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Teddy in Italien

Eine aufregende Geschichte Von:
User: borgi53
Teddy in Italien
Eine Abenteuerreise!
Der kleine Teddy hatte die ganze Nacht tief und fest auf Julias Kopfkissen geschlafen, doch jetzt kitzelte es im in der Nase. Eine kleine Feder aus dem Kopfkissen hatte ihn gestreichelt. Die Sonne schien schon so hell in das Kinderzimmer das der kleine Teddy sich die Augen reiben musste. Zuerst mussten die Spuren vom Sandmännchen beseitigt werden und dann musste er sich zuerst an die Helligkeit gewöhnen.

Jetzt war er erst so richtig wach und es fiel ihm auf das seine Julia nicht in ihrem Bett lag, sicher hatte sie schlecht geträumt und war ins Elternschlafzimmer gelaufen. Aber warum ohne ihn? Sicher kommt sie gleich mit viel Getöse ins Zimmer gelaufen und dann würde sie ihn so richtig fest drücken.

Der kleine Teddy mit der roten Schleife wartete und wartete. Es war mucksmäuschenstill im Haus.
Kein einziges Geräusch drang an sein plüschiges Teddybärenohr. Das war nicht normal, seine Julia war doch so ein Wirbelwind. Er war sich sicher, hier konnte etwas nicht stimmen.

Er überlegte und ließ die Menschengespräche mal Revue passieren. Da war doch die Rede von Urlaub gewesen, von Italien, vom guten Essen und viel Sonne. Die werden mich doch nicht so einfach vergessen haben, ging es ihm durch den Kopf. Niemals, dass würde seine Julia nie machen. Sie kann doch ohne mich nicht einschlafen, sie muss doch immer noch mit mir kuscheln bevor sie ein schläft. Er schüttelte seinen Kopf und suchte nach einer Lösung.

Er krabbelte rückwärts aus dem Bett und hielt sich am Bettlacken fest, dann purzelte er auf den Boden. So ein Kinderbett war ganz schön hoch für einen kleinen Teddy. Er würde ihnen einfach hinterher fahren, Italien konnte so weit ja nicht sein. Dann setzte er sich in das kleine Puppenauto und rollte los. Er kam aber nur bis zur Kinderzimmertüre, die war nämlich verschlossen und an die Türklinke kam er nicht heran. Er legte beide Ärmchen an den Kopf und überlegte. Das Telefon, ja das war die Lösung. Er hatte es immer genau beobachtet wenn seine Julia telefoniert hat. Da gab es eine Notrufnummer. Julia übte immer für den Notfall. Er wählte diese Nummer 110, aber so sehr er sich auch bemühte, er hörte keine Stimme am anderen Ende.

Nun wusste er nicht mehr weiter. Traurig setzte er sich in eine Ecke des Kinderzimmers und heulte los. Dicke Tränen tränkten sein Fell und seine schöne rote Schleife. Es vergingen viele, viele Stunden und er war so traurig das seine brauen Knopfaugen schon ganz trübe geworden waren.

Da, ein Geräusch im Haus, Schritte auf den Treppenstufen, wer kann das sein?
Oma, was machst du denn hier?
Oma sagte: Julia hat angerufen, in der Eile haben sie dich vergessen, und das Geschrei in Italien war so groß das sie mich angerufen haben mit der Bitte dich auf die Reise zu schicken. Ich schicke dich jetzt per Post auf große Reise, Einverstanden?

Und ob der kleine Teddy einverstanden war, er hatte so große Sehnsucht nach seiner Julia dafür hätte er alles auf sich genommen. Obwohl, aufgeregt war er schon, denn er war ja noch nie alleine verreist.

Er wurde gut verpackt, und das kleine Paket wurde zur Post gebracht. Er konnte ja nichts sehen, nur hören und fühlen. Das Paket wurde mit einem Stempel und Briefmarken versehen und ab ging die Post. Es war ein Gerumpel um ihn herum. Das Paket wurde geschmissen, auf ein Fließband gelegt, ihm war schon ganz übel, aber er musste ganz tapfer sein, damit er bald bei seiner Julia war.

