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Indoor Training - Frust adieu

Unterordnung ohne Unterordnung Von:
User: caligula
Indoor Training - Frust adieu
Vorwort:
Hunde erziehen durch Spaß statt durch Unterordnung ist ein von uns vielfach erprobtes System. Unsere Hunde lernen nahezu ausschließlich auf diese Art und Weise –das erspart uns allen Frust, Stress und ständige, langweilige Wiederholungen.Unsere Hunde lernen eifrig und auch wir haben Spaß bei der Sache. Selbst so “trockene” Übungen wie “Sitz”, “Platz” und “Fuß” machen so Sinn für den Hund –Ergebnis: er lernt es leicht und effektiv. Statt ständig wiederkehrender gleicher Übungen bringen wir für uns und den Hund Abwechslung und Sinn in die Aufgaben. Ein Hund, der auf einem freien Feld „bei Fuss“ gehen soll, sieht kaum einen Sinn darin und wird sich sträuben. Ist die Gasse schmal und gibt es eine Menge Wendungen,bleibt der Hund freiwillig nah bei seinem Menschen –die Übung macht Sinn und der Hund lernt schnell.Ein weiterer Vorteil ist nicht von der Hand zu weisen: alle Übungen sind “Wohnzimmer-tauglich” und können somit bei jedem Wetter, auch mal zwischendurch (z. B. während man wartet, dass die Kartoffeln kochen:-) durchgeführt werden. Das heißt natürlich nicht, dass man seinen Hund nun ausschließlich im Zimmer ausbildet –ein bisschen Training im geschlossenen Raum –ohne große Ablenkung von außen ist gerade für neue Dinge, die gelernt werden sollen, nützlich. Das heißt jedoch nicht, dass wir alles ausschließlich drinnen üben –sobald eine Übung drinnen funktioniert, wird sie in den Alltag –sprich: nach draußen übernommen.Erspar Dir und Deinem Hund die “Hundeplatz”-Unterordnungund übe mit einfachen Mitteln.Dein Hund lernt die Grundkommandos nebenbei und dazu noch viele Tricks, die man immer mal wieder gebrauchen kann.Lass Dich entführen in die Welt des „Zwischendurch-Trainings“.

VorbereitungBevor wir loslegen, müssen einige Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Zunächst muss der Hund schon in der Lage sein, den Handzeichen zu folgen.Das erreicht man, indem man bei jeder Kommunikation mit dem Hund die Hände „mitsprechen“ lässt. Viele Menschen müssen das erst lange üben, bevor es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Da wir aber weder mit Klicker, Leckerli oder sonstigen „Dickmachern“ arbeiten wollen, natürlich auch nicht laut reden oder gar Gewalt anwenden, ist die Zeichensprache unbedingt von Nöten.Jede Übung wird verbal begleitet: Ja –wenn die Richtung stimmt (anfeuernd und auffordernd gesprochen) –Nein –wenn es eben nicht stimmt (nicht böse sondern lang gezogen und mit möglichst tiefer Stimme)Ist eine Übung gelungen, wird überschwänglich gelobt. Das geschieht durch offensichtliche Freude des Menschen (strahlende Miene, freudig gesprochenes „Super“ oder „Fein“) in Verbindung mit Kraulen oder Kuscheln. Wenn Dein Hund gerne mit Spielzeug spielt, darf er nach einer Übung zur Entspannung eine Weile damit spielen. Dabei sind Geschirr oder Halsband und Leine zu entfernen!Mensch und Hund werden dabei oft für ein und dieselbe Sache verschiedene Worte lernen (z. B. für Sitzen: sitoder Sitz und setz Dich hin –dabei steht Sitoder Sitz nachher für ein schnell auszuführendes Manöver, während "Setz Dich" oder "Sitdown please"
für den Alltag und die kommenden Tricks benötigt wird.

