Gebote ...

15 Kommentare | Ältere Kommentare anzeigen
iactum

Mit diesem Spitznamen fasste man einst die Umwelt- und Friedensbewegten zusammen ...

Karl Plepelits

Aha, besten Dank! (Ich sehe gerade, dass ich in meiner Anfrage das Wörtchen "ist" vergessen habe. Ja, ja, das kommt davon, wenn man seine Texte nicht überarbeitet!

iactum

(Tut mir leid, lieber Karl, dass dieser Disput deinen Liebesroman hier leicht zweckentfremdet ... )

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Gelöschter User

Auf der Alm da gibts kaî Sind,
weil de Manner hundsmied sind.
Sie had-s glaubt iezt kriegt-s a Kind.

Aa vom Pfarrer had sie-s gmaint,
had sî fleissig an-î-glaint.
Knaus-Ogino war iem fremd.
Also ging iem nix ins Hemd.

Der altbairisch angehauchte Lord (DD / w trybie obscenicznych rymów)

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Kimi Eriky

Du schreibst excellent und gehst auch komplexe Themen an. Ich beschäftige mich auch sehr mit der Bibel und Weiss dass man daraus interessante Ableitungen als Autor machen kann.

LG Kimi

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