Die Deppaten haben’s Glück

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Die Deppaten haben’s Glück

Darf ein katholischer Ordensmann eine Geliebte haben? Nein, natürlich nicht. Offiziell. Aber inoffiziell ...

 

Also gut, auch ein Ordensmann ist ja, wie der Name sagt, ein Mann und kann als solcher an einer Frau Gefallen finden. Gibt es nicht? Falsch. Ich, der Pater Michael, bin ein lebendes Beispiel dafür – ob ein leuchtendes, weiß ich nicht. In  meiner Jugend war ich halt „deppat“ genug, mein Keuschheitsgelübde zu missachten und all die Leiden Liebender auf mich zu nehmen, als da sind: Unsägliches Warten. Angst. Schmerzen seelischer und körperlicher Natur. Enttäuschung. Untreue. Gewalttätigkeit durch einen Nebenbuhler. Aber auch all die Freuden Liebender: Hilfe durch eine barmherzige Samariterin und überströmende Liebe.

 

Auszug aus dem Roman „Das Auge sieht den Himmel offen“


Beiträge und Kommentare
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markus.hedstroehm

Ein Dauerbrenner katholische Kleriker, Zölibat, usw. ...
Die "Konkurrenz" beweist es ja schon lange, dass es auch anders geht.
Wie auch immer, die Prämisse, dass Depperte oftmals Glück haben, ist in dieser humorvoll geschriebenen Story allemal erfüllt. Wollens hoffen, dass diese Glücksphase für den umtriebigen Ordensbruder lange anhält ... *grins*
LG Markus

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Karl Plepelits

Ich bedanke mich vielmals fürs Lesen, Kommentieren und fürs Herzerl!
LG Karl

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iactum

Das Thema Sex und Religion ist offenbar immer noch ein Evergreen. Wie gesagt : Kunst lebt von der Verletzung der Zehn Gebote. - Mich langweilen solche Geschichten seit langem entsetzlich, sorry ...

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Petra Peuleke

Das ist ja ein ganz schön heißer Ordensmann, in den sich die Frauen reihenweise verlieben. An seiner Stelle würde ich das mit dem Klosterleben noch einmal überdenken, sonst kommt er wahrscheinlich auf Dauer unter die (Glücks-)Räder ;-)

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Karl Plepelits

Sehr richtig! Und lieben Dank fürs Herzerl!
LG Karl

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philhumor

Liest sich wie das Tagebuch von Casanova. Sehr guter Schreibstil. Sein Kummer endet in Elisabeths Kammer.

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Karl Plepelits

Vielen herzlichen Dank, lieber Phil, für Kommentar und Herzerl!
LG Karl

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Franck Sezelli

Lieber Karl, ich habe diese Liebesgeschichte nochmals mit Vergnügen gelesen, kannte ich sie doch schon aus dem Roman. Das Auf und Ab im Glück des gar nicht keuschen Ordensmannes brachte mich erneut zum Schmunzeln.
"Deppat" musste ich nachschlagen und fand meinen Verdacht bestätigt, dass es die mundartlich geschriebene Variante des süddeutsch-österreichischen und mir schon lange bekannten Wortes "deppert" ist.
Herzliche Grüße
Franck

2 Kommentare
Karl Plepelits

Lieber Franck, ich danke Dir für Lob und Preis (und fürs Herzerl). Übrigens hast Du recht: Ich hätte die Depperten schreiben sollen. Aber die Deppaten, das ist halt quasi die Lautschrift. Im Dialekt gibt es ja keine Orthographiegesetze. Zum Beispiel heißt eine Alm in unserer... mehr anzeigen

Franck Sezelli

Ist schon in Ordnung. Ich habe den Ausdruck "Deppat" im Online-Duden mit Bedeutungserklärung gefunden.

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Goldie Geshaar

Der katholische Ordensmann lebte alles andere als keusch ... aber finde ich eh überholt und unsinnig, den Zölibat, der im MA erlassen wurde, um die Kirchengüter zu bewahren und zu vermehren. Schließlich vererbten verheiratete Priester ihren Besitz ihren Kindern. Das Hab und Gut alleinstehender Kleriker fiel dagegen nach deren Tod der Kirche zu ...
Beide, Gottesmann und Silvia, sind keine Kinder von Traurigkeit und trösteten... mehr anzeigen

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Karl Plepelits

Ein Superkommentar! Herzlichen Dank dafür und für Dein Herzchen!
LG Karl

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iactum

Asketisch lebende Moenche werden eher von glücklichen Paaren verstanden als von Leuten mit schlechten Ehen - haben Umfragen ergeben. Im Uebrigen ist Religion auch in säkularen Gesellschaften offenbar immer noch Objekt vieler Phantasien und Phantasmen. Lebt Kunst denn im christentumfreien Europa immer noch vom Verletzen der Zehn Gebote und anderer religiöser Tabus ?
Wer Askese verfolgt und verspottet, hasst die Wollust ...

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straubing

Diese Geschichte habe ich auch mit Freude gelesen. Es wird langsam Zeit, dass die kath. Kirche die Ehe für Priester erlaubt.
Ich bin der Meinung, dass das nichts mit Glauben, sondern mit dem schnöden Mammon zu tun hat.
Ein verheirateter Pfarrer, der Kinder hat, weiß um die Sorgen seiner Schäfchen mehr Bescheid, als die hohen Herren im Vatikan, die mehr am Geld als am Beten interessiert sind.
LG Lissa

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Karl Plepelits

Besten Dank für Deinen schönen Kommentar und Dein nicht weniger schönes Herzerl!
LG Karl

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Maria

Tragisch-komischer Flirt mit gutem Ausgang. *Sind Sie mit einem ... zusammen?, dann ergreife ich sofort die Flucht, die verstehen, was Frauen angeht, keinen Spaß. Hände weg, was mein und nicht dein ist. Soll vorkommen, bei Männern allemal und bei Frauen ebenfalls!

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Karl Plepelits

Vielen Dank für Kommentar und Herzerl!
LG Karl

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katerlisator

Mit großer Freude gelesen. Und ich habe ein weiteres österreichisches Wort kennen gelernt: Deppaten.

3 Kommentare
Karl Plepelits

Vielen Dank! Die Freude ist ganz meinerseits. (Und deppat heißt ganz einfach blöd. "Bist deppat?" bedeutet also auf Lateinisch oder Arabisch, was weiß ich, "Are you crazy?")

Karl Plepelits

Ach ja, und danke auch für Dein wunderschönes Herz!
LG Karl

katerlisator

Ja, ich habe diese hinreißende Seite gefunden: https://wienerin.at/drah-di-deppata-so-schimpfen-echte-wienerinnen

Sehr hilfreich für mich, wenn ich meinen "Hubert" noch einmal nach Wien schicke....

„Drah di, Deppata!”: So schimpfen echte WienerInnen | Wienerin https://wienerin.at/drah-di-deppata-so-schimpfen-echte-wienerinnen Das Schimpfen gehört zu Wien wie kein anderes Kulturgut. Ein paar Highlights aus dem Wienerischen Schimpfrepertoire.
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