Wir üben zwar nebenbei auch die so genannten „Grundkommandos“, die jedoch für die Tricks nicht gebraucht werden sollen, da es sonst leicht zu Missverständnissen kommt.
Beispiel: Meinem Hund Luzifer habe ich das „roll over“ aus dem Kommando „Platz“ beigebracht, nun verbindet er das „Platz“ regelmäßig mit roll over und rollt durch die Gegend, wenn ich das Kommando „Platz“ benutze. Nur gut, dass er als Diensthund ausgebildet wurde und nicht für den Sport –so kennt er für das plötzliche Hinlegen auch noch andere Worte
Die Reihenfolge der verschiedenen Übungen ist vielfach erprobt und sollte eingehalten werden –eines baut auf dem anderen auf. Aus diesem Grunde kommt das „Sitz“ auch erst im 2. Teil vor. Zunächst lernt der Hund das „Platz“ und zwar, indem er sich zunächst vorne und dann hinten hinlegt und nicht erst sitztbevor er sich legt. Grund: die meisten Hunde legen sich zunächst vorne, wenn sie frei entscheiden können. Soll das „Liegen“ nachher aus dem Gehen oder gar Laufen ausgeführt werden, kann der Hund so leichter abbremsen und gleichzeitig ins„Platz“ gehen. Aus dem Sitzen ist das nicht möglich.
Dass wir nur dann üben, wenn wir alle entspannt und gut „drauf“ sind, ist wohl selbstverständlich. Wir vermeiden jede Art von Stress oder Druckund lassen uns auch vom Verhalten unserer Hunde überraschen.
Dabei bleiben wir flexibel genug, auch mal anstatt der geplantenÜbung das anzunehmen, was der Hund uns anbietet und eben daraus eine andere Übung herzuleiten.

Beispiel: ein Hund soll aus dem Sitzen heraus mit der Pfote „winken“ –er aber richtet sich voll auf und macht „Männchen“. Das ist o.k. –geben wir ihm für diese Übung ein bestimmtes Wort und belassen es dabei. Wie gesagt, der Spassan der Sache steht im Vordergrund.
Der Ablauf:
Teil 1 behandelt die Grundkenntnisse wie Locker an der Leine,, legen, stehen, bleiben, zunächst alles im geschützten Bereich (drinnen oder auf einem kleinen eingezäunten Gelände mit wenig Ablenkung), dann draußen im Alltag -alles an der Leine.
Teil 2 behandelt das alles ohne Leine erst Indoorund dann draußen im Freien, dazu kommen die ersten Tricks
Teil 3 erweitert das Programm durch Bringen, Holen, Suchen, Übungen auf Distanz und natürlich alles ohne Leine sowie weitere Tricks.
Wichtig: Indoortrainingbedeutet nicht, dass der Hund im „Wohnzimmer“ ausgebildet wird. Es bedeutet lediglich, dass wir neue Übungen drinnen vorbereiten oder ältere Übungen drinnen ab und zu wiederholen. Indoor-Trainingheißt auch, dass wir alles immer mal wieder zwischendurch üben können, ohne Rücksicht auf Wetter oder Zeitablauf. Wer hat schon immer Lust, regelmäßig auf einen Platzzu fahren oder zu gehen und dort die immer gleichen Übungen zu absolvieren? JjedeÜbung, die drinnen gut funktioniert sofort in Alltag übernommen bzw. draußen (nicht draußen auf einem Platz) weiter vertieft wird. Dabei wird darauf geachtet, dass im Freien nicht eine bestimmte Zeit für die Übungen angesetzt wird, sondern diese immer mal wieder zwischendurch ausgeführt werden (beim ganz „normalen“ Spaziergang)
Die benötigten Gegenstände solltest Du vor Beginn Deiner Übungenbereit haben.
Und nun viel Spaß beim „Wohnzimmer-Training“


Beiträge und Kommentare
Wichtiger Beitrag
contraboy

Hier kann man schön leicht nachvollziehen, wie das Training der sogenannten Grundübungen auch aussehen kann. Leicht kann es sein, Spass kann es machen und die Übungen sind toll beschrieben. Ich habe mir sofort das komplette Buch gekauft und ausprobiert.

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