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Auf der Suche nach dem Sinn der Weihnacht

Ein Teddy macht sich Gedanken Von:
User: borgi53
Auf der Suche nach dem Sinn der Weihnacht

Auf der Suche nach dem Sinn der Weihnacht!

Der kleine Teddy mit der roten Schleife saß auf seiner Fensterbank und drückte sich die Nase an der Fensterscheibe platt. Er war ganz alleine im Haus, seine kleine Julia war mit ihren Eltern in den Süden geflogen. Dort war es schön warm, und nichts erinnerte dort an Weihnachten.

Traurig sah der kleine Teddybär den Schneeflocken nach, die alte Laterne im Garten verbreitete ein bläuliches Licht, und der Wind pustete die Schneeflocken durcheinander.

Was ist nur der Sinn der Weihnacht, fragte sich der kleine Teddy. Für den Einen ist es ein Urlaub in südlichen Ländern, für den Anderen ist es ein neues schickes Auto, ein Computer oder ein neues Handy. Je mehr der kleine Teddy darüber nachdachte, kam er zu der Überzeugung das das nicht der Sinn der Weihnacht sein könne.

Hier in diesem Zimmer, auf dieser Fensterbank und an dieser Fensterscheibe würde er es nicht heraus finden. Er kletterte von seiner Fensterbank, lief zur Türe, die Treppe hinunter und lief in den Garten. Er öffnete das alte verrostete Gartentor und ging auf Wanderschaft um den Sinn der Weihnacht zu suchen. Seinen roten Schal band er ganz fest, denn es war bitterkalt.

Nach längerer Zeit traf er auf einen kleinen Jungen, und der Teddy fragte den Jungen was für ihn Weihnachten bedeuten würde. Der Junge antwortete: Geschenke natürlich. Ein neues Fahrrad, eine Eisenbahn, ein tolles Computerspiel und noch vieles mehr. Der kleine Teddy schüttelte den Kopf und ging weiter.

Der Schnee kribbelte an seinen Füßen, und sein Fell wurde sehr schwer weil es vom Schnee ganz nass geworden war. Aber aufgeben das gab es für den kleinen Teddy mit der roten Schleife nicht, er wollte wissen was der Sinn der Weihnacht war. Da traf er auf ein kleines Mädchen. Was ist für dich der Sinn der Weihnacht, wollte der kleine Teddy von ihr wissen. Geschenke natürlich, sagte das Mädchen. Ich WILL einen großen Puppenwagen, eine tolle Puppe mit blonden Haaren, eine Nähmaschine für Kinder, einen Kaufladen und eine Puppenstube, und wenn ich das nicht bekomme bin ich richtig sauer. Der kleine Teddy schüttelte seinen Kopf und ging weiter.

Er traf wieder auf ein kleines Mädchen. Was wünscht du dir zu Weihnachten fragte der kleine Teddy.
Das Mädchen antwortete: Ich wünsche mir eine kleine Puppe und einen Puppenwagen, und ich bin sicher das mir das
Christkind meine Wünsche erfüllt. Mein Papa ist in diesem Jahr gestorben, und dort oben im Himmel ist er dem Christkind ganz nah. Er wird schon dafür sorgen das sich meine Wünsche erfüllen. Aber mein größter Wunsch wäre, dass mein Papa wieder bei mir ist. Der kleine Teddy wischte sich ein paar Tränen aus seinen braunen Knopfaugen, und dann drückte er das Mädchen ganz fest an sich. Dieses Mal schüttelte er nicht den Kopf und lief nachdenklich weiter.

Nach einem langen Weg traf der kleine Teddy wieder auf einen Jungen. Was wünscht du dir zu Weihnachten fragte der kleine Teddy den Jungen. Der Junge antwortete das er sich nichts wünschen würde. Also keine teuren Geschenke. Ich möchte das man mich in den Arm nimmt, mir am Abend Geschichten erzählt und mich lieb hat. Vielleicht noch einen kleinen Bratapfel, mehr Wünsche habe ich nicht. Der kleine Teddy dachte das dieser Junge das Herz am rechten Fleck hat, und nachdem er etwas überlegt hatte, fragte der Teddy den Jungen ob es auch ein kleiner einsamer Teddy sein dürfte, den er lieben könnte. Der Junge war überglücklich und drückte den Teddy ganz fest an sich. Hand in Hand liefen die zwei durch den knisternden Schnee.

Nach einiger Zeit hörten sie feierliche Musik. Die alte Dorfkirche hatte ihre Pforte weit geöffnet, und der kleine Teddy und der Junge setzten sich auf die kalten Kirchenstufen. Sie schauten zum Himmel und plötzlich fiel ein Stern direkt vor ihre Füße in den Schnee. Vorsichtig hoben sie den Stern auf und drehten ihn in ihren Händen hin und her. Das ist ein Geschenk des Himmels flüsterte der kleine Teddy, und der Junge nickte andächtig. Zu weit ist man weniger allein sagte der kleine Junge und streichelte das nasse Fell des Bären. An Weihnachten darf weder Mensch noch Tier alleine sein, und sie beschlossen sich nie mehr zu trennen.

Plötzlich hörten sie aus der Ferne leise Glöckchen klingeln. Die Glocken wurden immer lauter und lauter, und dann kam um die Ecke ein großer Schlitten gebraust.
Der Weihnachtsmann flüsterte der kleine Teddy dem Jungen zu, es ist der Weihnachtsmann.
Hohoho rief der Weihnachtsmann, und seine beiden Rentiere, die er Blitz und Donner nannte blieben auf der Stelle stehen.

Kommt, rief der Weihnachtsmann, steigt ein, ich zeige euch in dieser Nacht die Milchstraße, Den Mond und die Sterne, und den Sumsemann der immer noch sein Beinchen sucht. Das Christkind hatte keine Zeit um auf die Erde zu kommen, deshalb hat es mich geschickt. Das Christkind will euch aber im Himmel begrüßen. Der kleine Teddy und der Junge setzten sich in den Schlitten und dann ging es auch schon los. Blitz und Donner gingen so scharf in die Kurven das den beiden fast die Luft weg blieb. Sie zogen die dicke Felldecke bis an die Ohren und hielten sich ganz fest.
Der Himmel war feuerrot und in der Himmelsbackstube wurden herrliche Plätzchen gebacken. Ausnahmsweise durften die zwei davon kosten. Schade das alles was schön ist wieder so schnell vorbei ist. Blitz und Donner brachten sie nach einer langen aufregenden Nacht wieder zur Erde zurück.

Das war eine Nacht, nicht wahr Teddy, sagte der kleine Junge. Ja, das war eine Nacht, antwortete der kleine Teddy. Es war doch kein Traum, oder? Nein, dass war kein Traum, antwortete der kleine Teddy, und klopfte sich den Sternenstaub aus seinem Fell.

Die Familie des kleinen Teddy mit der roten Schleife würden ihn nicht vermissen wenn sie aus dem Urlaub zurück kommen. Was ist schon ein kleiner verstaubter Teddy gegen die tollen Geschenke dieser Zeit. Aber Technik kann man nicht lieb haben, nicht in den Arm nehmen und nicht an sich drücken.

Der kleine Junge aber hatte niemanden auf der großen weiten Welt, und für ihn war der kleine Teddy mit der roten Schleife das größte Geschenk. Niemals wollte er sich wieder von seinem Freund trennen. Nächstenliebe und Freundschaft sind die größten Geschenke dieser Welt, und machen glücklicher als alles Geld dieser Erde.

Alles ist gut!





Cover/Rike

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