Irgendwann wurde es ruhiger um ihn herum. Er schlief ein wenig ein, lange konnte es ja nicht mehr dauern.

Er wurde wieder wach als er Stimmen hörte, es waren keine vertrauten Stimmen, und diese Sprache hatte er auch noch nie gehört.
Er bekam es mit der Angst zu tun, und wieder kullerten die Tränen, es waren so viele Tränen das sogar das Packpapier in das er eingewickelt war, ganz nass wurde. Dann wurde er durch die Luft geworfen. Er landete mit vielen anderen Paketen auf einem Vorplatz eines Postfrachtzentrums, mitten in der Sonne. Das Paket wurde nun von der Sonne Italiens getrocknet. Es war nicht sehr angenehm in einem nassen Paket zu stecken. Ob er seine Julia jemals wiedersehen würde?

Die Stimmen wurden laut und lauter.
Was hörte er da?
Buongirno Signore, come sta?
Bene, molto bene grazie.
Lei die dové

Was hatte das nur zu bedeuten?
Dann eine Stimme die ihm sehr bekannt vor kam. Das war Julias Vater, der kleine Teddy hörte nämlich wie er auf die Frage:
Lei di dové sagte: aus Krefeld.

Jetzt strampelte er in dem Paket hin und her, dass musste Julias Papa doch sehen. Er strampelte so stark das er samt Paket von dem großen Stapel auf den Gehsteig purzelte.
Dann hörte er die Menschen sagen: Ah, da ist ja das ersehnte Paket. Wieder bekam er einen Stempel auf seine Behausung gedrückt, und nun war er in festen vertrauten Händen, dass spürte er.

Zu dumm das er noch nichts sehen konnte. Das Paket lag nun auf dem Beifahrersitz eines Autos. Laut war es hier in Italien, die Autofahrer hupten ständig, gaben Gas, bremsten wieder. In Deutschland ging es da aber gesitteter zu. Jetzt ging es auch noch eine kurvenreiche Straße hoch. Er musste wirklich ein ganz großes Teddybärenherz haben, wenn er diese Strapazen für seine Julia auf sich nahm.

Das Auto fuhr auf einen Kiesweg. Die Fahrt wurde langsamer. Durch das Paket roch er die angenehme Luft, und so langsam wurde ihm ganz schön warm. Wohlig warm.

Da, eine Stimme, Julias Stimme, endlich war er am Ziel. Julia riss ihrem Vater das Paket aus den Händen und zerriss das Papier. Ein Jubelschrei beiderseits drang durch das ganze Haus.
Julia drückte ihren Teddy ganz fest, und dann legte sie sich mit ihm in den Garten. Sie hatte keine Nacht richtig schlafen können, ohne ihn. Da lagen sie nun mitten in einer Blümchenwiese, es summten die Bienen und es roch nach frischem Gras und guter Luft.
Julia setzte ihrem Teddy eine Sonnenbrille auf die Nase und drückte ihm einen dicken Kuss auf die Ohren. Am Ende des Tages waren alle wieder zusammen und sehr, sehr glücklich.

Nun konnte der Urlaub beginnen, bellissima!


Cover/Rike





Beiträge und Kommentare
Wichtiger Beitrag
klausblochwitz

Da gebe ich Lissa recht, die Geschichte ist super zum vorlesen! LG Klaus

2 Kommentare
borgi53

lieben Dank Klaus

Dieser Kommentar wurde gelöscht.
Wichtiger Beitrag
straubing

Diese Geschichte muss man einfach vorlesen.
Man sieht förmlich die grossen Kinderaugen vor sich, wie sie liebevoll ihren Teddy an sich drücken. Diese Geschichte wärmt das Herz.
LG Lissa

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